Um mitzumachen, melde dich bitte an.
  • Für dich selbstverständlich — für andere nicht?

    Diskussion · 47 Beiträge · 27 Gefällt mir · 1.485 Aufrufe

    Stell dir vor, zwei Menschen sitzen sich beim ersten Date gegenüber.

    Für die eine Person ist es selbstverständlich, dass man sich am nächsten Tag meldet. Für die andere bedeutet ein schönes Treffen einfach nur: War nett — wir sehen uns, wenn es sich ergibt.
     

    Oder ein anderes Bild:

    Zwei Menschen stehen nebeneinander an einer Tür. Für den einen ist es selbstverständlich, sie aufzuhalten. Für den anderen selbstverständlich, dass jeder selbst durchgeht. Keiner meint es böse — und doch entsteht ein irritierender Moment.

     

    Gerade beim Dating und in Beziehungen prallen solche unausgesprochenen Erwartungen besonders häufig aufeinander. Was für den einen Ausdruck von Interesse, Respekt oder Nähe ist, wirkt für den anderen vielleicht übergriffig, unnötig oder sogar distanziert.

     

    👉 Muss man „Selbstverständlichkeiten“ aussprechen?

     

    👉 Woher kommen unsere Erwartungen — Erziehung, Erfahrungen, frühere Beziehungen?

     

    👉 Wann führen unterschiedliche Vorstellungen zu Enttäuschung oder Konflikten?

     

    👉 Gibt es Dinge, die wirklich selbstverständlich sein sollten?

     

    Mich interessiert eure Sicht — gern mit Beispielen aus eigener Erfahrung (ohne private Details preiszugeben).

     

    Bitte respektvoll bleiben: Unterschiedliche Perspektiven sind ausdrücklich erwünscht.


    Thomas Kissing 

     

    Ein Like oder Kommentar zeigt mir, ob euch solche Themen interessieren. Ich starte hier regelmäßig neue Diskussionen – wer mag, kann mir gern folgen.

    16.02.26, 11:36

Beiträge

  • 18.02.26, 07:33

     

    Alberto:

    Nic:

    Das Hauptthema sind Erwartungen…. Erwarten kann man nur, wenn man selbst nicht weiß, was man möchte oder unabhängig von einer anderen Person nicht glücklich sein kann.

     

    Nein, Erwartung bedeutet nicht zugleich Unklarheit oder Abhängigkeit zum glücklich sein. Man kann klar sowie zum Teil (wir sind bindungsbedürftige (Grundbedürfnis) Wesen und leben als Gesellschaft miteinander) unabhängig sein und Erwartungen haben. Legitime, bindungsfördernde Erwartungen sind zum Beispiel Verlässlichkeit, Respekt, Ehrlichkeit. 

     

    Beispiel 

    Person A ist mit B befreundet, möchte sich mit ihr treffen und schreibt sie freundlich an. 

    Person B erwartet mindestens unbewusst eine höfliche Formulierung. 

    Person A erwartet eine Antwort. Erwartet, dass diese ehrliche und respektvoll formuliert ist. 

    Beide erwarten ein miteinander Absprechen, wann dies zeitlich für beide passt. 

    Beide erwarten ein zuverlässiges Erscheinen. 

    Beim Treffen erwarten beide eine (freundliche) Begrüßung. 

    Beide erwarten, dass ihr Gegenüber das Gespräch mitgestaltet. 

    Beide erwarten Blickkontakt. 

    Beide erwarten Ehrlichkeit. 

    Und so weiter... 

     

    Dabei können beide wissen was sie wollen und "unabhängig" sein. 

    Sehe ich komplett anders, zum einen ist wahre Liebe bedingungslos.

    Zum anderen sind Erwartungen die innere Vorstellung davon, was wahrscheinlich passieren wird oder passieren sollte, 

    dadurch sind Enttäuschungen vorprogrammiert 

  • 18.02.26, 06:37

    Ich bin persönlich der Auffassung, dass man immer klar sein sollte. 

