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  • Männer wollen immer nur das eine – Frauen aber auch!

    Diskussion · 45 Beiträge · 5 Gefällt mir · 2.301 Aufrufe

    Viele kennen es aus dem eigenen Dating- oder Beziehungsalltag: Männern wird oft unterstellt, sie wollten „immer nur das eine“ – aber wenn wir ehrlich sind, haben Frauen ebenso Wünsche, Erwartungen und Bedürfnisse. Trotzdem prägen Medien, Dating-Apps und alte Rollenbilder unser Bild davon, wer was wirklich sucht.

     

    Manche Frauen berichten, dass sie früh misstrauisch werden. Manche Männer erzählen, dass ihre ernsthaften Absichten gar nicht erst gesehen werden. Und oft bleibt die Frage: Wie viel davon ist Klischee – und wie viel entsteht durch unsere eigenen Erfahrungen?

     

    Gerade deshalb lohnt sich der Austausch. Welche Situationen habt ihr erlebt? Wo habt ihr euch missverstanden gefühlt? Und an welchen Stellen kann offene Kommunikation helfen, solche Muster zu durchbrechen?

     

    Teilt gern eure Perspektive – egal, ob aus Beziehung, Dating oder Beobachtungen im Alltag.

     

    Thomas Kissing

    30.11.25, 14:25

Beiträge

  • 30.11.25, 21:06

     

    Thomas Kissing:

    Danke Ines, dein Beitrag bringt vieles sehr treffend auf den Punkt. Vor allem deine Gedanken zu Nähe, Kompatibilität und den widersprüchlichen Gefühlen, die dabei entstehen, kann ich gut nachvollziehen.

     

    Ich habe selbst oft erlebt, dass Freundschaft-plus-Konstellationen schwieriger sind, als sie zunächst wirken. Von außen sieht es manchmal locker aus, aber in der Realität ist fast immer jemand im Vorteil – und der andere im Nachteil. Einer wünscht sich mehr, der andere ist mit dem „Zwischenzustand“ zufrieden. Am Ende leiden beide, nur auf unterschiedliche Weise.

     

    Ich glaube auch, dass man seine Bedürfnisse nicht rein mit dem Verstand sortieren kann. Ein großer Teil unserer Entscheidungen entsteht aus dem Gefühl heraus – vielleicht zu 90 %. Wir können versuchen, Nähe zu organisieren, zu planen oder zu kontrollieren, aber am Ende reagieren wir emotional, nicht logisch.

     

    Trotz all der Möglichkeiten, Menschen kennenzulernen – Dating-Apps, soziale Netzwerke – spielt am Ende doch immer dasselbe eine Rolle: Zufall und Sympathie. Man trifft jemanden, etwas passt, oder es passt eben nicht. Und wenn man Glück hat, entsteht daraus eine Verbindung, die sich richtig anfühlt.

     

    Thomas Kissing

    Sehr schön gesagt.:)

  • Danke Ines, dein Beitrag bringt vieles sehr treffend auf den Punkt. Vor allem deine Gedanken zu Nähe, Kompatibilität und den widersprüchlichen Gefühlen, die dabei entstehen, kann ich gut nachvollziehen.

     

    Ich habe selbst oft erlebt, dass Freundschaft-plus-Konstellationen schwieriger sind, als sie zunächst wirken. Von außen sieht es manchmal locker aus, aber in der Realität ist fast immer jemand im Vorteil – und der andere im Nachteil. Einer wünscht sich mehr, der andere ist mit dem „Zwischenzustand“ zufrieden. Am Ende leiden beide, nur auf unterschiedliche Weise.

     

    Ich glaube auch, dass man seine Bedürfnisse nicht rein mit dem Verstand sortieren kann. Ein großer Teil unserer Entscheidungen entsteht aus dem Gefühl heraus – vielleicht zu 90 %. Wir können versuchen, Nähe zu organisieren, zu planen oder zu kontrollieren, aber am Ende reagieren wir emotional, nicht logisch.

