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  • Welcher Fortschritt ist eigentlich ein Rückschritt?

    Diskussion · 154 Beiträge · 7 Gefällt mir · 1.759 Aufrufe
    Alica aus Düsseldorf

    Wir leben in einer Zeit, in der für jedes menschliche Bedürfnis eine technische Lösung erfunden wird. Nur weil etwas praktisch ist, heißt es nicht, dass es gut ist. Macht es uns zu besseren Menschen, wenn wir uns hinter Computern, wissenschaftlichen Studien und Technologien verstecken? Die Meinung von sogenannten "Experten" wird kritiklos übernommen, als ob es unsere eigene wäre. Wir verlernen selbst zu denken, unsere Gedanken zu Papier zu bringen und aus Fehlern Konsequenzen zu ziehen. Zudem finde ich, dass wir in vielen Bereichen früher schon viel weiter entwickelt waren und ab dem Punkt hätten aufhören müssen, uns die Arbeit aus Bequemlichkeit von Maschinen abnehmen zu lassen.

     

    Ist also vieles in der heutigen Zeit eher zum Nachteil unserer menschlichen Entwicklung? 

    05.04.26, 20:19 - Zuletzt bearbeitet 05.04.26, 20:23.

Beiträge

  • 10.04.26, 23:12

    Und noch etwas wenn wir über Gerechtigkeit diskutieren …!  Ist es gerechnet , wenn Menschen in der Mindestsicherung leben (, beide Arbeitslos ) und mehr vom Staat erhalten , als wenn jemand arbeiten geht ! Anbei ein Beispiel von Wien eine Familie mit zwei Kinder ..

     

     Das ist jetzt nur ein Beispiel mit zwei Kinder und bei mehr Kinder  erhöht sich der Vorteil deutlich ! 

     


     

    📊 Wien: Gesamtvergleich (2 Erwachsene + 2 Kinder


     

    🟥 Nur Mindestsicherung (inkl. Gesamtpaket)



     

    👉 Direkte Geldleistungen:


     

    • Regelbedarf für Erwachsene + Kinder: ca. € 2.386
       

    👉 PLUS typische Zusatzleistungen:

     

    • Wohnbeihilfe / Mietzuschuss (je nach Miete stark unterschiedlich)
    • Familienbeihilfe + Kinderzuschläge: ca. € 500–€ 650
    • Öffi-Förderungen (z. B. Jahreskarte/Sozialtarif): indirekt geldwert
    • Kultur- und Freizeitvergünstigungen (Museen, Freizeitangebote etc.


     

    ➡️ Gesamtwert realistisch: ca. € 2.900 – € 3.300 / Monat (Geld + Sachleistungen)


     


     


     


     

    🟩 1 Person arbeitet (Niedriglohn)


     

    Beispiel:

     

    • 1 Vollzeitjob: ca. € 1.900 netto
    • Familienbeihilfe: ca. € 500–€ 650
    • evtl. geringe Aufstockung (Mindestsicherung abhängig vom Haushalt)


     

    ➡️ Gesamt: oft ca. € 2.400 – € 3.000 (inkl. Beihilfen & möglicher Aufstockung)


     

  • 10.04.26, 23:09

    @Waldgeist 

    Du verhältst dich hier nicht gerade fair - mit anderen Worten, auch nicht gerecht. Damit wäre vorweg schon einmal beantwortet, was Rawls ebenso auffasste, nämlich dass Gerechtigkeit etwas mit Fairness zu tun hat. "Gerechtigkeit als Fairness" ist sogar ein Grundpfeiler seiner Theorie. 😄 Manchmal erklären sich die Dinge sozusagen von allein.

     

    Zu dir: Wieso nicht fair? Du versuchst meine Argumentation inhaltlich zu verzerren, indem du sagst "Dennoch ist die Annahme, jede soziale Ungleichheit sei automatisch Ausdruck von Unterdrückung oder Ausbeutung, zu kurz gegriffen."  