    Verbindlichkeit ist mir sehr wichtig. Und ich möchte, dass mein Gegenüber versteht, dass wir beide Zeit investieren und mit diesem Invest respektvoll umgeht. Wenn die Person verhindert ist, soll sie bitte absagen. Fertig!

    Selbst wenn ein Date nicht so gelaufen ist, wie man es gerne gehabt hätte, gehört für mich ein klarer Cut dazu, wenn es nicht passen sollte. Dementsprechend kann Mann oder Frau sich nach einem Date melden. Dieses Auslaufen lassen, warmhalten, ghosten etc. ist kindisch und wäre dann erst recht ein Ausmusterungkriterium. Manchmal sogar ein diagnostischer Hinweis....

    Wenn ich mir überlege, dass es bereits für Menschen hier auf der Plattform unmöglich ist, sich einfach abzumelden, möchte ich nicht wissen, wie es im Dating läuft. Sehr schade. Und das betrifft alle Altersklassen. Reife und Respekt sind eben nicht immer eine Frage des Alters.

     

  • 17.02.26, 21:08

    Hallo Thomas. 

    Das ist schwierig, weil vieles da reinspielen kann, denke ich: 

    Eine unterschiedliche Sichtweise, verschiedene Erfahrungen, Hörensagen, nicht ausgesprochene oder erfüllte Erwartungen, Schema F, Gefühle, eine scheiß Nacht, Missverständnisse... . All dies bestimmt das Menschsein - bzw., wenn etwas schiefgeht.

    Manchmal ist man sich seiner Gründe noch nicht einmal bewusst - und dann wird es erst recht schwierig, weil es nicht erklärt werden kann.

     

    Man darf immer fragen, was denn los gewesen ist - doch der andere hat immer das Recht, nichts zu sagen.

     

    Umso schöner ist es, wenn alles passt.Und sei es nur für eine Weile😊

     

    MEINE Gedanken dazu☝

    😌

     

     

     

  • 17.02.26, 20:35

    ich find immer gut, wenn Klarheit besteht. Klarheit ist freundlich. Und klar, gibt es unterschiedliche Wahrnehmungen, Erfahrungen und Bewertungen. Deswegen freue ich mich immer über ein offenes Wort und ehrlichen Austausch. Frühe Erfahrungen und Kränkungen erschweren das leider. 

  • 17.02.26, 18:04

     

    Melanie:

    Für mich liegt der Schlüssel weniger im Außen – also darin, wer die Tür aufhält oder wann sich jemand meldet – sondern viel mehr im Inneren.
    In dem Moment, in dem ich meine Erwartungen loslasse, entsteht Freiheit. Dann wird das Verhalten des anderen nicht mehr zum Maßstab meines eigenen Wohlbefindens. Die Tür darf aufgehalten werden – oder auch nicht. Beides verliert seine Bedeutung, sobald ich nicht mehr daran festhalte, wie es „sein sollte“.
    Oft schauen wir sehr nach außen:
    Was macht der andere?
    Was bedeutet das?
    Was sagt das über mich aus?
    Und genau dort beginnt meist das innere Unruhigwerden.
    Wenn ich stattdessen bei mir bleibe, spüre ich: Was löst diese Situation in mir aus? Berührt sie alte Muster, frühere Verletzungen, unausgesprochene Wünsche? Dann wird jede Begegnung zu einer Einladung, mich selbst besser kennenzulernen.
    Für mich bedeutet Beziehung – ob im Dating oder im Alltag – vor allem: Bewusstheit. Präsenz. Echtes Wahrnehmen.
    Nicht Bewertung, nicht Interpretation, nicht Erwartung.
    Je weniger wir voraussetzen, desto freier können wir einander begegnen. Dann wird aus einem Türmoment kein stiller Konflikt, sondern einfach ein Augenblick – so wie er ist.
    Und vielleicht liegt darin etwas sehr Heilsames:
    Nicht ständig zu prüfen, ob der andere richtig handelt, sondern offen zu bleiben für das, was sich zeigen möchte.
    Denn echte Nähe entsteht nicht aus „Selbstverständlichkeiten“, sondern aus innerer Weite, Offenheit und liebevoller Präsenz.


