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  • Wie ist es ein Mann zu sein?

    Diskussion · 54 Beiträge · 13 Gefällt mir · 1.540 Aufrufe

    Folgenden Text habe ich zufällig auf Facebook entdeckt und fand ihn super geschrieben und in weiten Teilen sehr zutreffend. Man wird heutzutage sehr schnell in Schubladen gesteckt, ob man will oder nicht bzw. ob gerechtfertigt, oder nicht 🤷🏼‍♂️.

     

    Link zum Original:

    ================ https://m.facebook.com/story.php?story_fbid=pfbid0yQ877gtwK521FzmDirjgtBsNPk5HoTjygbUhynmVVvYoZnBzuXjFzUpUmhGH55Wl&id=100063541180340

     

    Hier der Text:

    ============

    Hast du dich eigentlich schon mal gefragt, wie es ist, ein Mann zu sein? So für einen Tag? Diese Frage wird gern mit einem fertigen Bild gestellt, fast liebevoll vorbereitet wie ein Pappaufsteller: der Mann als stumpfsinniger Oger, der morgens aufsteht, sich selbst auf die Brust trommelt und dann den ganzen Tag macht, was er will. Laut, rücksichtslos, triebgesteuert, mit der emotionalen Tiefe eines Betonmischers und einer moralischen Reichweite bis höchstens zur eigenen Nasenspitze. Wenn du dieses Bild im Kopf hast, dann erst mal herzlichen Glückwunsch. Du hast soeben erfolgreich in deiner eigenen Schublade im Kopf Platz genommen. Bequem, geräumig, gut belüftet, aber eben trotzdem doch nur eine Schublade.

     

    Ein Tag als Mann beginnt nämlich selten mit Weltherrschaft oder hemmungsloser Freiheit, sondern meist mit Verantwortung und der permanenten Erwartung, dass man bitte funktioniert. Am besten still, zuverlässig und ohne großes Drama. Gefühle sind prinzipiell erlaubt, aber bitte leise und allein. Freude geht irgendwie kurz klar, Wut wird toleriert, weil was will man von einem Oger auch erwarten, alles andere bitte diskret entsorgen, vorzugsweise nachts und ohne Tamtam, wenn es niemand sieht. Männer weinen nicht, Männer „reißen sich zusammen“, „Indianer kennt kein Schmerz“ und „du willst doch wohl kein Mädchen sein“. Und wenn sie anders funktionieren, dann hat die Gesellschaft mit ihnen ein Problem, beziehungsweise die Menschen, die dann so funktionieren, wie sie sollen, und entspannt vom moralischen Hochhaus hinabschauen.

     

    Der angeblich grenzenlose Freiraum schrumpft dann erstaunlich schnell, sobald Nähe ins Spiel kommt. Ein fremdes Kind trösten? Würde ich nicht empfehlen. Zu lange gucken? Geiler Bock. Zu wenig gucken? Du liebst mich nicht mehr. Alleinsein mit Kindern, Freundlichkeit ohne Zeugen, Hilfsbereitschaft ohne Protokoll – all das bewegt sich für Männer schnell im Bereich des Erklärungsbedarfs. Der Mann ist nicht automatisch Täter, aber eben immer verdächtig. Ein Generalverdacht, gut verpackt als universale Vorsichtsmaßnahme. Man meint es ja nur gut.

     

    Du weißt nicht, was ich meine? Setz dich mal im Sommer einfach auf eine Bank in der Nähe eines Kinderspielplatzes, allein, und schau einfach mal ein wenig zu lange den Kids beim Spielen zu. Oder sei doch mal freundlich zu irgendeiner Frau, am besten, wenn diese noch als gesellschaftlich attraktiv eingestuft wird. Du, mein Freund, hast immer einen Stempel auf der Stirn, egal wann und wo, bist du der Pedobär mit Wünschelrute in der Hose, ob das stimmt, interessiert keinen. Und wehe, jemand behauptet auch nur, dass du etwas getan hast, dann ist die Hexenjagd eröffnet.

