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  • Männer stark, Frauen fürsorglich – immer noch?

    Diskussion · 211 Beiträge · 6 Gefällt mir · 2.891 Aufrufe

    Als Kind habe ich oft genau hingesehen, ohne es richtig zu verstehen. Meine Mutter kochte in der Küche, während der Duft von frisch gebackenem Kuchen den Flur füllte. Sie wischte noch den Boden, brachte die Wäsche weg, kümmerte sich um alles, was im Haus erledigt werden musste. Mein Vater kam vom Arbeiten, die Hände noch leicht ölverschmiert, setzte sich mit seinem Kaffee, blätterte in der Zeitung und ruhte sich aus. Ich saß daneben und schaute zu, ohne zu wissen, dass diese Szenen etwas über die Rollenbilder aussagen, die wir still übernehmen.

     

    Auch heute wiederholen sich solche Muster oft – manchmal subtil, manchmal sichtbar. Frauen kümmern sich ums Detail, ums Organisieren, ums Fürsorgliche. Männer zeigen Stärke, übernehmen bestimmte Aufgaben, die „sichtbar“ sind.

     

    Ich frage mich: Wie sehr stecken diese Vorstellungen noch in uns? Wie beeinflussen sie, wen wir anziehend finden, wie wir daten und welche Erwartungen wir an einen Partner oder eine Partnerin haben? Und wie würden Kinder oder junge Menschen diese Rollenbilder heute wahrnehmen?

     

    Thomas Kissing

    12.01.26, 22:36

Beiträge

  • 14.01.26, 15:29

    Erv:

     

    Der Film spricht aber trotzdem ein Problem an das ich selbst an mir erlebt habe.

    Die zu starke Idealisierung und Vergötterung von Frauen wie es manche Männer tun, oftmals auch als Wunsch zur Vervollständigung der eigenen Persönlichkeit.

     

    Ich war 2 Jahre lang an einer Frau interessiert und dankbar für jede noch so kleine Aufmerksamkeit in Abständen von mehrern Monaten. Ein Freund hat damit mindest ebenso lang verbracht. 

     

    Zeitverschwendung für eine Frau die nie Interesse hatte, Frauen schließen wesentlich schneller damit ab.

     

    Unsterblich verliebt in wen, den man gar nicht richtig kennt (und der/die einen selbst nicht kennt), ich glaube, das haben viele von uns erlebt! Männer wie Frauen. Die meisten wohl, als sie noch sehr jung waren. Drei begabte Künstler haben dieses Erlebnis vertont:

     

    https://www.youtube.com/watch?v=O3r3n7OOIag

     

  • 14.01.26, 13:43

    Thomas, das Bild, das du beschreibst, ist von meinem Leben recht weit weg. Ich bin ewig und länger verheiratet, und bei uns können grundsätzlich beide alles übernehmen, was zum Führen der Familie wichtig, Haushalt wie auch Vertreten nach außen. ist. Ich mach den Kaffee in der Früh Mo-Fr, meine Frau Sa und So, z.B. Am Tisch tauschen wir uns über den neuesten Klatsch und Tratsch aus oder streiten uns darüber, ob die KI unser Leben jetzt leichter machen oder uns alle arbeitslos machen wird. Wir haben beide nette Jobs, Kinderbetreuung machen wir beide gerne, Haushalt beide ungern. Gekocht wird bei uns sehr schlicht, meine Spezialität ist Pasta al' Papa, die meiner Frau Gemüsepizza.

  • 14.01.26, 13:21

     

    Mandi:

     

    Colin:

    Die meisten Frauen freuen sich zum Beispiel über Blumen.

    Genau, die meisten. Meine letzte Freundin hat Blumen gehasst und mir gleich mal verklickert, dass ich ja nicht mit welchen aufkreuzen soll.

     

    Entromantisierung in dem Zusammenhang, dem Paar-Ding, finde ich gut. Und die Aufweichung der Klischees sowieso. Jeder sollte nach seiner Art und Weise tun können und die passenden sollen sich finden. Egal, wer welche Rolle innehat.

     

    Achja, und Entromantisierung muss ja nicht gleich bei jedem zur Mandifikation führen.

