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  • Eine Frage der Moral oder der Zahl

    Diskussion · 53 Beiträge · 2 Gefällt mir · 1.061 Aufrufe

    Ich habe kürzlich ein Buch gelesen, in dem folgendes Gedankenexperiment vorkam:

    Ein Zug fährt unaufhaltsam auf eine Gruppe von fünf Menschen zu. Man kann den Zug nicht mehr stoppen, die einzige Möglichkeit wäre, ihn umzuleiten – aber auf dem anderen Gleis steht eine einzelne Person.


     

    Wie würde man sich entscheiden?

    Leitet man den Zug um und opfert einen Menschen, um fünf zu retten, oder lässt man das Schicksal seinen Lauf nehmen?


     

    Ich denke, viele würden sich rational dafür entscheiden, den Zug umzuleiten. Aber jetzt wird es problematisch:

    Was, wenn auf dem anderen Gleis deine Mutter steht? Oder deine Partnerin? Oder eines deiner Kinder?


     

    Würdest du dann immer noch rational entscheiden – oder emotional?

    Und ist eine Entscheidung, die man aus Liebe trifft, moralisch „falscher“ als eine, die man rein logisch trifft?


     

    22.01.26, 20:37

Beiträge

  • 27.01.26, 23:33
    ✗ Dieser Inhalt wurde von Waldgeist wieder gelöscht.
  • 27.01.26, 21:49

     

    Michael:

     

    Schwarzgelber Mutbürger:

    Wahrscheinlich haben die meisten Menschen auch nur keine Lust, sich um theoretische Fragen 
    Gedanken zu machen, die fernab ihrer Lebensrealität sind?  

    Ich finde das Thema gar nicht so fernab der Lebensrealität. Kann jedem mal passieren dass er sich entscheiden muss wen er bei einem Verkehrsunfall aus einem brennenden Auto rettet. Vater, Mutter oder die Kinder am Rücksitz. Oder ob man einschreitet wenn in einer U - Bahn Station jemand zusammengeschlagen oder eine Frau sexuell belästigt wird und dabei seine eigene Gesundheit riskiert. Das fällt dann unter Zivilcourage.


    Zum Beispiel mit dem brennenden Auto ist das sicher stark situationsabhängig. Das Wichtigste wäre wohl, nicht in Panik zu verfallen und möglichst rational zu reagieren. Ich würde vermutlich zuerst die Person retten, bei der es am einfachsten ist, sie aus dem Auto zu ziehen, und danach  wenn möglich die zweite und dritte. Natürlich ist das nur hypothetisch und hängt stark von der konkreten Situation ab.

    Was Zivilcourage gegenüber fremden Personen betrifft, wäre ich allerdings sehr vorsichtig. Es kann durchaus passieren, dass man am Ende selbst das Opfer ist und sich der eigentliche Betroffene zurückzieht. Wenn es mir möglich wäre, würde ich einschreiten , ansonsten auf jeden Fall Hilfe holen! 


     

  •  

    Michael:

     

    Schwarzgelber Mutbürger:

    Wahrscheinlich haben die meisten Menschen auch nur keine Lust, sich um theoretische Fragen 
    Gedanken zu machen, die fernab ihrer Lebensrealität sind?  

    Ich finde das Thema gar nicht so fernab der Lebensrealität. Kann jedem mal passieren dass er sich entscheiden muss wen er bei einem Verkehrsunfall aus einem brennenden Auto rettet. Vater, Mutter oder die Kinder am Rücksitz. Oder ob man einschreitet wenn in einer U - Bahn Station jemand zusammengeschlagen oder eine Frau sexuell belästigt wird und dabei seine eigene Gesundheit riskiert. Das fällt dann unter Zivilcourage.

    Mit theoretischen Fragen, fern ab der Lebensrealität meinte ich die im Beitragstext beschriebene
    Situation, wo finden sich denn Weichen die man händisch einfach umstellen kann? 

    Auch bei den, von Dir angedeuteten Situationen, kommt es wohl auf die vorgefunden Umstände 
    an, wie man am besten handelt, dies hier, bis in all mögliche Details zu erörtern würde einen trotz-
    dem noch kein Handbuch für die eigenen Handlungsoptionen geben, weil man meist unvorherge-
    sehenes nicht bedenkt...

