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  • Lebenserkenntnisse für die Mülltonne

    Diskussion · 19 Beiträge · 23 Gefällt mir · 678 Aufrufe
    Thomas Kissing aus Düsseldorf

    Wir alle sammeln im Laufe unseres Lebens Erkenntnisse. Über andere Menschen, über Beziehungen, über uns selbst. Wir wissen zum Beispiel, dass man Menschen nicht ändern kann – und versuchen es trotzdem. Wir wissen, dass uns bestimmte Kontakte Kraft kosten – und halten sie dennoch aufrecht. Wir wissen, dass Schlaf, Pausen und ein respektvoller Umgang mit uns selbst wichtig wären – und ignorieren genau das im Alltag.

     

    Viele dieser Erkenntnisse sind eigentlich klar. Und trotzdem landen sie im entscheidenden Moment sinnbildlich in der Mülltonne. Nicht, weil wir dumm sind, sondern weil Emotionen, alte Muster, Nähebedürfnis oder Angst oft stärker sind als der Verstand. Wir handeln zwischenmenschlich aus Gewohnheit, Hoffnung oder Schuldgefühl – und nicht aus Selbstfürsorge. Wir wissen, was uns langfristig gut tun würde, fühlen uns aber im Moment machtlos, es auch umzusetzen.

     

    Diese Diskussion soll Raum geben für genau diese Widersprüche: Welche Lebenserkenntnisse habt ihr gewonnen – über Beziehungen, über Grenzen, über euch selbst – und warum schafft ihr es trotzdem nicht immer, danach zu leben? Wo fühlt ihr euch selbstwirksam, wo gebremst? Ziel ist es, Erfahrungen zu teilen, sich wiederzuerkennen und unterschiedliche Perspektiven sichtbar zu machen – ohne Belehrung, ohne Bewertung.


    Thomas Kissing 

     

    Ein Like oder Kommentar zeigt mir, ob euch solche Themen interessieren. Ich starte hier regelmäßig neue Diskussionen – wer mag, kann mir gern folgen.

    22.01.26, 10:34

Beiträge

  • Gestern, 15:45 - Zuletzt bearbeitet Gestern, 16:24.

    ich habe das Foto zwar schon einmal eingestellt , aber es passt vermutlich bildlich gesehen besser zu diesem Thema ! 
    Ein Leben für die Mülltonne und ein Leben in der Mülltonne …🙋‍♂️ 

    Man könnte es aber auch so  assoziieren , dass sie ( ist eine Frau)  in der Mülltonne noch nach Resten von Leben sucht !  Zumindest für ihr Leben zum überleben…🫤

     

    IMG_2138.jpeg
  • Gestern, 14:07 - Zuletzt bearbeitet Gestern, 14:11.
    IMG_2143.jpeg

    Mandi:

     

    Waldgeist:

    Und irgendwann genießt man sogar das Eisschwimmen ! 🙋‍♂️

    Du machst das gut, denn um einen gesundheitlich positiven Effekt vom Eisschwimmen zu haben, muss man es regelmäßig machen.

    "Warmbad Villach" ist was für Weichlinge.


    aber vielleicht wäre das Maibacherl das richtige unweit der Therme mitten  im Wald ..😉 ..

  • Gestern, 14:02

     

    Jeanne:

     

    Waldgeist:

     


    Man steigt immer wieder in denselben Fluss.

    Anfangs friert man, später ist man abgehärtet.

    Und irgendwann genießt man sogar das Eisschwimmen ! 🙋‍♂️


     

    Magst du uns drei Fehler preisgeben, die du immer wieder machst? ;)

     

    Drei Fehler..

    Ich vertraue zu schnell,

    bleibe zu lange,

    und glaube zu oft, dass sich Dinge doch noch zum positiven ändern ..😏



     

  • Gestern, 13:40

     

    Waldgeist:

    Und irgendwann genießt man sogar das Eisschwimmen ! 🙋‍♂️

    Du machst das gut, denn um einen gesundheitlich positiven Effekt vom Eisschwimmen zu haben, muss man es regelmäßig machen.

