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  • Keine Zeit?? Nur noch arbeiten – ernsthaft jetzt?

    Diskussion · 34 Beiträge · 5 Gefällt mir · 648 Aufrufe
    Ray aus Schwarzenburg

    Was ist eigentlich mit uns passiert? Niemand hat mehr Zeit für das Schöne im Leben. Alle rennen wie kopflos zur Arbeit, schuften bis zum Umfallen und wundern sich dann, warum sie ausgelaugt sind.

    Kein Wunder muss man heute fürs Spazieren im Wald plötzlich einen Achtsamkeitskurs buchen – natürlich nicht gratis. Für etwas, das früher einfach gesunder Menschenverstand war.

    Was denkt ihr darüber?
    Ist der gesunde Menschenverstand komplett abhandengekommen oder haben wir ihn freiwillig gegen Überstunden eingetauscht?

    Gestern, 08:27 - Zuletzt bearbeitet Gestern, 08:39.

Beiträge

  • Heute, 09:17 - Zuletzt bearbeitet Heute, 09:30.

    Österreichs Arbeitnehmer:innen haben alleine im Jahr 2023 
    180 Millionen Mehr- und Überstunden geleistet. 

     

    Davon haben Betriebe 46,6 Millionen(!) Mehr- und Überstunden weder mit Geld noch durch Zeitausgleich abgegolten. 

     

    Die Beschäftigten haben also gratis gearbeitet. 

     

    Frauen sind noch stärker betroffen als Männer.


    [Bei einer durchschnittlichen Arbeitszeit von 40 Stunden/Woche und 52 Wochen im Jahr, ergibt sich eine jährliche Arbeitszeit von 2080 Stunden. 
    Bei 25 Urlaubstagen /Jahr und mehreren gesetzlichen Feiertagen kommt man - je nach individuellen Arbeitsvertrag - in einem Jahr auf eine Zahl zwischen 1 600 und 1800 Arbeitsstunden. 
    46,6 Mio. :  1 700 = ~ 27 412 Arbeitsplätze ]

     

    Missstände! Ausbeutung!

    Es gibt gerade Werbesujets mit der Aufschrift "Die Ärmel hochkrempeln". Das ist blanker Hohn für alle die in Lohnabhängigkeit stehen!

  • Heute, 08:59

     

    Ray:

    Mir ging es nie darum, einzelnen Menschen Schuld zuzuweisen – weder „dem Pöbel“ noch denen, die Überstunden machen müssen, um ihren Alltag zu bewältigen. 

    Mit "Pöbel" sind u.a. die Menschen gemeint, die Überstunden machen. Die hart arbeitende Bevölkerung, die sich was leisten können möchte.

     

    Nicht Arbeitslose, Sozialhilfeempfänger und ähnliche.

  • Heute, 08:57 - Zuletzt bearbeitet Heute, 08:57.

     

    Paul:

    Ach so, jetzt ist vorrangig der Pöbel an der Lage schuld. 😄

     

    Sepp:

    Egoistisch ist der Pöbel nur, weil er sich selber gegenseitig von Generation zu Generation zu einer nie enden wollenden Habgier, unterstützt und noch gefördert von Wirtschaft und Politik, erzogen hat.

    Der eine kann ohne den anderen nicht.

    Und der andere nicht ohne den einen.

  • Heute, 06:38

    Danke für die vielen unterschiedlichen Rückmeldungen.
    Ich glaube, wir reden hier teilweise über dasselbe Problem, aber aus sehr verschiedenen Blickwinkeln.

    Mir ging es nie darum, einzelnen Menschen Schuld zuzuweisen – weder „dem Pöbel“ noch denen, die Überstunden machen müssen, um ihren Alltag zu bewältigen. Dass die meisten nicht freiwillig schuften, ist mir bewusst. Die strukturellen Zwänge sind real.

    Mein Punkt war eher ein grundsätzlicher:
    Dass wir als Gesellschaft ein System akzeptiert haben, in dem Zeit, Ruhe, Beziehungen und Masshalten immer weiter verdrängt werden – und wir das oft als alternativlos hinnehmen. Dabei verlieren wir etwas sehr Menschliches aus dem Blick.