    In Gefahrensituation hat man meist nicht lange Zeit zu überlegen oder seine Gefühle zu befragen, 
    so dass man weder streng rational noch emotional, sondern intuitiv handelt, dies übt man am bes-
    ten praxisbezogen, hier kann man höchstens Grundlagen heraus arbeiten, beispielsweise was man beachten sollte oder welche Handlungsoptionen man hat, aber man sollte eben nicht glauben, dass wenn man eine konkrete Situation durchdenkt, dann ein Handbuch hat, dass man 
    auf alle Fälle anwenden kann....


    292-FB-Zivilcourage-zeigen.pdf
     

  • 27.01.26, 09:25

    Ich kann deinen Unmut verstehen.
    Muss mich auch immer wieder zurückhalten bei gewissen Beiträgen.

    Ich denke, Martin sucht Anschluss.
    Das versucht er je nach Tagesverfassung, mit KI generierten Texten, übergriffigen Beiträgen oder sehr unlustigen Wald- und Wiesenwitzen.
    Er stellt sich einfach sehr ungeschickt an.

     

  • 27.01.26, 08:46

     

    Waldgeist:

     

    Anne:

    Du hast völlig Recht, dass jeder weiter scrollen kann, wenn ein eingestelltes Thema ihr/ihm nicht gefällt. Was ich nicht verstehe: Warum wirst du auch in diesem Beitrag schon wieder beleidigend mit dem Satz"....ein anspruchsvolleren psychologisches Thema [eingestellt wird,] das vielleicht einige überfordert"??? Schon in einem deiner vorigen Beiträge war die Rede von - sinngemäß zusammengefasst - "zu herausfordernd und nicht über die Zehenspitzen schauen..." Führt man so eine anspruchsvolle Diskussion???

    Vielleicht habe ich mich nicht korrekt ausgedrückt,  sondern ein anspruchsvolles Thema , überfordert nicht einige,  sondern die meisten !   Ich möchte aber hiermit niemand beleidigen , sondern stelle nur Tatsachen fest!   Nachdem  ich Schachspieler bin , würde ich niemals eine Partie gewinnen,  wenn ich nur den nächsten Zug voraus denken würde .  Aber die meisten  denken eben nur den nächsten Zug voraus …!   

    Ich kann es nicht glauben! Schon wieder wirst du beleidigend, diesmal sogar noch extremer, indem du behauptest, dass ein anspruchsvolles Thema sogar "die Meisten" überfordert. Brauchst du das Herabsetzen anderer Personen  um dich selbst toll zu finden? Das ist auch mein letzter Beitrag zu dieser Diskussion. Ich möchte einem so hoch intellektuellem Menschen wie dir nicht länger einen Dialog mit einer so dummen Gesprächspartnern wie mir zumuten. Ja, ja, ich weiß: Ich habe immer für einen sachlichen Ton plädiert in diesem Forum. Aber jetzt konnte ich nicht anders! Bitte entschuldigt diesen Ausrutscher. 

  • 27.01.26, 02:28 - Zuletzt bearbeitet 27.01.26, 02:38.
    ✗ Dieser Inhalt wurde von Waldgeist wieder gelöscht.
  • 27.01.26, 01:48 - Zuletzt bearbeitet 27.01.26, 01:50.

     

    Schwarzgelber Mutbürger:

    Wahrscheinlich haben die meisten Menschen auch nur keine Lust, sich um theoretische Fragen 
    Gedanken zu machen, die fernab ihrer Lebensrealität sind?  

    Ich finde das Thema gar nicht so fernab der Lebensrealität. Kann jedem mal passieren dass er sich entscheiden muss wen er bei einem Verkehrsunfall aus einem brennenden Auto rettet. Vater, Mutter oder die Kinder am Rücksitz. Oder ob man einschreitet wenn in einer U - Bahn Station jemand zusammengeschlagen oder eine Frau sexuell belästigt wird und dabei seine eigene Gesundheit riskiert. Das fällt dann unter Zivilcourage.

  • 27.01.26, 00:16

     

    Stefan:

     

    Waldgeist:

     

    Vielleicht habe ich mich nicht korrekt ausgedrückt,  sondern ein anspruchsvolles Thema , überfordert nicht einige,  sondern die meisten !   Ich möchte aber hiermit niemand beleidigen , sondern stelle nur Tatsachen fest!   Nachdem  ich Schachspieler bin , würde ich nie eine Partie gewinnen,  wenn ich nur den nächsten Zug voraus denken würde .  Aber die meisten  denken eben nur den nächsten Zug voraus …!   

