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  • "TOXISCH": Eine Worthülle, für Beziehungsschwierigkeiten, die wir schon immer hatten.

    Diskussion · 32 Beiträge · 7 Gefällt mir · 976 Aufrufe

    Aus Beschreibungen anderer Diskussionen habe ich erfahren, dass viele Menschen lange Zeit in energieraubenden, zermürbenden "toxischen Beziehungen" leben und oft lange brauchen, um herauszukommen.

    Das hat es meiner Meinung nach schon immer in den heftigsten Formen gegeben.

    (Ist "das" heute extremer geworden?)

    Es ist jedenfalls immer wichtig, aktiv und hilfreich damit umzugehen.

     

    Ich kann es erahnen, wie verletzend und beschwerlich die Muster in diesen Beziehungen sind und was es für jemand bedeutet, jahrelang in dieser Art "Folterkammer" leben zu "müssen". Und keine Lösung, keinen Ausweg zu finden.

    (Meine Trennungsphase war einige Jahre sehr belastend... für beide.)

     

    Trauriger Beziehungsalltag!

    Und womöglich verbreitet!?

     

    Ich glaube, ich bin von beiden Richtungen her toxisch veranlagt.

     

    Ich würde nicht immer sorgsam auf das Befinden meines Partners eingehen können, ihn nicht ernst nehmen, einiges "übersehen" und ihn verletzen.

     

    Zum einen würde ich es auch nicht immer schaffen, sorgsam alles anzusprechen, mich ruhig und gut zu behaupten und Konfliktsituationen gemeinsam zu lösen, wenn mich mein Partner nicht wahrnimmt, abwertend behandelt und verletzt.

     

    Beziehungsfähig sein ist eine Kunst, die gar nicht so viele "beherrschen"?!

    Wir haben unsere Schwächen, Ängste, Muster, Scheuklappen...

     

    Die, die ihre Partner toxisch "bekriegen", können wir direkt nicht ändern.

    Einen "rein untoxischen" Partner zu finden hat zuletzt auch etwas mit Glück zu tun.

     

    Aber: Vor allem kann ich selbst auf mich achten: "Einfach" mein Selbstbewusstsein aktivieren und entwickeln, rechtzeitig stopp sagen, auf eine Unstimmigkeit und Grenzüberschreitung aufmerksam machen und in eine Lösung gehen.

     

    D.h., gemeinsam lernen und weitergehen.

    Oder, wenn es mir nicht gut tut, und es sich breit macht, herausgehen.

     

    Alles sehr leicht gesagt.

    Und auch sehr idealistisch!

    Aber ich habe die Wahl, wie ich reagiere, agiere, mit wem ich leben möchte, was mir gut tut und was nicht.

     

    So entschieden zu handeln braucht Wachsamkeit, Selbstbewusstein, Sensibilität und Stärke....!

     

    Ich habe jedenfalls die Aufgabe, mich um mich zu kümmern.

    Andere Menschen zu ändern ist sie eigentlich nicht. In einer Beziehung "aufwachsen", beginnt mit Klarheit und Liebe....zu mir selbst.

     

    Was hilft uns, uns vor allem "toxischen" in Beziehungen zu schützen? 

    Wir alle wüssten es...irgendwie!

    Wissen und darüber schreiben ist eine Seite.

    Wie es gelingen kann, um das geht es!

     

    Was fällt dir dazu ein?

     

    Peter

     

     

     

     

     

    16.01.26, 11:06 - Zuletzt bearbeitet 16.01.26, 15:29.

Beiträge

  • 16.01.26, 18:57

    Ich beobachte, dass es vermehrt Tendenzen zu stark vereinfachten Kategorien in den gegenwärtigen Diskussion gibt. Begriffe wie „hochsensibel“ oder „Narzisst“ werden schnell zu Labels, die oft undifferenziert eingesetzt werden und dabei die Vielfalt menschlicher Persönlichkeiten und Graustufen ausblenden. 

     

    @ jane . natürlich gibt es tox. Beziehungen. Aber wenn man sich längerfristig verbiegen muss oder müsste, ist es Zeit zu gehen .

    Erlebst du die Mehrheit der Menschen als lernfähig?  Ich sehe da sehr viel Egoismus- ich, ich, ich- oft getarnt als finale  Selbstverwirklichung. Das tiefe, verbindende Wir-Gefühl ist nur noch Fassade. Kein Wunder, dass man sich nicht mehr wohl mit dem Partner fühlt. 

