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  • Gastfreundschaft vs. Erwartungsdruck: Ein Blick hinter die Kulissen

    Diskussion · 12 Beiträge · 14 Gefällt mir · 689 Aufrufe

    Hallo zusammen,

     

    ich lade immer wieder mal Menschen zu mir nach Hause ein und koche für sie. Erst gestern hatten wir wieder einen tollen Fondue-Abend, es war super lustig und genau diese Erlebnisse sind der Grund, warum ich das so gerne mache. Gut; bisschen Käse warm machen ist jetzt auch kein aufwändiges Kochen. Mir ist es wichtig, dass sich alle bei mir wie zu Hause fühlen, schnattern, geniessen und einen unbeschwerten Abend verbringen.

     

    Dabei werde ich immer wieder mit Situationen konfrontiert, die mich zum Nachdenken bringen. Ich möchte diesen Beitrag nutzen, um die Erwartungshaltungen abzufragen - sowohl in der Rolle als Organisator als auch als Teilnehmer. Ich bin gespannt, was ich von euren Ansichten lernen kann.

     

    Wenn ich in meine eigenen vier Wände einlade, öffne ich meinen persönlichen Schutzraum. Daher gilt für mich das Prinzip: Meine Aktivität, meine Regeln.

    • Die Auswahl: Die Zusammensetzung ist entscheidend, damit die Dynamik am Tisch passt. Natürlich spielt Sympathie eine Rolle – es gibt Menschen, mit denen man einfach eine besonders gute Zeit hat, und diese sind bei mir auch öfters willkommen. Dennoch achte ich auf eine Mischung. Ich möchte verhindern, dass eine "eingeschworene Gruppe" aus fünf Leuten entsteht, in der sich eine neue, sechste Person völlig fremd oder gar "spooky" vorkommt. Das Ziel ist eine offene Atmosphäre, kein geschlossener Zirkel.
    • Kein Freifahrtschein: Eine frühere Teilnahme ist keine Garantie für die Zukunft. Ich schätze es sehr, wenn jemand ein weiteres mal kommen möchte, aber ich wehre mich gegen das Gefühl, jemanden annehmen zu müssen, nur weil er schon ein paar Mal da war. Wenn man sich ohnehin schon super kennt, kann man sich privat treffen – eine öffentliche Aktivität auf GE sollte meiner Meinung nach den Geist der neuen Begegnung behalten.
    • Interessenten & Warteliste: Ein "Interessent" möchte im Loop bleiben, aber ich sehe mich nicht in der Pflicht, diese Leute aktiv zu kontaktieren. Die Warteliste betrachte ich hingegen als verbindliches Signal: "Ich habe mir Zeit genommen und möchte dabei sein."
    • Der Auswahlprozess (Anfrage ≠ Zusage): Mir ist bewusst, dass es enttäuschend sein kann, wenn eine Anfrage nicht bestätigt wird. Doch gerade weil ich mein Zuhause öffne, entscheide ich sehr selektiv. Das ist keine Abwertung einer Person, sondern oft eine Entscheidung für eine ganz bestimmte Gruppendynamik oder schlicht ein Bauchgefühl. Ich sehe mich nicht in der Pflicht, jede Ablehnung detailliert zu begründen – so wie ich auch von niemandem erwarte, dass er sich rechtfertigt, wenn er an meiner Aktivität kein Interesse hat. Gegenseitiger Respekt bedeutet für mich auch, ein „Nein“ oder ein Schweigen nicht persönlich zu nehmen.

    Meine Perspektive als Teilnehmer
    Wenn ich selbst Gast bin, ist mein Ziel: Dem Gastgeber so wenig Aufwand wie möglich zu bereiten.  