    Da du schon wieder auf Konfrontation gehst anstatt es einfach ruhen zu lassen, muss ich es schreiben:

     

    Eine Tatsache bestätigt die Wahrheit einer Aussage und ist beweisbar. Und genau das kannst du in diesem Fall nicht, folglich ist es lediglich eine Vermutung, eher noch eine Behauptung deinerseits.

     

    Und genau das meinte ich ein wenig zuvor mit "du gibst den Ton der Diskussion vor". Bemühe dich doch einfach mal um eine etwas zielgerichtetere Diskussionsführung, dann reagieren die Teilnehmer auch direkt ganz anders.

    Ich leiste  mir den Luxus,  das zu schreiben was ich mir denke und das einzige was mich dabei behindert ist der Support …!  
    Ich  verstehe schon , der Ton macht die  Musik und man geht dabei auf Konfrontation ! Mir wird mir wurde unterstellt , dass ich ein zu kontroverserer   Mensch bin , aber ist es nicht genau das was ein Forum bereichert …..

  • 26.01.26, 23:58

     

    Schwarzgelber Mutbürger:

    Wahrscheinlich haben die meisten Menschen auch nur keine Lust, sich um theoretische Fragen 
    Gedanken zu machen, die fernab ihrer Lebensrealität sind?  

     damit hast du völlig recht und ich bin etwas abgedriftet , sorry ..🙋‍♂️

  • 26.01.26, 23:50 - Zuletzt bearbeitet 26.01.26, 23:52.

     

    Waldgeist:

     

    Anne:

    Du hast völlig Recht, dass jeder weiter scrollen kann, wenn ein eingestelltes Thema ihr/ihm nicht gefällt. Was ich nicht verstehe: Warum wirst du auch in diesem Beitrag schon wieder beleidigend mit dem Satz"....ein anspruchsvolleren psychologisches Thema [eingestellt wird,] das vielleicht einige überfordert"??? Schon in einem deiner vorigen Beiträge war die Rede von - sinngemäß zusammengefasst - "zu herausfordernd und nicht über die Zehenspitzen schauen..." Führt man so eine anspruchsvolle Diskussion???

    Vielleicht habe ich mich nicht korrekt ausgedrückt,  sondern ein anspruchsvolles Thema , überfordert nicht einige,  sondern die meisten !   Ich möchte aber hiermit niemand beleidigen , sondern stelle nur Tatsachen fest!   Nachdem  ich Schachspieler bin , würde ich nie eine Partie gewinnen,  wenn ich nur den nächsten Zug voraus denken würde .  Aber die meisten  denken eben nur den nächsten Zug voraus …!   

    Da du schon wieder auf Konfrontation gehst anstatt es einfach ruhen zu lassen, muss ich es schreiben:

     

    Eine Tatsache bestätigt die Wahrheit einer Aussage und ist beweisbar. Und genau das kannst du in diesem Fall nicht, folglich ist es lediglich eine Vermutung, eher noch eine Behauptung deinerseits.

     

    Und genau das meinte ich ein wenig zuvor mit "du gibst den Ton der Diskussion vor". Bemühe dich doch einfach mal um eine etwas zielgerichtetere Diskussionsführung, dann reagieren die Teilnehmer auch direkt ganz anders.

  • Wahrscheinlich haben die meisten Menschen auch nur keine Lust, sich um theoretische Fragen 
    Gedanken zu machen, die fernab ihrer Lebensrealität sind?  

  • 26.01.26, 23:35 - Zuletzt bearbeitet 26.01.26, 23:38.

     

    Anne:

    Du hast völlig Recht, dass jeder weiter scrollen kann, wenn ein eingestelltes Thema ihr/ihm nicht gefällt. Was ich nicht verstehe: Warum wirst du auch in diesem Beitrag schon wieder beleidigend mit dem Satz"....ein anspruchsvolleren psychologisches Thema [eingestellt wird,] das vielleicht einige überfordert"??? Schon in einem deiner vorigen Beiträge war die Rede von - sinngemäß zusammengefasst - "zu herausfordernd und nicht über die Zehenspitzen schauen..." Führt man so eine anspruchsvolle Diskussion???

