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  • Scheitern und Nicht-scheitern

    Diskussion · 18 Beiträge · 281 Aufrufe
    Fritz aus Edingen-Neckarhausen

    Nichts ist schöner als Scheitern. Habt ihr es schon einmal ausprobiert? Wenn man mal erste Erfolge im Scheitern hat, kann man fast nicht genug davon bekommen.

    zen welle.jpg

    Herr Rosa, aus Ihren Vorträgen und Büchern spricht eine tiefe Sorge um die seelische Verfassung des modernen westlichen Menschen. Was beunruhigt Sie?
    Dass in unserer Gesellschaft offenbar fundamental etwas schiefläuft. Es geht darum, wie Menschen sich zum Leben stellen. Die Wut nimmt zu, sie richtet sich gegen andere, aber irgendwie auch gegen das Leben selbst, das uns scheinbar nicht mehr gibt, was wir uns von ihm versprochen haben. Aggression als Reaktion ist die eine Seite, psychische Krankheiten wie Burnout und Depressionen die andere.

    Was quält uns aus Ihrer Sicht?
    Ich habe dafür einen etwas sperrigen Begriff geprägt: Alltagsbewältigungs-Verzweiflungsmodus. Jeder kennt das: Von morgens bis abends begegnet uns die Welt als Aggressionsfläche, in der wir ständig Dinge bewältigen und bearbeiten müssen. Dies besorgen, das erledigen, den anrufen, das wegschaffen. Das Leben als einzige, ausufernde To-do-Liste. Das geht schon morgens im Bad los.

    Inwiefern?
    Ich sehe in den Spiegel und denke: Diese Falte müsste weg, der Bauch auch, das Haar sollte voller sein. Immer erhalte ich die Botschaft: Tu was.

    Aber ich sende sie mir ja selbst.
    Das ist es ja gerade. Der Optimierungswahn ist verinnerlicht. Diese gefühlten To-do-Listen schwellen in uns immer mehr an. Die Zahl der Dinge, die wir glauben tun zu müssen, wird so groß, dass wir sie gar nicht mehr bewältigen können, egal, wie sehr uns der technische Fortschritt scheinbar Zeit verschafft. Und das zwingt uns in eine Welthaltung, die ich als Aggressionsverhältnis bezeichne: Ich bin immer unzufrieden und frustriert.

     

    Das ist, was der Soziologe Hartmut Rosa zu seinem Buch "Resonanz" sagt.

     

    Erkennst Du etwas wieder? Interessiert es dich? Scheiterst Du gerne oder nicht? Ist scheitern für dich eine Niederlage, etwas was zu vermeiden ist?

    25.01.26, 08:03

Beiträge

  • 25.01.26, 20:14

    Hey Fritz, wenn man eine Diskussion eröffnet, sollte man auch andere Meinungen gelten lassen können, ohne gleich einem was reinzubuttern, bildlich gesprochen.

    Ich bin auch raus aus diesem Meinungsaustausch.

    Lächerlich bist auch Du.

  • PS: es wird Frühling, und die zeit der dates fängt wieder an (w schreibe mich gerne an, wenn du eins möchtest).

    Also! - viele wunderbare Gelegenheiten zum scheitern!

  •  

    Paul:

     

    Fritz:

     

     

    So ist es auch hier. Dein beitrag ist schiefgegangen, und du hast keine "sehr gut" vom Lehrer erhalten. Aber gut für dich ist, dass du hier raus sein kannst und deine ruhe hast.

    Ich gebe hier kein Statement ab, um ein Lob zu bekommen😂😉 Dann hast du wohl nicht verstanden, für was man hier ein Thema  eröffnet. Wenn es in deinen Augen schiefgelaufen ist, ist es für mich zu 100% in Ordnung , Herr Lehrer :) 

     

    Aber hey, ich mag dich trotzdem 😉 so wie meine alten Lehrer auch, die mich nicht immer gelobt haben 😉🍀

    Sehr gut!

    Nichts was ich tue ist mein fehler!

    2026.jpg
  • 25.01.26, 18:13 - Zuletzt bearbeitet 25.01.26, 18:14.

     

    Fritz:

     

     

     

    So ist es auch hier. Dein beitrag ist schiefgegangen, und du hast keine "sehr gut" vom Lehrer erhalten. Aber gut für dich ist, dass du hier raus sein kannst und deine ruhe hast.