    • Ich verstehe, dass der Organisator kein Eventmanager ist. Er macht das freiwillig in seiner Freizeit und hat - genau wie ich - ein Leben ausserhalb von GE.
    • Wenn ich mich für eine Aktivität anmelde, habe ich keine Erwartung, dass ich zwingend angenommen werde. Ich frage an und freue mich riesig, wenn es klappt - aber ich akzeptiere es ohne Groll, wenn ich nichts höre oder eine Absage erhalte. Es ist nicht meine Aktivität. Es ist die des Organisators. 
    • Ich stelle keine Sonderwünsche (Essen/Logistik/Platz für Freude reservieren), da ich die Freiwilligkeit und die Zeit des Organisators schätze - es ist egal, was es für eine Aktivität ist. 
    • Ich blockiere mir den Termin fest im Kalender, auch wenn ich noch auf der Warteliste stehe. Wenn ich den Termin anders vergebe, dann gehe ich auch aus der Warteliste wieder raus. 
    • Natürlich kann immer etwas dazwischenkommen. Aber je kurzfristiger die Absage, desto grösser der Aufwand für den Gastgeber: Man hat bereits eingekauft, Tickets besorgt oder Vorbereitungen getroffen. Kurzfristige Absagen zwingen den Organisator dazu, sich auch noch um Ersatz zu kümmern. Unter der Woche. Tagsüber. Während man arbeitet. Das spricht gegen meinen Grundsatz des "minimalen Aufwands"
    • Mir ist bewusst, dass eine sehr kurzfristige Absage einen bleibenden Eindruck, ein "Geschmäckle", hinterlässt. Wenn ich kurzfristig abspringe, muss damit rechnen, dass der Organisator sich beim nächsten Mal zweimal überlegt, ob er mich noch einmal annimmt. Ich weiss das und akzeptiere das, falls das so ist.  

    Eure Meinung & Erfahrungen: Ich möchte lernen!
    Da ich mich verbessern möchte, interessieren mich eure Perspektiven:

    1. Die Warteliste: Seht ihr das als unverbindliche Option oder als fest geblockten Termin?
    2. No-Shows & Kurzfristigkeit: Wie geht ihr mit Absagen kurz vor Beginn (< 12 Stunden) um? Kann das passieren und Schwamm drüber oder ist das eine Red Flag für die Zukunft - oder irgend etwas dazwischen? 
    3. Die Auswahl: Akzeptiert ihr ein "passt diesmal nicht" des Gastgebers ohne Groll, oder erwartet ihr eine detaillierte Begründung für eine Ablehnung?
    4. Wartelisten-Hopping: Was denkt ihr über Teilnehmer, die nachrücken könnten, dann aber absagen, weil sie kurzfristig etwas "Besseres" gefunden haben?

    Jenseits von richtig und falsch gibt es einen Ort. Dort treffen wir uns. 

     

    19.02.26, 13:20 - Zuletzt bearbeitet 19.02.26, 13:36.

Beiträge

  • Ich finde alles was du beschrieben hast absolut nachvollziehbar. Sehe ich in allen Punkten auch so und finde es so großartig, dass du dich zusätzlich auch noch reflektierst. Das ist so selten heutzutage. 

  • Heute, 08:04

    Respekt, dass du bei dir daheim veranstaltest. Da hast du jedes Recht auszuwählen und alles so zu gestalten, dass es für dich angenehm ist. 

     

    Wartelisten: Ich bleibe selten länger auf einer stehen. Max. 24 Std. Bin ich dann nicht angenommen, gehe ich wieder runter. Für mich ist das sonst zu unberechenbar, was ich an dem Tag machen kann. Auch unangenehm: Es ist irgendwie wie an einer Tür klingeln und warten. D.h. auch: Bei vollen Events melde ich mich nicht an. 

     

    Als Erstellerin blende ich Wartelisten aus (habe Premium). Es kann sonst verständlicherweise verunsichernd und kränkend wirken, wenn ich jemanden annehme, der sich z.b. nach einem anderen auf die Liste gesetzt hat o.ä. Auch öffentlich ewig warten müssen ist doof. Nicht öffentliche Wartelisten sind glaube ich für jede/n angenehmer. 