    Es gibt keine einfache Ursache und keinen einzelnen Schuldigen. Es ist ein Zusammenspiel aus wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, politischer Steuerung, gesellschaftlichen Erwartungen und unseren eigenen Entscheidungen – so klein sie im Alltag auch erscheinen mögen.

    Ich wollte zum Nachdenken anregen, nicht spalten.
    Für mich persönlich bleibt die Erkenntnis: Weniger kann oft mehr sein – und nicht alles, was möglich oder profitabel ist, ist auch sinnvoll.

    Damit ist für mich alles gesagt.
    Danke an alle, die sich ernsthaft eingebracht haben. Ich lasse das Thema hier bewusst stehen.

  • Heute, 04:47 - Zuletzt bearbeitet Heute, 05:22.

     

    Paul:

    Ach so, jetzt ist vorrangig der Pöbel an der Lage schuld. 😄

    Das riecht nach Täter-Opfer-Umkehr. Die Lohnabhängigen und Hackler sind auf einmal schuld! Auch, wenn "der Pöbel" über wenig Kenntnisse von den Verflechtungen zwischen Politik, Ökonomie und Finanzmärkten verfügt - die Profite landen nicht beim "Pöbel", sondern bei den Investoren, Spekulant :innen und Aktionär :innen. Wenn schon, dann ist dort die Habgier beheimatet. Liberale Wirtschaftspolitik schafft die Rahmenbedingungen dafür. Dem " Pöbel" Egoismus vorzuwerfen ist eine Chuzpe, denn er zahlt unter anderem die Zeche (für eine vollkommen verfehlte Wirtschafts- und Verteilungspolitik)

    Der Pöbel ist Gierig, Neidisch, Missgünstig, auf die, die es 'geschafft" haben, auf die Aktionãre, Spekulanten, Investoren. Ab und zu schafft es auch einer aus dem Pöbel, was 99%  davon nie erreichen können und bleiben den Rest des Lebens in ihrer eigenen Habgier Gefangen.

    Seit Geburt sehe ich Täglich, was es und wieviel es wirklich zum Leben braucht.

    Mindestens 50% der gesamten Produktion ist mit ganz wenigen ausnahmen überflüssig, unnötig, für das zusammenleben schädlich und (Umelt) zerstörerisch.

    Schafft es einer aus dem Pöbel nach 'oben" ist und bleibt er unzufrieden, Habgierig, Neidisch, Missgünstig auf die 'anderen" Konkurrenten, Wettbewerber und wie sie sonst noch genannt werden und will noch einmal vieeeeel, vieeeeeeeeeeel, vieeeeeeeeeeeel mehr und der erste Mensch dieser Erde hat es Offenbar (bald) geschafft, eine BILLION der wunderschönen US-Dollars auf seinem Konto zu haben, ist damit immer noch unzufrieden, Habgierig und will deswegen nochmals immer noch mehr.

    Diesmal ist das nochmals, noch vieeeeel mehr der MARS und der kleinste Pöbel macht, ohne einen Gedanken zu verschwenden mit, weil er auch 'etwas" erreichen will. Das will ich auch und das habe ich. Genügend essen, ein Dach über dem Kopf, eine Matratze, ein Schrank, Tisch, 4 Stühle, TV, Handy....reicht.

    Draussen ist es noch der ÖV den ich zum Leben WILL und auch mal tatsächlich brauche.

    An Silvester/Neujahr war mir einmal mehr klar geworden, wie zerstörerisch die Habgier des Pöbels geworden ist.......

    Auch der Mount Everest wurde von unten (Pöbel) nach oben (Investoren) gebaut.

    Der Pöbel geht gegen die 'grossen" Demonstrieren, weil er auch mehr will, das ist aber falsch, er muss für allgemein weniger Demonstrieren.....

     

  • Heute, 03:24

    Generell glaube ich nicht, dass Menschen aus Spaß Überstunden machen. Die meisten tun das nicht freiwillig, sondern weil es die Umstände verlangen. Der Trend geht zwar offiziell in Richtung Work-Life-Balance, und zumindest in Österreich wird wieder stärker auf Vollbeschäftigung gesetzt, aber die Realität sieht oft anders aus.