    Ich finde den Text zwar  schön von der KI formuliert , aber inhaltlich wirkt er auf mich wie eine Floskel ! Sehr allgemein  und nichts Konkretes , ein Kalendersprücherl halt …🙋‍♂️


     

  • 17.02.26, 13:50

    Nic:

    Das Hauptthema sind Erwartungen…. Erwarten kann man nur, wenn man selbst nicht weiß, was man möchte oder unabhängig von einer anderen Person nicht glücklich sein kann.

     

    Nein, Erwartung bedeutet nicht zugleich Unklarheit oder Abhängigkeit zum glücklich sein. Man kann klar sowie zum Teil (wir sind bindungsbedürftige (Grundbedürfnis) Wesen und leben als Gesellschaft miteinander) unabhängig sein und Erwartungen haben. Legitime, bindungsfördernde Erwartungen sind zum Beispiel Verlässlichkeit, Respekt, Ehrlichkeit. 

     

    Beispiel 

    Person A ist mit B befreundet, möchte sich mit ihr treffen und schreibt sie freundlich an. 

    Person B erwartet mindestens unbewusst eine höfliche Formulierung. 

    Person A erwartet eine Antwort. Erwartet, dass diese ehrliche und respektvoll formuliert ist. 

    Beide erwarten ein miteinander Absprechen, wann dies zeitlich für beide passt. 

    Beide erwarten ein zuverlässiges Erscheinen. 

    Beim Treffen erwarten beide eine (freundliche) Begrüßung. 

    Beide erwarten, dass ihr Gegenüber das Gespräch mitgestaltet. 

    Beide erwarten Blickkontakt. 

    Beide erwarten Ehrlichkeit. 

    Und so weiter... 

     

    Dabei können beide wissen was sie wollen und "unabhängig" sein. 

  • 17.02.26, 06:24

    Das Hauptthema sind Erwartungen…. Erwarten kann man nur, wenn man selbst nicht weiß, was man möchte oder unabhängig von einer anderen Person nicht glücklich sein kann.

    Weiss man aber, wie ein Leben unabhängig von anderen Menschen glücklich und zufrieden gestaltet werden kann, ist dies der Schlüssel zur Freiheit. Gerade bei dem Thema dating, welche Charaktereigenschaften sind wichtig? Wer selektiert ganz klar, stimmen Interesse und Hobbies überein oder ergänzen sich? Klingt vielleicht zu strategisch? Mag sein, es spart aber Zeit und ist zielführend 😉

  • 17.02.26, 06:05

    Für mich liegt der Schlüssel weniger im Außen – also darin, wer die Tür aufhält oder wann sich jemand meldet – sondern viel mehr im Inneren.
    In dem Moment, in dem ich meine Erwartungen loslasse, entsteht Freiheit. Dann wird das Verhalten des anderen nicht mehr zum Maßstab meines eigenen Wohlbefindens. Die Tür darf aufgehalten werden – oder auch nicht. Beides verliert seine Bedeutung, sobald ich nicht mehr daran festhalte, wie es „sein sollte“.
    Oft schauen wir sehr nach außen:
    Was macht der andere?
    Was bedeutet das?
    Was sagt das über mich aus?
    Und genau dort beginnt meist das innere Unruhigwerden.
    Wenn ich stattdessen bei mir bleibe, spüre ich: Was löst diese Situation in mir aus? Berührt sie alte Muster, frühere Verletzungen, unausgesprochene Wünsche? Dann wird jede Begegnung zu einer Einladung, mich selbst besser kennenzulernen.
    Für mich bedeutet Beziehung – ob im Dating oder im Alltag – vor allem: Bewusstheit. Präsenz. Echtes Wahrnehmen.
    Nicht Bewertung, nicht Interpretation, nicht Erwartung.
    Je weniger wir voraussetzen, desto freier können wir einander begegnen. Dann wird aus einem Türmoment kein stiller Konflikt, sondern einfach ein Augenblick – so wie er ist.
    Und vielleicht liegt darin etwas sehr Heilsames:
    Nicht ständig zu prüfen, ob der andere richtig handelt, sondern offen zu bleiben für das, was sich zeigen möchte.
    Denn echte Nähe entsteht nicht aus „Selbstverständlichkeiten“, sondern aus innerer Weite, Offenheit und liebevoller Präsenz.