     

    Kurzfristige Absagen: Unangenehm. Red Flag bei mehrfacher Beobachtung, ob bei mir oder in anderen Veranstaltungen. Einmalig eher nicht. Allerdings glaube ich auch, es ist oft für beide Seiten unangenehm. Ich bin diese Woche bespielsweise richtig heftig erkältet und musste gestern aus zwei Veranstaltungen für heute raus, weil abzusehen war, dass das nix mehr wird. Bei einer war ich Mit-Orga. Sehr unangenehm. 

     

    Absage durch Ersteller: Ist ohne Wenn und aber zu akzeptieren. Ich erwarte keine Begründung, es sei denn man würde sich schon kennen. Da wäre ne Zeile nett. 

  • Was ich finde nicht in Ordnung, es ist das: " Kleiner Hinweis: Mir bekannte Gesichter haben bei der Anmeldung Vorrang ".

  • 22.02.26, 08:30

    Ich finde es etwas speziell, weil ich persönlich hier bin, nicht um "neue" Leute kennenzulernen, sondern um Menschen zu treffen, mit denen ich eine vertiefte Verbindung eingehen möchte. Diese unverbindlichen Treffen sind für mich nur ein Vehikel.

    Deshalb verstehe und respektiere ich Deine Regeln, würde selbst aber niemals Menschen nach Themengruppe, passend für die Gruppe oder für eine Gruppendynamik einladen. 

  • 21.02.26, 13:28 - Zuletzt bearbeitet 21.02.26, 13:57.

    Danke Uwe, dass du interessante und wichtige Punkte für Organisatoren und Teilnehmer angesprochen hast.

     

     

    Ich stimme zu: Wenn man eine Veranstaltung bei sich zu Hause organisiert, legt man die Rahmenbedingungen selbst fest.

     

    Warteliste: Ich trage mich nicht mehr in Wartelisten ein, weil ich einmal von der Warteliste auf die Liste der angemeldeten Teilnehmer verschoben wurde und erst Stunden vorher Bescheid bekam. Das fand ich sehr kurzfristig.

     

    Teilnehmerperspektive: Da ich selbst weniger organisiere, mich aber für Veranstaltungen anmelde, schätze ich eine klare Kommunikation in der Veranstaltungsbeschreibung. Sie sollte nicht kompliziert sein, sondern vor allem klar verständlich, was erwartet wird und was nicht. Ich habe mich für eine Bowling Veranstaltung angemeldet. In der Beschreibung standen sechs Teilnehmer.  Ich habe mich angemeldet. Eine Woche später bemerkte ich, dass 20 Teilnehmer angemeldet waren. Für mich hatten sich die Details seit meiner Anmeldung geändert. Ich habe zwei Wochen vorher abgesagt und erklärt, dass ich die Veranstaltung für kleiner gehalten hatte. Es waren einfach zu viele Leute für mich.

     

    Ich finde, wer organisiert ist, legt die Regeln und Details fest. Wer sich anmeldet, liest sich alles vorher durch Und respekiert es. 

     

    In beiden Fällen ist gegenseitiger Respekt wichtig, ohne dabei die menschliche Komponente zu verlieren.

     

    Danke Uwe!

  • 21.02.26, 10:05

    Salü Uwe

     

    Spannendes Thema, hier meine Sicht der Dinge:

     

    Die Auswahl ist zu 100% Dir überlassen.

    Es ist Dein Leben und Dein Zuhause und daher Deine alleinige Entscheidung.

     

    Ich war vor kurzem an einem Event und habe zwei - in meinen Augen - wunderbare Menschen kennengelernt und jemanden bei dem ich nicht an einem weiteren Miteinander interessiert bin.

    Zu laut (als Mensch, nicht von der Lautstärke her), aufbrausend, teils übergriffig, und auch Mal unfreundlich zum Service-Personal. Zusammengefasst einfach nicht meine Art Mensch.

     

    Das liegt natürlich auch an mir und meinem Charakter, aber dennoch verbringe ich meine Zeit zukünftig lieber mit anderen, besser passenden Menschen.

