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  • Warum Single? Beziehungsmüde!?, Beziehungsweise:

    Diskussion · 290 Beiträge · 20 Gefällt mir · 6.163 Aufrufe

     Warum sind so viele Menschen Single? Beziehungsmüde, Beziehungsunfähig, Single eine besondere bewusste Lebensweise!? Was bedarf es an Beziehung? Katalog denken!? 

    26.01.26, 18:34

Beiträge

  • 31.01.26, 09:12 - Zuletzt bearbeitet 31.01.26, 09:21.

     

    Thomas:

    Heutzutage wird man durch die Werbung und viele andere Dinge manipuliert und einem vorgegaukelt, dass eine neue Beziehung besser ist und man nicht an einer alten Beziehung arbeiten bräuchte. Sehe ich etwas anders....

    In welcher Werbung sieht man denn das?

    Man möge mir mein Unwissen verzeihen, denn ich sehe nur die Werbung, die mir am Laptop eingeblendet wird, im Moment hier gerade für Filzstiefel, Batterieradio und - Damenbekleidung(???).

  • 31.01.26, 00:03

    Man kann die Menschen nicht ersetzen …. solange beide bereit sind daran zu bleiben kann es nur ein Gewinn sein…..Es braucht beide und es scheitern auch beide wenn es zur Trennung kommt. Das ist oft der Fehler, die ganze Schuld am Scheitern wird dem Partner gegeben und man stürzt sich oft unreflektiert in die nächste Beziehung die genauso scheitern wird…..

    Zum Glück gibt es Beziehungen die funktionieren, die haben sich zusammengerauft und sich so gestärkt.

    Thomas:

     

    Karin:

    Eben, diese Art von Beziehung tut niemandem gut, es verbiegen sich beide dem Frieden zu liebe und sind unehrlich bis es nicht mehr geht. Streit ist nicht ein Freibrief zum unhöflich sein oder respektlos sondern eine Meinungsverschiedenheit die wohlwollend zu klären ist.

    Es kann sein, dass einem der Kragen platzt, dann sollte man sich beruhigen und auf den anderen zu gehen um sich für den Ausbruch zu entschuldigen und erklären warum man so reagierte. Das soll platz haben, wenn man sich entschieden hat, den anderen so zu nehmen wie er ist, mit allen Marotten Ecken und Kanten um geweinsam zu wachsen……

     

    Ich weiß zwar nicht, warum es keine harmonischen Beziehungen geben soll, aber Kommunikation und Konfliktfähigkeit ist schon elementar wichtig.

    Heutzutage wird man durch die Werbung und viele andere Dinge manipuliert und einem vorgegaukelt, dass eine neue Beziehung besser ist und man nicht an einer alten Beziehung arbeiten bräuchte. Sehe ich etwas anders....

     

  • 30.01.26, 23:55

     

    Karin:

    Eben, diese Art von Beziehung tut niemandem gut, es verbiegen sich beide dem Frieden zu liebe und sind unehrlich bis es nicht mehr geht. Streit ist nicht ein Freibrief zum unhöflich sein oder respektlos sondern eine Meinungsverschiedenheit die wohlwollend zu klären ist.

    Es kann sein, dass einem der Kragen platzt, dann sollte man sich beruhigen und auf den anderen zu gehen um sich für den Ausbruch zu entschuldigen und erklären warum man so reagierte. Das soll platz haben, wenn man sich entschieden hat, den anderen so zu nehmen wie er ist, mit allen Marotten Ecken und Kanten um geweinsam zu wachsen……

    Thomas:

     

    Ehrlich gesagt waren meine Beziehungen immer sehr harmonisch.

    Gefehlt hat dann leider die offene Kommunikation, damit Probleme gelöst werden können und nicht zu einer Trennung führen.

     

    Ich weiß zwar nicht, warum es keine harmonischen Beziehungen geben soll, aber Kommunikation und Konfliktfähigkeit ist schon elementar wichtig.

    Heutzutage wird man durch die Werbung und viele andere Dinge manipuliert und einem vorgegaukelt, dass eine neue Beziehung besser ist und man nicht an einer alten Beziehung arbeiten bräuchte. Sehe ich etwas anders....

  • 30.01.26, 23:49

    Eben, diese Art von Beziehung tut niemandem gut, es verbiegen sich beide dem Frieden zu liebe und sind unehrlich bis es nicht mehr geht. Streit ist nicht ein Freibrief zum unhöflich sein oder respektlos sondern eine Meinungsverschiedenheit die wohlwollend zu klären ist.

