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  • Zusagen oder Zerpflücken? Warum mich als Organisator Detailfragen nerven

    Diskussion · 65 Beiträge · 18 Gefällt mir · 2.007 Aufrufe

    Hallo mich würde eure Meinung zu folgendem Thema interessieren. Ich erstelle hier seit einigen Jahren Events und erlebe immer wieder, dass ich sehr viele Fragen zum genauen Ablauf von Events bekomme. 

    Hier sind ein paar Beispiele: 

    Beim Spieleabend: Welche Spiele spielt ihr genau? 
    Beim Chor-Singen: Welche Lieder singt ihr? 
    Bei Wanderungen: Wie sieht die exakte Route aus? 

    Diese fragen nerven mich immer extrem, weil es meistens selbst nicht weiß. Detailfragen im Chat zu beantworten kostet mich oft 20 Minuten oder mehr Zeit. Weil ich z.B. eine Spiele-Liste anfertigen müsste, dafür zum Regal gehen und mir die Namen aufschreiben, eine Wanderroute in Maps zeichnen oder die Gesangslehrerin anschreiben und fragen, welche Lieder sie für den Tag plant. 

     

    Um das klarzustellen: Mir geht es in dieser Diskussion nur um Fragen zum Ablauf. Fragen zu Location und Uhrzeit beantworte ich selbstverständlich immer gerne. Es ist wichtig, dass Teilnehmer*innen zum Event hin finden. Da hat man als Organisator eine Informationspflicht. Personen die dies nachfragen, kommen auch fast immer verlässlich. 
     

    Aber bei Detailfragen sehe ich das anders. Da denke ich mir: "Wenn ihr wissen wollt wie das Event genau ist. Dann kommt einfach oder lasst es bleiben. Statt erst eine Stunde hin und her zu schreiben." 
    Ich kann selbst im Vorhinein nicht genau sagen wie es wird. Es ist immer ganz verschieden. 

    Ich habe generell die Erfahrung gemacht, dass es nichts bringt Detailfragen Fragen zum Ablauf zu beantworten. Weil die Personen, die am meisten Detailfragen stellen, am häufigsten absagen. 
    Früher habe ich mir oft die Mühe gemacht Detailfragen zu beantworten und meistens haben die Personen dann abgesagt, weil ihnen die Spiele, Wanderroute etc. nicht gefallen haben und ich mir umsonst die Arbeit gemacht. Und das obwohl im Eventtext bereits die Spiele-Genres oder ungefähre Wanderroute mit Start und Ziel angegeben war. 

     

    Eine Frau hat mich mindestens drei Mal zu Spieleabenden angeschrieben und mir fragen gestellt, z.B. als 8 Anmeldungen waren, ob wir zu 8. spielen oder uns auf 2 Tische aufteilen. Beim 3. Mal wurde es mir zu blöd und ich habe sie blockiert, weil sie kein einziges Mal wirklich gekommen ist und ich nicht mehr mit jemandem chatten wollte, der nie kommt. 

     

    Ich habe mir jetzt generell angewöhnt fragen, zum genauen Ablauf nicht mehr zu beantworten und verschiebe sie meistens einfach in den Papierkorb, weil mir einfach die Zeit dafür fehlt. Ich will nicht mit fremden Menschen eine Stunde herum schreiben, die dann eh nicht kommen. Bei Events wo schon 10 andere angemeldet sind.  

     

    Denkt ihr ist das okay? Ich möchte wissen was eure Meinung dazu ist. 

     

    Meine Meinung ist entweder man kommt zum Event, schaut es sich an und lässt sich überraschen oder man lässt es bleiben. Aber wieso wird man als Organisator so oft zu allen Details ausgefragt? 


    Es gehört denke ich zum Besuch eines Events immer eine gewisse Ungewissheit. Geplante Abläufe müssen laufend geändert werden. Wenn etwas organisatorisch nicht passt. Wenn von 8 Angemeldeten nur 4 Leute beim Spieleabend auftauchen kann ich nicht mein Spiel das erst ab 6 Leuten geht spielen. 