    "Warmbad Villach" ist was für Weichlinge.

  • Gestern, 12:46

     

    Waldgeist:

     

    Jeanne:

     

    Du trotzt dem Heraklit und steigst immer wieder in denselben Fluss? :)

     


    Man steigt immer wieder in denselben Fluss.

    Anfangs friert man, später ist man abgehärtet.

    Und irgendwann genießt man sogar das Eisschwimmen ! 🙋‍♂️


     

    Magst du uns drei Fehler preisgeben, die du immer wieder machst? ;)

  • Gestern, 12:22

     

    Jeanne:

     

    Waldgeist:

     Nachdem ich ein sehr traditioneller Mensch bin , mache ich  immer wieder die gleichen Fehler.

    Das hat den Vorteil, dass man seine Fehler bereits  kennt und irgendwann perfektioniert ! 

    Und vielleicht ist es sogar besser, einen bekannten Fehler zu machen, den man gut beherrscht,

    als einen neuen, den man weder kontrollieren noch einschätzen kann. 😉🙋‍♂️


     

    Du trotzt dem Heraklit und steigst immer wieder in denselben Fluss? :)

     


    Man steigt immer wieder in denselben Fluss.

    Anfangs friert man, später ist man abgehärtet.

    Und irgendwann genießt man sogar das Eisschwimmen ! 🙋‍♂️


     

  • Gestern, 09:58

     

    Waldgeist:

     Nachdem ich ein sehr traditioneller Mensch bin , mache ich  immer wieder die gleichen Fehler.

    Das hat den Vorteil, dass man seine Fehler bereits  kennt und irgendwann perfektioniert ! 

    Und vielleicht ist es sogar besser, einen bekannten Fehler zu machen, den man gut beherrscht,

    als einen neuen, den man weder kontrollieren noch einschätzen kann. 😉🙋‍♂️


     

    Du trotzt dem Heraklit und steigst immer wieder in denselben Fluss? :)

     

  • 28.01.26, 22:55

     Nachdem ich ein sehr traditioneller Mensch bin , mache ich  immer wieder die gleichen Fehler.

    Das hat den Vorteil, dass man seine Fehler bereits  kennt und irgendwann perfektioniert ! 

    Und vielleicht ist es sogar besser, einen bekannten Fehler zu machen, den man gut beherrscht,

    als einen neuen, den man weder kontrollieren noch einschätzen kann. 😉🙋‍♂️


     

  • 28.01.26, 19:53

     

    Heike:

    Hallo , ich finde die Aussage von Maggi über die Zugfahrt bemerkenswert. Mein Leben steht gerade auf dem Kopf. Ich traf meinen Mann an so einer Haltestelle, nur musste er aussteigen und wird nie wieder einsteigen. Ich versuche gerade heraus zu finden habe ich all die schönen Sachen in die Mülltone geworfen, oder stecke ich in der Mülltonne.

    Hallo Heike,

    hallo zusammen,

    die imaginäre Mülltonne finde ich echt klasse 👍,

     ich habe mir damals meine Mülltonne aus der Distanz angeschaut und den Inhalt wie bei der Mülltrennung betrachtet und sortiert, als ich damit fertig war, stellte ich fest, dass meine Entscheidung für mich die richtige war und habe angefangen mein Leben selbst in die Hand zu nehmen. 
    Du kannst und wirst alles schaffen was du möchtest, es braucht halt manchmal auch etwas Zeit.