     

    Es fehlen überall Kapazitäten, vor allem im Gesundheits- und Bildungsbereich, aber auch in der Wirtschaft und Industrie. Wenn Personal ausfällt oder Stellen unbesetzt bleiben, muss die Arbeit trotzdem erledigt werden. Hätte ich zu meinem Chef gesagt, ich habe heute keine Zeit, weil ich lieber im Wald spazieren gehe, hätte er mir vermutlich geantwortet, dass ich dann gleich den ganzen Tag im Wald bleiben kann. So funktioniert die Arbeitswelt nun einmal nicht.


     

    Wir haben zudem einen Bevölkerungszuwachs, die Städte wachsen, die Infrastruktur muss mitwachsen, und dafür braucht es schlicht mehr Arbeitsleistung. Es gab ja auch politische Ideen wie die 30-Stunden-Woche, aber selbst deren Befürworter mussten inzwischen einsehen, dass das unter den aktuellen Bedingungen eher eine Illusion ist.


     

    Zumindest für mich gilt: Meine Überstunden habe ich sicher nicht zum Vergnügen gemacht, sondern weil es notwendig war. Und ich denke, damit bin ich nicht allein.


     

  • Heute, 00:50

    Hey Ray,

     

    Sehr gutes Thema. 

    Danke dir. 

    Genau diese Frage stelle ich mir seit ich 16 bin ....und habe Sie mir gerade wieder gestellt und tue es oft .

     

    Wie man eigentlich ständig arbeiten kann und überhaupt keine oder wenig Prioritäten in zwischen Menschliche Beziehungen und ein Dolce Vita,das  Leben genießen und zelebrieren und Interessen pflegen und genießen kann ?

     

    Ich verstehe es nicht.

     

     

    Ich gehöre zum Glück nicht zu diesen Menschen!!

     

     

    Ich bin aber fast täglich erstaunt und baff und fassungslos wie wenig Wertschätzung und Achtsamkeit und Priorotät die meisten Menschen und unsere Gesellschaft in die Pflege von Miteinander  Dolce Vita und Interessen legt!

    Manchmal amüsiert es mich auch .

     

    Das es Menschen wie mich  gibt die zwischen menschliche Beziehungen pflegen und zelebrieren und genießen!

    Und ihre Interessen pflegen und Autodidakten sind, denen das sehr wichtig ist das geht an ca gefühlten 80 - 90 % der Menschen total vorbei.......oder wird unterdrückt (?)

     

     

    Ich finde, man kann an vielen Stellen und auch hier auf der Plattform sehen und beobachten  ,die meisten scheinen zu denken wenn man Menschen begegnen will oder sich kennen lernen will ist das mit Konsum und Geld ausgeben müssen verbunden!

    Man wird ja fast schon gezwungen. 

    Wer keine klassische Arbeit hat ,hat ja scheinbar keine Darseinberechtigung als Mensch?

    Wie  schräg und anmaßend.....

     

    Was für ein absurder Irrglaube. 

    Und vor allem was für ein starres Denken .

     

    Das ist ja sehr unflexibel und unspontan dazu .

     

    Das es so viele Menschen mittlerweile gibt die sich einsam fühlen und deren Freundschaften und Beziehungen kaputt gehen ,mich wundert das nicht......

    Das vielen Menschen zwischen menschliche Nähe fehlt und guter Sex ?........wundert mich auch nicht. 

     

    Wer nicht investiert.......🤷‍♀️

    Wer nicht pflegt und Wertschätzt .

     

    Ich habe zudem nicht das Gefühl die Wahrnehmung das viele deutsche ein Dolce Vita leben .

    Sie würden gerne so tun , aber......

     

    Aber ich kann sagen herzlichen Glückwunsch zum Aufwach Moment......

     

    Schöne Grüße 

    Siena 

  • Gestern, 22:53 - Zuletzt bearbeitet Gestern, 23:02.