  • 16.01.26, 18:43

    Eigentlich schade das so viele hierauf reagieren, bestimmt haben viele schon toxische Menschen kennengelernt, die unehrlich, manipulativ oder sogar rachsüchtig waren. 

    Wenn es offensichtlich ist das eine Person gar nicht an sich selbst arbeitet oder sein eigenes Verhalten mal hinterfragt, ist schon echt fraglich. Ich wünschte es würde weniger so Energie Sauger geben, die es nötig haben. In Wirklichkeit sind das ganz gebrochene, leere Menschen ...

  • 16.01.26, 18:30

    Für mich ist der Begriff „toxische Beziehung“ nicht gleichbedeutend mit jeder schwierigen oder konflikthaften Beziehung. Ich verwende ihn dann, wenn körperliche oder psychische Gewalt im Spiel ist – also wenn Grenzen wiederholt verletzt werden und ein Machtgefälle entsteht.

    Manche Verletzungen geschehen bewusst, um Kontrolle auszuüben. In anderen Fällen liegen die Ursachen tiefer, etwa in frühen Beziehungserfahrungen, in denen Nähe als unsicher erlebt wurde. Dann können bei wachsender Nähe Schutzmechanismen greifen: Rückzug, Abwertung, Streit provozieren, Klammern, Kontrolle oder emotionale Abschottung.

     

    Toxisch wird es für mich spätestens dann, wenn ich mich verbiegen oder aufgeben muss, damit die Beziehung „funktioniert“. Schwierige Beziehungen können wachsen, wenn beide Verantwortung übernehmen – toxische Muster hingegen zermürben.

    Warum es so schwer ist, da herauszukommen? Weil man emotional stark involviert ist. Gute Phasen fühlen sich wie Belohnung an, schlechte nähren die Hoffnung, dass es wieder besser wird. So bleibt man oft lange in einem Teufelskreis. Hat man sich gelöst, ist Konsequenz wichtig – weitere Chancen führen meist zurück in dieselbe Dynamik.

     

    Schutz bedeutet für mich, mich selbst gut zu spüren, meine Grenzen zu kennen und frühe Warnsignale ernst zu nehmen.

     

    Am Ende bleibt die Frage: Will ich beziehungsfähig sein – und wozu bin ich bereit, in einer Beziehung auch an mir selbst zu arbeiten? Ich glaube, viele Menschen sind nicht beziehungsunfähig, sondern lernfähig. Manche schaffen das allein, andere mit Unterstützung.

  • 16.01.26, 18:26

     

    Sunny:

    "Für mich ist toxisch ein Modewort." 👍 Yepp

     

    Psychologiesprech. Ähnlich wie Narzissmus etc.

     

    Darunter gibt es nichts mehr, wenn einen die Beziegung nicht " mehr"  gut tut. Wird man nicht gesehen oder gehört, dann benötigt man Selbstbewusstsein und Stärke. Die Haltung beinhaltet die Erkenntnis, dass fortlaufende Verletzungen einem schaden, und die daraus folgende Entscheidung, dich davon zu lösen, um dein eigenes Wohl zu schützen. Selbstverständlich, das braucht Zeit und ist nicht einfach.

     

    Darauf zu hoffen ( Prinzip Hoffnung) , das der andere sich ändert, weil der die Not des Anderen sieht, ist gelinde gesagt naiv - .Das Karma soll es richten. Darum bleiben viele trotzdem. Entweder man ist zu schwach und braucht!! jd an der Seite oder es sind finanz. Gesichtspunkte oder gesellschaftliche, moralische, kulturelle etc. . 

    Nein ich glaube nicht das es ein Modewort ist. Es gibt Narzistische Verhaltensweisen, die ganz klar auf Kindheitstraumatas zurückzuführen sind und leider das Denken und Handeln von diesen Narzissten beeinflusst. 

    "Der liebende Narzisst" - ist ein super Buch zu dem Thema. 

  • 16.01.26, 18:22

    "Für mich ist toxisch ein Modewort." 👍 Yepp

     

    Psychologiesprech. Ähnlich wie Narzissmus etc.

     

    Darunter gibt es nichts mehr, wenn einen die Beziegung nicht " mehr"  gut tut. Wird man nicht gesehen oder gehört, dann benötigt man Selbstbewusstsein und Stärke. Die Haltung beinhaltet die Erkenntnis, dass fortlaufende Verletzungen einem schaden, und die daraus folgende Entscheidung, dich davon zu lösen, um dein eigenes Wohl zu schützen. Selbstverständlich, das braucht Zeit und ist nicht einfach.