    Es kann sein, dass einem der Kragen platzt, dann sollte man sich beruhigen und auf den anderen zu gehen um sich für den Ausbruch zu entschuldigen und erklären warum man so reagierte. Das soll platz haben, wenn man sich entschieden hat, den anderen so zu nehmen wie er ist, mit allen Marotten Ecken und Kanten um geweinsam zu wachsen……

    Thomas:

     

    Karin:

    Streit oder klarer Meinungsaustausch braucht es, nur Harmonie ist nicht natürlich. Wenn beide sich selber sein können und trotzdem den Anderen Willkommen heissen…. Was beim Streit dazu gehört ist dieBereitschaft die Gefühle und der Standpunkt des anderen verstehen zu wollen, sich lieb haben auch nach oder trotz Streit und auch ganz klar seinen eigenen Standpunkt vertreten.

    Dann findet man ein Weg, der für beide passt und beide fühlen sich angenommen.

     

    Ehrlich gesagt waren meine Beziehungen immer sehr harmonisch.

    Gefehlt hat dann leider die offene Kommunikation, damit Probleme gelöst werden können und nicht zu einer Trennung führen.

     

  • 30.01.26, 23:39

     

    Karin:

    Streit oder klarer Meinungsaustausch braucht es, nur Harmonie ist nicht natürlich. Wenn beide sich selber sein können und trotzdem den Anderen Willkommen heissen…. Was beim Streit dazu gehört ist dieBereitschaft die Gefühle und der Standpunkt des anderen verstehen zu wollen, sich lieb haben auch nach oder trotz Streit und auch ganz klar seinen eigenen Standpunkt vertreten.

    Dann findet man ein Weg, der für beide passt und beide fühlen sich angenommen.

    Thomas:

     

    Ist es nicht häufig so, daß in einer harmonischen Beziehung, einige Frauen das Interesse verlieren?

    Welches Machtdenken genau und wie müssen sich Männer und Frauen jeweils verhalten?

     

    Ehrlich gesagt waren meine Beziehungen immer sehr harmonisch.

    Gefehlt hat dann leider die offene Kommunikation, damit Probleme gelöst werden können und nicht zu einer Trennung führen.

  • 30.01.26, 23:27

    Streit oder klarer Meinungsaustausch braucht es, nur Harmonie ist nicht natürlich. Wenn beide sich selber sein können und trotzdem den Anderen Willkommen heissen…. Was beim Streit dazu gehört ist dieBereitschaft die Gefühle und der Standpunkt des anderen verstehen zu wollen, sich lieb haben auch nach oder trotz Streit und auch ganz klar seinen eigenen Standpunkt vertreten.

    Dann findet man ein Weg, der für beide passt und beide fühlen sich angenommen.

    Thomas:

     

    Karin:

    Was würde helfen? 
    Wenn die Menschen die Fähigkeit hätten ehrlich, wohlwollend  und offen zu sein.

    wenn nicht das Machtdenken und Frauen sind so und Männer sind so und man hat sich dementsprechend zu verhalten🙂‍↔️

     

     

    Ist es nicht häufig so, daß in einer harmonischen Beziehung, einige Frauen das Interesse verlieren?

    Welches Machtdenken genau und wie müssen sich Männer und Frauen jeweils verhalten?

     

  • 30.01.26, 23:20

     

    Karin:

    Was würde helfen? 
    Wenn die Menschen die Fähigkeit hätten ehrlich, wohlwollend  und offen zu sein.

    wenn nicht das Machtdenken und Frauen sind so und Männer sind so und man hat sich dementsprechend zu verhalten🙂‍↔️

     

    Thomas:

    Was würde helfen, damit es nicht mehr so viele Singles gibt? (postive Denkweise)

     

    Ist es nicht häufig so, daß in einer harmonischen Beziehung, einige Frauen das Interesse verlieren?

    Welches Machtdenken genau und wie müssen sich Männer und Frauen jeweils verhalten?

  • 30.01.26, 23:15

    Was würde helfen? 
    Wenn die Menschen die Fähigkeit hätten ehrlich, wohlwollend  und offen zu sein.

    wenn nicht das Machtdenken und Frauen sind so und Männer sind so und man hat sich dementsprechend zu verhalten🙂‍↔️

     

    Thomas:

    Was würde helfen, damit es nicht mehr so viele Singles gibt? (postive Denkweise)

     

  • 30.01.26, 23:04

    Was würde helfen, damit es nicht mehr so viele Singles gibt? (postive Denkweise)

  • 30.01.26, 18:56

     

    Colin:

     

    Britta:

    Nach 2 gescheiterten Langzeitbeziehungen, in denen ich meine Bedürfnisse ordentlich zurückstellen musste,habe ich beschlossen Single zu bleiben. 