     

     

    Du armer. Kein Wunder, dass du mandifiziert bist. 😉

     

    Ja, ich war einmal in einer Beziehung mit einer Frau, die der Ansicht war, dass Romantik und Sex nur am Anfang einer Beziehung wichtig seien. Danach bestand die Beziehung ausschließlich aus Hausarbeit (gegebenenfalls Kinderbetreuung), Gartenarbeit und Reparaturen im Haus. Nach außen hin musste die Beziehung aber den Anschein erwecken, liebevoll zu sein. Ihr Beziehungsideal war eine exakte Kopie der Beziehung ihrer Eltern.  Sie mochte auch keine Blumen.

     

  • 14.01.26, 13:10

     

    Leo:

    In Allem, was hier beschrieben wird und auch in der ganzen Diskussion fehlt mir die Leichtigkeit. 

    Da werden Situationen zwischen Frau und Mann beschrieben, in denen nicht klar ist, wie mensch sich verhalten soll. Ich lese viel von Überforderung, Hilflosigkeit, die am Ende dann dazu führt, dass Einer oder Beide sich frustriert zurückziehen und ihre Schubladen immer weiter füllen.

    Wo ist die Kommunikation, frage ich mich. Wir sind doch alle erwachsen. Wenn ich was nicht verstehe oder weiß, frage ich eben. Und erkläre so nebenbei viel über meine Wahrnehmung und mein Erleben. 

    Ich lebe jetzt 6 Jahre mit meinem Partner zusammen und muss immer noch ganz viel fragen. Er ist eben ein anderes Wesen und ich werde ihn wahrscheinlich nie vollends verstehen. Deshalb reden wir.

    Ein anderer Aspekt, der mir in diesen Männer - Frauen - Diskussionen immer wieder aufstößt, ist die völlige Negierung aller anderen sozialen Geschlechter und Formen des Zusammenlebens. Als ob es nur Frau und Mann und heterosexuelle Beziehungen gäbe. Bei GE definieren sich anscheinend die meisten Mitglieder entsprechend, trotzdem gehört zu einer Diskussion über Rollenbilder für mich der Hinweis, dass die Realität vieler Menschen eine andere ist. Und gerade bei diesem Thema wär es höchstinteressant zu schauen, wie z. B. Transmenschen mit Rollenbildern umgehen. Oder lesbische Beziehungen.  Oder, oder, oder...

    Du kannst gerne für dieses Thema eine eigene Diskussion starten. 

  • 14.01.26, 13:08 - Zuletzt bearbeitet 14.01.26, 13:10.

     

    Leo:

     

    Ein anderer Aspekt, der mir in diesen Männer - Frauen - Diskussionen immer wieder aufstößt, ist die völlige Negierung aller anderen sozialen Geschlechter und Formen des Zusammenlebens. Als ob es nur Frau und Mann und heterosexuelle Beziehungen gäbe. Bei GE definieren sich anscheinend die meisten Mitglieder entsprechend, trotzdem gehört zu einer Diskussion über Rollenbilder für mich der Hinweis, dass die Realität vieler Menschen eine andere ist. 

     

    Warum aufstoßen? Viele berichten aus eigener Erfahrung und die haben sie anscheinend nicht.

     

    Und gerade bei diesem Thema wär es höchstinteressant zu schauen, wie z. B. Transmenschen mit Rollenbildern umgehen. Oder lesbische Beziehungen.  Oder, oder, oder...

     

    Es gibt auch einen rationalen Grund.

    Bei aktuell 60 (?) sozialen Geschlechtern ergeben sich genau 1770 mögliche Paarkombinationen. Die alle zu beleuchten wird schwierig.

    Dann lieber Mann-Frau beleuchten mit einer Trefferwahrscheinlickeit von 90%

  • 14.01.26, 12:45

    In Allem, was hier beschrieben wird und auch in der ganzen Diskussion fehlt mir die Leichtigkeit. 

    Da werden Situationen zwischen Frau und Mann beschrieben, in denen nicht klar ist, wie mensch sich verhalten soll. Ich lese viel von Überforderung, Hilflosigkeit, die am Ende dann dazu führt, dass Einer oder Beide sich frustriert zurückziehen und ihre Schubladen immer weiter füllen.

