Warum ist es heute so schwierig eine neue Freundschaft zu finden bzw. aufzubauen?
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Jürg:
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Michael:
Jürg:
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Weil die Menschen zunehmend mit ihren Handys beschäftigt sind statt miteinander zu reden.
Freundschaften zu finden ist heute oft gar nicht so einfach, oder?
Man lebt schnell, ist viel beschäftigt und trifft viele Menschen, aber echte Verbindungen entstehen trotzdem nicht automatisch. Oft bleibt es bei kurzen Gesprächen oder oberflächlichen Kontakten.
Ich finde, echte Freundschaft braucht Zeit, Vertrauen und gemeinsame Erlebnisse. Man muss sich kennenlernen dürfen, ohne Druck und ohne Erwartungen – einfach Schritt für Schritt.
Vielleicht wäre es schön, wenn wir uns mehr Zeit füreinander nehmen, öfter miteinander reden und auch mal etwas gemeinsam unternehmen. So können sich echte Freundschaften langsam entwickeln 😊
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Michael:
Ich glaube viele haben Angst wegen der gesamten Lage in der Welt was falsches zu sagen. Früher war es einfacher jemand kennen zu lernen. Wenn man heute als Mann eine Frau anspricht bzw. anschreibt muss ja auf das es nicht gleich in eine falsche Ecke geht 😔
Das ist aber auf das dominante männliche Selbstbild zurückzuführen.
Je mehr Männer diesem überholten - vor allem einem der Gewalt zugeneigten Selbstverständnis und der binären Menschheits-Ideologie "Tschüss!" sagen - umso eher kommen wir zu befriedeten, demokratischen und gerechten Gesellschaftsverhältnissen.
Der Feminismus ist dahingehend auch eine Kraft, der die Interessen aller Geschlechter vertritt. Also auch die von zivilisierten Menschen respektive Männern.
Militarismus ist eine männliche Domäne, die wir nicht brauchen oder - besser gesagt - uns erspart bleiben sollte.
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Ich glaube viele haben Angst wegen der gesamten Lage in der Welt was falsches zu sagen. Früher war es einfacher jemand kennen zu lernen. Wenn man heute als Mann eine Frau anspricht bzw. anschreibt muss ja auf das es nicht gleich in eine falsche Ecke geht 😔
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Lia:
Paul:
Ich möchte nicht debattieren, sondern einen konstruktiven Austausch erzielen. Dazu gehört eine dementsprechende Kommu nikation unter Anwendung und dem Verständnis von Begriffen innerhalb der zur Verfügung stehenden Lexikalik.
Mir geht es nicht darum unter Zwang einen Fehler zu finden. Genauso gerne gestehe ich einen Fehler meinerseits ebenso ein.
Das Wort "Investition" gibt es mindestens seit ~200 Jahren, also jenen Zeitraum, in dem wir der Dominanz einer Ökonomie von Tauschgeschäften mehr oder weniger, gegenwärtig außerordentlich, unterworfen sind.
Und "Nein!". Zwischenmenschliche Beziehungen und " "Investitionen" - das geht nicht! Weil es widersprüchlich ist!
Umso mehr, wenn man über Martin Buber - und seinen Freundeskreis - nachgelesen hat.
Man spricht nicht ernsthaft miteinander, ohne dass sich dabei in beiden etwas ändert. (Erich Fromm - 1974b, GA XI, S. 618 )
Inzwischen kennt man das Wort auch als nicht-ökonomischen Begriff.
Und was du inhaltlich meinst, was bei Buber anders sein soll, außer dass er den Begriff "Investition" nicht verwendet, erschließt sich mir nicht.
Ist mir bekannt, dass man mit Iteration jeden Begriff - nach und nach - so weit verschieben und biegen kann, dass er am Ende etwas ganz anderes vermittelt, als ihm ursprünglich zugedacht war.
#liberale Demokratie 😛
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Paul:
Lia:
"Martin Bubers Konzept der „Ich-Du-Beziehung“ (erstmals 1923 in Ich und Du publiziert) ist der Kern seiner Dialogphilosophie.