    Anscheinend sind meine Ansprüche zu hoch.😁


    Ja, manchmal haben auch wir Männer Kopfschmerzen. 😈😇

    Das habe ich gemerkt. 😅

  • 30.01.26, 17:42

     

    Michael:

    Nach 20 Jahren Ehe mit 2 Kindern und 6 Jahren Ehe mit einem weiteren Kind  im selben Haushalt sowie 4 heißen Kurzbeziehungen in getrennten Haushalten, geht mir auch schön langsam die Luft aus 😅

    … das Geld wahrscheinlich auch, oder? 😀

  • 30.01.26, 17:41

    Nach 20 Jahren Ehe mit 2 Kindern und 6 Jahren Ehe mit einem weiteren Kind  im selben Haushalt sowie 4 heißen Kurzbeziehungen in getrennten Haushalten, geht mir auch schön langsam die Luft aus 😅

  • 30.01.26, 17:34

     

    Britta:

    Nach 2 gescheiterten Langzeitbeziehungen, in denen ich meine Bedürfnisse ordentlich zurückstellen musste,habe ich beschlossen Single zu bleiben. 

    Anscheinend sind meine Ansprüche zu hoch.😁


    Ja, manchmal haben auch wir Männer Kopfschmerzen. 😈😇

  • 30.01.26, 15:45

    Nach 2 gescheiterten Langzeitbeziehungen, in denen ich meine Bedürfnisse ordentlich zurückstellen musste,habe ich beschlossen Single zu bleiben. 

    Anscheinend sind meine Ansprüche zu hoch.😁

  • 30.01.26, 13:13

     

    Tina:

     

    Thomas:

     Das Beispiel mit den 3-5 Minuten kam aus keiner Beziehung. Das war ein Beispiel aus einem Treffen mit einer Russin und da können 3-5 Minuten schon den Unterschied machen. Diese Bekannte war da nämlich wieder weg, bei einem harmolosen Treffen zum Tischtennis spielen.
    Mein Fahrradunfall war egal...

     

    Hast du die Info, dass es eine Russin war, eingefügt, weil du vermutest, dass ihr Verhalten von ihrem kulturellen Hintergrund beeinflusst war?

    Absolut, das habe ich auch schon bei anderen Russinen mitbekommen und erzählt bekommen. Ist natürlich nicht pauschal zu sagen...

  • 30.01.26, 12:38

     

    Thomas:

     Das Beispiel mit den 3-5 Minuten kam aus keiner Beziehung. Das war ein Beispiel aus einem Treffen mit einer Russin und da können 3-5 Minuten schon den Unterschied machen. Diese Bekannte war da nämlich wieder weg, bei einem harmolosen Treffen zum Tischtennis spielen.
    Mein Fahrradunfall war egal...

    Tommy:

     

     

    Hallo Thomas,

     

    der Punkt mit den 3–5 Minuten Verspätung hat mich nachdenklich gemacht.
    Ging es denn nur darum oder gab es da bereits beim Gegenüber vorher Zweifel, Skepsis oder innere Vorentscheidungen, die im Raum standen? 

     

    Manchmal gehen wir ja schon mit einer gewissen inneren Distanz oder Erwartungshaltung in ein Kennenlernen. Dann kann ein kleiner Anlass reichen, um etwas zu beenden, was innerlich vielleicht ohnehin nicht wirklich getragen war.
    Das muss nichts Schlechtes sein, aber es verschiebt den Blick weg vom einzelnen Ereignis hin Bereitschaft.

    Damit meine ich nicht, dass man alles tolerieren oder sich selbst verbiegen sollte.
    Aber was ist Auslöser und was ist Anlass?
    Welchen Anteil haben wir selbst daran, wie streng oder nachsichtig wir an dieser Stelle reagieren?

     

    Vielleicht liegt Beziehungsmüdigkeit in der Mischung aus vielen Erfahrungen, Vorsicht, Vorannahmen und der Schwierigkeit, noch offenzubleiben, ohne sich selbst zu verlieren.

     

    Vermutlich gibt es auf manches keine saubere Antwort.

    Nicht alles lässt sich auflösen oder gerecht einordnen. Manchmal sind Dinge einfach so, wie sie sind, auch wenn sie sich unfair oder unbefriedigend anfühlen.

     

    Hast du die Info, dass es eine Russin war, eingefügt, weil du vermutest, dass ihr Verhalten von ihrem kulturellen Hintergrund beeinflusst war?

