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  • Autopilot an – Kopf aus?

    Diskussion · 7 Beiträge · 8 Gefällt mir · 331 Aufrufe
    Thomas Kissing aus Düsseldorf

    Wir alle haben Routinen: Abends Zähne putzen, Gesicht waschen, ins Bett gehen. Das machen wir ganz selbstverständlich – nicht jedes Mal bewusst, sondern automatisch. Warum? Weil wir wissen, dass gute Mundhygiene vor Problemen schützt und Hautpflege der Regeneration hilft. Zwei kleine Beispiele von vielen Gewohnheiten, die unseren Alltag prägen.

     

    Mir ist das besonders bewusst geworden, als durch eine Internet-Umstellung über ein Wochenende plötzlich nichts mehr „normal“ funktionierte: keine Sprachassistenten, keine Musik auf Knopfdruck, keine Serie am Abend. Da wurde mir klar, wie stark wir in einem Sog aus Gewohnheiten leben – und wie viel davon einfach im Hintergrund läuft. Erst wenn etwas wegfällt, merken wir, wie automatisiert unser Leben ist.

     

    Das wirft für mich spannende Fragen auf:

     

    Wäre es nicht großartig, wenn wir uns jede Gewohnheit aneignen könnten, die uns langfristig gut tut? 

     

    Warum ist es so schwer, alte Muster loszulassen und neue zu beginnen? 

     

    Und wer steuert unsere Gewohnheiten wirklich – unser bewusster Wille oder eher Unterbewusstsein und Gefühle?

     

    Ich bin gespannt auf eure Gedanken und Erfahrungen.


    Thomas Kissing 

     

    Ein Like oder Kommentar zeigt mir, ob euch solche Themen interessieren. Ich starte hier regelmäßig neue Diskussionen – wer mag, kann mir gern folgen.

    25.01.26, 10:32 - Zuletzt bearbeitet 25.01.26, 11:05.

Beiträge

  • 25.01.26, 17:24

    Hallo Herr Kissing,

    hallo zusammen,


    Warum ist es so schwer, alte Muster loszulassen und neue zu beginnen? 
     

    Ich denke, dass es mit unserer Programmierung unseres Gehirns zu tun hat.

    Wir übernehmen, was wir gelernt haben. Dies tun wir, wie von Ihnen beschrieben, 

    ganz automatisch. 

     

    Die Gründe dafür könnten sein ; 

    -Automatismus- gibt Sicherheit 

    -Gewohnheit- gibt Sicherheit und ist effektiv, da die Tätigkeiten routiniert von der Hand gehen,

    -Bequemlichkeit- macht man ohne nachzudenken,

    geht auch alles leicht von der Hand,

     

    Irgendwann hinterfragen wir dann unser tun und handeln. Vielleicht weil etwas nicht mehr rund läuft, wir uns so nicht mehr wohlfühlen oder ein kritisches Feedback bekommen haben.


    Dann, wenn man gewillt ist, fängt die Arbeit erst richtig an. 
    Ich muss analysieren ohne Emotion, 

    ehrlich zu mir selbst sein, 

    einen Plan erstellen und mit meiner Umprogrammierung beginnen.

    Dies bedeutet achtsam, konzentriert und motiviert zu bleiben damit man nicht wieder in alte Muster verfällt.

     

    Ist schon anstrengend aber kann sich lohnen.

     

    Wie bei einem Baum der Früchte tragen soll, erst bedeutet es auch hegen und pflegen, sich kümmern, aber dann kommt die Ernte mit vielleicht die süßesten Früchte. 
     

    herzliche Grüße 

    Maggie 

     

     

  • 25.01.26, 16:00

     

    Guido:

     

     

     

     

     

    Wer steuert? Thomas, das frage lieber nicht ;-)). Die Antwort, die ich darauf hätte, wäre höchst unschön.

     

     

    Dann frage ich das und bitte um Antwort

    In der Schwarzmagie gibt es keine Grenzen. So kann man durchaus " künstlich" beeinflusst werden, was man fühlt oder denkt. Auch im Unterbewusstsein ist das möglich.