Die Ich-Du-Beziehung (Begegnung):
Hier tritt der Mensch einem anderen Wesen mit seinem gesamten Sein, Aufmerksamkeit und Respekt gegenüber. Es ist keine Zweckbeziehung, sondern eine Erfahrung der Gegenseitigkeit, Unmittelbarkeit und Gegenwart. Das Gegenüber wird als vollwertiges Subjekt anerkannt, nicht als Objekt, das man manipulieren oder nutzen will. Aus dieser dialogischen Verbindung heraus entsteht echte Menschlichkeit."Also meiner Meinung nach sind Martin Bubers und Claudia einer Meinung, sie nutzt halt das Wort Investition dafür, wie viele heutzutage. Dass Sprache im Wandel ist und sich heutzutage nicht mehr alle ausdrücken wie Philosophen in 1923, sollte aber auch bekannt sein, oder? 😜
Ich möchte nicht debattieren, sondern einen konstruktiven Austausch erzielen. Dazu gehört eine dementsprechende Kommu nikation unter Anwendung und dem Verständnis von Begriffen innerhalb der zur Verfügung stehenden Lexikalik.
Mir geht es nicht darum unter Zwang einen Fehler zu finden. Genauso gerne gestehe ich einen Fehler meinerseits ebenso ein.
Das Wort "Investition" gibt es mindestens seit ~200 Jahren, also jenen Zeitraum, in dem wir der Dominanz einer Ökonomie von Tauschgeschäften mehr oder weniger, gegenwärtig außerordentlich, unterworfen sind.
Und "Nein!". Zwischenmenschliche Beziehungen und " "Investitionen" - das geht nicht! Weil es widersprüchlich ist!
Umso mehr, wenn man über Martin Buber - und seinen Freundeskreis - nachgelesen hat.
Man spricht nicht ernsthaft miteinander, ohne dass sich dabei in beiden etwas ändert. (Erich Fromm - 1974b, GA XI, S. 618 )
Ist das nur Unflexibilität aus Schutzbedarf oder schon Altersstarrsinn?
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Paul:
Lia:
"Martin Bubers Konzept der „Ich-Du-Beziehung“ (erstmals 1923 in Ich und Du publiziert) ist der Kern seiner Dialogphilosophie.
Die Ich-Du-Beziehung (Begegnung):
Hier tritt der Mensch einem anderen Wesen mit seinem gesamten Sein, Aufmerksamkeit und Respekt gegenüber. Es ist keine Zweckbeziehung, sondern eine Erfahrung der Gegenseitigkeit, Unmittelbarkeit und Gegenwart. Das Gegenüber wird als vollwertiges Subjekt anerkannt, nicht als Objekt, das man manipulieren oder nutzen will. Aus dieser dialogischen Verbindung heraus entsteht echte Menschlichkeit."Also meiner Meinung nach sind Martin Bubers und Claudia einer Meinung, sie nutzt halt das Wort Investition dafür, wie viele heutzutage. Dass Sprache im Wandel ist und sich heutzutage nicht mehr alle ausdrücken wie Philosophen in 1923, sollte aber auch bekannt sein, oder? 😜
Ich möchte nicht debattieren, sondern einen konstruktiven Austausch erzielen. Dazu gehört eine dementsprechende Kommu nikation unter Anwendung und dem Verständnis von Begriffen innerhalb der zur Verfügung stehenden Lexikalik.
Mir geht es nicht darum unter Zwang einen Fehler zu finden. Genauso gerne gestehe ich einen Fehler meinerseits ebenso ein.
Das Wort "Investition" gibt es mindestens seit ~200 Jahren, also jenen Zeitraum, in dem wir der Dominanz einer Ökonomie von Tauschgeschäften mehr oder weniger, gegenwärtig außerordentlich, unterworfen sind.
Und "Nein!". Zwischenmenschliche Beziehungen und " "Investitionen" - das geht nicht! Weil es widersprüchlich ist!
Umso mehr, wenn man über Martin Buber - und seinen Freundeskreis - nachgelesen hat.
Man spricht nicht ernsthaft miteinander, ohne dass sich dabei in beiden etwas ändert. (Erich Fromm - 1974b, GA XI, S. 618 )
Inzwischen kennt man das Wort auch als nicht-ökonomischen Begriff.
Und was du inhaltlich meinst, was bei Buber anders sein soll, außer dass er den Begriff "Investition" nicht verwendet, erschließt sich mir nicht.
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Claudia:
Paul:
Alles richtig was du schreibst ... bis auf diese in mir hervorgerufene Irritation, die du mit der Begriffskombination "Beziehung" und "Investition" hervorrufst! Dadurch wird Beziehung zu einem Kalkül und die Akteure zu einer Ware, was man in Summe als Kommodifikation bezeichnen kann.