  • 30.01.26, 11:46

     Das Beispiel mit den 3-5 Minuten kam aus keiner Beziehung. Das war ein Beispiel aus einem Treffen mit einer Russin und da können 3-5 Minuten schon den Unterschied machen. Diese Bekannte war da nämlich wieder weg, bei einem harmolosen Treffen zum Tischtennis spielen.
    Mein Fahrradunfall war egal...

    Tommy:

     

    Thomas:

     

     

    Hallo Thomas,

     

    der Punkt mit den 3–5 Minuten Verspätung hat mich nachdenklich gemacht.
    Ging es denn nur darum oder gab es da bereits beim Gegenüber vorher Zweifel, Skepsis oder innere Vorentscheidungen, die im Raum standen? 

     

    Manchmal gehen wir ja schon mit einer gewissen inneren Distanz oder Erwartungshaltung in ein Kennenlernen. Dann kann ein kleiner Anlass reichen, um etwas zu beenden, was innerlich vielleicht ohnehin nicht wirklich getragen war.
    Das muss nichts Schlechtes sein, aber es verschiebt den Blick weg vom einzelnen Ereignis hin Bereitschaft.

    Damit meine ich nicht, dass man alles tolerieren oder sich selbst verbiegen sollte.
    Aber was ist Auslöser und was ist Anlass?
    Welchen Anteil haben wir selbst daran, wie streng oder nachsichtig wir an dieser Stelle reagieren?

     

    Vielleicht liegt Beziehungsmüdigkeit in der Mischung aus vielen Erfahrungen, Vorsicht, Vorannahmen und der Schwierigkeit, noch offenzubleiben, ohne sich selbst zu verlieren.

     

    Vermutlich gibt es auf manches keine saubere Antwort.

    Nicht alles lässt sich auflösen oder gerecht einordnen. Manchmal sind Dinge einfach so, wie sie sind, auch wenn sie sich unfair oder unbefriedigend anfühlen.

     

  • 30.01.26, 11:15

     

    Tommy:

     

    Tina:


    Erstmal danke, dass wir uns Perspektiven öffnen, diese nebeneinander stehenlassen können und angenehm miteinander schreiben.

    Vielleicht hilft es allgemein, an der Stelle noch einmal klarzumachen, auf welcher Ebene wir hier sprechen.

    Vieles, was wir und andere hier einbringen, sind zwangsläufig persönliche Erfahrungen. Anekdoten. Und die unterscheiden sich enorm.

     

    Ich kann für mich sagen, dass ich Anfang 20 in einer sehr prägenden Beziehung ein Muster erkannt habe, bei dem mir im Nachhinein klar war, so darf und will ich Beziehung nie wieder gestalten.

    Diese Erkenntnis hatte nichts mit Reife im moralischen Sinne zu tun, sondern schlicht mit Erfahrung. Andere machen solche Erfahrungen früher, andere deutlich später, manche vielleicht nur in Teilbereichen.

     

    Möglicherweise geht es dabei nicht einmal nur um Beziehungserfahrungen.

    Viele erkennen erst im fortgeschrittene Erwachsenenalter, dass sie eine Menge Bullshit aus Kindheit und Jugend mitbringen, der Bindungs- und Konfliktverhalten massiv prägt.

    D. h. nicht, dass etwas falsch mit ihnen ist. Prägungen wirken leider oft lange und unbewusst.

     

    Manche waren deshalb vielleicht nie wirklich in der Lage, längerfristig harmonische Bindungen einzugehen. Einfach nur wegen der eigenen Muster und nicht wegen des Verhaltens des Gegenübers.

    Diese Einsichten entstehen nicht zwingend durch Partnerschaften.

    Sie können genauso aus jahrelangem Frust im Beruf, aus familiären Dynamiken oder immer wiederkehrenden Konflikten im eigenen Leben entstehen.
    Für mein Leben sehe ich ein Puzzle aus mehreren Bereichen.


    Beziehungsmüdigkeit ist kein einfaches oder eindimensionales Phänomen.

    Der Begriff klingt zunächst banal und fast abgenutzt, greift aber inhaltlich sehr kurz.

     

    Was hier unter Beziehungsmüdigkeit verhandelt wird, reicht von individuellen Prägungen über Kommunikationsmuster und Bindungserfahrungen bis hin zu biografischen Brüchen und langfristigen inneren Konflikten.

    In dieser Komplexität lässt sich das kaum auf einzelne Ursachen oder schnelle Erklärungen reduzieren.

    Vielleicht erklärt das, warum die Antworten so unterschiedlich ausfallen und warum einfache Fragen dem Thema am Ende nicht wirklich gerecht werden.

    Nochmals danke und hab einen guten Start ins Wochenende.

