Um mitzumachen, melde dich bitte an.
  • Für dich selbstverständlich — für andere nicht?

    Diskussion · 47 Beiträge · 27 Gefällt mir · 1.485 Aufrufe

    Stell dir vor, zwei Menschen sitzen sich beim ersten Date gegenüber.

    Für die eine Person ist es selbstverständlich, dass man sich am nächsten Tag meldet. Für die andere bedeutet ein schönes Treffen einfach nur: War nett — wir sehen uns, wenn es sich ergibt.
     

    Oder ein anderes Bild:

    Zwei Menschen stehen nebeneinander an einer Tür. Für den einen ist es selbstverständlich, sie aufzuhalten. Für den anderen selbstverständlich, dass jeder selbst durchgeht. Keiner meint es böse — und doch entsteht ein irritierender Moment.

     

    Gerade beim Dating und in Beziehungen prallen solche unausgesprochenen Erwartungen besonders häufig aufeinander. Was für den einen Ausdruck von Interesse, Respekt oder Nähe ist, wirkt für den anderen vielleicht übergriffig, unnötig oder sogar distanziert.

     

    👉 Muss man „Selbstverständlichkeiten“ aussprechen?

     

    👉 Woher kommen unsere Erwartungen — Erziehung, Erfahrungen, frühere Beziehungen?

     

    👉 Wann führen unterschiedliche Vorstellungen zu Enttäuschung oder Konflikten?

     

    👉 Gibt es Dinge, die wirklich selbstverständlich sein sollten?

     

    Mich interessiert eure Sicht — gern mit Beispielen aus eigener Erfahrung (ohne private Details preiszugeben).

     

    Bitte respektvoll bleiben: Unterschiedliche Perspektiven sind ausdrücklich erwünscht.


    Thomas Kissing 

     

    Ein Like oder Kommentar zeigt mir, ob euch solche Themen interessieren. Ich starte hier regelmäßig neue Diskussionen – wer mag, kann mir gern folgen.

    16.02.26, 11:36

Beiträge

  • 21.02.26, 13:06

     

    Thomas Kissing:

     

    Guido:

    Interessant finde ich, dass Thomas jede Meinung gefällt. Egal wie unterschiedlich die sind. Kann ich persönlich nicht nachvollziehen.

    Ich vergebe mein „Gefällt mir“ nicht, weil ich jeder Meinung zustimme — sondern weil ich jede konstruktive Perspektive wertschätze, die die Diskussion voranbringt. Unterschiedliche Sichtweisen machen eine Diskussion erst interessant und lebendig.

     

    Für mich ist das also kein „Alles gut finden“, sondern eine bewusste Wertschätzung gegenüber denjenigen, die sich die Mühe machen, ihre Gedanken einzubringen — auch wenn ich inhaltlich vielleicht ganz anders denke.

     

    Thomas Kissing

    Das irritiert natürlich niemanden, weil niemand deine Meinung kennt. Hab ich ja schon in einer anderen Diskussion von dir erwähnt: es ist hilfreich, dass auch du deine Meinung preis gibst. Wir sind sicher nicht in einem Meinungsforschungsinstitut hier.

  •  

    Guido:

    Interessant finde ich, dass Thomas jede Meinung gefällt. Egal wie unterschiedlich die sind. Kann ich persönlich nicht nachvollziehen.

    Ich vergebe mein „Gefällt mir“ nicht, weil ich jeder Meinung zustimme — sondern weil ich jede konstruktive Perspektive wertschätze, die die Diskussion voranbringt. Unterschiedliche Sichtweisen machen eine Diskussion erst interessant und lebendig.

     

    Für mich ist das also kein „Alles gut finden“, sondern eine bewusste Wertschätzung gegenüber denjenigen, die sich die Mühe machen, ihre Gedanken einzubringen — auch wenn ich inhaltlich vielleicht ganz anders denke.

     

    Thomas Kissing

  • 21.02.26, 12:32

    Interessant finde ich, dass Thomas jede Meinung gefällt. Egal wie unterschiedlich die sind. Kann ich persönlich nicht nachvollziehen.

  • 21.02.26, 11:38

    Ich erwarte nichts mehr. Kostet nur Energie!  Entweder es passt oder nicht.

