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  • Ist „schon immer so“ ein Argument?

    Diskussion · 59 Beiträge · 3 Gefällt mir · 983 Aufrufe

    Manche Dinge tun wir, weil „man es schon immer so gemacht hat“.

    Andere, weil sie Spaß machen, dazugehören oder einfach vertraut sind.

     

    Das laute Feuerwerk in der Nacht, das für die einen Freiheit und Neubeginn bedeutet – und für andere Angst, Dreck oder Stress.

    Die Jagd, die manche als Hege verstehen – während andere darin Leid sehen.

    Feste, Rituale, Konsum, Unterhaltung: Für die einen harmlos, für die anderen schwer erträglich.

     

    Oft stehen wir auf unterschiedlichen Seiten desselben Bildes.

    Was für den einen Tradition ist, fühlt sich für den anderen überholt oder sogar grausam an.

    Und meistens reden wir aneinander vorbei, statt zuzuhören.

     

    Mich interessiert nicht, wer recht hat.

    Mich interessiert, wie wir Dinge wahrnehmen – und warum.

     

    Wo ziehen wir persönlich Grenzen?

    Was empfinden wir als sinnvoll, was als unnötig, was als problematisch?

    Und dürfen sich Traditionen verändern, ohne dass gleich alles „verboten“ oder „verteufelt“ wird?

     

    Diese Diskussion soll kein Tribunal sein, sondern ein Raum für Perspektiven.

    Teile gern deine Sicht – ruhig ehrlich, ruhig persönlich.

    Nicht um zu überzeugen, sondern um verstanden zu werden.

     

    Thomas Kissing

    03.01.26, 00:43

Beiträge

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    Waldgeist:

     

    Stefan:

     

     

    Ich verstehe das Argument, nur ist es meiner Meinung nach nicht in jedem Fall anwendbar. 

    Wenn etwas nachweislich schlecht in Relation zum gebrachten "Nutzen" steht, dann muss nicht jeder diese Erfahrung machen. Dann darf und sollte man durchaus übergeordnet entscheiden, dies zu Untersagen, auch um den allgemeinen Schaden abzuwenden bzw. zu minimieren. In solchen Fällen auf Tradition und Brauch zu beharren, ist teilweise einfach ignorant und egoistisch.

    Es gehören Lebensfreude, Feiern und gemeinsame Erlebnisse genauso zum Nutzen wie die Abwägung von Schaden.

    Natürlich kann man sich an allem stoßen, und es gibt Regeln oder Verbote – aber gerade Feiern sind für den Menschen ein Lebenselixier.


     

    Welchen großen Schaden verursacht ein einmaliges Feuerwerk zum Jahreswechsel oder beim Gartenfest wirklich?

    Im Vergleich dazu verursachen alltägliche Dinge wie der tägliche Stau in der Stadt oder ein 10 Kilometer Stau auf der Autobahn deutlich mehr Umweltbelastung.


     

    Ein Feuerwerk einmal im Jahr zu verbieten, nur weil es theoretisch schadet, erscheint mir daher übertrieben.

    Es gibt einen realen Nutzen für die Menschen – Freude, Gemeinschaft und Faszination – der nicht unterschätzt werden sollte.


     

    Ein Feuerwerk schadet nicht nur theoretisch. Ich war früher auch ein Fan von Silvester, vom Abschießen von Raketen etc.

    Mittlerweile bin ich für ein Verbot.

    Nicht wegen der Umweltbelastung, welche natürlich auch gegeben ist, sondern aus Schutz für die Tiere und besonders zum Schutz von Mensch und Eigentum. 

    Denn wenn man liest, wie viele Menschen dieses Mal zu schaden kam, teilweise mit Absicht beschossen worden, viele Häuser in Brand gerieten durch Raketen (z.b.Erfurt), dann finde ich das es Zeit für ein Verbot wird.