    Wo ist die Kommunikation, frage ich mich. Wir sind doch alle erwachsen. Wenn ich was nicht verstehe oder weiß, frage ich eben. Und erkläre so nebenbei viel über meine Wahrnehmung und mein Erleben. 

    Ich lebe jetzt 6 Jahre mit meinem Partner zusammen und muss immer noch ganz viel fragen. Er ist eben ein anderes Wesen und ich werde ihn wahrscheinlich nie vollends verstehen. Deshalb reden wir.

    Ein anderer Aspekt, der mir in diesen Männer - Frauen - Diskussionen immer wieder aufstößt, ist die völlige Negierung aller anderen sozialen Geschlechter und Formen des Zusammenlebens. Als ob es nur Frau und Mann und heterosexuelle Beziehungen gäbe. Bei GE definieren sich anscheinend die meisten Mitglieder entsprechend, trotzdem gehört zu einer Diskussion über Rollenbilder für mich der Hinweis, dass die Realität vieler Menschen eine andere ist. Und gerade bei diesem Thema wär es höchstinteressant zu schauen, wie z. B. Transmenschen mit Rollenbildern umgehen. Oder lesbische Beziehungen.  Oder, oder, oder...

  • 14.01.26, 12:17

     

    Rena:

     

    Gerade sehr ernüchternd für mich: Ich gehöre nicht zur jüngeren Generation und es wäre mir nie eingefallen, d ich nicht die Kosten für die Eheringe teile.

     

    Gilt das auch für einen Verlobungsring?

  • 14.01.26, 12:15

     

    Alica:

     

    Ich persönlich wollte unbedingt die Rechnung selbst bezahlen, wenn ich den Mann nie wieder sehen wollte. Denn nur so hatte ich das Gefühl, er wird mir später nicht nachsagen können, ich hätte ihn finanziell ausgenutzt. 

     

    Ja, das kann ich verstehen.

     

    Es besteht jedoch die Gefahr, dass eine Frau zwar an einem Mann interessiert ist, aber aus Prinzip nicht von ihm die Rechnung bezahlen lässt, wodurch er den Eindruck gewinnt, sie sei nicht an ihm interessiert. Dann meldet er sich nicht mehr bei ihr und sie denkt, er sei nicht an ihr interessiert. 😊

     

  • 14.01.26, 11:54

     

    Colin:

    Für mich sind nur noch wenige Elemente der traditionellen Rollenverteilung erhalten geblieben. Mein Vater hat beispielsweise nie die Windeln seiner Kinder gewechselt. Seit der Geburt meines ersten Kindes im Jahr 2003 teile ich mir diese Aufgabe mit der Mutter. In meinen letzten Beziehungen habe ich mit meinen Partnerinnen zusammen gekocht. LAT (Living Apart Together) bedeutet, dass jeder seine eigene Wohnung putzt, obwohl ich oft in beiden Wohnungen Reparaturen erledigt habe. Meiner Erfahrung nach wünschen sich Frauen heutzutage eher emotionale als finanzielle Unterstützung von einem Mann (obwohl es auch Frauen gibt, die einfach alles wollen / erwarten).

     

    Manche Frauen möchten Teile der alten traditionellen Rollenverteilung beibehalten. Zum Beispiel: Ich war kürzlich mit einer Frau in einer Bar verabredet. Als die Rechnung kam, machte sie deutlich klar, dass sie die Rechnung teilen wollte. Ich sagte, dass es heutzutage schwer zu sagen sei, da manche Frauen beleidigt seien, wenn man die Rechnung teilen wolle, während andere beleidigt seien, wenn man für sie bezahlen wolle. Ihre Antwort war, dass sie von keinem Mann erwarten würde, für sie zu zahlen, bevor sie mit ihm in einer Beziehung wäre. Das hat mich zum Nachdenken gebracht: Ist das eine angemessene Erwartung, wenn die Frau gleich viel oder sogar mehr verdient?  

     

    Ich bin mir unsicher, ob wir jemals alle traditionellen Rollenbilder abschaffen werden. Werden beispielsweise in Zukunft die Kosten für Eheringe für jüngere Generationen geteilt? Wenn eine Frau in Gefahr ist (z. B. durch einen anderen Mann), würden die meisten Frauen jeden Alters wohl erwarten, dass ihr Partner sie verteidigt.