     

    Ich persönlich flirte überhaupt nicht mehr, und nett bin ich nur über eine gewisse Distanz, am besten dann auch so öffentlich, dass es alle anderen mitbekommen, damit kein Verdacht besteht. Kleidest du dich etwas auffälliger und farbenfroher, spielst du in der Liga vom anderen Ufer, automatisch, Popostecher Deluxe, stellt sich nur die Frage, ob du eher Fraktion Hinhalten oder den maskulinen Part übernimmst. Dass du es einfach etwas bunter magst, weil es dir gefällt, interessiert keine Sau, weil sonst könnte man dich nicht verurteilen.

     

    Und während du also lernst, dich selbst zu verwalten wie ein potenzielles Risiko, merkst du langsam, dass dein Leben weniger aus Handlungen besteht als aus Vermeidungsstrategien. Nicht, weil du etwas willst, sondern weil du nichts falsch machen darfst. Du wirst zum eigenen Pressesprecher, zum Präventionsbeauftragten deiner Existenz. Jede Geste wird abgewogen, jeder Satz einmal innerlich gegengelesen, jede Nähe auf Sicherheitsabstand gebracht. Spontanität stirbt nicht mit einem Knall, sie wird leise aus dem Verkehr gezogen, weil sie zu viele Anschlussfragen erzeugt.

     

    Und Gott bewahre, du bist alleinstehend, kinderlos oder einfach nur ein Mann, der nicht permanent von einer Frau begleitet wird wie von einer amtlich beglaubigten Unbedenklichkeitsbescheinigung. Dann bist du plötzlich kein Mensch mehr, sondern ein ungeklärter Sachverhalt. Einer, den man im Zweifel lieber beobachtet als anspricht. Männerfreundschaften gelten dann auch schnell als verdächtig, je nach Nähegrad entweder als emotionale Verwahrlosung oder als latent homoerotisches Geheimprojekt. Es gibt offenbar nichts, was ein Mann einfach nur sein kann, ohne dass jemand eine Theorie darüber bastelt.

     

    (Mein Lieblingsabschnitt 🫶🏻):

    Besonders charmant wird es, wenn man sich nicht aggressiv genug durchs Leben bewegt. Wenn man zuhört, statt zu dominieren. Wenn man deeskaliert, statt zu poltern. Dann bist du entweder schwach oder manipulativ, wahlweise beides. Stärke ist Pflicht, aber bitte die richtige Sorte. Eine, die niemanden einschüchtert, aber trotzdem Respekt einflößt. Eine, die präsent ist, aber nicht sichtbar. Im Grunde eine Stärke, die sich idealerweise selbst abschafft, damit sich niemand davon bedroht fühlt.

     

    Und wenn du dann doch mal etwas sagst, etwas Kritisches, etwas Verletztes, etwas von Grund auf Menschliches, kommt zuverlässig der Hinweis, dass Männer ja nun wirklich genug Raum die letzten 100 000 Jahre hatten. Dass jetzt andere dran sind. Dass dein Einwand zwar gehört wurde, aber leider gerade nicht ins moralische Gesamtkonzept passt. Du darfst zuhören, nicken, lernen und dich irgendwie weiterentwickeln. Reden ist unerwünscht, optional, Zustimmung maximal obligatorisch, ansonsten bist du ein Fossil. Bitte keine andere Meinung.

     

    Während man dir pauschal Macht unterstellt, wird dir gleichzeitig jede individuelle Perspektive abgesprochen. Du bist verantwortlich für Strukturen, die du nie gebaut hast, schuldig für Verhaltensweisen, die du nie gezeigt hast, und verdächtig aufgrund eines Geschlechts, das du dir nicht ausgesucht hast. Kollektivhaftung nennt man das sonst eher in sehr unschönen historischen Zusammenhängen, aber hier gilt es plötzlich als aufgeklärt. Dass man Männern ständig erklärt, sie müssten differenzierter denken, während man sie selbst auf ein erstaunlich simples Feindbild reduziert. Der Mann als Problem, als Gefahr, als Altlast. Praktisch, übersichtlich, moralisch sehr gut verwertbar. Und vor allem immer bequem, weil man sich dann nicht mehr mit dem Einzelnen beschäftigen muss und alle pauschal über einen Kamm schert.