    Auf diesem Wege schicke ich dir ganz viel Energie und Kraft 💪🏻. 
    Herzliche Grüße 

    Maggie 

  • 28.01.26, 18:38

    Ach so gehe morgen zum erstenmal  wjeder unter Menschen, dank dieser Seite. Wird ein Schritt sein zu sehen was in der Mülltonne steckt

  • 28.01.26, 18:34

    Hallo , ich finde die Aussage von Maggi über die Zugfahrt bemerkenswert. Mein Leben steht gerade auf dem Kopf. Ich traf meinen Mann an so einer Haltestelle, nur musste er aussteigen und wird nie wieder einsteigen. Ich versuche gerade heraus zu finden habe ich all die schönen Sachen in die Mülltone geworfen, oder stecke ich in der Mülltonne.

  • 25.01.26, 13:54

    Ich tue nur Dinge, bei denen ich ein gutes Gefühl habe, oder ich tue sie nicht.
    Das war/ist mein Mantra, seit vielen Jahren und es kam mit vielen Perspektiven, die den Meisten verborgen bleiben.
    Mein eigenes Moralkonzept wirkt korrigierend, falls mich mein Gefühl mal getäuscht hat.
    Frei von Religion, aber nicht von dem, was viele dort suchen. <3


     

  • 25.01.26, 13:20

    Hallo Thomas,

    vielen Dank für deine interessanten Beiträge. 

    Aus eigener Erfahrung weiß ich heute, dass eine bewußt Entscheidung aufzuschieben viel mehr Kraft, gesunde Lebenszeit und Nerven kostet als einmal einen vielleicht schmerzhaften Cut zu machen. Energieräuber egal welcher Art stehlen uns kostbare Lebenszeit. Meine Zeit möchte ich positiv gestalten und gerne Menschen mitziehen. Merke ich aber, dass ich nur als Mülleimer diene, werde ich mich deutlich distanzieren. 

    Euch allen wünsche ich die Kraft, zur richtigen Zeit, die wichtigen Entscheidungen umsetzen zu können.

    Liebe Grüße 

    Daniela

  • 25.01.26, 12:01

    Kann mich nur anschließen mit dem bekannten Spruch:
    "Das Leben wird vorwärts gelebt und rückwärts verstanden."

  • 25.01.26, 11:43

     

    Thomas Kissing:

     

    ...

    Heute sehe ich vieles anders als früher. Manche Entscheidungen, die sich damals falsch oder riskant angefühlt haben, ergeben erst aus der Distanz Sinn. Das Leben lässt sich für mich nicht im Voraus bewerten, sondern nur aus der Rückschau. Es gibt noch viele weitere Erkenntnisse, aber das sind die, die mir gerade präsent sind – und die mein Handeln bis heute prägen.

     

    Ich glaube den entscheidenden Punkt hast du selbst schon geschrieben. Das Leben lässt sich nicht komplett voraus planen - schon gar nicht die zwischenmenschlichen Beziehungen. 

    Man sammelt im Laufe des Lebens Erfahrungen, mitunter sehr wertvolle - weiß was einem gut tut, was man möchte, wovon man lieber Abstand hält - und doch kann der nächste Mensch das alles wieder "über den Haufen werfen", weil menschliche Beziehungen einfach extrem komplex sein können, jeder Mensch ein Individuum für sich ist. Dazu kommt, dass unterm Strich die Mehrzahl der Menschen bei solchen Dingen mit dem Herz und nicht nur rational mit dem Kopf entscheiden.

     

    Es gibt diesen schönen Spruch "das Herz will, was das Herz will". Da ist ganz viel Wahrheit dran.

  • 25.01.26, 11:08

    Hallo Thomas, 

    genau das ist meine Erkenntnis auf meine letzten Jahre. 
     

    Herzlichen Dank, das Du es so schön in Worte gepackt hast. 
     

    Lg Marie
     

    Thomas Kissing:

    Wenn ich auf mein Leben schaue, gibt es viele Erfahrungen, aber ein paar stechen für mich besonders heraus. Ich habe gelernt, dass es manchmal notwendig ist, sich von Menschen zu trennen, die einem nicht gut tun – selbst dann, wenn Gefühle, gemeinsame Geschichte oder Hoffnung dagegensprechen. Diese Erkenntnis hatte ich lange, umgesetzt habe ich sie erst spät. Und genau das hat mich viel Energie gekostet.