Nicht, dass ich denke es wäre Absicht gewesen, aber es zeigt auf, wie tief der Marktcharakter bereits in uns verankert ist. Oft so, dass es uns nicht gewahr ist.
Ich bin verantwortlich für das, was ich schreibe — aber nicht für die Art, wie es interpretiert wird 😉
Mit „Investition“ meinte ich nicht Berechnung oder Marktlogik, sondern die Bereitschaft, Zeit zu widmen, echtes Interesse am anderen zu zeigen, sich emotional einzulassen, Beziehungen zu vertiefen und über Oberflächlichkeit hinauszugehen.
Vielleicht zeigt gerade diese unterschiedliche Wahrnehmung, wie sensibel und vielschichtig Sprache geworden ist — besonders wenn es um zwischenmenschliche Beziehungen geht.
mit ki hat sich die sprache im internet verabschiedet, da nicht mehr nachvollziehbar
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Lia:
Paul:
Ich erfasste wie du es meintest. Ich unterstelle dir auch nicht, dass du Beziehungsverhältnisse - einerlei welcher Art - als Kalkül interpretierst, obwohl sie vielfach dennoch, unter den entsprechenden Prämissen, so ausgelegt sind.
Statt "Investion" in romantischen oder tiefergehenden Beziehungsverhältnissen anzuwenden, wäre eventuell Martin Bubers "Ich-Du-Beziehung" - wobei jedes nur denkbare Zweckverhältnis ausgeschlossen bleibt - als idealer.
Und ich bin ja auch bei dir, dass man in seinem Umgang zur Sprache sensibel sein muss. Da Wörter in den Köpfen Bilder erzeugen und dadurch auch der Aspekt der Macht durch Sprache nicht unberücksichtigt sein sollte.
Beispiel: Wenn uns in den Nachrichten vermittelt wird, dass ein Aktienindex abstürzt, dann hat dies eine negative Konnotation. Ein Sturz vermittelt eine negative Auffassung. Dadurch ist diese an uns adressierte Information nicht mehr neutral. (Was, wenn der "Sturz" positiv wäre?)
Oder: Wenn wir von den "Arbeitslosen" sprechen - erneut die geistig evozierten Bilder - vermittelt dies vielen Untätigkeit oder sogar Faulheit.
Man kann mit Sprache - oft unbewusst - sehr viel Schaden anrichten oder weil es einfach durch die Vermittlung von Medien oder Politik so eingeübt ist. Vielleicht sogar mit Absicht. Durch anderes Wording kann man das selbe Thema oft ganz anders auffassen und daher anders bearbeiten.Spätestens seit Elisabeth Welings Buch "Framing" sollte das bei vielen angekommen sein.
"Martin Bubers Konzept der „Ich-Du-Beziehung“ (erstmals 1923 in Ich und Du publiziert) ist der Kern seiner Dialogphilosophie.
Die Ich-Du-Beziehung (Begegnung):
Hier tritt der Mensch einem anderen Wesen mit seinem gesamten Sein, Aufmerksamkeit und Respekt gegenüber. Es ist keine Zweckbeziehung, sondern eine Erfahrung der Gegenseitigkeit, Unmittelbarkeit und Gegenwart. Das Gegenüber wird als vollwertiges Subjekt anerkannt, nicht als Objekt, das man manipulieren oder nutzen will. Aus dieser dialogischen Verbindung heraus entsteht echte Menschlichkeit."Also meiner Meinung nach sind Martin Bubers und Claudia einer Meinung, sie nutzt halt das Wort Investition dafür, wie viele heutzutage. Dass Sprache im Wandel ist und sich heutzutage nicht mehr alle ausdrücken wie Philosophen in 1923, sollte aber auch bekannt sein, oder? 😜
Ich möchte nicht debattieren, sondern einen konstruktiven Austausch erzielen. Dazu gehört eine dementsprechende Kommu nikation unter Anwendung und dem Verständnis von Begriffen innerhalb der zur Verfügung stehenden Lexikalik.
Mir geht es nicht darum unter Zwang einen Fehler zu finden. Genauso gerne gestehe ich einen Fehler meinerseits ebenso ein.
Das Wort "Investition" gibt es mindestens seit ~200 Jahren, also jenen Zeitraum, in dem wir der Dominanz einer Ökonomie von Tauschgeschäften mehr oder weniger, gegenwärtig außerordentlich, unterworfen sind.
Und "Nein!". Zwischenmenschliche Beziehungen und " "Investitionen" - das geht nicht! Weil es widersprüchlich ist!