    Ach so, jetzt ist vorrangig der Pöbel an der Lage schuld. 😄

    Das riecht nach Täter-Opfer-Umkehr. Die Lohnabhängigen und Hackler sind auf einmal schuld! Auch, wenn "der Pöbel" über wenig Kenntnisse von den Verflechtungen zwischen Politik, Ökonomie und Finanzmärkten verfügt - die Profite landen nicht beim "Pöbel", sondern bei den Investoren, Spekulant :innen und Aktionär :innen. Wenn schon, dann ist dort die Habgier beheimatet. Liberale Wirtschaftspolitik schafft die Rahmenbedingungen dafür. Dem " Pöbel" Egoismus vorzuwerfen ist eine Chuzpe, denn er zahlt unter anderem die Zeche (für eine vollkommen verfehlte Wirtschafts- und Verteilungspolitik)

  • Gestern, 21:46

     

    Monika:

    Es zählt nur noch Geld . Entweder bekommt man es übers Arbeiten oder vom Amt .

    Die Menschen sind egoistisch. Ich arbeite im Gesundheitssystem und sehe jeden Tag die Folgen von diesem Leben . 

    Egoistisch ist der Pöbel nur, weil er sich selber gegenseitig von Generation zu Generation zu einer nie enden wollenden Habgier, unterstützt und noch gefördert von Wirtschaft und Politik, erzogen hat.

    Auch unter dem Deckmantel 'Bildung".....🤪

  • Gestern, 21:33

    Es zählt nur noch Geld . Entweder bekommt man es übers Arbeiten oder vom Amt .

    Die Menschen sind egoistisch. Ich arbeite im Gesundheitssystem und sehe jeden Tag die Folgen von diesem Leben . 

  • Gestern, 18:31

     

    Paul:

     

    Stefan:

     

     

    Auch wenn du ein paar Punkte ansprichst, die man nicht abstreiten kann und sollte, finde ich die Betrachtungsweise zu eindimensional und wenig differenziert. 

    Da bin ich aber froh, dass man "ein paar Punkte nicht abstreiten kann bzw. sollte". 😀

    Und wie eindimensional und wenig differenziert" ist dann eigentlich der Lösungsansatz auf jahrzehntelange Überproduktion und Arbeitswut mimmmimimmm  einhergehenden Reallohnverlusten und am Ende mit immer "Marktbereinigungen" - sprich zugesperrten Betrieben - immer wieder mit dem Argument zu begegnen, dass wir zu wenig arbeiten und noch mehr arbeiten müssten, damit alles besser wird. 😅

     

     

    Schade, dass du es nicht schaffst, auf mein eigentliches Argument einzugehen - wirklich erwartet habe ich es aber sowieso nicht. 

    Daher lassen wir es einfach so stehen und ich wünsche noch einen schönen Abend 🙂.

  • Gestern, 18:18

    Der Admin macht gerade wieder Späße mit mir. 

  • Gestern, 18:16

     

    Stefan:

     

    Paul:

     

     

    Auch wenn du ein paar Punkte ansprichst, die man nicht abstreiten kann und sollte, finde ich die Betrachtungsweise zu eindimensional und wenig differenziert. 

    Da bin ich aber froh, dass man "ein paar Punkte nicht abstreiten kann bzw. sollte". 😀

    Und wie eindimensional und wenig differenziert" ist dann eigentlich der Lösungsansatz auf jahrzehntelange Überproduktion und Arbeitswut mimmmimimmm  einhergehenden Reallohnverlusten und am Ende mit immer "Marktbereinigungen" - sprich zugesperrten Betrieben - immer wieder mit dem Argument zu begegnen, dass wir zu wenig arbeiten und noch mehr arbeiten müssten, damit alles besser wird. 😅

     

     

  • Gestern, 17:59 - Zuletzt bearbeitet Gestern, 18:06.

     

    Paul:

    @"Arbeit"

     

    "Die Tätigen rollen, wie der Stein rollt, gemäß der Dummheit der Mechanik." 

     

    Wir müssen Vollzeiterwerb für alle anstreben sowie einfordern, diesen jedoch drastisch kürzen. 5 Stunden sind weitaus genug.

    (Die Privatwirtschaft wird kräftig dagegen lobbyieren, doch das sollte niemanden stören.)