     

    Darauf zu hoffen ( Prinzip Hoffnung) , das der andere sich ändert, weil der die Not des Anderen sieht, ist gelinde gesagt naiv - .Das Karma soll es richten. Darum bleiben viele trotzdem. Entweder man ist zu schwach und braucht!! jd an der Seite oder es sind finanz. Gesichtspunkte oder gesellschaftliche, moralische, kulturelle etc. . 

  • 16.01.26, 18:19

    Hi,

     

    Also ich denke es gibt doch vielerlei Beziehungsprobleme, die nicht alle toxisch sind, sondern teilweise einfach ganz normal weil man eben unterschiedliche Ansichten oder Werte haben kann... 

     

    wenn man "toxisch" sagt, dann weil es sich um bewusst manipulatives Verhalten handelt, was eine Person für seine Zwecke nutzt, nach Macht strebt und keine Empathie hat oder von sich selbst meint, sich mehr erlauben zu können als das Gegenüber. Das kann durch Worten oder Taten erfolgen... und führt zu Missvertrauen in der Partnerschaft. 

     

    Man sollte bei der Partnerwahl genau darauf achten, ob das Gegenüber deine Grenzen respektiert oder verhandelt. Letztes ist ein Warnsignal... Ansonsten gibt es auch viele intelligente, gebildete, selbstreflektierte Menschen die nicht so handeln. 

     

     

  • 16.01.26, 18:16

    Ja kann ich.

    Hilfreicher Schutz kann sein, indem Du gegenüber dem Partner klar definierst, was Du unabdingbar selber brauchst in dieser Beziehung. Du stellst quasi wie Bedingungen auf, da Deine persönlichen Grenzen überschritten und missachtet wurden. Fairerweise hast Du die aber vorher rechtzeitig und auch mehr als einmal aufgezeigt.

     

    Das bedingt, dass man sich selber gut kennt, sich treu bleibt und selber keine Selbstillusionen macht!

     

    Geht der Partner nicht darauf ein, oder findet man keine Wege und Kompromisse, die für Beide tragbar sind- geht man eben im Frieden auseinander. 

     

    Ein toxischer Partner sucht unbewusst meistens ein Pendant, das auch innerlich nicht ganz geheilt ist. Man ist demzufolge immer selber Schuld, wenn man "reingefallen" ist. Heute gibt es viele Aufklärungsvideo  zu toxischen Beziehungen und Hilfen auch zum Thema Selbstheilung. Das Thema Narzissmuss ist zwar unterdessen verschrien, aber es hat doch gute Inputs zu diesen zwei Themen aufgedeckt.

     

    Klar es sind zwei paar Schuhe: Das theoretische Wissen und das Leben da draussen.

    Man sollte sich auch selber nicht zu sehr unter Druck setzen, fehlerfrei sein zu wollen. Wir alle sind zum Lernen da!! Das Leben sollte auch genossen werden- und das authentisch für sich passend umgesetzt - ist der beste Halt im Leben überhaupt- daraus schöpft man nämlich Kraft für miese Zeiten.

     

    Nicht zu sehr kopflastig sondern auch a bisserl das Herz sprechen lassen und Mut haben zu Entscheidungen. Auch wenn sie vielleicht sich später als falsch heraus stellten. Irgendwie geht das heutzutage etwas abhanden....-?

     

     

  • 16.01.26, 17:47 - Zuletzt bearbeitet 16.01.26, 17:48.

     

    Nanda:

    Lieber Peter

     

    Ich glaube das Wort "Konfliktfähigkeit" ist die halbe Miete für ein Gelingen.

     

    Der Begriff "sich schützen zu müssen" finde ich nicht klug ausgedrückt. Wer sich schützen muss, hat nämlich Angst. Das ist kein guter Nährboden.

     

    Besser ist es davon auszugehen, dass man es sowieso merken würde, wenn Menschen toxische Verhaltensweise zeigen, da man selber einfach anders 

    "gestrickt" ist. Einfach authentisch bleiben- der beste Schutz.

    Klar, wenn ich mich schützen muss, habe ich vielleicht Angst.

    Das sollte in einer Partnerschaft idealerweise nicht sein.

    Die Realität ist aber manchmal anders.

