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  • Im Notfall (u. offline): "Könnt ihr/Eure Kinder Euren Standort exakt dem Rettungsdienst nennen?"

    Diskussion · 7 Beiträge · 7 Gefällt mir · 479 Aufrufe

    Stellt Euch folgendes realistisches Szenario vor... 

    Ihr bleibt auf einer Nebenstraße/Landstraße mit dem Auto nach einer Pause liegen (z.B. Batterie leer) ... oder ihr / Eure Kinder verlaufen sich im Wald. 

    • Akku ist fast leer (<9%)
    • Kein Internet (nur Telefonie/SMS)... sehr schwacher Empfang
    • Ortung über AML nicht möglich (AML: Automatisches Ortungssystem der Rettungsdienste bei Notruf (kann im Smartphone aktiviert werden, bei iPhone standardmäßig aktiviert)... wird per "unsichtbarer" SMS übermittelt)
    • sehr kalte Temperaturen/nach Sonnenuntergang (=dunkel)
    • Ihr habt von der Umgebung keine Offlinekarte (z.B. in Google Maps, Komoot gespeichert)
    • Da ihr kein Internet habt, könnt ihr keine dafür vorgesehene App runterladen (daher sollte die Lösung allgemeingültig sein)

    (Kein Internet... ist nicht unrealistisch. Gerade bei Wanderungen erlebe ich oft TN mit größtenteils O2/Telfonica, die kein Netz bzw. Internet haben)

     

    Die Leitstelle/Notdienst fragt Euch nach Eurem Standort. 

     

    Frage: "Wisst Ihr/Eure Kinder (!) wie ihr diesen ermitteln könnt?"

     

    (Bevor ihr weiterliest, testet es gerne mal aus... schaltet Daten+WLAN aus, Standort an... und probiert Eure Lösungen aus.)

     

    Hintergrund ist ein aktueller Fall, den ich im Radio gestern hörte und mich obige Frage stellte, in dem sich zwei Teenager Mädels (13-14 Jahre) in einem Krefelder Wald Anfang 2026 verlaufen haben ... und schlussendlich durch Tipps der Leitstelle gefunden werden konnten.

    (Quelle zum Nachlesen )
     

    Laut dem Bericht konnte über die "Kompass" App auf dem Smartphone die Koordinaten ermittelt werden. 

    Diese "Kompass" App hab ich auf einem Google Pixel mit Android 16 nicht (ich vermute iPhone oder Samsung ??). Ich fragte die KI, dessen Lösungen aber auch nicht alle funktionierten. 

     

    Meine Lösung für Android ("Standort" eingeschaltet): 

    Google Maps öffnen, hereinzoomen, auf den blauen Punkt tippen (=Euren Standort), die Koordinaten werden in der Form "xx,xxxxx, xx,xxxxx" angezeigt und können genannt oder über die Teilefunktion per SMS geschickt werden.

     

    Achtung: Falls euch jemand diese Koordinaten schickt und ihr diese bei Google Maps in der Suche eingibt, bekommt ihr kein Ergebnis. 

    Ihr müsst diese Koordinaten korrigieren in der Form "xx.xxxx, xx.xxxx" (also die beiden Komma in den Zahlen gegen ein Punkt tauschen, nicht aber das Komma was beide Zahlen trennt).

    (Testet es gerne mal aus. WLAN/Daten aus, Standort ein, Koordinaten nach obiger Vorgehensweise ermitteln/kopieren, dann Daten/WLAN ein, Standort aus... und in die Google Maps Suche einfügen... und korrigieren und erneut suchen ;-) )

     

    Kennt ihr noch weitere "offline" Lösungen, die ohne zusätzliche Apps funktionieren? 

    (... auch für iPhone)

    Wenn ja, beschreibt sie hier, gerne auch mit Screenshots...