     

    Also nein, ein Tag als Mann ist kein Urlaub. Es ist eher ein Einführungskurs in vorsorgliche Selbstzensur, flankiert von dem ständigen Gefühl, sich rechtfertigen zu müssen für Dinge, die man nicht getan hast, während man gleichzeitig für alles verantwortlich gemacht wird, was irgendwo schiefgelaufen ist. Wenn du danach noch glaubst, Männer hätten es grundsätzlich leicht, dann schau lieber noch einmal genauer hin.

    Ich glaube, das können wir mal so stehen lassen, oder?

    Gruß heute an meine männlichen Lesewesen im Besonderen.
    Euer Tim.

    #Mann #Frau #klischees

    18.01.26, 10:19

Beiträge

  • 20.01.26, 16:44

     

    Eyck:

    Wenn ich das integriere, scheinen die Frauen insgesamt viel mehr zu gucken. Sogar mehr auf die Figur als Männer 🤦‍♀️🤷‍♀️.

    Da haben wir es wieder❗ 

    Männer sind viel oberflächlicher als Frauen, 

    sogar beim Betrachten eines weiblichen Körpers. 🤪

  • 20.01.26, 16:18

     

    Erv:

    Etwas witziges habe ich gefunden, Eye-Tracking von Männern und Frauen

     

    tracking.JPG

     

     

    Welcher Unterschied fällt sofort auf?

    Männer lesen den Text nicht so oft.😁

    Damit sollte klar sein das Profilangaben, Dating Ja/Nein keine Relevanz haben.

    Wenn ich das integriere, scheinen die Frauen insgesamt viel mehr zu gucken. Sogar mehr auf die Figur als Männer 🤦‍♀️🤷‍♀️.

  • 20.01.26, 15:59

    Etwas witziges habe ich gefunden, Eye-Tracking von Männern und Frauen

     

    tracking.JPG

     

     

    Welcher Unterschied fällt sofort auf?

    Männer lesen den Text nicht so oft.😁

    Damit sollte klar sein das Profilangaben, Dating Ja/Nein keine Relevanz haben.

  • 20.01.26, 05:55

     

    Rena:

    Der Eröffnungstext ist sehr unterhaltsam zu lesen, gesellschaftskritisch, natürlich denkanstoßend, für Wochen genug Potential zur Selbstreflexion.

     

    Pressesprecher f sich selbst: tja, oft genug mühsam, man möge in Ruhe gelassen werden, die eigenen Entscheidungen einfach akzeptiert bekommen, so stehen gelassen werden.

    Freiheit? begrenzt, hier u da Nischenfreiheit, Verpflichtungsfluchtwege.

    Conclusio? Man kann es keinem recht machen außer sich selbst.

    Genau und es sich selber recht machen ist das wichtigste 👌🏼

  • 19.01.26, 23:33

    Der Eröffnungstext ist sehr unterhaltsam zu lesen, gesellschaftskritisch, natürlich denkanstoßend, für Wochen genug Potential zur Selbstreflexion.

     

    Pressesprecher f sich selbst: tja, oft genug mühsam, man möge in Ruhe gelassen werden, die eigenen Entscheidungen einfach akzeptiert bekommen, so stehen gelassen werden.

    Freiheit? begrenzt, hier u da Nischenfreiheit, Verpflichtungsfluchtwege.

    Conclusio? Man kann es keinem recht machen außer sich selbst.