    Vielleicht habe ich mich nicht korrekt ausgedrückt,  sondern ein anspruchsvolles Thema , überfordert nicht einige,  sondern die meisten !   Ich möchte aber hiermit niemand beleidigen , sondern stelle nur Tatsachen fest!   Nachdem  ich Schachspieler bin , würde ich niemals eine Partie gewinnen,  wenn ich nur den nächsten Zug voraus denken würde .  Aber die meisten  denken eben nur den nächsten Zug voraus …!   

  • 26.01.26, 21:54 - Zuletzt bearbeitet 26.01.26, 22:03.

     

    Stefan:

     

    Waldgeist:

     


    du kritisierst meine Entscheidung, ohne selbst eine  zu treffen. Mich würde interessieren, wie du in dieser Situation entscheiden würdest , denn genau davon lebt das Gedankenexperiment ! 
     

     

    Nein, ich kritisiere deine Entscheidung nicht! Es ist ein Denkanstoß. Ich wollte an dem wirklich guten Beispiel aufzeigen, weshalb dieses Thema schwierig in Kürze zu diskutieren ist, weil es eben aus moralisch/ethischer Sicht schnell sehr komplex werden kann. 

    Und die Frage war daher durchaus ernst gemeint.


    Eine Option habe ich allerdings vergessen , falls es tatsächlich meine Partnerin betrifft . Sie würde mich niemals zurücklassen und ich sie ebenfalls nicht. Deshalb würden wir vermutlich beide auf ein Wunder hoffen.  Bin mir ziemlich sicher,  dass es so kommen würde , entweder Ladies first oder niemand …🙋‍♂️  Habe sie  jetzt kurz eingestellt , damit man weiß  , warum ich  sie nicht zurück lassen würde …

  • 26.01.26, 20:24 - Zuletzt bearbeitet 26.01.26, 20:26.

     

    Waldgeist:

     

    Stefan:

     

     

    Interessant. Du würdest deiner potentiellen Freundin also aufbürden, anschließend kein gutes Leben mehr führen zu können, da sie dich sterbend zurück lässt. Ist das mehr oder weniger egoistisch?


    du kritisierst meine Entscheidung, ohne selbst eine  zu treffen. Mich würde interessieren, wie du in dieser Situation entscheiden würdest , denn genau davon lebt das Gedankenexperiment ! 
     

     

    Nein, ich kritisiere deine Entscheidung nicht! Es ist ein Denkanstoß. Ich wollte an dem wirklich guten Beispiel aufzeigen, weshalb dieses Thema schwierig in Kürze zu diskutieren ist, weil es eben aus moralisch/ethischer Sicht schnell sehr komplex werden kann. 

    Und die Frage war daher durchaus ernst gemeint.

  • 26.01.26, 20:10

     

    Michael:

    Wenn es ums eigene Überleben geht, sieht man den Charakter und die Moral der Menschen. Erinnert mich an Francesco Schettino, der als Kapitän des Kreuzfahrtschiffes Costa Concordia einer der Ersten in einem Rettungsboot war nachdem er das Schiff auf Grund gesetzt hat. Der Hafenkommandant hat ihm damals den Befehl erteilt dass er gefälligst auf sein Schiff zurückkehren und sich um die Evakuierung kümmern soll. Wenn dabei nicht Menschen gestorben wären, müsste man darüber lachen. 

    https://www.tagesschau.de/ausland/concordiatelefonat-ts-100.html


    Ich kann mich noch gut an diesen Fall erinnern, und soweit ich weiß, passierte das in unmittelbarer Küstennähe. Als Schwimmer hätte man das Ufer sogar erreichen können und ich glaube, einige haben es auch geschafft.

    Dass ein Kapitän in so einer Situation selbst die Flucht ergreift, zeigt für mich, dass er für diese Verantwortung völlig ungeeignet war. Gerade in solchen Extremsituationen zeigt sich, ob jemand seiner moralischen Verantwortung gerecht wird und genau das ist hier offensichtlich nicht passiert. 

     

     


     

  • 26.01.26, 20:01

     

    Stefan:

     

    Waldgeist:

     

    ...würde ich mich eindeutig für sie entscheiden und ihr das Wasser überlassen. Ich glaube, mit der Schuld, sie sterbend zurück lassen, könnte man danach kein gutes Leben mehr führen.

