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  • Warum Religion & Glaube nicht dasselbe sind

    Diskussion · 25 Beiträge · 1 Gefällt mir · 574 Aufrufe
    Tony aus Langnau im Emmental

    Die Religion ist das Regelwerk, das der Mensch um eine Spiritualität aufbaut. Der Glaube ist das, was oder wem der Mensch in seinem Herzen sein Vertrauen schenkt. Beide Elemente sind aus einem Menschenleben nicht weg zu denken.

     

    Sie sind wohl die grössten Einflussgrössen, mit denen wir es je zu tun haben werden. Genau darum denke ich, ist es enorm wichtig sie zu unterscheiden.

     

    Ich vermute Enwicklungsethnologisch gesehen, stammt die Religion aus dem Geschlechterkampf. Irgendeinmal hat jemand eine Keule in die Hand genommen und sich auf eine Gottheit berufen, unter die sich dann alle sammeln mussten. Auf den Geschlechterkampf komme ich, weil jede Religion von Rang und Namen, ihre grosse Mühe hat mit Mann und Frau. Ein Geschlecht wird in der Religion immer unterdrückt. Es verwundert nicht, dass es meist das physisch Schwächere ist. Es lag auf der Hand, dass der Keulenschwingende sich auf eine Dritte, allem überragende Grösse berufen musste, um überhaupt mit seinen Ansprüchen an Macht und ‚Glaubwürdigkeit‘, in der Gesellschaft durchzukommen. Daraus ist dann die Kaste der Priester erwachsen, deren Aufgabe es ist über der Religion und der darin unterworfenen Gesellschaft, für Recht und Ordnung zu sorgen.

     

    Der Glaube aber ist reine Herzenssache. Er ist mein ‚Credo‘, meine Überzeugung, nach der ich mein Denken, Sprechen und Handeln ausrichte. Wenn ich überzeugt bin, dass es keinen Gott gibt, dann ist das mein Glaube, und ich werde mich entsprechend aufführen. Der Glaube ist äusserst gefährlich. Ich kann ihm nicht entrinnen. Wir werden ziemlich haargenau zu dem werden, was wir glauben. Er ist etwas, das in unserem Un- und Unterbewussten verwurzelt ist. Glaubenssätze, die ich als 2-jähriges Kind gefasst habe, werden auch noch wirken, wenn ich meinen 100. Geburtstag feiere, sofern ich sie nicht in einer gesegneten Stunde der Erleuchtung revidiere.

     

    Meinen Glauben zu wechseln, ist um ein Vielfaches schwieriger, als einer anderen Religion beizutreten. Viele Menschen gehören einer Religion an, ohne an sie zu glauben. Die Religion bemächtigt sich verzweifelt dem Glauben, weil sie eine Existenzberechtigung sucht. Doch jede Religion ist das Werk des Menschen, währendem der Glaube ein Werk des Geistes ist. Die Frage ist nur: wessen Geistes. Schlussendlich sind sie unvereinbar.

     

    Es gibt einen Glauben der uns befreit und einen, der uns in das schlimmste Gefängnis stecken kann, das wir uns nur vorstellen können. Ich bin höchst fasziniert über die Kapazität des Menschen betreffend des Glaubens. Ich habe schon die verrücktesten Dinge gehört, auf was Menschen ihre Hoffnung setzen und da sind die Animisten, die sich vor einer hölzernen Statue niederwerfen noch die Harmlosesten.

     

    Jetzt bin ich gespannt, was deine Meinung zu diesem Thema ist.

    17.03.26, 16:36

Beiträge

  • 17.03.26, 22:59

     

    Tony:

    "Glauben"

    Glauben ist eine Falle in dieser Welt.

  • 17.03.26, 19:51

    Es gibt nicht nur einen Interessenskonflikt zwischen den Geschlechtern, sondern zwischen allen Menschen. Wir alle sind potenzielle Rivalen oder Verbündete, egal ob Mann, Frau, Kind oder Eltern.

    Die möglichen Mittel dafür sind nicht nur Keulen, sondern auch Gift und indirekte Aggression (Rufschädigung) was die körperliche Kraft der Männer eher relativiert. Und es gibt nicht nur Unterdrückung, sondern auch Täuschung und Bündnisse.

     

    Konflikte zwischen den Geschlechtern dürfte natürlich viel mit Religionen zu tun haben. Aber wir sollten nicht zu reduktionistischen sein. Viele Religionen haben auch Gebote zur Ernährung oder Rssourcenverteilung und natürlich die goldene Regel.

  • 17.03.26, 18:55

    Du sprichst von Glaubenssätzen, die sehr früh im Leben entstehen, durchs Elternhaus, Erziehung und das Umfeld.

    Was unser Denken, Fühlen und Handel sehr beeinflusst.

    Die Religion kann unabhängig davon bestehen.

    Diese gibt eine Richtung vor einen Rahmen. Menschen brauchen diese Orientierung, Halt.

     

     

  • 17.03.26, 17:16

    ich bin überdzeugt das es eine  höhere Macht giebt welche uns durchs Leben und den Tod begleitet ....

    ich bete und bitte die Muttergottes , und  Jesus, der für unsam Kreuz gestorben ist um Schutz und Begleitung für mich und für uns alle denn wir sind alle eins, also bitte ich nicht nur für mich..... man wird nicht gefragt als Kind und wird einfach in einer Religion getauft die man gar nicht selbst ausgesucht hat und will.... dann kommt es einfach dazu dass man als mündige erwachse Person aus der Kirche austritt und sich evtl. eine Religion sucht bei der man sich wohlfühlt.... aber man kann glauben und beten ohne einer Religion anzugehören.!

     

     an was ich nicht glaube das ist an die Kath. Kirche und dessen Prister Bischöfe etc. haben sehr viel Leid und schmerz an Menschen verübt und werden nicht mal bestraft oder aus der Kirche ausgeschlossen........ und Frauen sind für diese Religonio

    immer noch ein grosses Tabu diese sollten in dieser Kirche nichts zu sagen haben  schaut mal in die Klöster wie es da zugeht

     

    im Augenblick sollten wir um Hilfe bitten damit diese Kriege aufhören und  die Menschen in Frieden und Freiheit leben können. Aus den Religionen sind so viele unnötige Kriege entstanden  und es reicht langsam

     

  • 17.03.26, 16:59

     

    Tony:

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    Du hast recht! Religion und Glaube ist nicht das selbe. Religionen sind ein Krebsgeschwür die Kriege verursachen, Menschen knechten und Fanatismus hervor bringt! Das ist aber etwas, das ich überhaupt nicht brauche! Glauben tut hungegen jeder. Ich glaube zum Beispiel an Geister und die Natur! So gesehen kommt der Schamanismus meinem Glauben am nächsten. Der Schamanismus ist aber nicht meine Religion! Denn auch beim Schamanismus gibt es Dinge die ich anders sehe! Ich bin gläubig aber ich verweigere jede Religion. Nein ich brauche und will keine Religion! Der Welt würde es besser gehen ohne Religionen! - Und somit würde es wenigstens mir auch besser gehe.

     

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