    Gemeinsamkeiten verbinden und gehen mit Dir den Weg☀️💫🍀

  • 19.02.26, 16:36

     

    Pan:

    Ich verstehe, denke ich, was Du meinst.

    Und gegen gesunde Vorsicht ist gar nichts zu sagen

    Ja, 'gesunde' Vorsicht, Sicherheit ist wichtig. Damit lässt sich das mit der 'Ungesunden' in etwa in zwei Bereiche aufteilen. 

     

     - doch nur auf standby durch's Leben zu laufen - diesen Gedanken finde ich ganz schrecklich.

    Falls du mit Standby ein (mit, nicht nur) angstgesteuertes Verhalten meinst... eben dies ist der Fall. Daher ist deine Wahrnehmung, dass Menschen Angst voreinander haben, korrekt. "Ungesunde" Angst ist wie Gift für uns - besonders schädlich in der Entwicklungsphase bei Kindern. Und mit der Angst, den Erfahrungen, können, eher werden, sich entsprechende Erwartungen entwickeln. 

     

    Es kann sich lohnen dahin zuschauen, auch wenn es unangenehm ist. 

  • 19.02.26, 16:22

     

    Pan:

    Schalömchen Hoggle,

    könnte man sagen, das Erwartungshaltungen Wünsche sind, von denen man gern hätte, das der andere sie weiß und erfüllt?

     

    Deine Ansicht dazu würde ich ger erfahren.

    Hoggle:

    Dieses Thema ist so groß und weit, da könnte man ganz vortrefflich mehrere Stunden drüber philosophieren…..Aber ich versuche es einfach mal, meine 2 Cents zu dem Thema vernünftig an die Frau und den Mann zu bringen.

     

    Warum ist dieses Thema so groß und schwer, das sich so viele Menschen so unglaublich schwer damit tun, ich kann nur mutmaßen.

    Einer der Hauptfehler (meiner Meinung nach) ist mit Sicherheit die Erwartungshaltung, die wohl beidseitig existiert. Die Erwartung wie das Date, das Kennenlernen und wie es später in einer Partnerschaft zu laufen hat.

    Erwartungen zu haben, obwohl man den anderen garnicht kennt, ist doch schon mal die falsche herangehensweise, denn die Wahrscheinlichkeit ist doch mehr als recht groß, das diese Erwartungen enttäuscht werden.

     

    Die Ängste und Enttäuschungen, die wir alle irgendwie schon erfahren und erleben mussten, machen es nicht einfacher, denn niemand von uns möchte enttäuscht und mit der roten Laterne „nach Hause“ gehen. Ohne die Bereitschaft auch dieses in Kauf zu nehmen kann es nichts werden, denn um Lieben zu können bedarf es auch unbedingt der Bereitschaft zur Leidensfähigkeit.

     

    Viele fordern für sich absolute Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit ein, lassen sich gefühlt aber selber nur ungern in die Karten schauen und halten es selber mit eben dieser nicht ganz so 100%ig genau. Es wird sich zu 100% im sonnigen gezeigt, alles Schöne und Gute wird hervorgehoben, und was ist mit dem Rest? Was ist mit den weniger positiven Dingen? Die verschwinden gefühlt gerne erst mal im dunkleren. Auch das sorgt dafür, das wir alle auch weiterhin schön „allein“ durch das Leben schreiten werden.

     

    Zum Schluss möchte ich nochmal kurz das  Thema Enttäuschungen und Ängste aufgreifen. Wie ich eingangs schon schrieb, möchte niemand von uns eine weitere Enttäuschung erleben, schon gar nicht, wenn einem der Gegenüber außerordentlich sympathisch ist. Aber das müssen wir alle bereit sein, in Kauf zu nehmen. Besonders wenn man merkt, das eine nicht unerhebliche gegenseitige Sympathie und Anziehungskraft vorhanden ist. Dann gilt nur eines, diesen Moment und den anderen Menschen genieße, denn diese Momente sind so schnell vergänglich und kostbar. Und wenn man merkt, das man innerlich positiv aufgewühlt, das Herz am Pochen ist, dann umso mehr.

     

    Als letzten Satz möchte ich nur noch folgendes loswerden:

    Wer immer nur auf ausgetrampelten Pfaden sich bewegen wird, wird auch niemals eine Veränderung erfahren. Ab und zu muss man einfach neue „Wege“ einschlagen.