     

    Ich befürchte, dass das Weglassen zu vieler traditioneller Elemente den gesamten Prozess entromantisieren könnte. Die meisten Frauen freuen sich zum Beispiel über Blumen.

    Gerade sehr ernüchternd für mich: Ich gehöre nicht zur jüngeren Generation und es wäre mir nie eingefallen, d ich nicht die Kosten für die Eheringe teile.

  • 14.01.26, 11:49

     

    Colin:

    Für mich sind nur noch wenige Elemente der traditionellen Rollenverteilung erhalten geblieben. Mein Vater hat beispielsweise nie die Windeln seiner Kinder gewechselt. Seit der Geburt meines ersten Kindes im Jahr 2003 teile ich mir diese Aufgabe mit der Mutter. In meinen letzten Beziehungen habe ich mit meinen Partnerinnen zusammen gekocht. LAT (Living Apart Together) bedeutet, dass jeder seine eigene Wohnung putzt, obwohl ich oft in beiden Wohnungen Reparaturen erledigt habe. Meiner Erfahrung nach wünschen sich Frauen heutzutage eher emotionale als finanzielle Unterstützung von einem Mann (obwohl es auch Frauen gibt, die einfach alles wollen / erwarten).

     

    Manche Frauen möchten Teile der alten traditionellen Rollenverteilung beibehalten. Zum Beispiel: Ich war kürzlich mit einer Frau in einer Bar verabredet. Als die Rechnung kam, machte sie deutlich klar, dass sie die Rechnung teilen wollte. Ich sagte, dass es heutzutage schwer zu sagen sei, da manche Frauen beleidigt seien, wenn man die Rechnung teilen wolle, während andere beleidigt seien, wenn man für sie bezahlen wolle. Ihre Antwort war, dass sie von keinem Mann erwarten würde, für sie zu zahlen, bevor sie mit ihm in einer Beziehung wäre. Das hat mich zum Nachdenken gebracht: Ist das eine angemessene Erwartung, wenn die Frau gleich viel oder sogar mehr verdient?  

     

    Ich bin mir unsicher, ob wir jemals alle traditionellen Rollenbilder abschaffen werden. Werden beispielsweise in Zukunft die Kosten für Eheringe für jüngere Generationen geteilt? Wenn eine Frau in Gefahr ist (z. B. durch einen anderen Mann), würden die meisten Frauen jeden Alters wohl erwarten, dass ihr Partner sie verteidigt.

     

    Ich befürchte, dass das Weglassen zu vieler traditioneller Elemente den gesamten Prozess entromantisieren könnte. Die meisten Frauen freuen sich zum Beispiel über Blumen.

    Ich persönlich wollte unbedingt die Rechnung selbst bezahlen, wenn ich den Mann nie wieder sehen wollte. Denn nur so hatte ich das Gefühl, er wird mir später nicht nachsagen können, ich hätte ihn finanziell ausgenutzt. 

  • 14.01.26, 11:40 - Zuletzt bearbeitet 14.01.26, 11:41.

     

    Colin:

    Die meisten Frauen freuen sich zum Beispiel über Blumen.

    Genau, die meisten. Meine letzte Freundin hat Blumen gehasst und mir gleich mal verklickert, dass ich ja nicht mit welchen aufkreuzen soll.

     

    Entromantisierung in dem Zusammenhang, dem Paar-Ding, finde ich gut. Und die Aufweichung der Klischees sowieso. Jeder sollte nach seiner Art und Weise tun können und die passenden sollen sich finden. Egal, wer welche Rolle innehat.

     

    Achja, und Entromantisierung muss ja nicht gleich bei jedem zur Mandifikation führen.

  • 14.01.26, 11:35

    Für mich sind nur noch wenige Elemente der traditionellen Rollenverteilung erhalten geblieben. Mein Vater hat beispielsweise nie die Windeln seiner Kinder gewechselt. Seit der Geburt meines ersten Kindes im Jahr 2003 teile ich mir diese Aufgabe mit der Mutter. In meinen letzten Beziehungen habe ich mit meinen Partnerinnen zusammen gekocht. LAT (Living Apart Together) bedeutet, dass jeder seine eigene Wohnung putzt, obwohl ich oft in beiden Wohnungen Reparaturen erledigt habe. Meiner Erfahrung nach wünschen sich Frauen heutzutage eher emotionale als finanzielle Unterstützung von einem Mann (obwohl es auch Frauen gibt, die einfach alles wollen / erwarten).