    .....und die Dümmliche Demografie- Lüge, die unsägliche Wohnungsnöte-Leerräumungen verursachte bekämpfen, in dem möglichst viele ihr Pensum auf 50% bis 80% Reduzieren um so mindestens mal stagnation zu erreichen.

    Auch die angeblich seit mindestens 50 Jahren benötigten Import-Fachkrãfte und sind sie noch so gut, um die Demografie zu bekämpfen, ändern nichts daran, dass auch diese Fachkräfte irgendwann mal Pensioniert sind und dann sollen noch mehr Importiert werden?

    Es braucht die längst überfãllige umkehr.

    Ein Negativwachstum von 0.5% wãre ein Anfang, den man langsam steigern muss

  • Gestern, 17:57

     

    Paul:

     

    Stefan:

    Das Problem von vielen Menschen ist heute doch oftmals gar nicht die übermäßige Arbeit und Erschöpfung, sondern die fehlende Fähigkeit, ihre Freizeit sinnvoll und erholsam zu gestalten - auch wenn das an einigen Stellen Verzicht bzw. Kompromisse bedeutet. Man wird überflutet mit Möglichkeiten - und nicht Wenige wollen immer alles gleichzeitig haben: Familie, Haus, regelmäßige Urlaube, Haustiere, Sport,  großen Freundeskreis, Vereine, Ehrenamt, Ausflüge etc.

    Klar wird das dann irgendwann mit der zur Verfügung stehenden Zeit + Ressourcen kaum noch machbar - der Frust ist vorprogrammiert. 

     

    Vieles davon ist schlicht eine Einstellungssache. Akzeptieren, dass nicht immer alles (gleichzeitig und sofort) möglich ist,  sich auf die Dinge, die möglich sind einlassen, lernen diese zu schätzen und zu genießen - ohne ständig den nächsten Möglichkeiten "hinterherzulaufen". Es ist ein Segen, wenn man es schafft, auch mal für das Hier und Jetzt dankbar zu sein und sich daran zu erfreuen. 

    Meiner Erfahrung nach ist es in den wenigstens Fällen die Arbeit, die Menschen daran hindert.

    Wenn manch einer heute noch immer nicht erkennen kann, dass wir unser Leben größtenteils in sinnbefreiten - also ganz und gar nicht sinnstiftenden - (Erwerb)Arbeitsverhältnissen zur Unterstützung einer wachstumsorientierten Ökonomie verbringen, dann hat man - geschuldet einer seit Jahrzehnten praktizierten Arbeits- bzw. Wettbewerbsideologie - die Oberhoheit über die eigene Vernunft verloren.

    Was wir benötigen und wo wir uns weiterbilden könnten, ist mehr Zeit für die Gestaltung jener Lebensräume aufzuwenden, in denen wir uns selbst vorfinden - in denen wir selbst leben - aber alles ausschließlich unter Berücksichtigung der Privatwirtschaft stattfindet. Krankenhäuser, Wohnen, Pflege, Shopping-Malls, Verkehr etc.

    Daher funktioniert auch so wenig im Interesse aller, weil es immer wieder und vor allem noch immer Menschen gibt, die das " Arbeiten" im Sinne der Nutznießer :innen affirmieren. Mit stupidem Arbeiten - im Interesse privater Akteure ("Unternehmer :innen, Kapitalgesellschaften, Aktionären, Investoren etc.) ernährt ihr in erster Linie nicht euch selbst, sondern die, die sich über eure Arbeit einen von   e u c h   erarbeiteten Mehrwert aneignen. Das ist exakt jener Anteil, der euch als monetäres Arbeitsäquivalent vorenthalten wird. Das ist Sinn und Zweck des "Unternehmertums". Anleitung zur Ausbeutung.

    Zeit mal über den berühmten Tellerrand zu schauen, ein Buch - z. B. über Ökonomie - zu lesen (ebenso Arbeit 😀), damit man durch eigenes Denken in neue Bahnen und damit zu eigenen Erkenntnissen gelangen kann!