    Und vielleicht das wichtigste:

    Wenn es sich gut anfühlt einfach mal machen….könnte ja was gutes dabei heraus kommen.

     

    Camino:

    Hallo pan 

    Ich glaube das hat nix mit Angst zu tun Es hat was mit der schnelllebigkeit des Zeitalters zu tun 

    .im Internet ist man frei und kann sich ohne Scham benehmen wie man möchte 

    Auf Kosten der Gefühle anderer .

    Leider 

     

    Hallo Camino, danke für Deine Antwort. Nun ist ja jeder eine ganz eigene Persönlichkeit und man neigt schnell dazu (ich auch), seine Sicht auf andere zu projezieren. Das ist menschlich und ok.

    Aber leider vergisst man zu schnell, das die andere Person ganz anders ist.

    Könnte es nicht sein, dass die Schnelllebigkeit und das Internet erschwerend hinzukommen?

    Denn diese ganze Problematik hat es ja schon vorher auch schon gegeben...

     

    ICH denke, es gibt nirgendwo nur richtig oder falsch - nur anders. Und wenn man sich auf anders einlässt, wird die Welt reicher.

    Ja das stimmt man sollte ohne erwartungshaltung daran gehen .

    Und dieser Spruch anders hatte ich fast vergessen .

    Es ist beruhigend zu sagen 

    Du oder derjenige ist anders 

    Es nimmt einen den Zwang 

    Weg .

  • 19.02.26, 09:42

    @Hoogle

    Ich sah erst grad Deinen Post.

    Mir gefällt sehr, das Du hervorhebst, das DU unterscheidest.

    Kann es sein, das manche dieses gar nicht unterscheiden und es verallgemeinern? Zumindest mir kommt es so vor.

     

    @Alberto

    Ich verstehe, denke ich, was Du meinst.

    Und gegen gesunde Vorsicht ist gar nichts zu sagen - doch nur auf standby durch's Leben zu laufen - diesen Gedanken finde ich ganz schrecklich.

     

    Hoggle:

    @ Pan:

     

    Erwartungen sind zumindest für mich keine Wünsche. Sich wünschen / erhoffen darf man sich vieles wenn nicht sogar alles.

    Also zumindest ich unterscheide zwischen diesen beiden Dingen ganz genau.

     

    Alberto:

    Pan:

    Mir kommt es oft vor, als hätten die Menschen Angst voreinander. 

    Das haben wir, leider zurecht - siehe Geschichte der Menschheit und aktuelle Situation. Angst, ein Anzeichen für Dysfunktionalität, ist leider ein fester Bestandteil unserer Gesellschaft. 

     

    Daraus ergeben sich dann Symptome und ein Industriezweig: Selbstverteidigungskurse, Aufklärungskampagnen, Schlösser, Überwachungskameras, Waffenbesitz, Schutzsoftware, Sicherheitspersonal im Supermarkt, Angststörungen / Therapie, Einschränkungen wann man wo entlang läuft, Versicherungen, Schutzgeld, tiefgreifende zwischenmenschliche (negative) Veränderungen, Militär und so weiter... 

     

    Kann es sein, das Unsicherheit und Angst (wo vor auch immer) Kommunikation verhindert?

    Ja, gerade bei Angst "fährt unser Gehirn herunter". 

     

  • 19.02.26, 05:44

    gute gedanken und so noch garnicht bedacht. ....danke dafür

  • 18.02.26, 20:34

    Hallo zusammen es ist definitiv sehr schwierig manche Situationen und die eventuelle darauffolgenden Reaktion des anderen zu deuten....ich selber bin in punkto hilfsbereitschaft meistens sofort zur Stelle egal ob es darum geht eine Tür auf zu halten für eine Person mit Rollator . ...oder ähnlichem ....ich Frage nicht nach ich reagiere....zum Thema Dating finde ich es schon schwieriger das Verhalten und den daraus resultierenden Wunsch oder die Absicht des anderen Datingpartners richtig einzuschätzen....man sollte viel offener und ehrlicher darüber sprechen....das wäre durchaus hilfreicher.... in jeder Hinsicht kann eine klare Kommunikation hilfreich sein 

  • 18.02.26, 19:46

    Pan:

    Mir kommt es oft vor, als hätten die Menschen Angst voreinander. 