     

    Die Chemie ist meines Erachtens entscheidend. 

     

    Freifahrtschein - Da bin ich zu 100% bei Dir (Siehe oben).

     

    Interessenten & Warteliste - Handhabe ich ebenso.

     

    Der Auswahlprozess (Anfrage ≠ Zusage) - Auch hier bin ich Deiner Meinung.

    Ich sehe es ebenfalls nicht als Abwertung, aber natürlich ist es für mich eine Entscheidung für jemanden und damit auch eine Entscheidung gegen jemand anderen, der in meinen Augen weniger gut zum Thema oder in die Gruppe passt.

     

    Und das ist beim "ersten Mal" halt einfach schwierig zu erkennen.

    Zumindest für mich.

     

    Daher gebe ich jedem Menschen eine Chance und die gemachten Erfahrungen fliessen in die nächste Entscheidung mit ein.

     

    Ich für meinen Teil habe Freunde mit denen ich sehr gerne Pokere aber ich würde mit Ihnen keine tieferen Gespräche über für mich wichtige Themen führen. Auf der anderen Seite würde ich mit einem Menschen mit dem ich diese Gespräche führe, eher ungern in die Ferien. usw. usf.

     

    Und ich habe keinen Menschen in meinem Umfeld, der mich bitten würde, dass ich Ihm zum Beispiel ein Loch in die Wand bohre - dazu bin ich schlicht und einfach nicht geboren (und es interessiert mich auch Null) und mein Umfeld ist sich dessen auch bewusst.

     

    Fazit: Jeder hat andere Stärken und somit passt nicht jeder ins gleiche Profil. 

    Soweit so menschlich und soweit so gut (und auch spannend).

     

    Würde ich genauso schreiben:

    Ich sehe mich nicht in der Pflicht, jede Ablehnung detailliert zu begründen – so wie ich auch von niemandem erwarte, dass er sich rechtfertigt, wenn er an meiner Aktivität kein Interesse hat. Gegenseitiger Respekt bedeutet für mich auch, ein „Nein“ oder ein Schweigen nicht persönlich zu nehmen.

     

    Deine Perspektive als Teilnehmer - Diese teile ich zu 100% und daher habe ich hier nichts hinzuzufügen.

     

    Ausser: Ich für meinen Teil empfinde es als unangemessen, wenn man Ansprüche an einen Gastgeber stellt.

     

    Dein Heim, Deine Regeln. Punkt.

     

    Klar, wenn man gefragt wird, dann kann und soll (man wurde ja gefragt) man seine Meinung kundtun. Aber alles darüber hinaus empfinde ich als anmassend (unangemessen erscheint mir hier zu schwach).

     

     

    Eure Meinung & Erfahrungen: Ich möchte lernen!

     

    Heisst lernen in diesem Zusammenhang nicht auch verbiegen?

    Und würde dies nicht den Zeilen, die Du davor geschrieben hast widersprechen?

    Zumindest ein Stückweit?

     

    Aber klar, wenn Dir das weiter hilft, teile ich meine Gedanken hierzu gerne mit Dir.

    Wobei Dein Lerneffekt hier natürlich nur auf meine Person zutreffen kann.

     

     

    Warteliste: 

    Festgeblockter Termin.

     

    No-Show: 

    Hinterlässt bei mir ein Geschmäckle. 

    Ohne Begründung Red Flag. 

    Mit nachvollziehbarer Begründung nicht.

     

    Kurzfristigkeit: 

    Kann passieren, wenn ich auswärts Essen gehe oder ähnliches. 

    Wenn ich extra dafür eingekauft oder Tickets bestellt habe - ärgerlich bis Red Flag. 

    Auch hier: Das "wieso" und die dazugehörige Kommunikation sind für mich entscheidend. 

    Family und Gesundheit First ist einer meiner Leitsätze.

     

    Beispiel: 

    Das Kind ist Krank - Niemals Red Flag, egal wie kurzfristig.