     

    Es geht nicht um "jede soziale Ungleichheit"  sondern um die himmelschreiende, grundsätzliche Ungleichheit - nämlich die der Klassenunterschiede - zu korrigieren. Wir reden hier also nicht von Kleinigkeiten, sondern von riesengroßen Verwerfungen, denen sich heute global 99 Prozent der Menschen in Form von Paternalisierung, Diskriminierung, Arbeitszwang, Hunger, Gewalt, Krieg und Flucht ausgesetzt sehen. Die Menschen - das muss extra angeführt werden - sind in den wesentlichen Entscheidungsvorgängen überhaupt nicht eingebunden und werden noch dazu mit medialer Unterstützung - zuallererst von den privaten, aber auch von den staatlichen Medien - mit Mythen eingeseift. Dies ohne Unterlass, dass sich ein kritisches Denken gar nicht mehr einstellt.

     

    Die Klassengesellschaft ist ein soziales historisches System - daher auch kein natürliches und ewiges. Die Abschaffung von Klassenunterschieden ist daher genauso realistisch, wie die Entstehung des Kapitalismus.

     

    Nächster wichtiger Punkt: Die Tatsache, dass Menschen (wie du anführst) unterschiedliche Fähigkeiten haben, rechtfertigt nicht automatisch Ungleichheiten in Macht, Ressourcen und Lebenschancen durchzudrücken. Nebenbei erwähnt ist die Hierarchisierung von Gesellschaften ein bürgerliches kriminelles Vergehen. Dieses Vergehen passiert tagtäglich an den Arbeitsplätzen, jedenfalls in der Privatwirtschaft. Selbstverständlich schlägt sich dies im Alltagsleben durch. Wie wir wissen sind Entscheidungen die von einer Minderheit für ALLE gefällt werden nicht die besten. Sonst würde es ökonomisch als auch geopolitisch nicht so miserabel stehen. 

     

    @"Manche übernehmen größere Verantwortung, arbeiten länger, gehen höhere Risiken ein oder investieren stärker in ihre Ausbildung."

    Schon wieder diese Stereotypen! Verantwortung zu übernehmen ist einer Idiomatik geschuldet, also einer formelhafte Redewendung, Macht sich unter den Nagel zu reißen und diesem Vorgang parallel noch Legitimität zu verleihen. Viele Menschen fallen darauf herein. Z.B. Man wählt bei den Wahlen Gelb. In der Koaltion mit Violett bricht Gelb bei der erstbesten Möglichkeit sein Versprechen, mit dem Hinweis, dass man in einer "Demokratie" (die bürgerliche ist gemeint😅) Kompromisse eingehen müsse. Das läuft seit Jahrzehnten so!

     

    Niemand sollte sich genötigt sehen länger zu arbeiten. Auch höhere Risken sind ein Auswuchs der Marktwirtschaft. Man hat es bei den Bankenpleiten gesehen. Ausbildung ist kein Argument dafür, sich überproportional Privilegien anzueignen. Das ist bürgerliche Attitüde, mit dem Zweck sich von anderen Menschen künstlich abzugrenzen. Um Hierarchien zu schaffen. Bildung ist kein Nachweis durch Abschlüsse. Abschlüsse sind kein Garant für gute Entscheidungen. Das sieht man gerade jetzt bei unseren gesellschaftlichen Entscheidungsträger :innen, die - um es in der Verständlichkeit deutlich zu machen - allesamt für Aufrüstung plädieren. 

     

    @"Demokratie bedeutet zudem nicht Gleichheit der Ergebnisse, sondern Gleichheit vor dem Gesetz, politische Teilhabe und Chancengerechtigkeit. Eine freie Gesellschaft muss nicht alle Menschen gleich machen, sondern allen die Möglichkeit geben, ihr Leben selbstbestimmt zu gestalten."

     

    Du liegst mit deinem Postulat vollkommen falsch, was nebenbei auch auf die Mythenbildung der bürgerlichen Presse zurückzuführen ist. Gleichheit vor dem Gesetz ist eine formale Freiheit, die keinen Wert hat, solange nicht für eine annähernd substanzielle Gleichheit gesorgt wird. Wenn es zu einer substanziellen Ungleichgewichtung kommt, kann man sich - aufgrund von Oligarchie - Chancengleichheit und politische Teilhabe in die Haare schmieren. 