    Das haben wir, leider zurecht - siehe Geschichte der Menschheit und aktuelle Situation. Angst, ein Anzeichen für Dysfunktionalität, ist leider ein fester Bestandteil unserer Gesellschaft. 

     

    Daraus ergeben sich dann Symptome und ein Industriezweig: Selbstverteidigungskurse, Aufklärungskampagnen, Schlösser, Überwachungskameras, Waffenbesitz, Schutzsoftware, Sicherheitspersonal im Supermarkt, Angststörungen / Therapie, Einschränkungen wann man wo entlang läuft, Versicherungen, Schutzgeld, tiefgreifende zwischenmenschliche (negative) Veränderungen, Militär und so weiter... 

     

    Kann es sein, das Unsicherheit und Angst (wo vor auch immer) Kommunikation verhindert?

    Ja, gerade bei Angst "fährt unser Gehirn herunter". 

  • 18.02.26, 17:08

    Ich denke es hat viel mit der Erziehung und den Erfahrungen zu tun, was man für selbstverständlich hält und was nicht.

     

    Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass es zu Konflikten kommt , wenn man nicht im Austausch bleibt und seine Enttäuschung einfach herunter schluckt. Das 

     funktioniert  meiner Erfahrung und Meinung nach nur ,wenn beide sich öffnen.

     

    Zumindest ist es in einer Beziehung so.

    Mit Dating kenne ich mich nicht aus.

     

    Selbstverständlich sollte immer gegenseitiger Respekt und Ehrlichkeit sein.

    Eigentlich wollte ich auch Höflichkeit anfügen, aber was jemand als höflich empfindet oder nicht hängt ja von der Persönlichkeit des Gegenübers ab.

    mmhhh gar nicht so einfach 🤔

  • 18.02.26, 16:53

    @CarenMaria. 🤔🤗🤗🤗

  • 18.02.26, 16:31

    Ihr Lieben 

    da möchte ich nochmal „kurz“ zum Thema Erwartungen zu meinem Post von gestern ergänzen 🤭

    @Thomas sehr gutes Thema😉

    Meine ganz persönliche Meinung:

    Eine Erwartungshaltung im Dating ist die Projektion eigener Wünsche, Bedürfnisse und Ideale auf eine noch nicht gewachsene zwischenmenschliche Dynamik. Sie entsteht aus persönlichen Erfahrungen, gesellschaftlichen Narrativen, romantischen Idealen und individuellen Sehnsüchten. Wer mit einer klar definierten Erwartungshaltung in eine Begegnung mit einer noch nicht bekannten Person geht, betritt sie nicht als offenes Feld des Entdeckens, sondern als Bühne mit bereits geschriebenem Drehbuch. 
    Anders ist es, wenn du deine Erwartungshaltung am Anfang nicht fixiert hast, sondern flexibel auf dein Gegenüber triffst. Dich einfach überraschen lässt. 🧘‍♀️Vielleicht auch von deiner eigenen Wahrnehmung überraschen lässt!
    So dass dein Gegenüber sich frei entfalten kann und du selbst schaust, ob ihr in Resonanz geht ❤️
    Nur wenn Resonanz entsteht/besteht kann Vertrautheit und Tiefe entstehen 
    Problematisch wird eine ausgeprägte Erwartungshaltung, wenn sie die Realität überlagert. Statt die andere Person in ihrer Individualität wahrzunehmen, vergleicht man sie permanent mit einem inneren Idealbild. Enttäuschung entsteht dann weniger aus tatsächlichem Fehlverhalten, sondern aus der Diskrepanz zwischen Projektion und Wirklichkeit.
    Ganz ungesund….🥲

    Gleichzeitig ist eine „gewisse“ Erwartungshaltung natürlich meiner Meinung nach nicht nur legitim, sondern notwendig. Sie reflektiert Selbstachtung, Wertebewusstsein und emotionale Standards. Wer keinerlei Erwartungen hat, riskiert, eigene Bedürfnisse zu verleugnen.
    Schwieriges Terrain💫

    Ich finde die entscheidende Frage lautet daher nicht, ob man Erwartungen haben sollte, sondern wie flexibel und bewusst man mit ihnen umgeht:
    Sind sie Leitplanken oder starre Maßstäbe?
    Sind sie Ausdruck von Selbstwert oder von Kontrolle? In diesem Sinne….bitte erwartet alle die Person in eurem Leben, die für euch individuell “das beste“ bereithält. Das hat jede und jeder von uns verdient🙏

  • 18.02.26, 16:16

    @ Pan:

     

    Erwartungen sind zumindest für mich keine Wünsche. Sich wünschen / erhoffen darf man sich vieles wenn nicht sogar alles.