    Das Kind ist viermal hintereinander krank - Schwierig. 

    Ehrlichkeit ist meines Erachtens ein hohes und wichtiges Gut.

     

    Die Auswahl:

    Absolut bezüglich akzeptieren.

    Beim dritten oder vierten Mal hintereinander nehme ich es dann aber doch persönlich und melde mich einfach nicht mehr an.

    Zumindest dann, wenn dies ohne Begründung geschieht.

    Und natürlich verletzt es ein Stück weit meinen Stolz, wenn die Begründung "Du passt nicht in die Gruppe" lauten würde.

     

    Wartelisten-Hopping:

    Für mich ein No-Go. 

    Hier fehlt mir schlicht die Wertschätzung meiner Person gegenüber.

    Wiederholt ist auch dies für mich eine Red Flag.

     

    Zusammengefasst: Der Ton macht die Musik.

     

    Beim Schreiben dieser Zeilen, hat die folgende Geschichte den Weg in meinen Kopf gefunden.

    Gerne teile ich diese an dieser Stelle mit Dir:

     

    Ich pokere in einer Gruppe in der oft und häufig weiche Drogen konsumiert werden und es wird auch nach Lust und Laune gerülpst und gep.... (nicht weil man muss, sondern weil man es kann). Auch darf kaum jemand den angefangenen Satz beenden. Einige "meiner" Poker Jungs verhalten sich an solchen Abenden wie mit Anfang 20ig. Dabei sind 95% der Jungs 50+.

     

    In diese Gruppe würde ich mit Sicherheit niemanden ohne entsprechende Vorwarnung mitnehmen (und viele nicht Mal dann). Ich liebe praktisch alle diese Jungs und ich möchte mein Leben nicht ohne Sie verbringen, aber dennoch finde das Verhalten einiger - je länger, je öfter -  manchmal einfach zum Ko... 

     

    Doch diese Jungs begleiten mich teilweise seit über 20 Jahren durch mein Leben. Stand jetzt bleiben Sie "meine Jungs" und ich bin auch ein stückweit Stolz, dass ich ein Teil dieser Gruppe sein darf. Bei weitem nicht uneingeschränkt, aber solange das Positive überwiegt, werde ich für meinen Teil nichts daran ändern. 

     

    Klar, vielleicht werde ich irgendwann nicht mehr eingeladen, weil Sie sich an meinen "Korrekturen" stören. Im Sinne von "Du bisch sonen Bünzli worde, mir wänd Dich nüm debii ha" und damit müsste ich dann Leben (lernen).

     

    Lang geschrieben, kurzer Sinn: 

    Der Mensch an sich und die aus der Mischung entstehende Gruppendynamik sind entscheidend.

    Und natürlich hilft eine Portion Liebe und Verständnis für das Gegenüber immer und jederzeit.

     

    Ich hoffe, dass Dir das so weiterhilft und wünsche Dir ein schönes Wochenende.

     

    Roger

     

     

  • 20.02.26, 16:15

    Danke für deine ausführlichen Gedanken zum Thema. Ich finde es legitim, als Gastgeber*in die Gruppe so zusammenzustellen, wie du es für passend findest. 

    Besonders löblich ist der Hinweis auf die Offenheit bezüglich neuen Begegnungen. Ich hatte das schon häufiger, dass sich eine eingeschworene Gruppe trifft, die gar keine Lust auf neue Leute vermittelt. Da frage ich mich dann, warum man sich nicht privat trifft.

    Nicht für ein Event angenommen zu werden, obwohl noch 5 Plätze frei sind, und ich die Person nicht kenne, verwundert mich manchmal schon. Das kann ich akzeptieren, verstehe es aber nicht.

    Warteliste sehe ich auch eher als Interesse an der Veranstaltung, aber ich halte mir den Termin nicht unbedingt frei, gerade vei Events, die noch Wochen hin sind.