  • 19.01.26, 23:31
    ✗ Dieser Inhalt wurde von Rena wieder gelöscht.
  • 19.01.26, 23:12

    Unsere gelangweilte Gesellschaft kann sich noch so sehr bemühen die Geschlechter abzuschaffen, gewisse Eigenschaften von Männern und Frauen liegen bei aller Gleichberechtigung ganz einfach in der Natur und das wird sich nie ändern. Männer und Frauen sollten sich ergänzen und nicht Konkurrenz machen.

  • 19.01.26, 22:16

    Hmmm🧐 was soll den sonst aus einem Kaffeeautomaten kommen wenn nicht Kaffee? Dafür werfe ich die Münze ja rein? Hätte keine Freude an Red bull oder Bier🤷🏻‍♀️

    Erv:

     

    Michael:

    Da ist doch wieder nur einer in der Krise aber das geht vorbei 😅

    Natürlich ist es eine Krise.

    Die öffentlichen Diskussionen machen es nicht einfach. Männer, die die Welt kaputt gemacht gemacht haben. Männer, die ihre Rollen überdenken sollen. Männer, die alles andere als männlich sein sollen oder man es auch nicht genau sagen kann was es ausmacht.

    Dann ist ein Brühe im Gehirn und jemand sagt dann noch "Sei du selbst"😁

     

    Anders gesagt: "Wenn man in den Kaffeeautomat eine Münze reinwirft, darf man sich nicht wundern wenn unten Kaffee  rauskommt."

     

  • 19.01.26, 22:10

     

    Erv:

     

    Michael:

    Da ist doch wieder nur einer in der Krise aber das geht vorbei 😅

    Natürlich ist es eine Krise.

    Die öffentlichen Diskussionen machen es nicht einfach. Männer, die die Welt kaputt gemacht gemacht haben. Männer, die ihre Rollen überdenken sollen. Männer, die alles andere als männlich sein sollen oder man es auch nicht genau sagen kann was es ausmacht.

    Dann ist ein Brühe im Gehirn und jemand sagt dann noch "Sei du selbst"😁

     

    Anders gesagt: "Wenn man in den Kaffeeautomat eine Münze reinwirft, darf man sich nicht wundern wenn unten Kaffee  rauskommt."

    Liegt halt in der Natur dass Männer kriegerischer sind, siehe Trump und Putin aber Margaret Thatcher hat die Falklandinseln erobert. So eindeutig ist das nicht 😉

  • 19.01.26, 20:10

     

    Michael:

    Da ist doch wieder nur einer in der Krise aber das geht vorbei 😅

    Natürlich ist es eine Krise.

    Die öffentlichen Diskussionen machen es nicht einfach. Männer, die die Welt kaputt gemacht gemacht haben. Männer, die ihre Rollen überdenken sollen. Männer, die alles andere als männlich sein sollen oder man es auch nicht genau sagen kann was es ausmacht.

    Dann ist ein Brühe im Gehirn und jemand sagt dann noch "Sei du selbst"😁

     

    Anders gesagt: "Wenn man in den Kaffeeautomat eine Münze reinwirft, darf man sich nicht wundern wenn unten Kaffee  rauskommt."

  • 19.01.26, 18:49

     

    Karin:

    Toni

    Ungekehrt findest du das auch…. 
    Vernünftig wäre die Messlatte so zu stecken, wie man sie selber auch erfüllen kann… Dann wären wir wieder bei der Augenhöhe…

    Toni:

     

    Es gibt einfach zu viele Männer die dann bei einer Frau das Haar in der Suppe suchen obwohl diese nie das bieten können was die von einer Frau verlangen...!!! Die Messlatte wird manchmal zu hoch angesteckt...🤷‍♂️

     

    Absolut deiner Meinung... 👍👍

  • 19.01.26, 18:38 - Zuletzt bearbeitet 19.01.26, 18:39.

    Toni

    Ungekehrt findest du das auch…. 
    Vernünftig wäre die Messlatte so zu stecken, wie man sie selber auch erfüllen kann… Dann wären wir wieder bei der Augenhöhe…

    Toni:

     

    Mandi:

     

    Frauen geht es auch nicht besser.