     

    Manche Frauen möchten Teile der alten traditionellen Rollenverteilung beibehalten. Zum Beispiel: Ich war kürzlich mit einer Frau in einer Bar verabredet. Als die Rechnung kam, machte sie deutlich klar, dass sie die Rechnung teilen wollte. Ich sagte, dass es heutzutage schwer zu sagen sei, da manche Frauen beleidigt seien, wenn man die Rechnung teilen wolle, während andere beleidigt seien, wenn man für sie bezahlen wolle. Ihre Antwort war, dass sie von keinem Mann erwarten würde, für sie zu zahlen, bevor sie mit ihm in einer Beziehung wäre. Das hat mich zum Nachdenken gebracht: Ist das eine angemessene Erwartung, wenn die Frau gleich viel oder sogar mehr verdient?  

     

    Ich bin mir unsicher, ob wir jemals alle traditionellen Rollenbilder abschaffen werden. Werden beispielsweise in Zukunft die Kosten für Eheringe für jüngere Generationen geteilt? Wenn eine Frau in Gefahr ist (z. B. durch einen anderen Mann), würden die meisten Frauen jeden Alters wohl erwarten, dass ihr Partner sie verteidigt.

     

    Ich befürchte, dass das Weglassen zu vieler traditioneller Elemente den gesamten Prozess entromantisieren könnte. Die meisten Frauen freuen sich zum Beispiel über Blumen.

  • 14.01.26, 07:57 - Zuletzt bearbeitet 14.01.26, 08:00.

    Ich habe mich kürzlich mit einem Vater unterhalten von zwei Kinder, 2+4 Jährig. Er sei müde, nein nicht wegen der Nacht sondern wenn er nach Hause kommt sei Rambazamba, es geht gleich weiter, er liebe es zwar aber er merkt, dass ihm das hinsetzen und kurz ausruhen nach der Arbeit fehlt. 
    Das ist modern, früher entsprach das Bild das Thomas beschrien durchaus den Tatsachen.
     

    Max:

    Hallo Thomas,
    du stellst das alles sehr einseitig dar. Die tüchtige Mutter, die ständig kocht und putzt, der passive Vater, der dasitzt und ausruht.

    Denk mal nach: Was hat dein Vater dir und deiner Familie gegeben? Was wäre gewesen, wenn er plötzlich nicht mehr da gewesen wäre?
     

     

  • Hallo Thomas,
    du stellst das alles sehr einseitig dar. Die tüchtige Mutter, die ständig kocht und putzt, der passive Vater, der dasitzt und ausruht.

    Denk mal nach: Was hat dein Vater dir und deiner Familie gegeben? Was wäre gewesen, wenn er plötzlich nicht mehr da gewesen wäre?
     

  • 14.01.26, 00:33

    Ich frage mich: Wie sehr stecken diese Vorstellungen noch in uns? Wie beeinflussen sie, wen wir anziehend finden, wie wir daten und welche Erwartungen wir an einen Partner oder eine Partnerin haben? Und wie würden Kinder oder junge Menschen diese Rollenbilder heute wahrnehmen?

    Hallo Herr Kissing,

    in meinem Elternhaus ging es auch so zu, die Rollen waren klar verteilt.

     Ich habe dies auch beobachtet und für mich entschieden, dass ich es so nicht machen werde, da ich auch beobachtet habe, dass meine Mutter nie in den Feierabend kam.

    Für mich war klar, dass alle anfallenden Aufgaben, Arbeiten in der Beziehung ressourcenorientiert geteilt werden. 
    In meinem Umfeld wurden wir kritisch beäugt, auch wurde gesagt, dass mein Partner „nichts zu sagen“ hätte. Wir haben es einfach weggelächelt.

    Es waren die 80 ger.

    Heute, erlebe ich es immer noch, dass Frauen nicht verstehen können, dass wir uns die täglichen anfallenden Aufgaben teilen. 
    Das stößt bei mir Unverständnis aus! 
    Ich/Wir hatten das große Glück „Die Liebe auf den ersten Blick“ zu treffen.