     

    Genauso habe ich gemerkt, dass ich mir mit zu viel Planen oft selbst im Weg stand. Ich wollte Dinge verstehen, absichern, durchdenken – und habe dabei das Handeln aufgeschoben. Rückblickend kam die Klarheit fast immer erst, nachdem ich einen Schritt gegangen bin, nicht davor.

     

    Heute sehe ich vieles anders als früher. Manche Entscheidungen, die sich damals falsch oder riskant angefühlt haben, ergeben erst aus der Distanz Sinn. Das Leben lässt sich für mich nicht im Voraus bewerten, sondern nur aus der Rückschau. Es gibt noch viele weitere Erkenntnisse, aber das sind die, die mir gerade präsent sind – und die mein Handeln bis heute prägen.


    Thomas Kissing 

     

  • Ich sehe, dass viele von euch den Beitrag liken – das freut mich 🙂

    Traut euch gern, auch ein paar Zeilen dazulassen. Es müssen keine langen Texte sein, manchmal reicht schon ein kurzer Gedanke oder eine kleine Erfahrung. Vielleicht hilft genau das jemand anderem weiter.

     

    Thomas Kissing 

  • 22.01.26, 13:21

    Hallo Herr Kissing,

     ich sehe das so;

    die Begegnungen, die wir im Leben mit anderen Menschen sind wie eine Zugfahrt. Es steigen Menschen ein, einige nach der ersten Stadion wieder aus, andere fahren einige Stationen mit und wieder andere fahren eine Langstrecke.

     

    Mir wurde schnell bewusst, dass ich mein gegenüber nicht ändern kann, wollte ich auch nicht, viel zu anstrengend und nicht wirksam, da nur der Betroffene selbst dies tun kann. 
    Wie bei einer Therapie, die muss man auch wollen um Erfolg zu haben.

     

    Während meines Berufslebens konnte ich mir meine Gegenübers nicht aussuchen und musste dies oft zähneknirschend aushalten. 

    Das war sehr anstrengend, Kraft raubend und auch schwer für mich zu ertragen.

     

    Seitdem ich berentet bin ist mir so richtig bewusst geworden, dass ich mich im letzten Drittel des Lebens befinde. 
    Deswegen genieße und lebe ich jetzt die Freiheit mich nur noch mit Menschen zu umgeben die mir und denen ich gut tue. 

    Wertschätzend, respektvoll und wohlwollend.

     

    Herzliche Grüße 

    Maggie 

     

     

  • Wenn ich auf mein Leben schaue, gibt es viele Erfahrungen, aber ein paar stechen für mich besonders heraus. Ich habe gelernt, dass es manchmal notwendig ist, sich von Menschen zu trennen, die einem nicht gut tun – selbst dann, wenn Gefühle, gemeinsame Geschichte oder Hoffnung dagegensprechen. Diese Erkenntnis hatte ich lange, umgesetzt habe ich sie erst spät. Und genau das hat mich viel Energie gekostet.

     

    Genauso habe ich gemerkt, dass ich mir mit zu viel Planen oft selbst im Weg stand. Ich wollte Dinge verstehen, absichern, durchdenken – und habe dabei das Handeln aufgeschoben. Rückblickend kam die Klarheit fast immer erst, nachdem ich einen Schritt gegangen bin, nicht davor.

     

    Heute sehe ich vieles anders als früher. Manche Entscheidungen, die sich damals falsch oder riskant angefühlt haben, ergeben erst aus der Distanz Sinn. Das Leben lässt sich für mich nicht im Voraus bewerten, sondern nur aus der Rückschau. Es gibt noch viele weitere Erkenntnisse, aber das sind die, die mir gerade präsent sind – und die mein Handeln bis heute prägen.


    Thomas Kissing 

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