Umso mehr, wenn man über Martin Buber - und seinen Freundeskreis - nachgelesen hat.
Man spricht nicht ernsthaft miteinander, ohne dass sich dabei in beiden etwas ändert. (Erich Fromm - 1974b, GA XI, S. 618 )
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Paul:
Claudia:
Ich bin verantwortlich für das, was ich schreibe — aber nicht für die Art, wie es interpretiert wird 😉
Mit „Investition“ meinte ich nicht Berechnung oder Marktlogik, sondern die Bereitschaft, Zeit zu widmen, echtes Interesse am anderen zu zeigen, sich emotional einzulassen, Beziehungen zu vertiefen und über Oberflächlichkeit hinauszugehen.
Vielleicht zeigt gerade diese unterschiedliche Wahrnehmung, wie sensibel und vielschichtig Sprache geworden ist — besonders wenn es um zwischenmenschliche Beziehungen geht.
Ich erfasste wie du es meintest. Ich unterstelle dir auch nicht, dass du Beziehungsverhältnisse - einerlei welcher Art - als Kalkül interpretierst, obwohl sie vielfach dennoch, unter den entsprechenden Prämissen, so ausgelegt sind.
Statt "Investion" in romantischen oder tiefergehenden Beziehungsverhältnissen anzuwenden, wäre eventuell Martin Bubers "Ich-Du-Beziehung" - wobei jedes nur denkbare Zweckverhältnis ausgeschlossen bleibt - als idealer.
Und ich bin ja auch bei dir, dass man in seinem Umgang zur Sprache sensibel sein muss. Da Wörter in den Köpfen Bilder erzeugen und dadurch auch der Aspekt der Macht durch Sprache nicht unberücksichtigt sein sollte.
Beispiel: Wenn uns in den Nachrichten vermittelt wird, dass ein Aktienindex abstürzt, dann hat dies eine negative Konnotation. Ein Sturz vermittelt eine negative Auffassung. Dadurch ist diese an uns adressierte Information nicht mehr neutral. (Was, wenn der "Sturz" positiv wäre?)
Oder: Wenn wir von den "Arbeitslosen" sprechen - erneut die geistig evozierten Bilder - vermittelt dies vielen Untätigkeit oder sogar Faulheit.
Man kann mit Sprache - oft unbewusst - sehr viel Schaden anrichten oder weil es einfach durch die Vermittlung von Medien oder Politik so eingeübt ist. Vielleicht sogar mit Absicht. Durch anderes Wording kann man das selbe Thema oft ganz anders auffassen und daher anders bearbeiten.Spätestens seit Elisabeth Welings Buch "Framing" sollte das bei vielen angekommen sein.
"Martin Bubers Konzept der „Ich-Du-Beziehung“ (erstmals 1923 in Ich und Du publiziert) ist der Kern seiner Dialogphilosophie.
Die Ich-Du-Beziehung (Begegnung):
Hier tritt der Mensch einem anderen Wesen mit seinem gesamten Sein, Aufmerksamkeit und Respekt gegenüber. Es ist keine Zweckbeziehung, sondern eine Erfahrung der Gegenseitigkeit, Unmittelbarkeit und Gegenwart. Das Gegenüber wird als vollwertiges Subjekt anerkannt, nicht als Objekt, das man manipulieren oder nutzen will. Aus dieser dialogischen Verbindung heraus entsteht echte Menschlichkeit."Also meiner Meinung nach sind Martin Bubers und Claudia einer Meinung, sie nutzt halt das Wort Investition dafür, wie viele heutzutage. Dass Sprache im Wandel ist und sich heutzutage nicht mehr alle ausdrücken wie Philosophen in 1923, sollte aber auch bekannt sein, oder? 😜
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Claudia:
Paul:
Alles richtig was du schreibst ... bis auf diese in mir hervorgerufene Irritation, die du mit der Begriffskombination "Beziehung" und "Investition" hervorrufst! Dadurch wird Beziehung zu einem Kalkül und die Akteure zu einer Ware, was man in Summe als Kommodifikation bezeichnen kann.
Nicht, dass ich denke es wäre Absicht gewesen, aber es zeigt auf, wie tief der Marktcharakter bereits in uns verankert ist. Oft so, dass es uns nicht gewahr ist.