  • 03.01.26, 11:59

    "Weil das schon immer so war." - derzeit mein absoluter Endgegnersatz!
    Ich beziehe mich jetzt mal nicht auf die Diskussion um das alljährliche Feuerwerk oder auf festliche Traditionen, sondern äußere meine Gedanken auf das was mich Allgemein und-/ oder im Arbeitskontext beschäftigt. Und hoffe ich bin nicht zu weit vom Thema weg.
    Durch meinen Jobwechsel vor drei Monaten, stoße ich immer wieder auf dieses Satz. Ich hinterfrage bestimmte Abläufe oder das Tun eines anderen um zu verstehen und um zu lernen - "weil das eben so gemacht wird... weil es eben bei uns so läuft... weil es immer schon so war..., lautet da die Standardaussage! 
    Gebe ich mich damit zufrieden? Nein! Ich versuche, mich zwar dort einzufügen. Aber es klappt für mich nicht. Setze ich meine Grenzen? Ja. Absolut. Weil ich merke, dass mich das weder abholt noch weiterbringt. Ich finde Menschen, die stur etwas befolgen, weil es immer so war, als weniger intelligent. Ohne beleidigen zu wollen. Ich finde es dumm, sich der Masse anzuschließen. Dumm ist auch vielleicht das falsche Wort. Bequem? Naiv? Gleichgültig? Nicht effizient? 
    Ich ziehe eine Grenze davor, weil es meine Energie raubt. Und so geht es mir persönlich immer, wenn ich merke, dass Menschen nicht bereit sind, nach rechts oder links zu schauen, an keinem adäquaten Austausch interessiert sind oder etwas nicht begründen können. Es gibt doch immer ein warum hinter dem, was man tut.
    Noch schlimmer finde ich, wenn man bei sich selber das Warum hinterfragt, sich deshalb dazu entscheidet, einen anderen Weg / eine andere Routine einzuschlagen und  dennoch das gleiche Ziel verfolgt/erreicht, dies durch andere als falsch deklariert wird!
    Nein! Es ist nicht falsch - es ist einfach nur anders. Aber das Ziel ist das Gleiche und wird trotzdem erreicht. 
    Es ist bloß einfacher, es als falsch darzustellen, als seinen eigenen Weg zu hinterfragen. Lieber folgt man der Masse, um bloß nicht aufzufallen. Es ist einfacher, den "Fehler" bei anderen zu suchen, als bei sich selber.
    Jeder bringt eigene/ andere Erfahrungen, Werte und Meinungen mit sich und kann diese immer mit einbringen. Das ist wertvoll, wenn diese einem nicht aufgezwungen werden.
    Und zum Schluss: Mein "richtig" oder "falsch" ist nicht dein "richtig" oder "falsch" - aber man kann einander ansehen, zusehen, zuhören und voneinander lernen. Immer!

    Dadurch verschiebt sich die eigene Überzeugung vielleicht, was aber durchaus positiv sein kann. 

    "Das war schon immer so" ist für mich daher kein gutes Argument den Weg auf ewig mitzulaufen. 

  •  

    Karin:

    Wann ein Brauch modernisiert werden darf…

    In Zürich gibt es den Brauch 6i-lüte. Da ziehen die Zünften durch die Stadt in ihren historischen Kostümen mit Pferde und Kutschen bis zum Bellvue wo auf dem grossen Platz auf einen Scheiterhaufen der (Böög) Winter in Form eines Schneemannes verbrannt wird. Je früher der Kopf explodiert (extra mit Knallkörper ausstaffiert) desto schöner der Sommer. Jedes Jahr wird diskutiere ob die Frauenzunft mitmarschieren darf. Aus Tradition nein. Irgendwann gestattete man ihr auf einer Nebenstrasse zu prozessieren aber nicht am Geschehen teilzunehmen. Was lächerlich ist, die Zunft gab es früher, warum soll sie nicht mitziehen?

     

    Danke fürs Beispiel, Karin.

    Man sieht gut, dass der Brauch schön ist – aber die Frage ist, wer wirklich mitmachen darf.

    Da zeigt sich, wann Tradition Ausschluss bedeutet.

  • 03.01.26, 11:48 - Zuletzt bearbeitet 03.01.26, 11:48.

    Wann ein Brauch modernisiert werden darf…

    In Zürich gibt es den Brauch 6i-lüte. Da ziehen die Zünften durch die Stadt in ihren historischen Kostümen mit Pferde und Kutschen bis zum Bellvue wo auf dem grossen Platz auf einen Scheiterhaufen der (Böög) Winter in Form eines Schneemannes verbrannt wird. Je früher der Kopf explodiert (extra mit Knallkörper ausstaffiert) desto schöner der Sommer. Jedes Jahr wird diskutiere ob die Frauenzunft mitmarschieren darf. Aus Tradition nein. Irgendwann gestattete man ihr auf einer Nebenstrasse zu prozessieren aber nicht am Geschehen teilzunehmen. Was lächerlich ist, die Zunft gab es früher, warum soll sie nicht mitziehen?

     

  •  

    Karin:

    Die Höhle hatte sich als Behausung bewährt, warum sollte man das ändern….😉

    Waldgeist:

     

    Demnach hat sich das Prinzip bewährt,  also warum sollte man es ändern! 

     

    😄 Schönes Bild.

    Die Höhle hat gereicht – bis jemand gemerkt hat, dass Wände und Türen sicherer sind.