    Also zumindest ich unterscheide zwischen diesen beiden Dingen ganz genau.

  • 18.02.26, 16:07

    Schalömchen Hoggle,

    könnte man sagen, das Erwartungshaltungen Wünsche sind, von denen man gern hätte, das der andere sie weiß und erfüllt?

     

    Deine Ansicht dazu würde ich ger erfahren.

    Hoggle:

    Dieses Thema ist so groß und weit, da könnte man ganz vortrefflich mehrere Stunden drüber philosophieren…..Aber ich versuche es einfach mal, meine 2 Cents zu dem Thema vernünftig an die Frau und den Mann zu bringen.

     

    Warum ist dieses Thema so groß und schwer, das sich so viele Menschen so unglaublich schwer damit tun, ich kann nur mutmaßen.

    Einer der Hauptfehler (meiner Meinung nach) ist mit Sicherheit die Erwartungshaltung, die wohl beidseitig existiert. Die Erwartung wie das Date, das Kennenlernen und wie es später in einer Partnerschaft zu laufen hat.

    Erwartungen zu haben, obwohl man den anderen garnicht kennt, ist doch schon mal die falsche herangehensweise, denn die Wahrscheinlichkeit ist doch mehr als recht groß, das diese Erwartungen enttäuscht werden.

     

    Die Ängste und Enttäuschungen, die wir alle irgendwie schon erfahren und erleben mussten, machen es nicht einfacher, denn niemand von uns möchte enttäuscht und mit der roten Laterne „nach Hause“ gehen. Ohne die Bereitschaft auch dieses in Kauf zu nehmen kann es nichts werden, denn um Lieben zu können bedarf es auch unbedingt der Bereitschaft zur Leidensfähigkeit.

     

    Viele fordern für sich absolute Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit ein, lassen sich gefühlt aber selber nur ungern in die Karten schauen und halten es selber mit eben dieser nicht ganz so 100%ig genau. Es wird sich zu 100% im sonnigen gezeigt, alles Schöne und Gute wird hervorgehoben, und was ist mit dem Rest? Was ist mit den weniger positiven Dingen? Die verschwinden gefühlt gerne erst mal im dunkleren. Auch das sorgt dafür, das wir alle auch weiterhin schön „allein“ durch das Leben schreiten werden.

     

    Zum Schluss möchte ich nochmal kurz das  Thema Enttäuschungen und Ängste aufgreifen. Wie ich eingangs schon schrieb, möchte niemand von uns eine weitere Enttäuschung erleben, schon gar nicht, wenn einem der Gegenüber außerordentlich sympathisch ist. Aber das müssen wir alle bereit sein, in Kauf zu nehmen. Besonders wenn man merkt, das eine nicht unerhebliche gegenseitige Sympathie und Anziehungskraft vorhanden ist. Dann gilt nur eines, diesen Moment und den anderen Menschen genieße, denn diese Momente sind so schnell vergänglich und kostbar. Und wenn man merkt, das man innerlich positiv aufgewühlt, das Herz am Pochen ist, dann umso mehr.

     

    Als letzten Satz möchte ich nur noch folgendes loswerden:

    Wer immer nur auf ausgetrampelten Pfaden sich bewegen wird, wird auch niemals eine Veränderung erfahren. Ab und zu muss man einfach neue „Wege“ einschlagen.

    Und vielleicht das wichtigste:

    Wenn es sich gut anfühlt einfach mal machen….könnte ja was gutes dabei heraus kommen.

     

    Camino:

    Hallo pan 

    Ich glaube das hat nix mit Angst zu tun Es hat was mit der schnelllebigkeit des Zeitalters zu tun 

    .im Internet ist man frei und kann sich ohne Scham benehmen wie man möchte 

    Auf Kosten der Gefühle anderer .