     

    Wenn man sich in diese Thematik vertieft, braucht man ein superdickes Fell und echtes Gottvertrauen (oder wie man es sonst nennen will). Es ist in meinen Augen eine der härtesten Prüfung, da nicht zu verzweifeln oder aufzugeben oder innerlich "hart" zu werden. Man lebt wesentlich besser, wenn man nicht so viel darüber weiss. Ich kam in diesem Leben leider nicht umhin, mich mit dieser Thematik auseinander zu setzen. Aber ich beneide all die, die nicht daran glauben oder es unwissend einfach automatisch richtig machen.

     

    Die gute Nachricht: Man ist geschützt.

    Darum führe ich es nicht näher aus. Im Internet gibt es viele Videos und Webseiten, die darüber berichten. Wenn es jemand interessiert, kann er sich Informationen beschaffen. Aber überlegt vielleicht zuerst, ob und welchen Nutzen es Euch wirklich bringt.

  • 25.01.26, 15:31

    Wäre es nicht großartig, wenn wir uns jede Gewohnheit aneignen könnten, die uns langfristig gut tut? 

    Woher weißt Du denn was Dir langfristig gut tut?

     

    Nehmen wir z.B. "Opfer" von Männer mit Narzistischen Grundzügen. Ich kenne Frauen, die waren 10-20 Jahren mit solchen Männern zusammen. Tut es gut regelmäßig gepisackt zu werden, klein geredet zu werden, nicht unterstützt zu werden ?... bestimmt nicht. Warum bleibt man dann? 
    Da das Unterbewußtsein, welches regelmäßige wichtige Abläufe steuert, der Meinung ist, dass dieser Gegenüber dir gut tut, obwohl er Dich von außen betrachtet (jeder Freund würde Alarm schlagen) es nicht tut. 

     

    Die "Serie" am Abend... tut sie Dir wirklich gut oder ist es die "Aufschibiritis", das Vermeiden, Deines Unterbewußtseins die Wäsche zu bügeln, Hausarbeit, für die Fortbildung zu lernen, Sport zu machen etc. 

    Isst Du Schokolade, aus Stress, weil Du nicht gelernt hast damit umzugehen (Sport wäre sinnvoller) oder ab und zu als Belohnung?

     

    Und wer steuert unsere Gewohnheiten wirklich – unser bewusster Wille oder eher Unterbewusstsein und Gefühle?

    Das Unterbewußtsein! Deine Gefühle sind die emotionale Antwort deines Unterbewußtseins... und das zieht sich durch dein Leben wie ein roter Faden. 

    Zu jedem Gefühl... irrationaler oder extremer Handlung, gibt es immer eine Wurzel/Ursache... ebenso zur Erziehung der eigenen Kinder, Partnerwahl oder die Veröffentlichung von regelmäßigen Diskussionen oder Beiträgen in Social Media (sammelst Du likes um "unterbewußt" fehlende Anerkennung zu kompensieren etc.) ... 

    Erst wenn man sich mit Glaubensätzen auseinandersetzt und seine Handlungen reflektiert (Warum handel ich so wie ich es tue? Warum mache ich aus einer "Mücke einen Elefanten"? Warum reagiere ich dort so übertrieben? etc. ) kann man negative Gewohnheiten langsam abtrainieren und sich neue Gewohnheiten antrainieren.  

     

    @Nanda

    Das gilt auch für Beziehungen. Sich anpassen gehört dazu.

    Ich finde wenn zwei Menschen aufeinander treffen, gibt es immer "kleine" Differenzen. Man redet, man handelt Kompromisse im Alltag aus, man setzt Regeln fest (z.B. wer was zahlt, Umgang mit Kindern bei Patchwork etc.).. aber die "Anpassung" sollte minimal und nicht in den Grundzügen sein, sonst ist es toxisch. Daher Kompromisse im Alltag immer mal wieder... ja... aber wenn ich 50 Jahre eine Gewohnheit an den Tag lege, wird es schwer sein, diese für einen Partner "anzupassen" oder gar komplett zu drehen. Da sollte man vom Partner auch so geliebt werden, wie man ist. 
    Wenn dem nicht so... oder ich mich zu sehr anpassen muss (und ich dennoch da bleibe), dann leitet mein Unterbewußtsein mich falsch... und bin mit dem falschen Partner zusammen. 