    So ist es mit Tempo auf der Straße auch: Nicht jede Grenze bremst, manche schützen.

    Die Frage ist nur: wo und warum?

     

    Thomas Kissing

  •  

    Siena:

    Hallo Herr Kissing,

     

    Ich finde es ist ein riesen Unterschied zwischen Bräuchen ,starren Traditionen und "das machen wir schon immer so" Aussagen .

     

    Für mich ist ein Feuerwerk an Silvester toll......

    Ich genieße das Knallen ,die knisternden Geräusche, die prickelnden, funkelnden Lichter und Sterne am Himmel .....

    Den Geruch dabei ,das Rauschen wenn die Raketen nach oben schießen. 

    Für mich ist das ein schöner Brauch .

     

     

    Was ich nicht mag oder als Starr erlebe ist wenn man Veränderung oder Innovation vermeidet oder absichtlich verhindert weil man Angst vor Veränderung hat oder Veränderung boykottieren möchte. 

     

    Ich verbinde damit auch meist Verhalten das andere Menschen schadet oder missbraucht. 

    So wie zum Beispiel die Eindimensionalität der Digitalisierung. 

    Sie führt dazu das Menschen von der Teilhabe ausgeschlossen werden. 

    Das ist fast schon diskriminierend. 

    Dazu zähle ich ebenso Hirarchien und das Patriarchat. 

    Oder die Ausgrenzung der Teilhabe bei Behinderung. 

    Was auch Diskriminierung bei Behinderung ist. 

    Was in Deutschland auch täglich geschieht. 

    Vielerorts. 

    Es schadet Menschen und verhindern dauerhaft ein Leben in Würde .

    Dazu zähle ich auch ein Leben von finanziell Benachteiligten wie Retnern und gering Verdiener,Bürgergekdempfänger  .....

     

    An diesen Stellen wird  z.b positive Veränderung, "das haben wir halt schon immer so gemacht" , verhindert......

    Oft vorsätzlich.....

     

     

    Ein Silvester Feuerwerk ist für mich da ehrlich gesagt das kleinere Übel ........

     

     

    Ein Mensch der Jahrelang in Unwürde Leben muss. 

    Oder Frauen die sich hoch schlafen sollen oder in vielen Teilen unserer Gesellschaft als Objekt behandelt werden,weil gewisse Männer sonst Komplexe bekommen, das ist für mich eine ganz andere Nummer!

     

     

    Auch wenn Männer von Frauen belästigt werden oder Gewalt erfahren. 

    Gibt es ja auch .

     

     

    Weil ,unsere Patriarche ,Hirarchie gesteuerte Gesellschaft, " hat es ja immer schon so gemacht " ?

     

     

    Nein danke.....

     

     

    Für mich ist z.b das Patrichachat   keine guter Brauch.

     

     

    Eher eine abartig schlechte Tradition......und hoch giftig .

     

    Grüße Siena 

    Hallo Siena,

     

    danke für deinen offenen Beitrag. Ich finde es wichtig, wie klar du zwischen lebendigen Bräuchen und starren „Schon-immer-so“-Strukturen unterscheidest. Deine Beschreibung des Feuerwerks macht gut verständlich, warum es für viele etwas Schönes und Sinnliches ist.

     

    Gleichzeitig sprichst du Themen an, bei denen Gewohnheit wirklich Menschen schadet – Ausgrenzung, Macht, fehlende Teilhabe. Das gibt der Diskussion Tiefe.

     

    Meine Frage an dich:

    Wo ziehst du persönlich die Grenze, ab wann ein Brauch – auch wenn er für viele schön ist – verändert werden sollte?

     

    Danke fürs Teilen deiner Sicht.

     

    Thomas Kissing

  • 03.01.26, 11:32

    Die Höhle hatte sich als Behausung bewährt, warum sollte man das ändern….😉

    Waldgeist:

     

    christine:

    Ja, das ist ein klassisches Argument iund gaaaaaanz tief in der österreichischen Mentalität (Genetisch) verankert. Der berühmte "Beamten-Dreisatz" - ohne den es den Österreichischer nicht gibt:

    „Des hamma scho immer so g’macht.“

    „Des hamma no nie so g’macht.“

    „Da könnt’ ja jeder kommen.“

    Demnach hat sich das Prinzip bewährt,  also warum sollte man es ändern! 

     

  • 03.01.26, 11:27
    ✗ Dieser Inhalt wurde von Waldgeist wieder gelöscht.
  • 03.01.26, 11:20
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  • 03.01.26, 11:16 - Zuletzt bearbeitet 03.01.26, 11:17.