    Ich bin sehr für "Perspektiven eröffnen und nebeneinander stehen lassen" und möchte auf deine Ausführungen eingehen, wenn ich mehr Zeit hab.

    Bis dahin ebenso vielen Dank und ein schönes Wochenende!

  •  

    Thomas:

     

    manchmal sind 3-5 Minuten verspätung schon zuviel. 

     

    Hallo Thomas,

     

    der Punkt mit den 3–5 Minuten Verspätung hat mich nachdenklich gemacht.
    Ging es denn nur darum oder gab es da bereits beim Gegenüber vorher Zweifel, Skepsis oder innere Vorentscheidungen, die im Raum standen? 

     

    Manchmal gehen wir ja schon mit einer gewissen inneren Distanz oder Erwartungshaltung in ein Kennenlernen. Dann kann ein kleiner Anlass reichen, um etwas zu beenden, was innerlich vielleicht ohnehin nicht wirklich getragen war.
    Das muss nichts Schlechtes sein, aber es verschiebt den Blick weg vom einzelnen Ereignis hin Bereitschaft.

    Damit meine ich nicht, dass man alles tolerieren oder sich selbst verbiegen sollte.
    Aber was ist Auslöser und was ist Anlass?
    Welchen Anteil haben wir selbst daran, wie streng oder nachsichtig wir an dieser Stelle reagieren?

     

    Vielleicht liegt Beziehungsmüdigkeit in der Mischung aus vielen Erfahrungen, Vorsicht, Vorannahmen und der Schwierigkeit, noch offenzubleiben, ohne sich selbst zu verlieren.

     

    Vermutlich gibt es auf manches keine saubere Antwort.

    Nicht alles lässt sich auflösen oder gerecht einordnen. Manchmal sind Dinge einfach so, wie sie sind, auch wenn sie sich unfair oder unbefriedigend anfühlen.

  •  

    Tina:


    Erstmal danke, dass wir uns Perspektiven öffnen, diese nebeneinander stehenlassen können und angenehm miteinander schreiben.

    Vielleicht hilft es allgemein, an der Stelle noch einmal klarzumachen, auf welcher Ebene wir hier sprechen.

    Vieles, was wir und andere hier einbringen, sind zwangsläufig persönliche Erfahrungen. Anekdoten. Und die unterscheiden sich enorm.

     

    Ich kann für mich sagen, dass ich Anfang 20 in einer sehr prägenden Beziehung ein Muster erkannt habe, bei dem mir im Nachhinein klar war, so darf und will ich Beziehung nie wieder gestalten.

    Diese Erkenntnis hatte nichts mit Reife im moralischen Sinne zu tun, sondern schlicht mit Erfahrung. Andere machen solche Erfahrungen früher, andere deutlich später, manche vielleicht nur in Teilbereichen.

     

    Möglicherweise geht es dabei nicht einmal nur um Beziehungserfahrungen.

    Viele erkennen erst im fortgeschrittene Erwachsenenalter, dass sie eine Menge Bullshit aus Kindheit und Jugend mitbringen, der Bindungs- und Konfliktverhalten massiv prägt.

    D. h. nicht, dass etwas falsch mit ihnen ist. Prägungen wirken leider oft lange und unbewusst.

     

    Manche waren deshalb vielleicht nie wirklich in der Lage, längerfristig harmonische Bindungen einzugehen. Einfach nur wegen der eigenen Muster und nicht wegen des Verhaltens des Gegenübers.

    Diese Einsichten entstehen nicht zwingend durch Partnerschaften.

    Sie können genauso aus jahrelangem Frust im Beruf, aus familiären Dynamiken oder immer wiederkehrenden Konflikten im eigenen Leben entstehen.
    Für mein Leben sehe ich ein Puzzle aus mehreren Bereichen.


    Beziehungsmüdigkeit ist kein einfaches oder eindimensionales Phänomen.

    Der Begriff klingt zunächst banal und fast abgenutzt, greift aber inhaltlich sehr kurz.

     

    Was hier unter Beziehungsmüdigkeit verhandelt wird, reicht von individuellen Prägungen über Kommunikationsmuster und Bindungserfahrungen bis hin zu biografischen Brüchen und langfristigen inneren Konflikten.

    In dieser Komplexität lässt sich das kaum auf einzelne Ursachen oder schnelle Erklärungen reduzieren.

    Vielleicht erklärt das, warum die Antworten so unterschiedlich ausfallen und warum einfache Fragen dem Thema am Ende nicht wirklich gerecht werden.

    Nochmals danke und hab einen guten Start ins Wochenende.

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