     

    @"Eine freie Gesellschaft muss nicht alle Menschen gleich machen, sondern allen die Möglichkeit geben, ihr Leben selbstbestimmt zu gestalten."

     

    Es geht darum, der Gleichwertigkeit von Menschen gerecht zu werden, nicht alle gleich zu machen. Sein Leben selbstbestimmt zu gestalten wird verunmöglicht, wenn Klassen aufgrund von völlig unterschiedlichen Vermögenskonzentrationen aufrecht erhalten und gefördert werden. Die Eigentumsverhältnisse einer Gesellschaft spiegeln die sozialen Verhältnisse 1 : 1 wider. 

     

    Alles was du schreibst, @Waldgeist, ist eine einzige Verzerrung der realen Verhältnisse!

    Entweder liest du genau was geschrieben wird und gehst darauf ein, oder - das ist meine Empfehlung - man gibt dir keine Resonanz mehr. 

  • 10.04.26, 23:08

     

    Schwarzgelber Mutbürger:

     

    Jörg:

     

    Was willst du diskutieren?  Dass Arbeiten, die jeder ohne Ausbildung kann weniger einbringen als Jobs, die Abi, Studium erfordern.

     

    Bsp:

    Ich habe die letzten Jahre im IT Bereich Projektleitung für Tankstellen-Kassen- und Warenwirtschaftssystem-software gemacht und kenne daher den Tankstellenbetrieb einer größeren Unternehmensgruppe recht gut.

     

    Dort gibts:  "normale" TankstellenMA, Stellvertreter der Tankstellenleitung , die Tankstellenleitung selbst und die Möglichkeit, sich für Gebietsleitungen zu entwickeln.

     

    Und was glaubst du, wie _WENIGE_ normale MA den Willen und den Ehrgeiz haben, sich hochzuarbeiten (was immer möglich ist und es genug geschafft haben) Warum?

     

    O Töne: 

    Für die paar Euro mehr tu ich mir den Stress nicht an

    Da geh ich lieber pünktlich heim

    ich steh doch nicht mitten in der Nacht auf und fahre zur Tankstelle, weil ein (Fehl)Alarm ausgelöst

    wurde  

    Ich will keine MA führen

    Da muss ich ja auch Büroarbeit machen, das interessiert mich nicht   etc.

     

    Das Argument Kinder/Sorgepflichten nenne ich nicht, das haben die Tankstellenleiter genauso häufig.

     

    Da kommt man schnell drauf, dass für viele Menschen die 1500 am Ende des Tages passen/reichen, auch wenn sie natürlich um mehr jammern, den Mehraufwand, um 300 oder 400 mehr zu verdienen, wollen dann nur wenige. Den Firmenwagen hätten sie übrigens aber schon gerne ;-)

    Mir ging es nicht darum, dass sie weniger verdienen, sondern darum wie viel mehr jemand 
    verdienen sollte/darf, der eben mehr leistet und um im Beispiel der Tankstelle zu bleiben, 
    kann man die Arbeit auch gerechter auf mehr Mitarbeitende verteilen, aber wenn es "immer
    möglich ist", sich hoch zu arbeiten, wie viele (unbesetzte) Stellen gibt es denn da ganz oben? 

    das wird diskutieren um diskutierens willen mit dir.... den Klassenkampf musst du allein mit dir führen.  Womit verdienst du eigentlich deine Brötchen?

  • 10.04.26, 23:02 - Zuletzt bearbeitet 10.04.26, 23:10.

     

    Jörg:

     

    Schwarzgelber Mutbürger:

     

    Auch Arbeiten die jeder kann müssen für den Zusammenhalt der Gesellschaft erbracht werden,
    ein Chirug will nach der Operation ja auch nicht den OP putzen? 

    Aber wenn Du es dann rechtfertigst, dass diese Alltagstätigkeiten minimal bezahlt werden, wie 
    sollen diese Menschen dann aufsteigen? Nach der Arbeit sich noch die Kenntnis aneignen um 
    zum CEO werden zu können? 

    Was willst du diskutieren?  Dass Arbeiten, die jeder ohne Ausbildung kann weniger einbringen als Jobs, die Abi, Studium erfordern.