    Ja ,das ist auch der Deutsche  Klassiker ....

    😆

     

    Da könnt ja jeder Kommen .....

     

    Ich muss bei solchen Sätzen an folgendes Bild denken.....

     

    Ein Tisch 

     

    5 Kinder ,4 bekommen ein Stück Kuchen. 

    Wie selbst redend.....

    Und eine Tasse Kakao ....

     

    Das 5 Kind bekommt nur Kalao ....

    Als es auch einen Kuchen möchte, sagen 2 der anderem Kinder....

     

    Nein, du bekommst kein Stück Kuchen ,nur Kakao weil  ,da könnte ja jeder kommen......

     

    😉🙄

  • 03.01.26, 10:44

    Ja, das ist ein klassisches Argument iund gaaaaaanz tief in der österreichischen Mentalität (Genetisch) verankert. Der berühmte "Beamten-Dreisatz" - ohne den es den Österreichischer nicht gibt:

    „Des hamma scho immer so g’macht.“

    „Des hamma no nie so g’macht.“

    „Da könnt’ ja jeder kommen.“

  • 03.01.26, 10:29
    ✗ Dieser Inhalt wurde von Waldgeist wieder gelöscht.
  • 03.01.26, 10:13

     

    Waldgeist:

    ...

    Was daraus nicht automatisch folgt, ist das Recht, anderen etwas zu verbieten, nur weil ich selbst damit „fertig“ bin.

     

    Zu sagen:

    „Ich habe das schon oft erlebt, also braucht es niemand mehr“,

    ist kein Wertewandel, sondern Übersättigung – und die ist zutiefst subjektiv.

    ...

     

    Ich verstehe das Argument, nur ist es meiner Meinung nach nicht in jedem Fall anwendbar. 

    Wenn etwas nachweislich schlecht in Relation zum gebrachten "Nutzen" steht, dann muss nicht jeder diese Erfahrung machen. Dann darf und sollte man durchaus übergeordnet entscheiden, dies zu Untersagen, auch um den allgemeinen Schaden abzuwenden bzw. zu minimieren. In solchen Fällen auf Tradition und Brauch zu beharren, ist teilweise einfach ignorant und egoistisch.

  • 03.01.26, 09:17
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  • 03.01.26, 09:05
    ✗ Dieser Inhalt wurde von Waldgeist wieder gelöscht.
  • 03.01.26, 07:49 - Zuletzt bearbeitet 03.01.26, 07:51.

    ...'weil man es schon immer so gemacht hat'...dieser Satz wirkte für mich immer starr und war mir nie geheuer. Er bewegt nichts, fragt nichts, sagt kein Warum. Für mich persönlich steht er für Bequemlichkeit und Stillstand....und für Andere jedoch simple Zufriedenheit. Ich will deinen Text nicht auf die Tradition des Feuerwerkes beziehen, sondern mehr Existentiell.
    Wenn wir unser Leben betrachten, das Endlich ist, ändert sich alles. Würden wir wissen, ob uns nur ein paar Jahre oder tausend Jahre bleiben, würden wir vieles anders tun. Nicht mehr, weil es 'sich so gehört' oder wir anderen gefallen wollen...für Eltern, Partner oder Freunde, sondern leben für sich. 

     

    Es braucht Mut nicht einfach weiterzulaufen...wie ne Marionette und für sich den Sinn zu definieren und zu leben im Angesicht des Lebens.

    Schönes Wochenende.

  • Man kann ja zB das, was man schon immer so gemacht hat, weiter genauso immer so machen, aber seine innere Einstellung und Sichtweise ändern.

     

    1. menschen, die einen genervt haben, als gleichgültig und teilnahmslos ansehen.

     

    2. Die dinge tun, vor denen man am meisten angst hat.

     

    3. sich etwas aussetzen, sich nicht gegen etwas wehren oder verteidigen, was einen verletzt und wehtut

     

    4. langsam etwas ändern - gesunde ernährung, Sport, Bewegung, und sich auch mal einen rückfall gönnen, aus der neuen sichtweise heraus. das, was vorher ohne Bewusstsein alltag war, das Ungesunde, sich gelegentlich zu gönnen.

     

    5. das, was man gut kann, nicht mehr zu tun. Sich in die Lage versetzen, man könnte das, was man gut kann, überhaupt nicht. und sich die welt mal von da aus ansehen.

  • 03.01.26, 01:16

    Hallo Herr Kissing,

     

    Ich finde es ist ein riesen Unterschied zwischen Bräuchen ,starren Traditionen und "das machen wir schon immer so" Aussagen .

     

    Für mich ist ein Feuerwerk an Silvester toll......