    Apropos, die Überflutung durch eine sinnbefreite Unterhaltungs- und Kulturindustrie, in die Flucht physischer Selbstoptimierung oder verheißungsvollen Esoterikwelten - die uns vor allem in der eigenen Handlungsfähigkeit isolieren - funktioniert genau dort besonders gut, wo man sämtliche Ansprüche an das eigene Nachdenken und die eigene Mitgestaltung aufgegeben hat.
     

    ... und immer dann, wenn es an Argumenten fehlt oder gewisse nicht gehört werden wollen, wird der " gesunde Menschenverstand " (ohne Ergebnis) bemüht. 😶

     

    Auch wenn du ein paar Punkte ansprichst, die man nicht abstreiten kann und sollte, finde ich die Betrachtungsweise zu eindimensional und wenig differenziert. 

    Nicht jeder Job in kapitalistischen Gesellschaften ist automatisch "sinnbefreit" - ich denke damit tust du sehr vielen Menschen Unrecht. Und damit meine ich nur die objektive Betrachtung von Sinnhaftigkeit - subjektiv ist das noch ein ganz anderes Thema. 

  • Gestern, 17:40 - Zuletzt bearbeitet Gestern, 17:46.

    @"Arbeit"

     

    "Die Tätigen rollen, wie der Stein rollt, gemäß der Dummheit der Mechanik." 

     

    Wir müssen Vollzeiterwerb für alle anstreben sowie einfordern, diesen jedoch drastisch kürzen. 5 Stunden sind weitaus genug.

    (Die Privatwirtschaft wird kräftig dagegen lobbyieren, doch das sollte niemanden stören.)

  • Gestern, 17:20 - Zuletzt bearbeitet Gestern, 17:23.

    Diesen Blödsinn, wie du ihn Beschreibst, habe ich noch nie mitgemacht und werde nie mitmachen.

    Nicht beim Konsumwahnsinn, nicht beim zwangsläufig dazugehörenden wegwerfwahnsinn und nicht beim völligen überfluss-produktionswahnsinn, von dem mindestens 50% weggelassen werden könnte, ohne dass etwas fehlen würde.

    Es ist mir immer eine Freude und Bestätigung, wenn ich von Psychiatrieneubauten usw. Lesen kann, von überfüllten Praxen die keine neuen Termine mehr vergeben um doch noch am Hamster-Rad mitdrehen zu können weil der Chef.......😜😜😜😜😝

  • Gestern, 16:35 - Zuletzt bearbeitet Gestern, 16:38.

     

    Stefan:

    Das Problem von vielen Menschen ist heute doch oftmals gar nicht die übermäßige Arbeit und Erschöpfung, sondern die fehlende Fähigkeit, ihre Freizeit sinnvoll und erholsam zu gestalten - auch wenn das an einigen Stellen Verzicht bzw. Kompromisse bedeutet. Man wird überflutet mit Möglichkeiten - und nicht Wenige wollen immer alles gleichzeitig haben: Familie, Haus, regelmäßige Urlaube, Haustiere, Sport,  großen Freundeskreis, Vereine, Ehrenamt, Ausflüge etc.

    Klar wird das dann irgendwann mit der zur Verfügung stehenden Zeit + Ressourcen kaum noch machbar - der Frust ist vorprogrammiert. 

     

    Vieles davon ist schlicht eine Einstellungssache. Akzeptieren, dass nicht immer alles (gleichzeitig und sofort) möglich ist,  sich auf die Dinge, die möglich sind einlassen, lernen diese zu schätzen und zu genießen - ohne ständig den nächsten Möglichkeiten "hinterherzulaufen". Es ist ein Segen, wenn man es schafft, auch mal für das Hier und Jetzt dankbar zu sein und sich daran zu erfreuen. 

    Meiner Erfahrung nach ist es in den wenigstens Fällen die Arbeit, die Menschen daran hindert.

    Wenn manch einer heute noch immer nicht erkennen kann, dass wir unser Leben größtenteils in sinnbefreiten - also ganz und gar nicht sinnstiftenden - (Erwerb)Arbeitsverhältnissen zur Unterstützung einer wachstumsorientierten Ökonomie verbringen, dann hat man - geschuldet einer seit Jahrzehnten praktizierten Arbeits- bzw. Wettbewerbsideologie - die Oberhoheit über die eigene Vernunft verloren.

