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  • Wenn die Angst groß ist – und der Hilfswunsch noch größer

    Diskussion · 14 Beiträge · 9 Gefällt mir · 347 Aufrufe
    Thomas Kissing aus Düsseldorf

    Ein Feuerwehrmann rennt in ein brennendes Haus, während alle anderen weichen.

    Eine Polizistin stellt sich mutig einer gefährlichen Situation, um andere zu schützen.

    Und wir? Im Alltag begegnen wir weniger dramatischen, aber ebenso entscheidenden Momenten: eine Passant wirkt bedrängt, jemand braucht unsere Hilfe – und niemand sonst greift in dem Moment ein! 

     

    Zivilcourage bedeutet, aufzustehen, wenn es nötig ist, trotz Zweifel und Angst. Mut ist nicht unüberlegte Furchtlosigkeit, sondern die bewusste Entscheidung, zu handeln.

     

    Wir alle haben im Leben Verantwortung getragen: für Partner, Familie, Freunde. Aber wie entscheiden wir heute zwischen helfen und eigene Sicherheit wahren?

     

    Wenn am Ende unseres Lebens Titel, Besitz und Status keine Rolle mehr spielen – was bleibt dann wirklich? Vielleicht die Momente, in denen wir Zivilcourage gezeigt und füreinander da waren.

     

    Ich möchte gern mit euch darüber ins Gespräch kommen:

    Wann habt ihr mutig eingegriffen – oder bewusst Abstand gehalten? Und wie wägt ihr heute ab, was richtig ist?

     

    🌿 Eure Gedanken interessieren mich sehr.


    Thomas Kissing 

     

    Ein Like oder Kommentar zeigt mir, ob euch solche Themen interessieren. Ich starte hier regelmäßig neue Diskussionen – wer mag, kann mir gern folgen.

    30.03.26, 14:55

Beiträge

  • 30.03.26, 21:48

     

    COKE:

    ein wirklicher selbstverteidigungsexperte meinte mal im zusammenhang mit sich wehren (der rat ging aber damals an männer , die glauben krafttraining oder etwas judo etc ist hilfreich ), die beste verteidigung wenn es möglich ist wäre rennen. sollte der angreifer auch noch ein messer haben, dann hätte selbst ein vollprofi extreme schwierigkeiten. 

    Richtig, man muss einer drohenden Gefahr nicht absichtlich im Wege stehen 🏃🏃‍♀️

  • 30.03.26, 21:40

    ein wirklicher selbstverteidigungsexperte meinte mal im zusammenhang mit sich wehren (der rat ging aber damals an männer , die glauben krafttraining oder etwas judo etc ist hilfreich ), die beste verteidigung wenn es möglich ist wäre rennen. sollte der angreifer auch noch ein messer haben, dann hätte selbst ein vollprofi extreme schwierigkeiten. 

  • 30.03.26, 21:26

     

    COKE:

    extrem gefährlich ist es wenn feuer im spiel ist, da die meisten zuerst ersticken.

     

    es reicht ein einziger atemzug bei der flucht- oder wenn du helfen wolltest, durch die giftigen rauchgase wirst du sofort ohmächtig, .............

     

    viele sterben auch bei dem versuch ihr haustier zu retten, und springen ins kalte fließende wasser um dem hund zu helfen......

    Wenn starke Emotionen im Spiel sind, 

    versagt das rationale Denken, 

     

  • 30.03.26, 21:18

    Bei meinen Eltern hatte ich mal bei einem teelicht das Problem gehabt das die flamme unterkontrolle geraten ist und ich aus Panik Hilfe gesucht hatte da ich nicht weiter wusste. Aber ich bin aus einer anderen Situation fast mal erstickt und ich alleine im Haus. Sommergrippe und so, alles verschleimt von Atem wegen konnte nicht mehr atmen Nase Mund alles plokiert. Habe dann aus der grossen Panik heraus alles versucht das frei zu bekommen. So eine Angst hatte ich in meinem leben nicht mehr gehabt. Eine andere Situation, ich gehe am Fluss entlang wie immer zur selben Uhrzeit und Wochentag. Schon vier mal war da jemand der mich belästigt hatte, aber ich war stärker und konnte mich wehren, am Ende war noch die Polizei im Spiel. Da hatte ich auch etwas Herzrasen gehabt. Am Ende hatte die Fahndung keinen Erfolg gehabt.

  • 30.03.26, 21:03 - Zuletzt bearbeitet 30.03.26, 21:06.

    extrem gefährlich ist es wenn feuer im spiel ist, da die meisten zuerst ersticken.

     

    es reicht ein einziger atemzug bei der flucht- oder wenn du helfen wolltest, durch die giftigen rauchgase wirst du sofort ohmächtig, .............