     

    Teilt Euren Kindern/eigene Eltern/Freunden diese Lösung mit und zeigt sie am Smartphone, denn dies kann jeden von uns mal passieren (ist mir vor ca. 15-20 Jahren mal in der Bretagne mit liegen gebliebenden Auto passiert, damals ohne Smartphone)... und Leben retten (euer eigenes, Begleitern oder als Orga hier mit Teilnehmern).

     

    (Übrigens kann ich im Google Pixel (Android 16) auch Notfallkontakte angeben, die z.B. bei 5maligen Drücken der Ein-/Aus-Taste eine SMS mit meinem Standort bekommen. Testet auch mal bei Eurem Smartphone, ob ihr dies einstellen könnt. Geht dies auch beim iPhone? Wenn ja, schreibt es hier, um anderen es zu zeigen. Danke!)

     

    (Wenn ihr diese Lösung schon kanntet und auch die Komma-Problematik... freue ich mich für Euch... ansonsten freue ich mich, wenn ich mit dieser Info eine/n  helfen kann. Allen ein frohes neues Jahr) 

    05.01.26, 11:17 - Zuletzt bearbeitet 05.01.26, 12:05.

Beiträge

  • 09.01.26, 12:27

    Es gibt Rucksäcke mit integrierter Trillerpfeife, also könnte man dabei  haben

    https://www.testbericht.de/outdoor-rucksaecke/mitsignalpfeife

     

    Ein geladenes PowerPack dabei zu haben kann auch nicht schaden.

     

    Familie und/ oder Freunden erzählen wo, wann und mit wem man plant unterwegs zu sein.

     

    Den Kompass auf dem Handy ggf. nutzen um die Richtung zu bestimmen in die man ungefähr muss.

     

    Und ja, ich glaube jeder würde in Ausnahmesituationen auch 20km weiter laufen, wenn das bedeutet Hilfe zu bekommen.

  • 09.01.26, 11:49

    Trillerpfeife und Alpines Notsignal.


    Würde so nebenbei vorraussetzen, das man zwischen Notruf und Ankunft der Rettung in der Nähe irgendwie 'funktionsfähig' bleibt.
    Sicher besser als nichts, wenn die Technik komplett versagt (also im extremsten Fall auch kein Notruf) und man wirklich zufällig ne Trillerpfeife bei hat.
    Wichtig auch, das Signal zu erkennen, genauso wie SOS, wenn andere Hilfe benötigen.
    Nachts wäre ne Taschenlampe noch hilfreich, am besten blinkend, wenn das mit Notruf oder genauer Ortsbestimmung nix wird.


    Garmin:
    Ist halt eine von meheren Redundanz-Möglichkeiten, wie Taschenlampe, Trillerpfeife oä.
    Wenn das Handy/Netz total versagt, läuft man defintiv besser zur nächsten Strasse als einfach im Wald zu bleiben.

    Uhren:
    Outdoor-Handgeräte mögen selten sein, deutlich mehr Leute haben mehr oder weniger smarte Uhren. Mit deren offline-Fähgkeiten sollte man sich auch beschäftigen.
    Manche Modelle beziehen GPS hier vom Smartphone. Also dieses komplett ausschalten und prüfen, ob/wie die Uhr die Position einem dennoch anzeigt und wie man zu Koodrinaten, einer Karten-Ansicht und ggf Navigation kommt.

    Eine weitere und zu obigem ergänzende Möglichkeit ist die externe Absicherung:
    1. Leute informieren, was man wo und wann vor hat.
    2. Dauerhaft Live-Standort mit Freunden oder Familie und klare Absprachen. Dann ist auch bei Technik-Ausfall zumindest der ungefähre letzte Standort bekannt.

    Generell geht SMS besser als Anruf oder Internet. Also im Notfall direkt SMS raus an Leute, die den Live-Standort haben + zusätzlich soweit bekannt den Standort, falls es mit Live-Standort doch nicht klappte.

  • 09.01.26, 11:16

    In der Stadt bzw auf Strassen gibts Strassenschilder

    Muss ich wiedersprechen... wenn Du mal z.B. in der Eifel warst, da führen Straßen Kilometerlang durch den Wald ohne Schilder. 