    Bei Frauen ist es, unter anderem, sie sind immer "zu viel von etwas": Zu laut, zu still, zu erfolgreich, zu sehr Hausfrau und so weiter. 

    Es gibt einfach zu viele Männer die dann bei einer Frau das Haar in der Suppe suchen obwohl diese nie das bieten können was die von einer Frau verlangen...!!! Die Messlatte wird manchmal zu hoch angesteckt...🤷‍♂️

     

  • 19.01.26, 18:21

    Da ist doch wieder nur einer in der Krise aber das geht vorbei 😅

  • 19.01.26, 18:19

    Nachdem wieder der Punkt erreicht ist wo alles relativ ist und nichts genau definiert werden kann, blablub,...........

     

    Ad hoc meine 6 Punkte die Männern wichtig sein sollten. (was nicht heißt dass sie Frauen nicht auch besitzen können, das sollen sie sich aber selbst ausmachen):

     

    1) Reifes Verhältniss zu Frauen. Daher rechtzeitige Abnabelung von mütterlicher Fürsorge.

    2) Impulskontrolle. Männer können wesentlich stärker sich und andere verletzen.

    3) Aufgaben finden und diese verfolgen. Damit einhergehender Belohnungsaufschub.

    4) Gelassenheit, insbesondere ggü. Schwächeren

    5) Männliche Vorbilder suchen

    6) Vaterrolle ernst nehmen, damit Punkt 1-4 weitergeben

    ..................

  • 19.01.26, 17:23

     

    Mandi:

     

    Marc:

    Es gibt offenbar nichts, was ein Mann einfach nur sein kann, ohne dass jemand eine Theorie darüber bastelt.

    Frauen geht es auch nicht besser.

    Bei Frauen ist es, unter anderem, sie sind immer "zu viel von etwas": Zu laut, zu still, zu erfolgreich, zu sehr Hausfrau und so weiter. 

    Es gibt einfach zu viele Männer die dann bei einer Frau das Haar in der Suppe suchen obwohl diese nie das bieten können was die von einer Frau verlangen...!!! Die Messlatte wird manchmal zu hoch angesteckt...🤷‍♂️

  • 19.01.26, 17:09

    Authentisch sein heisst nicht stillstand, heisst nicht keine Persöhnlichkeitsentwicklung zu machen.

    🤷🏻‍♀️

    Erv:

     

    Karin:

     

    Wenn dein Ziel ist, von allen gemocht zu werden hast du ein Problem. Das geht nicht. Wer es allen recht machen will um Streit zu vermeiden gerät andauernd in Streit. Doch, immer authentisch sein, so kommt man einfach besser durch das Leben.

     

    Ist nicht falsch was du schreibst, (großes) aber birgt die Gefahr Authentizizät zu wichtig zu nehmen und Persönlichkeitsentwicklung außer Acht zu lassen. Unzulänglichkeiten verführen uns manchmal, unsere Eigenschaften als unabänderbar  und authentisch zu betrachten.

     

    Einige Beispiele:

    ) Freund von mir, schon lange Alkoholiker tätigte mal folgende Aussage: "Die Frau, die ich will bekomme ich nicht. Und die Frau, die ich bekomme, will ich nicht.

     

    ) Ich spreche keine Frauen an , ich bin halt ein Schüchterner.

     

    ) Ich weiß dass mich Leute wegen kaputten Zeug anrufen, ich bin halt so ein Netter und Hilfsbereiter.

     

  • 19.01.26, 16:57 - Zuletzt bearbeitet 19.01.26, 17:15.

    Wie kommt man auf solche Klischees, ich kann auch ein Mann sein ohne mir morgens auf die Brust zu trommeln, ständig laut, rücksichtslos und triebgesteuert zu sein und im Park fremde Kinder zu beobachten. Ich kann auch Frauen ansprechen ohne aufdringlich zu sein. Ich kann bei Bedarf eine starke Schulter zum anlehnen sein aber auch einfühlsam mit Charme und Humor. Ich kann konsequent sein aber auch Kompromisse machen. Ein Ehemann, Vater oder auch nur ein verlässlicher Freund aber auf jeden Fall authentisch und kein Lügner.