  • 16.02.26, 23:09

     

    Nanda:

    Du Thomas schreibst weiter unten, Du seist Dir bewusst, wie unterschiedlich alle Menschen ticken. Es gebe kaum Selbstverständlichkeiten.

     

    Ich selber stelle je länger je mehr das Gegenteil fest: Es reagieren oft alle gleich. Das geht manchmal so weit, dass ich zum Teil ziemlich treffsicher erahnen kann, wie Menschen reagieren werden auf meine Worte oder in gewissen Situationen. Das kann auch von Nutzen sein, wenn es zum Beispiel darum geht, Wind aus den Segeln zu nehmen, bevor eine Situation zu "brenzlig" wird.

     

    Klar, diese Fähigkeit brauche ich für meinen Job.  Aber manchmal gibt es auch so stille, tiefe einsame Momente, da gestehe ich mir ein, dass ich es sooo leid bin, dieses Maske tragen zu erleben von sooo vielen Personen.  Dass- als kleines Beispiel- keine Kritik ertragen wird,  und sei sie noch so berechtigt. All die stillen Kämpfe um "wer hat recht" statt um echte Problemlösungen. Kurz: Ich bin es leid geworden zu erleben, wie krank unsere Gesellschaft geworden ist, und wie vor allem auch das Natel / Internet das natürliche Leben zerstört.

     

    Es taucht dann oft bei mir das tiefe Sehnen nach einer Zeit auf, wo es mal anders war. Ich weiss nicht woher, es muss wohl aus früheren Leben sein, aber definitiv bin ich überzeugt, dass es auch anders funktionieren würde. Dass Menschen schöner und leichter miteinander umgehen könnten. Nicht so kompliziert und mit diversen Problemen vollgepackt. Natürlich spielen auch äussere Einflüsse der Gesellschaft mit: Wirtschaft, Bildungssystem, Politik, Natur und ja auch Geisteswissenschaften und Religionen.

     

    Weniger wäre mehr- so denke ich. Ich bin gar nicht begeistert von der Entwicklung der Zivilisation.

     

    Das betrifft auch Deine Ausgangsfrage für diesen Austausch hier.

     

    Stell Dir vor, die zwei Personen geniessen die Zeit so, wie sie kommt, haben keine Erwartungen. Wenn jeder das tut, was er fühlt und möchte, gibt es kein richtig oder falsch. Nur ein "ich mache mit oder nicht". Es ist doch wirklich egal, wie man zur Türe raus geht? Mal so, mal so... muss ja nicht immer gleich sein? Warum ist es so wichtig, wann sich eine Person meldet? Ich kann mich ja melden, dann wenn ich das Bedürfnis habe, und zwar ohne zu überlegen, wie es bei der Person ankommt. Das wäre eh echter statt das Melden dem Anderen zuzuschieben. Und wenn es dem Anderen nicht passt, so darf er das kommunizieren. Und dann bin ich nicht beleidigt, da ich weiss, dass es nicht nur meinen Massstab gibt. Es geht nicht an mich als Person, sondern das Gegenüber hat zurzeit einfach ein anderes Bedürfnis.