    Nehmen wir die jetzigen Temperaturen von am We -11 Grad, dazu noch Dunkelheit... da läufst Du auch nicht noch einer Wanderung noch weitere 20-30km bis du zu einem Haus oder Schild kommst. 
     

    Das arbeitet von sich aus völlig offline und ist gleichzeitig eine Redundanz (Handy für Notruf oder Garmin um in die Zivilisation zu finden, wenn eines Ausfällt geht noch das andere)

    Das war für mich nicht mit "Offline" gemeint, weil weniger als 0,1% der Otto-Normal-Verbraucher/Wanderer/Schüler etc. haben ein Garmin dabei. Ich hab zuhause auch noch ein Garmin etrex20, aber hab es in 6 Jahren Offline-Navigation mit Komoot noch nie wieder gebraucht... und finde es zur reinen Navigation gegenüber einem Smartphone sehr unkomfortabel. 
    (Es mag teurere modernere Garmins mit größerem Display geben, aber werden nur Rand-Outdoor Freaks einsetzen.)

     

    Es geht darum Lösungen zu finden, die auf jedem Android bzw. Apple standardmäßig mitgeliefert werden, leicht von einer unter Stress geratenen Person umgesetzt werden kann. 

     

    Trillerpfeife und Alpines Notsignal.

    Wieviele MitMenschen haben eine Trillerpfeife bei sich... und vor allem durch unterschiedliche Schallausbreitung kann es kostbare Zeit kosten, statt eine technisch direkten Ort mitzuteilen. 

     

    Ein Smartphone haben vermutlich 90% der MitMenschen bei sich... jedes kann Ortung umsetzen.

     

    what3words ist eine gute App/Lösung für eine Standortidentifikation.

    Ist im Widerspruch zu diesem hier... 

    • Da ihr kein Internet habt, könnt ihr keine dafür vorgesehene App runterladen (daher sollte die Lösung allgemeingültig sein)

     

    Natürlich können wir uns alle jetzt spezielle Apps runterladen und jeder hat bestimmt andere "beste" Lösungen, aber viel besser sind doch allgemeingültige kostenlose Lösungen, die jeder auf seinem Smartphone hat... und die komplett autark ohne Internet funktionieren. 

    Dann kann man als Eltern/Lehrern seinen Kindern oder den eigenen Eltern dies erklären, was vielleicht am Ende Leben rettet. 

  • 07.01.26, 22:22

    In der Stadt bzw auf Strassen gibts Strassenschilder. Ausserhalb ist im Grudne immer ein Outdoor-Garmin dabei. Das arbeitet von sich aus völlig offline und ist gleichzeitig eine Redundanz (Handy für Notruf oder Garmin um in die Zivilisation zu finden, wenn eines Ausfällt geht noch das andere).

    Oder, tatsächlich schon so mit der 112 gebraucht: Wenn beide Geräte gehen, kann man auf dem Garmin die Adresse (bzw Koordinaten) gleichzeitig ablesen, während man das Telefon am Ohr hat.

  • 07.01.26, 22:15

     

    Christian:

    Hallo 

    what3words ist eine gute App/Lösung für eine Standortidentifikation.

     

    Viele Grüße 

    Christian 


    Nein, ist es absolut nicht. 

    Hier ist man nicht nur vom Internet abhängig, sondern auch noch zusätzlich von einem Anbieter, der einfach nur Koordinaten über eine Datenbank zu 3 Wörtern zuordnet und umgekehrt.

    Dazu wurden in der Vergangenheit bereits Online-Dienste gesperrt, die einem direkt Koordinaten zu den Wörten geben, während einem die Original-App nur den Standort auf der Karte anzeigt.
     

  • 05.01.26, 14:34

    Hallo 

    what3words ist eine gute App/Lösung für eine Standortidentifikation.

     

    Viele Grüße 

    Christian 

  • 05.01.26, 13:17

    Trillerpfeife und Alpines Notsignal.

    Alpines Notsignal – Wikipedia

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