  • 19.01.26, 16:43

     

    Karin:

     

    Wenn dein Ziel ist, von allen gemocht zu werden hast du ein Problem. Das geht nicht. Wer es allen recht machen will um Streit zu vermeiden gerät andauernd in Streit. Doch, immer authentisch sein, so kommt man einfach besser durch das Leben.

     

    Ist nicht falsch was du schreibst, (großes) aber birgt die Gefahr Authentizizät zu wichtig zu nehmen und Persönlichkeitsentwicklung außer Acht zu lassen. Unzulänglichkeiten verführen uns manchmal, unsere Eigenschaften als unabänderbar  und authentisch zu betrachten.

     

    Einige Beispiele:

    ) Freund von mir, schon lange Alkoholiker tätigte mal folgende Aussage: "Die Frau, die ich will bekomme ich nicht. Und die Frau, die ich bekomme, will ich nicht.

     

    ) Ich spreche keine Frauen an , ich bin halt ein Schüchterner.

     

    ) Ich weiß dass mich Leute wegen kaputten Zeug anrufen, ich bin halt so ein Netter und Hilfsbereiter.

  • 19.01.26, 15:57

     

     

     

    Ich wäre vorsichtig mit dem Wort authentisch, denn es ist ein neutrales Wort dass umgangssprachlich positiv konutiert ist.

    Ein mürrischer Mensch, der von sich sagt dass er Menschen nicht mag, ist auch authentisch.

    Ein mürrischer Mensch, der authentisch ist erreicht sein Ziel besser in Ruhe gelassen zu werden.

    Ich mochte die authentischen mürrischen Senioren und weil ich sie respektierte war ich trotzdem bei ihnen Willkommen.

     

    Wenn dein Ziel ist, von allen gemocht zu werden hast du ein Problem. Das geht nicht. Wer es allen recht machen will um Streit zu vermeiden gerät andauernd in Streit. Doch, immer authentisch sein, so kommt man einfach besser durch das Leben.

  • 19.01.26, 15:39

    Ich bin froh den göttlichen Funken in mir gefunden zu haben, denn bis jetzt kannte ich es nur für ein Wesen dem dieser Zirkelschluß gebührt. Somit haben wir schon 2:

     

    1) Die Existenz Gottes wird durch die Bibel bewiesen, während die Glaubwürdigkeit von Gott auf der Bibel fußt.

     

    2) "Mann sein" definiert sich auf der Grundlage wie sich ein Mann definiert.

     

    Matthias:

    Wie jeder "Mann sein" definiert, ist jedem selber überlassen... wichtig, dass ihr authentisch seit, Euch nicht verstellt und Euch selber im Spiegel anschauen könnt... und wie andere Euch sehen, dass ist deren Problem und wie andere "Mann sein" definieren ebenso. 

     

    "Du bist gut genug" so wie Du bist. Über alles andere können sich andere Gedanken machen.

     

    Ich wäre vorsichtig mit dem Wort authentisch, denn es ist ein neutrales Wort dass umgangssprachlich positiv konutiert ist.

    Ein mürrischer Mensch, der von sich sagt dass er Menschen nicht mag, ist auch authentisch.

     

    Selbst wenn Individualismus bis zur Unkenntlichkeit getrieben wird, darf man nicht vergessen dass wir alle mit und in einer Gesellschaft leben die zwangsweise IMMER  Normen hervorbringt. Selbst die wokesten unter uns bringen Normen hervor. (z.b. Männer sollten mehr Gefühle zeigen)

     

    Deine Aussage "...wie andere uns sehen ist deren Problem..." kann zum Problem werden wenn Fremd- und Eigenwahrnehmung stark abweichen.

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