     

    viele sterben auch bei dem versuch ihr haustier zu retten, und springen ins kalte fließende wasser um dem hund zu helfen......

  • 30.03.26, 20:47

    Ich selber habe schon Situationen gehabt wo ich Personen geholfen habe oder meine Hilfe angeboten hatte. Ich merke selber im leben wenn ich mal Probleme habe das es ignoriert wird und das finde ich sehr schade. Da könnte man selber auf dem Boden liegen und jeder läuft vorbei, wie es tatsächlich in meinen träumen passiert. Dabei versuche ich jeden zu helfen, aber selber bleibt man auf der Strecke. Bei meinem Betreuer ist es da irgendwie anders, aber wenn man in Gefahr ist musste ich schon paar mal selber den Ausweg finden, was natürlich nicht immer einfach ist.

  • 30.03.26, 20:08

    Oft denkt man in Gefahrensituationen nicht nach, sondern handelt einfach. 

     

    Ich bin mal in der Öffentlichkei zu einem Pärchen gegangen und habe gefragt, ob alles in Ordnung ist. Ohne die Situation jetzt weiter zu beschreiben: Diese Gefahr einzugehen war mir lieber, als das mögliche Trauma dabei zu sein, wenn jemand verletzt wird. Erst danach hatte ich Herzklopfen und mir war bewusst in welche Gefahr ich mich selbst gebracht hatte. Danach nahm ich mir vor beim nächsten Mal erst die Gefahr für mich abzuwägen und dann zu handeln.

  • 30.03.26, 19:03 - Zuletzt bearbeitet 30.03.26, 19:04.

     

    Thomas Kissing:

    Ich habe oft darüber nachgedacht, was uns motiviert, in schwierigen Situationen zu handeln – und was uns zurückhält.

     

    Es gibt Momente, in denen man das Gefühl hat: Hier muss ich etwas tun, auch wenn es vielleicht riskant ist. Feuerwehrleute oder Polizistinnen zeigen uns, wie Zivilcourage aussehen kann – sie handeln trotz Angst. Gleichzeitig kenne ich dieses innere Zögern, das einem sagt: Schau lieber weg, das ist nicht deine Verantwortung.


    Thomas Kissing 

    Thomas, wegzuschauen ist keine gute Option. Solange Du Dich nicht selbst in Gefahr begibst, ist helfen immer die erste Wahl.

    Und sei es nur, um weitere Hilfe anzufordern und/ oder  dem zu Helfenden seelischen Beistand zu leisten. 

    Stell Dir vor, Du bist in dieser unangenehmen Situation und keiner hilft Dir. Dann verlierst Du ein Stück den Glauben an die Menschheit.

    Ich spreche dabei aus eigener Erfahrung.

    Menschen, die wegschauen und denken 

    " phhh, geht mich nichts an"   waren vielleicht noch nie in einer Gefahrensituation.

     

     

  • 30.03.26, 18:57

    Mir fällt noch was ergänzend zu meinem Beitrag ein: Ich habe danach viel von meinem Umfeld gehört "ich hätte gar nicht gewusst, was ich tun soll." Vielleicht ist es auch das. Nicht wissen, was man tun kann, und deswegen gar nicht handeln. Hilflosigkeit 🤷🏼‍♀️

  • 30.03.26, 17:07

    Ich hatte letztes Jahr eine Situation in der Stadt, da saß eine junge Frau auf einer Bank und hat wirklich herzzerreißend und laut geweint. Alle Menschen sind vorüber gegangen. Ich bin hin, habe gefragt, wie es ihr geht und was ich tun kann. Sie konnte kaum ein klares Wort fassen. Letzten Endes habe ich entschieden, was ich für das richtige halte: den Rettungsdienst rufen. 

     

    Ich glaube, was mir dabei geholfen hat zu handeln, war, dass für mich offensichtlich war, diese Person braucht Hilfe und ist total verzweifelt, und ich einfach aufgrund eigener Erfahrung weiß, wie es ist, wenn es einem nicht gut geht und man sich wünscht, jemand würde hinschauen. 

    Gleichzeitig vermute ich, dass es für Menschen oft einfacher ist, an solchen Situationen vorbeizugehen: Ich muss mich dann nicht in eine unberechenbare Lage begeben, ich muss mir keine Lösung überlegen, ich muss mich nicht damit auseinandersetzen, ich werde allgemein nicht in meinen Plänen, die ich gerade habe, unterbrochen. Ein bisschen wie "dafür habe ich jetzt keine Zeit". Vielleicht kommt auch noch hinzu, dass sich Menschen gern von anderem abgrenzen, statt sich dafür zu öffnen.