    Leider 

     

    Hallo Camino, danke für Deine Antwort. Nun ist ja jeder eine ganz eigene Persönlichkeit und man neigt schnell dazu (ich auch), seine Sicht auf andere zu projezieren. Das ist menschlich und ok.

    Aber leider vergisst man zu schnell, das die andere Person ganz anders ist.

    Könnte es nicht sein, dass die Schnelllebigkeit und das Internet erschwerend hinzukommen?

    Denn diese ganze Problematik hat es ja schon vorher auch schon gegeben...

     

    ICH denke, es gibt nirgendwo nur richtig oder falsch - nur anders. Und wenn man sich auf anders einlässt, wird die Welt reicher.

  • 18.02.26, 13:43

    Dieses Thema ist so groß und weit, da könnte man ganz vortrefflich mehrere Stunden drüber philosophieren…..Aber ich versuche es einfach mal, meine 2 Cents zu dem Thema vernünftig an die Frau und den Mann zu bringen.

     

    Warum ist dieses Thema so groß und schwer, das sich so viele Menschen so unglaublich schwer damit tun, ich kann nur mutmaßen.

    Einer der Hauptfehler (meiner Meinung nach) ist mit Sicherheit die Erwartungshaltung, die wohl beidseitig existiert. Die Erwartung wie das Date, das Kennenlernen und wie es später in einer Partnerschaft zu laufen hat.

    Erwartungen zu haben, obwohl man den anderen garnicht kennt, ist doch schon mal die falsche herangehensweise, denn die Wahrscheinlichkeit ist doch mehr als recht groß, das diese Erwartungen enttäuscht werden.

     

    Die Ängste und Enttäuschungen, die wir alle irgendwie schon erfahren und erleben mussten, machen es nicht einfacher, denn niemand von uns möchte enttäuscht und mit der roten Laterne „nach Hause“ gehen. Ohne die Bereitschaft auch dieses in Kauf zu nehmen kann es nichts werden, denn um Lieben zu können bedarf es auch unbedingt der Bereitschaft zur Leidensfähigkeit.

     

    Viele fordern für sich absolute Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit ein, lassen sich gefühlt aber selber nur ungern in die Karten schauen und halten es selber mit eben dieser nicht ganz so 100%ig genau. Es wird sich zu 100% im sonnigen gezeigt, alles Schöne und Gute wird hervorgehoben, und was ist mit dem Rest? Was ist mit den weniger positiven Dingen? Die verschwinden gefühlt gerne erst mal im dunkleren. Auch das sorgt dafür, das wir alle auch weiterhin schön „allein“ durch das Leben schreiten werden.

     

    Zum Schluss möchte ich nochmal kurz das  Thema Enttäuschungen und Ängste aufgreifen. Wie ich eingangs schon schrieb, möchte niemand von uns eine weitere Enttäuschung erleben, schon gar nicht, wenn einem der Gegenüber außerordentlich sympathisch ist. Aber das müssen wir alle bereit sein, in Kauf zu nehmen. Besonders wenn man merkt, das eine nicht unerhebliche gegenseitige Sympathie und Anziehungskraft vorhanden ist. Dann gilt nur eines, diesen Moment und den anderen Menschen genieße, denn diese Momente sind so schnell vergänglich und kostbar. Und wenn man merkt, das man innerlich positiv aufgewühlt, das Herz am Pochen ist, dann umso mehr.

     

    Als letzten Satz möchte ich nur noch folgendes loswerden:

    Wer immer nur auf ausgetrampelten Pfaden sich bewegen wird, wird auch niemals eine Veränderung erfahren. Ab und zu muss man einfach neue „Wege“ einschlagen.

    Und vielleicht das wichtigste:

    Wenn es sich gut anfühlt einfach mal machen….könnte ja was gutes dabei heraus kommen.

  • 18.02.26, 09:37

    Welch ein Post…..für mein Empfinden triffst Du den berühmt berüchtigten Nagel auf den Kopf.

    Da steckt so viel Wahrheit drin 🙏🏻

    CarenMaria:

    Hallo Thomas

    ein sehr schönes Diskussionthema.

     

    Es gibt so viele Dinge und Verhaltensweisen, die ich als selbstverständlich ansehe.

