Du wolltest nur kurz helfen.
„Kannst du das schnell übernehmen?“ — Klar, mach ich.
„Nur dieses eine Mal.“ — Natürlich.
„Du bist doch so zuverlässig.“ — Danke … und schon wieder Ja gesagt.
Plötzlich sitzt du abends da, erledigst Dinge, die gar nicht deine sind, bist müde, genervt — und fragst dich, wie du da eigentlich reingerutscht bist.
Die Personen, die sich immer nur meldet, wenn sie etwas braucht.
Der Kollege, dessen Aufgaben irgendwie bei dir landen.
Die Familie, bei der du „natürlich“ einspringst.
Der Nachbar, für den ein Gefallen nie nur einer bleibt.
Oder einfach Nachrichten, auf die du sofort antwortest, obwohl du gerade Ruhe brauchst.
Und jedes Mal denkst du:
„Eigentlich will ich das gar nicht.“
Aber Nein sagen fühlt sich schlimmer an als Ja sagen.
Aus Angst vor Streit.
Vor Enttäuschung.
Vor Konsequenzen.
Oder davor, plötzlich nicht mehr gemocht zu werden.
Man schluckt es runter.
Lächelt.
Funktioniert.
— und ärgert sich später über sich selbst.
Kennst du solche Situationen?
Wann hast du zuletzt Ja gesagt, obwohl du Nein meintest?
Und was ist dann passiert?
Teile gern deine Erfahrungen — viele erkennen sich wahrscheinlich darin wieder.
Thomas Kissing
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