    Ich musste auch schon kurzfristig absagen. Ich begründe die Absage dann aber auch. Dies nicht zu tun, empfinde ich äußerst unhöflich.

    Hilfreich sind für mich Beschreibungen, welche Leute gesucht sind, wenn man denn ohnehin eine bestimmte Personengruppe sucht oder eine bestimmte Gruppenzusammenstellung.

    Was ich überhaupt nicht leiden kann, sind die Partyhopper, die sich für 3 Veranstaltungen anmelden, die parallel stattfinden und sich dann spontan das für sie Beste raussuchen. Das ist egal bei Riesenevents, aber bei kleinerer Gruppe oder Events mit Reservierungen ist das für mich daneben.

  • 19.02.26, 21:14

    Salut Uwe

    Besten Dank für diesen reflektierten Beitrag und das Teilen deiner Gedanken.

     

    Sehe es genau so, als Organisator schaffst du ein Angebot. Es gibt kein Anrecht auf eine Teilnahme. Du als Gastgeber bestimmst die Regeln - wer das nicht akzeptieren kann/will, hat die Freiheit einen eigenen Anlass zu organisieren.

     

    Bei meinen Anlässe die ich organisiere, definiere ich die Abmelderegeln transparent im Voraus, welche für alle in der Anlassbeschreibung einsehbar sind. Mit der Anmeldung verpflichtet man sich diese Regeln zu akzeptieren (oder man meldet sich halt nicht an).

    Das jemand Mal kurzfristig absagen muss, passiert halt im Leben. Meine Erwartungen ist dann, dass man sich meldet und ein Grund schreibt (#Höfflichkeit). Noshows blockiere ich direkt.

     

    Warteliste-Shopping sehe ich weniger problematisc, solange jemand sich genug früh wieder aktiv abmeldet, wenn er/sie nicht kommen kann. Bei sehr kurzfristigen Warteliste-Annahmen, frage ich kurz nach, ob weiterhin Interesse an einer Teilnahme besteht, um im Vorfeld Missverständnisse zu umgehen.

     

    Ich hoffe ich konnte deine Fragen zufriedenstellend beantworten.

     

    Besten Dank

  • 19.02.26, 16:08

    Warteliste ist für mich unverbindlich. Absolut legal, weiter zu suchen... und dann eben nicht nachrücken zu können. Allerdings lösche ich mich dann auch aus der Liste.

     

    Kurzfristig absagen: Musste ich auch schon. Es gibt auch ehrliche Menschen wie ich, die dann zum Beispiel wirklich krank sind.

     

    Als Organisator ist das lästig, vor allem wenn man dann zufällig sieht, dass die Person woanders teilnimmt- von wegen krank sein oder Unfall haben oder so ;-)). Nun ja, lieber motivierte Leute! Aber es gibt schon immer mehr, die entscheiden nach kurzfristigem Lustprinzip. Echt mühsam. Ich habe auch schon Personen gesperrt: Mühsames Hin- und Herschreiberei im Vorfeld und dann doch nix, worauf man übrigens schon im Vorfeld hätte wetten und setzen können.

     

    Bezüglich Warteliste und so: Ich bezahle das Abo hier und so kann man die Konditionen nutzen. Du kannst die Teilnehmer ausblenden, Wartelisten und so auch. Das nimmt Dir den Wind im Vorfeld aus den Segeln. Ich selber bin zwar nicht Fan davon, wenn Teilnehmer nicht sichtbar sind, aber private Einladungen ist doch etwas anderes, vor allem wenn man es oft macht. Du kannst ja aber Teilnehmer, die schon mal bei Dir waren, auch direkt anschreiben und einladen, ohne es zu veröffentlichen.

     

    Und nein, abgelehnt ist abgelehnt. Eine Begründung finde ich nicht zwingend, aber eigentlich schon höflich und anständig.

     

    Ah, sehe gerade, Elena spricht auch das Tratschen an: Das existiert leider wirklich. Nun, ich selber bin da etwas vorsichtig mit dem Beurteilen, was alles so geplaudert wird. Viele Leute sind schnell voreingenommen, fairerweise müsste man nämlich die betroffene Person auch um ihre Sicht der Dinge fragen.