    Ich gebe hier kein Statement ab, um ein Lob zu bekommen😂😉 Dann hast du wohl nicht verstanden, für was man hier ein Thema  eröffnet. Wenn es in deinen Augen schiefgelaufen ist, ist es für mich zu 100% in Ordnung , Herr Lehrer :) 

     

    Aber hey, ich mag dich trotzdem 😉 so wie meine alten Lehrer auch, die mich nicht immer gelobt haben 😉🍀

  •  

    Paul:

     

    Fritz:

     

     und reif.

    ein appell, was zu tun, was zu wagen, eine suche nach lebendigkeit und Lebenskampf und freude daran kann ich aus deinen Worten nicht entnehmen.

    Dazu fällt mir nichts mehr ein . Ohne Worte. Für was eröffnest du ein Thema, zu dem man seine persönliche Sicht abgegeben kann? Dafür? Oder das ich dir meinen Lebenskapmpf und Lebensfreude beweisen soll? Schmunzel....

    Bleib gesund. Ich bin hier raus. Schönen Abend noch 

    Du darfst deine sicht abgeben, und das hast du getan.

    aber einen anspruch darauf, dass ich dich dann loben muss, und sagen, das hast du toll gemacht Paul! und dich vor der GE-Klasse lobe, den hast du nicht.

     

    "Ich persönlich sage immer : nicht alles Gute hat am Ende etwas Gutes und nicht alles Schlechte, was erst mal als schlecht erscheint, ist auch am Ende wirklich schlecht und erweist sich doch als ein positives Ende."

     

    So ist es auch hier. Dein beitrag ist schiefgegangen, und du hast keine "sehr gut" vom Lehrer erhalten. Aber gut für dich ist, dass du hier raus sein kannst und deine ruhe hast.

  • 25.01.26, 17:36

     

    Fritz:

     

     und reif.

    ein appell, was zu tun, was zu wagen, eine suche nach lebendigkeit und Lebenskampf und freude daran kann ich aus deinen Worten nicht entnehmen.

    Dazu fällt mir nichts mehr ein . Ohne Worte. Für was eröffnest du ein Thema, zu dem man seine persönliche Sicht abgegeben kann? Dafür? Oder das ich dir meinen Lebenskapmpf und Lebensfreude beweisen soll? Schmunzel....

    Bleib gesund. Ich bin hier raus. Schönen Abend noch 

  • 25.01.26, 17:19 - Zuletzt bearbeitet 25.01.26, 17:22.

     

    Paul:

    Ich persönlich sage immer : nicht alles Gute hat am Ende etwas Gutes und nicht alles Schlechte, was erst mal als schlecht erscheint, ist auch am Ende wirklich schlecht und erweist sich doch als ein positives Ende. Scheitern und Fehler begehen ist zum lernen da. Und meistens ist nicht der Fehler oder das Scheitern das Problem, sondern wie wir damit umgehen. Eine Kunst der Lebenserfahrung , die bei jedem Menschen anders ist. Und auch ich denke, dass wir vieles selbst steuern oder dosieren können. Vielleicht nicht alles, aber doch einiges. Und auch das ist ein Lernprozess der uns bis zum letzten Tag unseres Lebens begleitet, so denke ich. Und Scheitern macht uns zu dem, was wir oder wer wir sind. Nicht jedes Scheitern war angenehm, aber nur dadurch wurde letzten endes auch in vielen Bereichen mein Leben leichter und schöner 🍀

    Sicher. das klingt so vernünftig, dass dem niemand widersprechen kann.

    es klingt wie ein einverstanden-sein auch mit den Dingen, die man nicht liebt.

    Prima. Sehr vernünftig, erwachsen und reif.

    ein appell, was zu tun, was zu wagen, eine suche nach lebendigkeit und Lebenskampf und freude daran kann ich aus deinen Worten nicht entnehmen.

  •  

    Nanda:

    Lieber Fritz

     

    Es tönt bei Dir fast ein wenig so, als könne man alle Themen wählen.

     

    Es gibt aber auch Lebensaufgaben, die hast Du nicht vorbestellt ;-))

    das kann ja sein, klar.

    nur was willst du jetzt damit sagen?

    dass wir hier über die nicht vorbestellten aufgaben sprechen sollen?

    ausgerechnet in meinem beitrag, der eine lanze für die selbstgewählten aufgaben angeht?

    das kann ja sein, dass dich das interessiert, und nur das.

    nun gut, dann mach doch deine eigene diskussion dazu auf.

    Und komm nicht hier rein, und sag, das thema ist bedeutungslos.

    oder mach es doch, ist mir recht.

    dann bist du halt eine aufgabe, die ich nicht bestellt habe.

    So what. im vergleich zu den aufgaben, die ich mir selber stelle, bist du eine lächerlich einfache aufgabe.