    In Situationen, in denen ich von jemand psychisch verletzt und attackiert werde, kann es sein, dass ich mich schützen muss, in dem ich mich wehre, konsequent stopp sage oder mich zurückziehe.

    Hilfreicher Schutz?

    Kannst du damit was anfangen?

     

    Wenn ich mich in einer Partnerschaft oft schützen oder "Attacken" abwehren muss, es zu anstrengend wird, dafür zu sorgen, dass es mir gut geht, ist wahrscheinlich sowieso etwas faul?

  • 16.01.26, 17:32

    Lieber Peter

     

    Ich glaube das Wort "Konfliktfähigkeit" ist die halbe Miete für ein Gelingen.

     

    Der Begriff "sich schützen zu müssen" finde ich nicht klug ausgedrückt. Wer sich schützen muss, hat nämlich Angst. Das ist kein guter Nährboden.

     

    Besser ist es davon auszugehen, dass man es sowieso merken würde, wenn Menschen toxische Verhaltensweise zeigen, da man selber einfach anders 

    "gestrickt" ist. Einfach authentisch bleiben- der beste Schutz.

  • 16.01.26, 11:42

     

    Peter:

     

    Siena:

    Hallo Peter ,

     

    Ich finde deinen Beitrag gut .

    Interessant. 

     

    Ich finde es gut das du ehrlich bist. 

     

    Ich denke auch Beziehungsschwierigkelten gibt es schon sehr lange. 

    Ich denke langsam fällt es vielen immer mehr auf .

    Oder einige Menschen spüren und merken es " irgendwie" .......

     

    Für mich ist toxisch ein Modewort. 

     

    Ich finde es gut das du fest stellt das viele Menschen wohl nicht Beziehungsfähig sind. 

    Ich erlebe das jedenfalls sehr. 

    Ich erlebe das in Freundschaften ,Beziehungen, Familien.......

    Ich denke das wirkt sich auch im Arbeitsleben aus. 

     

     

    Ich habe einen hohen EQ und bin sehr Beziehungsfähig. 

     

    Ich bin mittlerweile sehr Achtsam und passe auf wie ein Fuchs .

     

     

    Schöne Grüße Siena

     

    Danke für deinen Beitrag!

    Auch schöne Grüsse!

    "Fuchs" ist gut!

    Peter

    😊😉 ....................

  •  

    Siena:

    Hallo Peter ,

     

    Ich finde deinen Beitrag gut .

    Interessant. 

     

    Ich finde es gut das du ehrlich bist. 

     

    Ich denke auch Beziehungsschwierigkelten gibt es schon sehr lange. 

    Ich denke langsam fällt es vielen immer mehr auf .

    Oder einige Menschen spüren und merken es " irgendwie" .......

     

    Für mich ist toxisch ein Modewort. 

     

    Ich finde es gut das du fest stellt das viele Menschen wohl nicht Beziehungsfähig sind. 

    Ich erlebe das jedenfalls sehr. 

    Ich erlebe das in Freundschaften ,Beziehungen, Familien.......

    Ich denke das wirkt sich auch im Arbeitsleben aus. 

     

     

    Ich habe einen hohen EQ und bin sehr Beziehungsfähig. 

     

    Ich bin mittlerweile sehr Achtsam und passe auf wie ein Fuchs .

     

     

    Schöne Grüße Siena

     

    Danke für deinen Beitrag!

    Auch schöne Grüsse!

    "Fuchs" ist gut!

    Peter

  • 16.01.26, 11:30

    Hallo Peter ,

     

    Ich finde deinen Beitrag gut .

    Interessant. 

     

    Ich finde es gut das du ehrlich bist. 

     

    Ich denke auch Beziehungsschwierigkelten gibt es schon sehr lange. 

    Ich denke langsam fällt es vielen immer mehr auf .

    Oder einige Menschen spüren und merken es " irgendwie" .......

     

    Für mich ist toxisch ein Modewort. 

     

    Ich finde es gut das du fest stellt das viele Menschen wohl nicht Beziehungsfähig sind. 

    Ich erlebe das jedenfalls sehr. 

    Ich erlebe das in Freundschaften ,Beziehungen, Familien.......

    Ich denke das wirkt sich auch im Arbeitsleben aus. 

     

     

    Ich habe einen hohen EQ und bin sehr Beziehungsfähig. 

     

    Ich bin mittlerweile sehr Achtsam und passe auf wie ein Fuchs .

     

     

    Schöne Grüße Siena

     

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