    Es beginnt doch schon damit, dass man einer Bedienung beim Bäcker zunächst einen „Guten Morgen“ wünscht und im Anschluss „Bitte das oder jenes„ bestellt.

    Wie oft höre ich „Drei Brötchen….“

    ohne eine freundliche Floske geschweige denn ein „Danke und einen schönen Tag noch“

     

    Türen für andere aufhalten?

    Auf einer Straße jemandem das Einfädeln mit dem Auto „gestatten“?

     

    Dann die Königsdisziplin:

    Dating🤭

    Was erwarten wir als gebildete harmonieliebende Erwachsene beim Dating….

    Freundlichkeit und Ehrlichkeit!

    Wenn es nicht passt zwischen zwei Menschen, dann ist das vollkommen okay und richtig es zu sagen.

    Selbstverständlich respektvoll und freundlich❗️

    Ungewissheit oder ghosten ist anscheinend die neue Art der KI gesteuerten Generation??

    Einige sehr nette Menschen, die ich über dieses Portal kennengelernt habe oder aus meinem Freundeskreis berichten mir immer wieder davon.

    Warum ist das so?

    Man(n) oder Frau vergibt sich doch nichts, zumindest eine kurze Antwort oder Rückmeldung zu senden.

    Aber wenn ich mit Freunden in einem Restaurant sitze und sehe, dass Paare oder Familien am Tisch sitzen und auf ihren Handys scrollen anstatt sich zu unterhalten, dann wundert mich gar nichts mehr!

    Wo sind all die klugen, freundlichen, empathischen, zuhörenden Menschen geblieben?

    Sollten diese Menschen tatsächlich der Spaghettifizierung in der Nähe des Ereignishorizontes zum Opfer gefallen sein?

    Das wäre tragisch, vor allem für die unter uns, die tatsächlich noch an Empathie, Vertrauen und tatsächlich Liebe glauben…

    Möge die Macht mit uns sein! 🧘‍♀️❤️🙏

     

     

  • 18.02.26, 08:43

    Hallo pan 

    Ich glaube das hat nix mit Angst zu tun Es hat was mit der schnelllebigkeit des Zeitalters zu tun 

    .im Internet ist man frei und kann sich ohne Scham benehmen wie man möchte 

    Auf Kosten der Gefühle anderer .

    Leider 

     

  • 18.02.26, 08:28

     

    Angela:

    ich find immer gut, wenn Klarheit besteht. Klarheit ist freundlich. Und klar, gibt es unterschiedliche Wahrnehmungen, Erfahrungen und Bewertungen. Deswegen freue ich mich immer über ein offenes Wort und ehrlichen Austausch. Frühe Erfahrungen und Kränkungen erschweren das leider. 

    Hallo Angela,

    ich stimme Dir zu. Doch der Weg zum Ergebnis. Austausch ist steinig. 

    Nimmst Du zum Beispiel das Forum, hast Du nur die Schrift des anderen. Vielleicht kannst Du ersehen, ob Deine Nachricht gelesen wurde und vielleicht kannst Du auf das Profil.

    Und noch immer besteht Unsicherheit, weil Du nicht mehr von Deinem Kontakt wahrnimmst. Mir kommt es oft vor, als hätten die Menschen Angst voreinander. Und die Angst scheint den Wunsch nach mehr zu überwiegen.

     

    Kann es sein, das Unsicherheit und Angst (wo vor auch immer) Kommunikation verhindert?

  • 18.02.26, 08:14

    Es ist selbstverständlich, dass man(n) nicht nur nimmt, sondern auch gibt.

    Es ist selbstredend dass man als erwachsener Mensch seine Handlungen reflektieren kann.

    Und es ist selbstverständlich, dass man ehrlich zu sich und zu anderen ist, damit man sich auf Augenhöhe begegnen kann und zum Schluss sollte man niemanden als selbstverständlich nimmt, denn jeder Mensch verdient gesehen zu werden. Ich lebe danach, wer das nicht tun, fällt automatisch aus meinem Bekanntenkreis raus. 💁‍♀️

Interesse geweckt? Jetzt kostenlos registrieren!

Du bist nur einen Klick entfernt. Die Registrierung dauert nur 1 Minute.