  • 25.01.26, 13:32

     

     

     

     

     

    Wer steuert? Thomas, das frage lieber nicht ;-)). Die Antwort, die ich darauf hätte, wäre höchst unschön.

     

     

    Dann frage ich das und bitte um Antwort

  • 25.01.26, 12:54

    Moin Du,
    m.A.n. hat das auch damit zu tun, dass dauernd erfahrene wegsterben und erfahrungslose neu dazugeboren werden.
    Jeder ist mehr oder weniger, das Resultat aus Erziehung und Erfahrung und da sich Erfahrungen nicht übertragen lassen (Trauma schon), entsteht ein fehleranfälliges Gesamtkonzept.

  • 25.01.26, 11:42

    Nun ja, ich finde einen Aspekt dabei besonders wichtig: Man lebt in einer Gemeinschaft und Gesellschaft. Oft ist man in der Arbeit nicht allein, und dort gibt es Erwartungen für Leistungen, schliesslich bekommt man Geld dafür. Das bedeutet auch, man muss sich anpassen bezüglich Gewohnheiten.

     

    Das gilt auch für Beziehungen. Sich anpassen gehört dazu.

     

    Und ja, den Kampf mit sich selbst kenne ich auch. Manchmal kann ich äussere Umstände ändern, um das Ziel besser zu erreichen.

     

    Ich finde das Wichtigste, dass man sich selber nicht überfordert. Schwache Tage gehören dazu. Oder auch Fehlentscheide. Man sollte grosszügig und liebevoll mit sich bleiben.

     

    Wer steuert? Thomas, das frage lieber nicht ;-)). Die Antwort, die ich darauf hätte, wäre höchst unschön.

     

    Aber ich halte an dem Glauben fest, dass bewusster Wille, praktisch umgesetzt, viel bewirken kann.

    Wenn positiv.

     

    Und eben: Gesundheit muss mitspielen. Ab 50/60 wird das bei vielen Menschen irgendwann Thema. Wer Glück hat erst sehr viel später. Ich behaupte: Die bestimmt die Möglichkeiten in Deinem Leben sehr stark mit.

     

    Zurzeit höre ich viele Podcast querbeet. Zusammenfassend würde ich sagen: " Stress" ist ein wichtiger Schlüsselfaktor... offenbar für alles...

     

    Und ich selber finde bei Deiner Frage: Macht es Spass, fällt eine Veränderung leicht.

  • Im Laufe meines Lebens – und besonders mit dem Älterwerden – habe ich immer mehr feste Routinen entwickelt. Vieles davon dient einem guten Zweck: Körperpflege, Vorsorge, Ernährung, Bewegung, Beziehungen. Im Idealfall ist alles so organisiert, dass es uns schützt und uns guttut.

     

    Aber was ist mit den Routinen und Gewohnheiten, die uns schaden?
     

    Davon gibt es leider viele: zu wenig Schlaf, schlechte Ernährung, zu viel Medienkonsum, Dauerstress, keine Bewegung – und noch einiges mehr. Dinge, die viele von uns kennen und die auf Dauer körperlich und mental belasten.

     

    Für mich beginnt Veränderung damit, mir bewusst zu machen, welche Gewohnheiten mir langfristig schaden. Erst dann kann ich anfangen, mit kleinen Veränderungen neue Routinen aufzubauen. Schritt für Schritt. Denn Gewohnheiten sitzen tief – manchmal fühlt es sich an wie ein Kampf gegen sich selbst.

     

    Meine Erfahrung: Große Umbrüche funktionieren selten. Kleine, machbare Anpassungen schon eher.

     

    Aus diesem Gedanken heraus habe ich hier auch eine Gruppe gegründet („Das innere Schweinehörnchen“) – falls jemand Interesse hat, einfach über mein Profil.

     

    Mich würde interessieren:

     

    Wie habt ihr es geschafft, schlechte Gewohnheiten loszuwerden – oder gute aufzubauen?


    Thomas Kissing 

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