     

    Trotz all der Möglichkeiten, Menschen kennenzulernen – Dating-Apps, soziale Netzwerke – spielt am Ende doch immer dasselbe eine Rolle: Zufall und Sympathie. Man trifft jemanden, etwas passt, oder es passt eben nicht. Und wenn man Glück hat, entsteht daraus eine Verbindung, die sich richtig anfühlt.

     

    Thomas Kissing

  • 30.11.25, 18:38

    "Ich erinnere mich noch an die Schulzeit"...ja, ich auch. Damals dachte ich: wenn man jemanden gefunden hat mit dem man sich gut versteht, in den man sich verliebt,...das ist es dann. Nach langjähriger Beziehung und Erfahrungen in der Dating Welt habe ich viel über mich gelernt. Was ich sehr gut finde! Aber: ich bin so verwirrt...soo verwirrt...Liebe, Freundschaft, Attraktivität, Seelenverwandschaft, Sehnsucht, Kompatibilität,...diese ganzen Dinge können auch komplett gegensätzlich sein!
    Möglicherweise "funkt" es ganz schnell, aber man merkt, dass man nicht kompatibel ist. Oder menschlich passt es so gut, dass man dem Menschen bis an's Ende der Welt folgen würde, aber keine Schmetterlinge in Sicht. 
    Viele setzen mittlerweile auf das Modell Freundschaft plus, damit man nicht auf Nähe und körperliche Bedürfnisse verzichten muss und trotzdem die Chance hat jemanden für eine feste Beziehung zu finden. Aber ich höre (auch von Männern), dass man sich damit trotzdem einsam fühlt. Die Bedürfnisse und ein soziales Netzwerk auf verschiedene Menschen aufzuteilen, scheint doch nicht so einfach zu sein. 


    Sind die Erwartungen zu hoch? Oder ist es so kompliziert gerade weil man weniger Erwartungen / Ansprüche hat? (auch an sich selbst)

  • 30.11.25, 18:17 - Zuletzt bearbeitet 30.11.25, 18:34.

    Klischees entstehen durch Erfahrungen;)

     

    Beziehungen können (!) enden, wenn man seine Erwartungen auf den anderen projiziert und sich mit der Zeit heraus stellt, dass dieser Mensch diese Erwartungen nicht erfüllt oder erfüllen kann. Vice versa.

     

    Selbst wenn die Erwartungen niedrig sind, kann sich mit der Zeit herausstellen, dass es nicht "passt".

     

     

  • Ich erinnere mich noch an die Schulzeit, als auf einmal Mädchen interessant wurden. Davor war alles unkompliziert: Man konnte ganz normal miteinander reden und befreundet sein. Doch irgendwann veränderte sich dieses Interesse – die erste Freundin, die erste Beziehung – und schon wandelte sich das Bild von Männern und Frauen.

     

    Heute habe ich viele Freundschaften, zu Frauen wie zu Männern. Aber sobald es um eine Beziehung geht, wird es immer irgendwie anders. Es wäre schön, wenn die Partnerin wie eine beste Freundin wäre – und doch ist da noch etwas anderes. Sobald man sich verliebt, kommen Intimität, Erwartungen, Bedürfnisse und Verletzlichkeit ins Spiel. Plötzlich ist es nicht mehr so einfach wie zuvor.

     

    Mich interessiert, wie ihr das erlebt:

     

    Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht, dass Freundschaften einfacher wirken als Liebesbeziehungen?

     

    Wann merkt ihr, dass Erwartungen und Verletzlichkeit eine Beziehung verändern?

     

    Glaubt ihr, dass genau das ein Grund ist, warum viele Menschen heute Single bleiben oder Beziehungen schneller enden?

     

    Ich bin gespannt auf eure Perspektiven und Erfahrungen – wie geht ihr mit diesen Veränderungen um, wenn Freundschaft in Liebe übergeht?

     

    Thomas Kissing

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