     

    Interessant. Du würdest deiner potentiellen Freundin also aufbürden, anschließend kein gutes Leben mehr führen zu können, da sie dich sterbend zurück lässt. Ist das mehr oder weniger egoistisch?


    du kritisierst meine Entscheidung, ohne selbst eine  zu treffen. Mich würde interessieren, wie du in dieser Situation entscheiden würdest , denn genau davon lebt das Gedankenexperiment ! 
     

     


     

  • 26.01.26, 18:20 - Zuletzt bearbeitet 26.01.26, 18:40.

    Wenn es ums eigene Überleben geht, sieht man den Charakter und die Moral der Menschen. Erinnert mich an Francesco Schettino, der als Kapitän des Kreuzfahrtschiffes Costa Concordia einer der Ersten in einem Rettungsboot war nachdem er das Schiff auf Grund gesetzt hat. Der Hafenkommandant hat ihm damals den Befehl erteilt dass er gefälligst auf sein Schiff zurückkehren und sich um die Evakuierung kümmern soll. Wenn dabei nicht Menschen gestorben wären, müsste man darüber lachen. 

    https://www.tagesschau.de/ausland/concordiatelefonat-ts-100.html

  • 26.01.26, 18:17 - Zuletzt bearbeitet 26.01.26, 18:17.

     

    Waldgeist:

     

    ...würde ich mich eindeutig für sie entscheiden und ihr das Wasser überlassen. Ich glaube, mit der Schuld, sie sterbend zurück lassen, könnte man danach kein gutes Leben mehr führen.

     

    Interessant. Du würdest deiner potentiellen Freundin also aufbürden, anschließend kein gutes Leben mehr führen zu können, da sie dich sterbend zurück lässt. Ist das mehr oder weniger egoistisch?

  • 26.01.26, 14:32

     

    Alica:

    Ich finde Gedankenspiele sehr aufschlussreich. Da gibt es noch eine interessante Variante:

     

    Du und ein andere Mensch müssen eine Wüste durchqueren. Aber das Wasser würde nur für eine Person bis zum Ziel reichen. Was machst du? Teilen würde den Tod von euch beiden bedeuten. Es heißt also, dass nur einer überleben kann. Wie entscheidet man, wessen Leben mehr wert ist? Und wer darf das entscheiden? Hat einer von euch beiden ein größeres Potential der Welt etwas Wichtiges zu geben? Oder geht man eher davon aus, wer das schönere Leben noch vor sich hat? Wovon macht man diese schwere Entscheidung abhängig?


    Mein erster Gedanke war , wenn  es sich um geschmackloses Wasser handelt, würde ich es meinem Freund überlassen, wenn es jedoch destillierter Marillenschnaps ist, würde ich mich wohl für mich entscheiden , aber das war nur ein Scherz.


     

    Ernsthaft betrachtet würde ich in so einer Situation vermutlich zuerst die psychische und physische Verfassung abwägen: Wer von uns beiden hätte realistisch die besseren Chancen, die Wüste zu überqueren?

    Gleichzeitig bleibt das Problem der Zeit danach: Man müsste mit der Schuld leben, einen Freund indirekt dem Tod überlassen zu haben.

    Vielleicht wäre in so einer Situation das Los die fairste Lösung, um das eigene Gewissen zumindest teilweise zu entlasten.

    Anders wäre es, wenn es meine Partnerin wäre – dann würde ich mich eindeutig für sie entscheiden und ihr das Wasser überlassen. Ich glaube, mit der Schuld, sie sterbend zurück lassen, könnte man danach kein gutes Leben mehr führen.


     

  • 26.01.26, 12:43

    Ich finde Gedankenspiele sehr aufschlussreich. Da gibt es noch eine interessante Variante:

     

    Du und ein andere Mensch müssen eine Wüste durchqueren. Aber das Wasser würde nur für eine Person bis zum Ziel reichen. Was machst du? Teilen würde den Tod von euch beiden bedeuten. Es heißt also, dass nur einer überleben kann. Wie entscheidet man, wessen Leben mehr wert ist? Und wer darf das entscheiden? Hat einer von euch beiden ein größeres Potential der Welt etwas Wichtiges zu geben? Oder geht man eher davon aus, wer das schönere Leben noch vor sich hat? Wovon macht man diese schwere Entscheidung abhängig?

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