  • 25.01.26, 16:47

    Ich persönlich sage immer : nicht alles Gute hat am Ende etwas Gutes und nicht alles Schlechte, was erst mal als schlecht erscheint, ist auch am Ende wirklich schlecht und erweist sich doch als ein positives Ende. Scheitern und Fehler begehen ist zum lernen da. Und meistens ist nicht der Fehler oder das Scheitern das Problem, sondern wie wir damit umgehen. Eine Kunst der Lebenserfahrung , die bei jedem Menschen anders ist. Und auch ich denke, dass wir vieles selbst steuern oder dosieren können. Vielleicht nicht alles, aber doch einiges. Und auch das ist ein Lernprozess der uns bis zum letzten Tag unseres Lebens begleitet, so denke ich. Und Scheitern macht uns zu dem, was wir oder wer wir sind. Nicht jedes Scheitern war angenehm, aber nur dadurch wurde letzten endes auch in vielen Bereichen mein Leben leichter und schöner 🍀

  • 25.01.26, 16:02

    Lieber Fritz

     

    Es tönt bei Dir fast ein wenig so, als könne man alle Themen wählen.

     

    Es gibt aber auch Lebensaufgaben, die hast Du nicht vorbestellt ;-))

  • 25.01.26, 12:06 - Zuletzt bearbeitet 25.01.26, 12:07.

     

    Mandi:

     

    Nanda:

    Wenn Du auswählen könntest, ein Leben mit ständigen Auf und Abs führen, 

    Oder ein beschauliches, zufriedenes Leben

    Ein Leben ohne auf und abs ist kein Leben, sondern Stillstand und Tod.

     

    Manche können stärkere auf und abs vertragen und sind trotzdem zufrieden.

    Manche vertragen weniger, um glücklich zu sein.

     

    Ich wünsche, dass jeder ganz nach seinen Wünschen wählen kann. Aber es ist wohl nur ein frommer Wunsch.

    Wir wissen ja, Mandl, dass Du durch und durch glücklich bist, weil du weißt dass du es für dich richtig machst, und du für jede noch so komplexe frage die einfache Lösung des gesunden Mandlverstandes hast.

    Das teilst du uns in jedem deiner Kommentare in jeder Diskussion mit.

  •  

    Mandi:

     

    Nanda:

    Das Hauptthema, das sich in deinem Post wie ein roter Faden durchzieht, ist Stress

    Und der macht uns Menschen kaputt.

    Die Dosis macht das Gift. Und die richtige Dosis ist bei jedem anders. Nur leider können wir nicht ausschließlich selber über die Dosis bestimmen.

    Doch.

    Du kannst sehr wohl über die dosis bestimmen.

    Warum sollte das nicht gehen?

    Du kannst absolut über die Dosis Deiner herausforderung bestimmen. Nur halt nicht ob es dein gewünschtes ergebnis liefert. Und das in wirklichkeit macht dir Angst.

  •  

    Nanda:

    Also Scheitern macht keinen Spass- das ist doch Blödsinn.

     

    Wenn Du auswählen könntest, ein Leben mit ständigen Auf und Abs führen, 

    Oder ein beschauliches, zufriedenes Leben

     

    Was wählst Du?

     

    Das Hauptthema, das sich in deinem Post wie ein roter Faden durchzieht, ist Stress. 

    Und der macht uns Menschen kaputt.

    nun, wenn Du Scheitern sicher vermeiden willst, darfst du dir nur das wünschen (und verfolgen), bei dem Du sicher nicht scheiterst.

     

    Alles, bei dem Du scheitern könntest, bei jedem großen, aber riskanten wunsch, bei jeder faszination, die du noch nicht sicher bewältigen würdest, musst du ausschließen.

     

    Schöner ist es, bereit zum scheitern zu sein, und einen großen raum haben, es zu versuchen.

     

    Jetzt leiden heute ja alle unter Stress.

     

    das wundert mich dann auch nicht, wenn man so vorgeht, wie du es für das richtige hältst.

     

    Das beschauliche, zufriedene (risikolose) Leben das du so schön findest, lautet in seiner klarsten form: auf dem sofa liegen, nicht von kontakten und Menschen genervt werden, netflix schauen, sich sein essen von amazon liefern lassen.

  • 25.01.26, 11:58

     

    Nanda:

    Das Hauptthema, das sich in deinem Post wie ein roter Faden durchzieht, ist Stress

    Und der macht uns Menschen kaputt.

    Die Dosis macht das Gift. Und die richtige Dosis ist bei jedem anders. Nur leider können wir nicht ausschließlich selber über die Dosis bestimmen.