     

     

    mit dem ersten Teil deines Beitrages bin ich einverstanden , aber dem zweiten Teil kann ich nicht mehr zustimmen ! Den in zwischenmenschlichen Beziehungen, zum Beispiel unter Freunden, hat jeder Mensch irgendwelche Erwartungen. Wenn ich mich nur melde, wenn es mir gerade passt, kann es leicht passieren, dass es dem anderen gerade ungelegen ist  und umgekehrt. Dann entsteht schnell eine Asynchronität und potenzieller Frust. Eine solche radikale Impuls-Orientierung funktioniert nur  bei Kontakten, die einem nicht so wichtig und egal sind , auf die man auch jederzeit verzichten kann ! 

    Bei echten Freundschaften finde ich es daher wichtig, gelegentlich aktiv nach dem Befinden des anderen zu fragen und ein Gefühl für die Bedürfnisse des anderen zu haben. So bleibt die Beziehung lebendig und beständig..🙋‍♂️



     

  • 16.02.26, 22:36

    Du Thomas schreibst weiter unten, Du seist Dir bewusst, wie unterschiedlich alle Menschen ticken. Es gebe kaum Selbstverständlichkeiten.

     

    Ich selber stelle je länger je mehr das Gegenteil fest: Es reagieren oft alle gleich. Das geht manchmal so weit, dass ich zum Teil ziemlich treffsicher erahnen kann, wie Menschen reagieren werden auf meine Worte oder in gewissen Situationen. Das kann auch von Nutzen sein, wenn es zum Beispiel darum geht, Wind aus den Segeln zu nehmen, bevor eine Situation zu "brenzlig" wird.

     

    Klar, diese Fähigkeit brauche ich für meinen Job.  Aber manchmal gibt es auch so stille, tiefe einsame Momente, da gestehe ich mir ein, dass ich es sooo leid bin, dieses Maske tragen zu erleben von sooo vielen Personen.  Dass- als kleines Beispiel- keine Kritik ertragen wird,  und sei sie noch so berechtigt. All die stillen Kämpfe um "wer hat recht" statt um echte Problemlösungen. Kurz: Ich bin es leid geworden zu erleben, wie krank unsere Gesellschaft geworden ist, und wie vor allem auch das Natel / Internet das natürliche Leben zerstört.

     

    Es taucht dann oft bei mir das tiefe Sehnen nach einer Zeit auf, wo es mal anders war. Ich weiss nicht woher, es muss wohl aus früheren Leben sein, aber definitiv bin ich überzeugt, dass es auch anders funktionieren würde. Dass Menschen schöner und leichter miteinander umgehen könnten. Nicht so kompliziert und mit diversen Problemen vollgepackt. Natürlich spielen auch äussere Einflüsse der Gesellschaft mit: Wirtschaft, Bildungssystem, Politik, Natur und ja auch Geisteswissenschaften und Religionen.

     

    Weniger wäre mehr- so denke ich. Ich bin gar nicht begeistert von der Entwicklung der Zivilisation.

     

    Das betrifft auch Deine Ausgangsfrage für diesen Austausch hier.

     

    Stell Dir vor, die zwei Personen geniessen die Zeit so, wie sie kommt, haben keine Erwartungen. Wenn jeder das tut, was er fühlt und möchte, gibt es kein richtig oder falsch. Nur ein "ich mache mit oder nicht". Es ist doch wirklich egal, wie man zur Türe raus geht? Mal so, mal so... muss ja nicht immer gleich sein? Warum ist es so wichtig, wann sich eine Person meldet? Ich kann mich ja melden, dann wenn ich das Bedürfnis habe, und zwar ohne zu überlegen, wie es bei der Person ankommt. Das wäre eh echter statt das Melden dem Anderen zuzuschieben. Und wenn es dem Anderen nicht passt, so darf er das kommunizieren. Und dann bin ich nicht beleidigt, da ich weiss, dass es nicht nur meinen Massstab gibt. Es geht nicht an mich als Person, sondern das Gegenüber hat zurzeit einfach ein anderes Bedürfnis.

     

  • 16.02.26, 21:31

     

    Thomas Kissing:

    " viele Wünsche, Erwartungen und Bedürfnisse werden gar nicht ausgesprochen. Jeder geht davon aus, dass der andere es schon versteht. Und genau daraus entstehen dann Missverständnisse — besonders beim Dating und in Beziehungen.