Ich bin verantwortlich für das, was ich schreibe — aber nicht für die Art, wie es interpretiert wird 😉
Mit „Investition“ meinte ich nicht Berechnung oder Marktlogik, sondern die Bereitschaft, Zeit zu widmen, echtes Interesse am anderen zu zeigen, sich emotional einzulassen, Beziehungen zu vertiefen und über Oberflächlichkeit hinauszugehen.
Vielleicht zeigt gerade diese unterschiedliche Wahrnehmung, wie sensibel und vielschichtig Sprache geworden ist — besonders wenn es um zwischenmenschliche Beziehungen geht.
Ich erfasste wie du es meintest. Ich unterstelle dir auch nicht, dass du Beziehungsverhältnisse - einerlei welcher Art - als Kalkül interpretierst, obwohl sie vielfach dennoch, unter den entsprechenden Prämissen, so ausgelegt sind.
Statt "Investion" in romantischen oder tiefergehenden Beziehungsverhältnissen anzuwenden, wäre eventuell Martin Bubers "Ich-Du-Beziehung" - wobei jedes nur denkbare Zweckverhältnis ausgeschlossen bleibt - als idealer.
Und ich bin ja auch bei dir, dass man in seinem Umgang zur Sprache sensibel sein muss. Da Wörter in den Köpfen Bilder erzeugen und dadurch auch der Aspekt der Macht durch Sprache nicht unberücksichtigt sein sollte.
Beispiel: Wenn uns in den Nachrichten vermittelt wird, dass ein Aktienindex abstürzt, dann hat dies eine negative Konnotation. Ein Sturz vermittelt eine negative Auffassung. Dadurch ist diese an uns adressierte Information nicht mehr neutral. (Was, wenn der "Sturz" positiv wäre?)
Oder: Wenn wir von den "Arbeitslosen" sprechen - erneut die geistig evozierten Bilder - vermittelt dies vielen Untätigkeit oder sogar Faulheit.Auch "Verteidigung" wäre im spezifischen Kontext so ein nettes Wort, wo für etliche nicht mehr zu Unterscheiden ist, wer offensiv oder defensiv handelt.
Oder "Terror" ....
Man kann mit Sprache - oft unbewusst - sehr viel Schaden anrichten oder weil es einfach durch die Vermittlung von Medien oder Politik so eingeübt ist. Vielleicht sogar mit Absicht. Durch anderes Wording kann man das selbe Thema oft ganz anders auffassen und daher anders bearbeiten.Spätestens seit Elisabeth Welings Buch "Framing" sollte das bei vielen angekommen sein.
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Paul:
Claudia:
In Wirklichkeit ist Freundschaft letztlich auch eine Form von Beziehung. Heute scheint kaum noch jemand bereit zu sein, wirklich in zwischenmenschliche Beziehungen zu investieren. Wie Zygmunt Bauman bereits sagte, leben wir in einer „flüssigen Moderne“, in der Menschen zunehmend wie Konsumprodukte behandelt werden. Vielleicht sind genau deshalb diese Apps so erfolgreich. Und man muss sich nur hier umsehen, um zu erkennen, wie viele einsame und emotional bedürftige Menschen auf der Suche nach etwas … oder nach jemandem sind.
Alles richtig was du schreibst ... bis auf diese in mir hervorgerufene Irritation, die du mit der Begriffskombination "Beziehung" und "Investition" hervorrufst! Dadurch wird Beziehung zu einem Kalkül und die Akteure zu einer Ware, was man in Summe als Kommodifikation bezeichnen kann.
Nicht, dass ich denke es wäre Absicht gewesen, aber es zeigt auf, wie tief der Marktcharakter bereits in uns verankert ist. Oft so, dass es uns nicht gewahr ist.
Ich bin verantwortlich für das, was ich schreibe — aber nicht für die Art, wie es interpretiert wird 😉
Mit „Investition“ meinte ich nicht Berechnung oder Marktlogik, sondern die Bereitschaft, Zeit zu widmen, echtes Interesse am anderen zu zeigen, sich emotional einzulassen, Beziehungen zu vertiefen und über Oberflächlichkeit hinauszugehen.
Vielleicht zeigt gerade diese unterschiedliche Wahrnehmung, wie sensibel und vielschichtig Sprache geworden ist — besonders wenn es um zwischenmenschliche Beziehungen geht.
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Lieber Jürgen, wer sagt das es schwer ist?
Ich habe in 7 Jahren hier eine Menge Freunde gefunden. Wichtig ist jeden Menschen hier wertzuschätzen, sich zu interessieren (und damit meine ich nicht nur für die in Beuteschema fallende Frauen, sondern für den Mensch hinter der Fassade), offen und authentisch zu sein.