    Wir waren verliebt und haben genossen und uns treiben lassen ohne an den anderen Ansprüche/Erwartungen zu stellen. Wir wollten uns bedingungslos. 
    Uns war es auch sehr wichtig, dass jeder seine eigene Individualität lebt. Und so halten wir es bis heute. Es ist schön selbstbestimmt und in einer Partnerschaft zu sein.

    Unsere Kinder finden das Beziehungsmodell gut, aber in ihrer Partnerschaft scheitert es auch oft, da die Partner nicht ein „eigenständiges Individuum“ haben möchten beziehungsweise nicht damit zurecht kommen.

    Herzliche Grüße 

    Maggie 

  • 14.01.26, 00:33

    Ihr seid schon weit v d Anfangsdiskussion entfernt, aber interessante Kommentare.

     

    Schlechte Erfahrungen macht jeder unabhängig ob Mann od Frau, je heftiger der KO-Schlag umso unangenehmer und größer die Lernerfahrung.

     

    Das Gute daran: Ende der Selbsttäuschung!

     

    Ich habe mir das Video v Anfang bis Ende angesehen - das Ergebnis v schlechten Eigenerfahrungen:

    Keine Idealisierung mehr, keine Vorschussloorbeeren, keine eigenen fehlenden Teile verkomplettieren, keine Vorschusssympathie, kein Interpretieren, kein Wunschdenken - sondern nüchterne Betrachtensweise.

    Ergebnis: innere Freiheit!

     

  • 13.01.26, 23:24

     

    Erv:

     

    Karin:

    Nein, Colin, der Film hat nichts mit Mandifikation zu tun. Mandifikation wertet nicht das andere Geschlecht ab, sondern ist einfach zufrieden alleine lebend. Was nicht heisst, dass kein Kontakt gepflegt und Gefühle gehegt werden. Mandi geht soweit platonische Liebe dazu zu zählen.

     

     

    Der Film spricht aber trotzdem ein Problem an das ich selbst an mir erlebt habe.

    Die zu starke Idealisierung und Vergötterung von Frauen wie es manche Männer tun, oftmals auch als Wunsch zur Vervollständigung der eigenen Persönlichkeit.

     

    Ich war 2 Jahre lang an einer Frau interessiert und dankbar für jede noch so kleine Aufmerksamkeit in Abständen von mehrern Monaten. Ein Freund hat damit mindest ebenso lang verbracht. 

     

    Zeitverschwendung für eine Frau die nie Interesse hatte, Frauen schließen wesentlich schneller damit ab.

     

    In den meisten Fällen, meiner Erfahrung nach, kann man nicht dem Gegenüber die eigene Idealisierung/Vergötterung vorwerfen. Das beginnt ja bei einem selbst, quasi im Kopf. Und dahin gehend gemachte schlechte  Erfahrungen, wie bei dir, sollte man doch nicht auf andere Menschen projizieren - sondern daraus lernen, sein eigenes "Verhalten" anpassen.

     

    Das kommt für mich in dem Clip so nicht rüber, eher werden da, in dem Fall die Frauen, über einen Kamm geschert. So zumindest mein Eindruck.

  • 13.01.26, 22:41

     

    Karin:

    Nein, Colin, der Film hat nichts mit Mandifikation zu tun. Mandifikation wertet nicht das andere Geschlecht ab, sondern ist einfach zufrieden alleine lebend. Was nicht heisst, dass kein Kontakt gepflegt und Gefühle gehegt werden. Mandi geht soweit platonische Liebe dazu zu zählen.

     

     


    👆 Schau das an.  Noch dazu, ich denke, es ist Mandys Entscheidung, ob es seinen Ansichten entspricht.

  • 13.01.26, 22:38

    Zur Erinnerung:

    Thema ist:

    Männer stark, Frauen fürsorglich – immer noch?

     

  • 13.01.26, 22:34

    wo bitte erkläre ich dir worum es im Film geht? Bitte zitieren…

    Colin:

     

    Karin:

    Ich habe den Film nicht bis zum Ende ertragen…

     

     

    Typisch, du hast dir nicht mal den ganzen Film angesehen und versuchst mir dann zu erklären, worum es geht. 😀

     

     

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