    Was wir benötigen und wo wir uns weiterbilden könnten, ist mehr Zeit für die Gestaltung jener Lebensräume aufzuwenden, in denen wir uns selbst vorfinden - in denen wir selbst leben - aber alles ausschließlich unter Berücksichtigung der Privatwirtschaft stattfindet. Krankenhäuser, Wohnen, Pflege, Shopping-Malls, Verkehr etc.

    Daher funktioniert auch so wenig im Interesse aller, weil es immer wieder und vor allem noch immer Menschen gibt, die das " Arbeiten" im Sinne der Nutznießer :innen affirmieren. Mit stupidem Arbeiten - im Interesse privater Akteure ("Unternehmer :innen, Kapitalgesellschaften, Aktionären, Investoren etc.) ernährt ihr in erster Linie nicht euch selbst, sondern die, die sich über eure Arbeit einen von   e u c h   erarbeiteten Mehrwert aneignen. Das ist exakt jener Anteil, der euch als monetäres Arbeitsäquivalent vorenthalten wird. Das ist Sinn und Zweck des "Unternehmertums". Anleitung zur Ausbeutung.

    Zeit mal über den berühmten Tellerrand zu schauen, ein Buch - z. B. über Ökonomie - zu lesen (ebenso Arbeit 😀), damit man durch eigenes Denken in neue Bahnen und damit zu eigenen Erkenntnissen gelangen kann!

    Apropos, die Überflutung durch eine sinnbefreite Unterhaltungs- und Kulturindustrie, in die Flucht physischer Selbstoptimierung oder verheißungsvollen Esoterikwelten - die uns vor allem in der eigenen Handlungsfähigkeit isolieren - funktioniert genau dort besonders gut, wo man sämtliche Ansprüche an das eigene Nachdenken und die eigene Mitgestaltung aufgegeben hat.
     

    ... und immer dann, wenn es an Argumenten fehlt oder gewisse nicht gehört werden wollen, wird der " gesunde Menschenverstand " (ohne Ergebnis) bemüht. 😶

  • Gestern, 13:23

    Das Problem von vielen Menschen ist heute doch oftmals gar nicht die übermäßige Arbeit und Erschöpfung, sondern die fehlende Fähigkeit, ihre Freizeit sinnvoll und erholsam zu gestalten - auch wenn das an einigen Stellen Verzicht bzw. Kompromisse bedeutet. Man wird überflutet mit Möglichkeiten - und nicht Wenige wollen immer alles gleichzeitig haben: Familie, Haus, regelmäßige Urlaube, Haustiere, Sport,  großen Freundeskreis, Vereine, Ehrenamt, Ausflüge etc.

    Klar wird das dann irgendwann mit der zur Verfügung stehenden Zeit + Ressourcen kaum noch machbar - der Frust ist vorprogrammiert. 

     

    Vieles davon ist schlicht eine Einstellungssache. Akzeptieren, dass nicht immer alles (gleichzeitig und sofort) möglich ist,  sich auf die Dinge, die möglich sind einlassen, lernen diese zu schätzen und zu genießen - ohne ständig den nächsten Möglichkeiten "hinterherzulaufen". Es ist ein Segen, wenn man es schafft, auch mal für das Hier und Jetzt dankbar zu sein und sich daran zu erfreuen. 

    Meiner Erfahrung nach ist es in den wenigstens Fällen die Arbeit, die Menschen daran hindert.

  • Gestern, 09:58

     

    Ray:

    Hallo Mandi, ich mach dies heute noch und teilweise sogar mit meinem 29 Jährigen Sohn. Es gibt nichts schöneres als sich in der Natur aufzuhalten und Beeren zu pflücken und sich gleich in den Mund stossen. 

    Sehr schön! Wenn er es an seine Kinder oder du an deine Enkel weitergibst - Perfekt.

    Also als Option natürlich nur.

     

    Andererseits, wenn alle in den Wald stürmen um Beeren zu pflücken und Pilze zu sammeln? Aber das ist eine andere Geschichte.

     

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