     

    1a) Die Frage ist auch, spricht man dies od jenes aus einer gewissen Resignation nicht an a la "bringt eh nichts" (b) was auch sein kann).

    2) ist es einem selbst nicht bewusst.

    3a) glaubt man nicht den Anspruch darauf zu haben. b) od zu viel zu forden/zu erwarten.

    Da gäbe es noch einiges zu nennen.

     

    👉 Sprecht ihr solche Dinge offen an — oder erwartet ihr, dass der andere es von selbst merkt?

    Von selbst merken bleibt ergebnislos. Der Ton macht jedenfalls die Musik.

  • 16.02.26, 20:43

     

    Thomas Kissing:

    Mir ist aufgefallen: Was für mich selbstverständlich ist, ist es für andere oft nicht.

     

    Ich halte die Tür auf, lasse Menschen ausreden und helfe, wenn ich kann — so bin ich erzogen worden und so fühlt es sich für mich richtig an. Für andere ist das aber nicht unbedingt normal oder wichtig.

     

    Das Problem ist für mich: Viele Wünsche, Erwartungen und Bedürfnisse werden gar nicht ausgesprochen. Jeder geht davon aus, dass der andere es schon versteht. Und genau daraus entstehen dann Missverständnisse — besonders beim Dating und in Beziehungen.

     

    👉 Sprecht ihr solche Dinge offen an — oder erwartet ihr, dass der andere es von selbst merkt?


    Thomas Kissing 

    Kenne ich zu gut 👍🏻

  • 16.02.26, 20:36

     

    Ines:

     

    Thomas Kissing:

     

    Das Problem ist für mich: Viele Wünsche, Erwartungen und Bedürfnisse werden gar nicht ausgesprochen. Jeder geht davon aus, dass der andere es schon versteht. Und genau daraus entstehen dann Missverständnisse — besonders beim Dating und in Beziehungen.

     "Sei selbst die Veränderung die du in der Welt sehen möchtest." 

    "Was andere Menschen machen kannst du nicht kontrollieren, nur wie du darauf reagierst."

    Wow Ines, was hab ich dir getan?

  • 16.02.26, 20:17

    Ich denke, sowas wie Selbstverständlichkeit gibt es nicht. Jeder lebt in seiner Wahrheit. Jeder hat seine Erlebnisse und Erfahrungen gemacht. Und wie in allen Bereichen ist die Kommunikation das wichtigste Bindeglied. Ob in einer Partnerschaft oder Freundschaft oder in anderen Beziehungen, die wir so pflegen. 
    Wichtig ist, dass man versucht seinen eigenen Horizont zu erweitern. Also versuchen sein  Gegenüber zu verstehen und dem Gegenüber richtig zuzuhören / richtig hinzuhören. 
    Man wird immer auf jemanden Treffen, dessen Realität so weit weg von der eigenen ist, dass es dann halt einfach nicht passt. Aber das heißt nicht, dass der andere nicht im recht ist. Denn für den anderen kann es durchaus wahr sein, wie er was erlebt oder wie er was empfindet. Ich denke wir sollten nichts für Selbstverständlich hinnehmen. Und erst recht nicht dem anderen seine Wahrheit absprechen, nur weil man selbst eine andere Wahrnehmung hat. 
    Denn wer sagt, dass die eigene Wahrheit die richtige für andere ist. 

    Kennen wir bestimmt alle. Wenn man offen für andere Sichtweisen ist, ändert man seine eigene ja vielleicht auch mal ab und an. Kommt manchmal vielleicht auch nur auf die eigene Lebensphase an. 😉

  • Mir wird immer wieder bewusst, wie unterschiedlich wir alle ticken. Im Grunde ist fast nichts wirklich selbstverständlich.