     

    Lieber Uwe, hiermit hast Du mal eine Stimme gehört zum Thema. Beste Grüsse Nanda

  • 19.02.26, 16:06 - Zuletzt bearbeitet 19.02.26, 16:18.

    Im grossen und ganzen bin ich deiner Meinung. Bei kurzfristigen Absagen ,sollte man Bedenken das immer und zu jeder Zeit etwas dazwischen kommen kann.Eine kurze Mitteilung von dem der ausfällt sollte machbar sein. Ob es dann stimmt oder nicht ,sei dahingestellt.Kann es ja nicht überprüfen.Im Zweifel immer für den "Angeklagten " :-) Eventuell ist man aber je nach Situation (Unfall,Koma, usw.) erst nachTagen oder Wochen oder auch gar nicht mehr in der Lage sich zu melden.

    Wenn kurzfristige Absagen von der selben Person sich jedoch häufen,dann entweder ein klärendes Gespräch suchen oder ausschliessen.

    Nur meine Meinung:-)

  • 19.02.26, 13:44 - Zuletzt bearbeitet 19.02.26, 13:45.

     

    Uwe:

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    1. Unverbindliche Option. Deine Aktivität - du wählst aus.

    2. Wenn dies mehrere Male vorkommt 🚩

    3. Am besten vorab schreiben, ggf. Auswahlkriterien eingeben, welche Leute für die Aktivität bevorzugt werden, sonst schrecken die Absagen ab und dies spricht sich herum. Die Teilnehmer wollen schon eine gewisse Offenheit und gleichzeitig die Regeln, die die unangenehmen Leute ausschliessen.

    4. Spontan dazukommen - definitiv ja (Spontacts), kurzfristig absagen, ständig hin und her hoppen- nein.

  • 19.02.26, 13:43

    Vielen Dank für deinen ausführlichen und offenen Beitrag! Ich finde es sehr wertvoll, wie klar du deine Sicht als Gastgeber und Teilnehmer darstellst – das schafft Transparenz und vermeidet Missverständnisse.

    Zu deinen Punkten:

    Warteliste: Ich sehe sie persönlich eher als verbindliche Absichtserklärung: Wer auf der Warteliste steht, signalisiert echtes Interesse, und es ist fair, dies ernst zu nehmen. Gleichzeitig verstehe ich, dass unvorhergesehene Dinge passieren können – das Leben ist selten planbar, jedoch ärgerlich für dich.

     

    No-Shows & kurzfristige Absagen: Für mich ist es ein Zeichen von Respekt, kurzfristige Absagen zu vermeiden. Wenn es aber einmal passiert, sehe ich es nicht automatisch als „Red Flag“. Entscheidend ist, wie häufig es vorkommt und ob es die Organisation regelmässig belastet.

     

    Auswahl & Absagen: Ich akzeptiere ein „passt diesmal nicht“ des Gastgebers völlig ohne Groll. Die Gründe müssen nicht erklärt werden – Bauchgefühl und Gruppendynamik sind völlig legitime Faktoren. Aber da ist jeder verschieden.

     

    Wartelisten-Hopping: Ich finde es eher problematisch, wenn jemand aufrückt und dann kurzfristig absagt, weil es andere Optionen gibt. Das kann den Gastgeber in der Vorbereitung belasten. Gleichzeitig ist auch hier Verständnis angebracht, solange es nicht zur Regel wird.

    Alles in allem finde ich deinen Ansatz sehr fair: Du schützt deinen persönlichen Raum, achtest auf eine offene Atmosphäre und setzt klare, respektvolle Regeln. Ich denke, wer diese Haltung versteht, fühlt sich eingeladen und wertgeschätzt, selbst wenn er mal nicht ausgewählt wird.

    Danke, dass du das Thema so reflektiert angehst – das ist nicht selbstverständlich!

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