     

    Für mich war das ein wirklich gutes Erlebnis, so dramatisch die Situation auch war. Ich war froh, geholfen zu haben, und so mit mir im Reinen zu sein. Und ich war froh, dass meine Hilfe auch der jungen Frau etwas gegeben hat, und ich einfach durchs Da sein etwas Gutes tun konnte ☺️

  • 30.03.26, 16:38 - Zuletzt bearbeitet 30.03.26, 16:39.

     

    Thomas Kissing:

    Danke für deinen Hinweis, COKE.

    Ja, ich sehe das auch so: Wenn eine Situation gefährlich ist, sollte man nicht selbst eingreifen, sondern Polizei oder andere um Hilfe rufen. Sicherheit geht immer vor.


     

    Ich wollte mit dem Thread vor allem zum Nachdenken anregen und schauen, wie andere über Mut und Zivilcourage im Alltag denken. Es geht mir nicht darum, alles selbst zu beantworten – im Gegenteil, ich freue mich sehr über eure Erfahrungen und Meinungen.


    Thomas Kissing 

    das war auch nicht böse gemeint. ich lese etwas, mein gehirn analysiert es praktisch von alleine, und dann schreibe ich 1:1 meine gedanken nieder. ich bin in den meisten fällen  auch auf gar keiner seite. 

     

     

    es wäre von meiner seite auch zß wg empathie oft gut sich an folgendes zitat zu halten. "sage nicht alles was du weißt aber wisse immer was du sagst". aber daran halte ich mich sehr selten. 

     

    denn selbst wenn meine antwort - schlußfolgerung- analyse inhaltlich stimmen würde, wenn es eine andere person  verletzt, sollte ich es nicht schreiben-aussprechen.

  • Danke für deinen Hinweis, COKE.

    Ja, ich sehe das auch so: Wenn eine Situation gefährlich ist, sollte man nicht selbst eingreifen, sondern Polizei oder andere um Hilfe rufen. Sicherheit geht immer vor.


     

    Ich wollte mit dem Thread vor allem zum Nachdenken anregen und schauen, wie andere über Mut und Zivilcourage im Alltag denken. Es geht mir nicht darum, alles selbst zu beantworten – im Gegenteil, ich freue mich sehr über eure Erfahrungen und Meinungen.


    Thomas Kissing 

  • 30.03.26, 15:37 - Zuletzt bearbeitet 30.03.26, 15:46.

     

    Thomas Kissing:

    Ich habe oft darüber nachgedacht, was uns motiviert, in schwierigen Situationen zu handeln – und was uns zurückhält.

     

    Es gibt Momente, in denen man das Gefühl hat: Hier muss ich etwas tun, auch wenn es vielleicht riskant ist. Feuerwehrleute oder Polizistinnen zeigen uns, wie Zivilcourage aussehen kann – sie handeln trotz Angst. Gleichzeitig kenne ich dieses innere Zögern, das einem sagt: Schau lieber weg, das ist nicht deine Verantwortung.

     

    Für mich ist spannend zu fragen: Wie gehen wir mit dieser Spannung um – zwischen Angst und dem Wunsch zu helfen? Wie entscheiden wir, wann wir eingreifen und wann wir auf Abstand bleiben?

     

    Ich bin neugierig, wie ihr diese Situationen erlebt oder reflektiert – ohne dass es immer um extreme Gefahr gehen muss. Manchmal sind es die kleinen, alltäglichen Momente, in denen wir Mut zeigen können.


    Thomas Kissing 

    selbst die polzei rät, bei gefährlichen "vielen situationen " nicht selbst einzugreifen, und sie zu a-rufen und-oder andere-zusätzliche hilfe zu holen.

     

    was ich bei deinen threads lustig finde, du er-stellst eine-n thread - frage, und möchtest eigentlich nicht nur im eingangsthread die frage-n - praktisch alles-  alleine beantworten. 

  • Ich habe oft darüber nachgedacht, was uns motiviert, in schwierigen Situationen zu handeln – und was uns zurückhält.

     

    Es gibt Momente, in denen man das Gefühl hat: Hier muss ich etwas tun, auch wenn es vielleicht riskant ist. Feuerwehrleute oder Polizistinnen zeigen uns, wie Zivilcourage aussehen kann – sie handeln trotz Angst. Gleichzeitig kenne ich dieses innere Zögern, das einem sagt: Schau lieber weg, das ist nicht deine Verantwortung.

     

    Für mich ist spannend zu fragen: Wie gehen wir mit dieser Spannung um – zwischen Angst und dem Wunsch zu helfen? Wie entscheiden wir, wann wir eingreifen und wann wir auf Abstand bleiben?

     

    Ich bin neugierig, wie ihr diese Situationen erlebt oder reflektiert – ohne dass es immer um extreme Gefahr gehen muss. Manchmal sind es die kleinen, alltäglichen Momente, in denen wir Mut zeigen können.


    Thomas Kissing 

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