     

    Egal aus welchem Elternhaus wir kommen — es ist kein Garant dafür, dass wir diese Werte später genauso leben. Erfahrungen und Erwartungen prägen uns weiter, im Guten wie im Schwierigen. Deshalb sind unsere Sichtweisen so individuell wie wir selbst.

     

    Besonders deutlich wird das, wenn man in einem anderen Land ist. Dort gelten oft ganz andere „Normalitäten“. Erst dann merkt man, wie sehr wir von unserer eigenen Umgebung geprägt sind.

     

    Vielleicht gibt es also weniger Selbstverständlichkeiten — und mehr unterschiedliche Perspektiven.

     

    Und ich bin ehrlich gesagt beeindruckt, wie viel Mühe ihr euch mit euren Beiträgen gebt. Viele lesen hier still mit — und ich bin sicher, dass diese Gedanken auch anderen helfen können.

  • Ich denke bei den eigenen Selbstverständlichkeiten ist es schon so, dass man sie einfach vorlebt,
    wenn ich merke, dass das Gegenüber dies nicht als selbstverständlich ansieht, spreche ich dies 
    an, ohne davon auszugehen, dessen Haltung zu ändern, sondern nur um ihre Position zu ver-
    stehen und mich darauf einstellen zu können, 

    meine Erwartungen stammen durchaus sowohl als auch von Erziehung, Erfahrungen, früheren Beziehungen, weil man genau dadurch lernt, was man will und was eben nicht, 

    unterschiedliche Vorstellungen führen aus meiner Sicht dann zu Enttäuschung oder Konflikten
    wenn sie nicht miteinander vereinbar sind, wohl dem, der es dann sachlich und einfühlsam an-
    sprechen kann und gemeinsam Lösungen findet, 

    für mich sind meine Werte selbstverständlich, aber allgemein sollte jede*r das Grundgesetz und 
    die guten Normen des Zusammenlebens als selbstverständlich ansehen...

  • 16.02.26, 17:55

     

    Thomas Kissing:

     

    Das Problem ist für mich: Viele Wünsche, Erwartungen und Bedürfnisse werden gar nicht ausgesprochen. Jeder geht davon aus, dass der andere es schon versteht. Und genau daraus entstehen dann Missverständnisse — besonders beim Dating und in Beziehungen.

     "Sei selbst die Veränderung die du in der Welt sehen möchtest." 

    "Was andere Menschen machen kannst du nicht kontrollieren, nur wie du darauf reagierst."

  • 16.02.26, 17:49 - Zuletzt bearbeitet 16.02.26, 18:19.

    Ich finde man sollte soetwas

    Aussprechen,da hat was von Ehrlichkeit, Loyalität und vor allem  Anstand zu tun !

  • 16.02.26, 17:44

    Thomas Kissing:

    Das Problem ist für mich: Viele Wünsche, Erwartungen und Bedürfnisse werden gar nicht ausgesprochen.

    Das Problem besteht großflächig, Thomas. 

    Und um sie auszusprechen braucht es erstmal die eigene tatsächliche Kenntnis darüber. Da mangelt es den meisten Menschen an Verbindung zu sich selbst, wodurch wir die üble gesellschaftliche Situation haben wie sie ist. Der Schritt nach der Kenntnis, sie mitzuteilen, kann dann auch eine Hürde sein, der idealerweise einen Menschen braucht, der damit umgehen kann. 
     

     Jeder geht davon aus, dass der andere es schon versteht. Und genau daraus entstehen dann Missverständnisse — besonders beim Dating und in Beziehungen.

    Und eher angesetzt steht die Frage, ob man sich selbst überhaupt versteht. Wenig Verbindung tendiert dann zu wenig Verständnis.

     

    👉 Sprecht ihr solche Dinge offen an — oder erwartet ihr, dass der andere es von selbst merkt?

    Im ersteren übe ich mich. Letzteres hoffe ich auch mal. 

     

    Prima Themenwahl 👍

  • 16.02.26, 17:26
    ✗ Dieser Inhalt wurde von Doris wieder gelöscht.

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