     

    Ich entscheide auch am liebsten spontan welche Spiele ich beim Spieleabend einpacke und will das nicht im Vorhinein planen. Das hängt halt oft auch davon ab, wie viele Anmeldungen es gibt. Wenn ich einer Person schreibe was ich mitnehme, muss ich mich im Vorhinein schon festlegen. 

    Bei Gesangs Events lasse ich mich gerne überraschen, welche Lieder kommen. Ich kenne auch die Namen der meisten Lieder nicht. Es ist die Entscheidung vom Trainer was er am jeweiligen Tag macht. Wenn ich so eine Aktivität erstelle, suche ich Leute die einfach mit kommen und ohne dutzende Detailfragen zu stellen. Ich verliere immer mehr die Lust überhaupt solche Aktivitäten zu erstellen. Und gehe immer öfter alleine zu Aktivitäten ohne zu fragen wer mit will. 

    31.01.26, 09:19 - Zuletzt bearbeitet 31.01.26, 09:20.

Beiträge

  • 31.01.26, 10:37
    ✗ Dieser Inhalt wurde von Thomas wieder gelöscht.
  • 31.01.26, 10:25 - Zuletzt bearbeitet 31.01.26, 10:33.

    Es ist eine Kunst, z. B. ein neues Buch, einen neuen Film, oder auch ein Seminar oder ein Social Event anzukündigen und dabei gerade soviel über den Inhalt/Ablauf zu sagen, dass die Leute neugierig werden und kommen/ggfs. kaufen, ohne aber zu viel zu sagen, dass es schon wieder platt und langweilig wird.

    Es ist und bleibt ein Balanceakt.

     

    Meine eigene Erfahrung im Gruppenleiten hat mich gelehrt, dass tendenziell die, die am meisten fragen, am wenigsten interessiert sind. Klingt paradox, hat sich aber so gezeigt.

     

    Dabei bin ich selbst eine begnadete Fragerin. Allerdings gebe ich der Leitung immer meinen Grund an, WARUM ich genau diese Frage stelle, warum es für mich sehr wichtig ist. Das hilft meistens.

     

    Konkret:

    Wenn ich einen Spieleabend ankündigen wollte, nenne ich ein paar typische Spiele, die den Charakter und die Richtung zeigen.

    Bei einer Wanderung nenne ich Länge, ungefähre Dauer, Fitnesslevel und notwendige Ausrüstung, ggfs. einen Zielpunkt, z. B. ein Lokal oder eine Sehenswürdigkeit.

    Bei einem Seminar/Training nenne ich Thema, Interessengruppe, Lerninhalte und was die Teilnehmer davon haben, wenn sie teilnehmen.

    Ich frage mich: Was würde ich selbst wissen wollen, wenn ich so eine Ankündigung lese, und was würde mich motivieren?

    Berechtigte Nachfragen könnte ich in eine Art FAQ-Liste aufnehmen und unter der Beschreibung posten.

    Andere würde ich so beantworten:

    "Finde es heraus!"

     

    Die Entscheidung darüber, ob ich eine Frage als berechtigt oder unberechtigt betrachte, bleibt ganz allein mir überlassen.

    Ich entscheide subjektiv für mich, wieviel Zeit und Kraft ich jeweils investieren will.

  • 31.01.26, 09:58

    Bei allen drei von dir genannten Beispielen würde ich genau diese Angaben bereits in der Ankündigung erwarten, die nachgefragt worden sind. Es sind für mich einfach "Essentials". Was soll ich bei einem Spieleabend, bei dem ich die Spiele nicht kenne*? Was soll ich in einem Chor, bei dem ich die Lieder nicht kenne*? Was soll ich bei einer Wanderung, wenn ich die Länge / Hm nicht kenne?

    *Ausnahme, es soll neu erarbeitet werden, aber auch das gehört in die Ankündigung. Welcher "Level", sozusagen.

  • 31.01.26, 09:47

    Hast vollkommen recht, lieber Simon!

  • 31.01.26, 09:41
    ✗ Dieser Inhalt wurde von Elli wieder gelöscht.

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