    Ich genieße das Knallen ,die knisternden Geräusche, die prickelnden, funkelnden Lichter und Sterne am Himmel .....

    Den Geruch dabei ,das Rauschen wenn die Raketen nach oben schießen. 

    Für mich ist das ein schöner Brauch .

     

     

    Was ich nicht mag oder als Starr erlebe ist wenn man Veränderung oder Innovation vermeidet oder absichtlich verhindert weil man Angst vor Veränderung hat oder Veränderung boykottieren möchte. 

     

    Ich verbinde damit auch meist Verhalten das andere Menschen schadet oder missbraucht. 

    So wie zum Beispiel die Eindimensionalität der Digitalisierung. 

    Sie führt dazu das Menschen von der Teilhabe ausgeschlossen werden. 

    Das ist fast schon diskriminierend. 

    Dazu zähle ich ebenso Hirarchien und das Patriarchat. 

    Oder die Ausgrenzung der Teilhabe bei Behinderung. 

    Was auch Diskriminierung bei Behinderung ist. 

    Was in Deutschland auch täglich geschieht. 

    Vielerorts. 

    Es schadet Menschen und verhindern dauerhaft ein Leben in Würde .

    Dazu zähle ich auch ein Leben von finanziell Benachteiligten wie Retnern und gering Verdiener,Bürgergekdempfänger  .....

     

    An diesen Stellen wird  z.b positive Veränderung, "das haben wir halt schon immer so gemacht" , verhindert......

    Oft vorsätzlich.....

     

     

    Ein Silvester Feuerwerk ist für mich da ehrlich gesagt das kleinere Übel ........

     

     

    Ein Mensch der Jahrelang in Unwürde Leben muss. 

    Oder Frauen die sich hoch schlafen sollen oder in vielen Teilen unserer Gesellschaft als Objekt behandelt werden,weil gewisse Männer sonst Komplexe bekommen, das ist für mich eine ganz andere Nummer!

     

     

    Auch wenn Männer von Frauen belästigt werden oder Gewalt erfahren. 

    Gibt es ja auch .

     

     

    Weil ,unsere Patriarche ,Hirarchie gesteuerte Gesellschaft, " hat es ja immer schon so gemacht " ?

     

     

    Nein danke.....

     

     

    Für mich ist z.b das Patrichachat   keine guter Brauch.

     

     

    Eher eine abartig schlechte Tradition......und hoch giftig .

     

    Grüße Siena 

  • Als Kind war ich fasziniert von diesen kleinen, bunten Dingen, die man anzündet, die sich drehen, Funken sprühen und für einen Moment einen leuchtenden Kreis in die Dunkelheit malen.

    In meiner Jugend habe ich dann tütenweise Feuerwerkskörper gekauft – es gehörte einfach dazu, war aufregend, laut, intensiv.

     

    Heute schaue ich darauf und denke anders. Nicht wütend, eher verwundert.

    Geld anzuzünden und in die Luft zu sprengen fühlt sich für mich inzwischen leer an.

    Dazu kommen die Bilder der letzten Jahre: Menschen, die sich gegenseitig mit Feuerwerkskörpern bewerfen, Krieg spielen, sogar gegen die Polizei. Verletzungen, Brände, Tote. Dinge, die weit weg sind von dem, was es für mich einmal war.

     

    Manchmal frage ich mich, ob es nicht irgendwann so etwas wie gesunden Menschenverstand braucht. Ob wir nicht andere Wege finden könnten, Feuerwerk zu erleben – kontrolliert, professionell, ohne Chaos und Angst.

     

    Gleichzeitig ist mir klar: Das ist nur eine Seite der Medaille.

    Auch ich lebe in Widersprüchen. Ich kaufe Kleidung, Elektronik, Dinge des Alltags, bei denen ich weiß, dass sie unter Bedingungen hergestellt werden, die ich eigentlich nicht gutheißen möchte. Vielleicht nicht bewusst im Einzelfall – aber ganz ehrlich: Man weiß es. Wir alle wissen es.

     

    Ich schreibe das nicht, um zu urteilen oder moralisch den Finger zu heben.

    Sondern weil ich merke, dass vieles komplexer ist, als ein einfaches „dafür“ oder „dagegen“.

    Ich selbst bin Teil dieses Systems – mit blinden Flecken, Bequemlichkeit und offenen Fragen.

     

    Mich interessiert, wie andere das sehen.

    Wo habt ihr eure Perspektive im Laufe der Zeit verändert?

    Und wo lebt ihr – so wie ich – mit Widersprüchen, ohne einfache Antworten zu haben?

     

    Thomas Kissing

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