Freunde findet man - genauso wenig wie Partner - nicht zuhause vor dem Rechner.
Man muss aber unterscheiden... es gibt Freunde, mit denen kann man über seine Gefühlswelt reden (und die findet man nicht an jeder Ecke, das braucht Zeit und ein langen Atem)... mit anderen kann man gut ins Kino, mit dem nächsten gut wandern, mit dem nächsten gut feiern... und es gibt Freunde, die kommen und welche die gehen wieder.
Wer aber von vornerein die Erwartung hat "ich suche nur Freunde für durch dick und dünn", der wird genauso enttäuscht wie die Suche nach der großen Liebe, beim ersten Date (oder Online-Dating).
Wer die Messlatte sehr hoch hängt, braucht sich nicht wundern, wenn keiner drüber springen kann.
In diesem Sinne wünsche ich Dir - als Neuling - viel Spaß hier und viel Erfolg viele nette Menschen kennenzulernen... und das ist das einfachste was es gibt... und eine daraus entstehende Freundschaft die Kirsche auf der Sahne.. und je mehr du raus gehst und an Aktivitäten teilnimmst, umso größer ist die Wahrscheinlichkeit diese Menschen zu finden.
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Claudia:
In Wirklichkeit ist Freundschaft letztlich auch eine Form von Beziehung. Heute scheint kaum noch jemand bereit zu sein, wirklich in zwischenmenschliche Beziehungen zu investieren. Wie Zygmunt Bauman bereits sagte, leben wir in einer „flüssigen Moderne“, in der Menschen zunehmend wie Konsumprodukte behandelt werden. Vielleicht sind genau deshalb diese Apps so erfolgreich. Und man muss sich nur hier umsehen, um zu erkennen, wie viele einsame und emotional bedürftige Menschen auf der Suche nach etwas … oder nach jemandem sind.
Alles richtig was du schreibst ... bis auf diese in mir hervorgerufene Irritation, die du mit der Begriffskombination "Beziehung" und "Investition" hervorrufst! Dadurch wird Beziehung zu einem Kalkül und die Akteure zu einer Ware, was man in Summe als Kommodifikation bezeichnen kann.
Nicht, dass ich denke es wäre Absicht gewesen, aber es zeigt auf, wie tief der Marktcharakter bereits in uns verankert ist. Oft so, dass es uns nicht gewahr ist.
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Paul:
Ich ersuchte die Admins meinen Beitrag hier abzubilden und nicht zu sperren!
Falsch - ich fordere!
haha was machst du als nächsten schritt, wenn sie deiner bitte nicht folge leisten ?
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., weil alle schon in geschlossenen Gruppen sind, ihre Leute schon haben und schon genug Freunde haben.
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Ich ersuchte die Admins meinen Beitrag hier abzubilden und nicht zu sperren!
Falsch - ich fordere!
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Raffaele:
Hallo Jürg
ich glaube das Problem ist, die Werte im Leben habe sich geändert, heute gibt es virtuelle Freundschaften, die sind sehr gut aber es fehlt die Wärme einer echte Freundschaft. Heutzutage sind wir Menschen sehr beschäftigt mit allem möglichen vergessen was wirklich wichtig ist zB. Freundschaft.
Wir alle zB. sitzen im Zug oder im Bus und schauen auf das Händy anstelle mit jemanden zu rede.Da stimme ich dir auch zu oder wenige gehen offen auf einen zu 👍🏻🤷♂️
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Jürg:
MoH:
Zuerst mal sende ich dir mein Mitgefühl rüber. 💚
Und jetzt gilt es einen neuen Weg für dich zu finden. Du hast dich dadurch verändert und es werden andere Menschen zu dir passen als zuvor. Dh. du suchst „falsch“.
Verstest du was ich meine?
Erst einmal danke. Naja es verändert einem schon aber die ganze geschichte möchte ich nicht hier an der öffentlichkeit erzählen.
Nein das verstehe ich ganz ehrlich nicht, den suchen anund fürsich tue ich in dem sinne nicht es ist nur schon mühsam wen man jemandem schreibt und zwar normal und sofort anschuldigungen kommen oder garnix, aber die leuete kennen nicht einmal die geschichte
Aber schau mal die Geschichte hat dich doch Stärker gemacht ❤️💪🏼
Übrigens Geiles Costplay 💪🏼