  • 25.01.26, 11:57

     

    Nanda:

    Wenn Du auswählen könntest, ein Leben mit ständigen Auf und Abs führen, 

    Oder ein beschauliches, zufriedenes Leben

    Ein Leben ohne auf und abs ist kein Leben, sondern Stillstand und Tod.

     

    Manche können stärkere auf und abs vertragen und sind trotzdem zufrieden.

    Manche vertragen weniger, um glücklich zu sein.

     

    Ich wünsche, dass jeder ganz nach seinen Wünschen wählen kann. Aber es ist wohl nur ein frommer Wunsch.

  • 25.01.26, 11:49

    Also Scheitern macht keinen Spass- das ist doch Blödsinn.

     

    Wenn Du auswählen könntest, ein Leben mit ständigen Auf und Abs führen, 

    Oder ein beschauliches, zufriedenes Leben

     

    Was wählst Du?

     

    Das Hauptthema, das sich in deinem Post wie ein roter Faden durchzieht, ist Stress. 

    Und der macht uns Menschen kaputt.

  •  

    Matthias:

    Scheiterst Du gerne oder nicht? Ist scheitern für dich eine Niederlage, etwas was zu vermeiden ist?

    Fritz, mal wieder haben deine Quellen in keinster Weise etwas mit deiner Diskussion / Titel zu tun. 

     

    Du beziehst Dich hier aufs scheitern, aber Rosa geht es um Resonanz... wie Menschen auf das Verhalten anderer Menschen reagieren, wie sie auf die Umwelt reagieren, was überhaupt nichts mit scheitern zu tun hat. 

     

    Meine Resonanz auf diese Diskussion ist absolut negativ, weshalb ich mich lieber den schönen Dingen des Lebens widme. 

     

    Allen anderen einen schönen Tag noch... 

    Rosa geht in seinem interview sehr wohl auf das Scheitern ein:

     

    Rosa: Man kann das Berührtwerden nicht erzwingen, nur erhoffen. Wirkliche Resonanz ist unverfügbar. Das ist hier der zentrale Begriff.

     

    Den müssen Sie erläutern.
    Rosa: Unverfügbarkeit heißt, dass wir nicht sagen können, wann und wo die Resonanz eintritt. Und man weiß nie, was dabei herauskommt. Wirkliche Resonanzerlebnisse sind grundsätzlich ergebnisoffen. Aber genau diese Ergebnisoffenheit, eben das Unverfügbare, ist für viele offenbar eine Zumutung. Sich auf etwas einzulassen, ohne zu wissen, was dabei herauskommt, klingt für sie unvernünftig. Man hat ja genug zu tun.

     

    Heißt das nicht auch, dass wir das Scheitern wieder mehr zulassen müssen?
    Absolut. Wer nur Dinge tut, von denen er weiß, dass sie klappen, verhindert ja gerade das Unverfügbare.

     

    Gehen wir mal ins Private. Ist die Liebe nicht auch Unverfügbarkeit in Reinkultur?
    Ja, schon im Hinblick auf das Eintreten dieses emotionalen Ereignisses. Liebe ist nicht planbar. Und wenn sie dann da ist, erfahren wir in einer Liebesbeziehung am deutlichsten, dass wir den anderen nicht vollständig verfügbar machen können und dürfen. Das muss ein dynamisches Wechselverhältnis bleiben. Liebe kann nur erfahren werden, wenn der andere unverfügbar, aber erreichbar ist. Die totale Kontrolle über den anderen wäre die pure Langeweile, dann hätten wir eine Art Liebesroboter. Wir können Liebe nicht planen, sie nicht erzwingen und sie auch nicht einseitig halten. Wir müssen uns auf sie einlassen. Mit allen Risiken.

     

    Diese Aussagen sind sicher genug Anregung, sie einmal zu diskutieren. Oder über sie nachzudenken und nachzufühlen.

     

  • 25.01.26, 11:30

    Scheiterst Du gerne oder nicht? Ist scheitern für dich eine Niederlage, etwas was zu vermeiden ist?

    Fritz, mal wieder haben deine Quellen in keinster Weise etwas mit deiner Diskussion / Titel zu tun. 

     

    Du beziehst Dich hier aufs scheitern, aber Rosa geht es um Resonanz... wie Menschen auf das Verhalten anderer Menschen reagieren, wie sie auf die Umwelt reagieren, was überhaupt nichts mit scheitern zu tun hat. 

     

    Meine Resonanz auf diese Diskussion ist absolut negativ, weshalb ich mich lieber den schönen Dingen des Lebens widme. 

     

    Allen anderen einen schönen Tag noch... 

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