     

    Bsp:

    Ich habe die letzten Jahre im IT Bereich Projektleitung für Tankstellen-Kassen- und Warenwirtschaftssystem-software gemacht und kenne daher den Tankstellenbetrieb einer größeren Unternehmensgruppe recht gut.

     

    Dort gibts:  "normale" TankstellenMA, Stellvertreter der Tankstellenleitung , die Tankstellenleitung selbst und die Möglichkeit, sich für Gebietsleitungen zu entwickeln.

     

    Und was glaubst du, wie _WENIGE_ normale MA den Willen und den Ehrgeiz haben, sich hochzuarbeiten (was immer möglich ist und es genug geschafft haben) Warum?

     

    O Töne: 

    Für die paar Euro mehr tu ich mir den Stress nicht an

    Da geh ich lieber pünktlich heim

    ich steh doch nicht mitten in der Nacht auf und fahre zur Tankstelle, weil ein (Fehl)Alarm ausgelöst

    wurde  

    Ich will keine MA führen

    Da muss ich ja auch Büroarbeit machen, das interessiert mich nicht   etc.

     

    Das Argument Kinder/Sorgepflichten nenne ich nicht, das haben die Tankstellenleiter genauso häufig.

     

    Da kommt man schnell drauf, dass für viele Menschen die 1500 am Ende des Tages passen/reichen, auch wenn sie natürlich um mehr jammern, den Mehraufwand, um 300 oder 400 mehr zu verdienen, wollen dann nur wenige. Den Firmenwagen hätten sie übrigens aber schon gerne ;-)

    Mir ging es nicht darum, dass sie weniger verdienen, sondern darum wie viel mehr jemand 
    verdienen sollte/darf, der eben mehr leistet und um im Beispiel der Tankstelle zu bleiben, 
    kann man die Arbeit auch gerechter auf mehr Mitarbeitende verteilen, aber wenn es "immer
    möglich ist", sich hoch zu arbeiten, wie viele (unbesetzte) Stellen gibt es denn da ganz oben? 

    Man kann mit Bildung etc. viel erreichen, aber in den Firmenzentralen ist eben nur eine be-
    grenzte Anzahl an Plätzen frei, so dass eben nicht "alle" ihren Platz dort finden können😉

  • 10.04.26, 22:52 - Zuletzt bearbeitet 10.04.26, 23:06.

     

    Waldgeist:

     

    Schwarzgelber Mutbürger:

     

    Und wie viel Steuern zahlen "wohlhabende Erben" darauf? Bei uns fast nix, weil sie es
     herunterrechnen, merkste hoffentlich selber, außerdem sind bei deinem Rechenbei-
    spiel wohl auch Sozialabgaben dabei, also keine Steuern, sondern soziale Vorsorge?
     


    Das ändert aber nichts am brutto netto Bezug und das Vermögen der  Erben wurde bereits besteuert ! 
    in Österreich hat man auch kein Einnahmen Problem sondern ein Ausgaben Problem !  

    Nein, für den Erben ist die Erbschaft ein "leistungsloses Einkommen" und hier in Deutschland
    werden zum Beispiel Gewinne aus Kapitalanlagen weniger besteuert als Einkommen aus ge-
    leisteter Arbeit, zudem gibt es auch Verbrauchsteuern, die ärmere Haushalte mehr belasten 
    als wohlhabende Haushalte....

    wenn aber Österreich kein Einnahme, sondern nur ein Ausgabenproblem hat, dann ist Öster-
    reich wohl schuldenfrei und wird allen staatlichen Aufgaben gerecht? 

  • 10.04.26, 22:49 - Zuletzt bearbeitet 10.04.26, 22:50.

     

    Schwarzgelber Mutbürger:

     

    Auch Arbeiten die jeder kann müssen für den Zusammenhalt der Gesellschaft erbracht werden,
    ein Chirug will nach der Operation ja auch nicht den OP putzen? 

    Aber wenn Du es dann rechtfertigst, dass diese Alltagstätigkeiten minimal bezahlt werden, wie 
    sollen diese Menschen dann aufsteigen? Nach der Arbeit sich noch die Kenntnis aneignen um 
    zum CEO werden zu können? 

    Was willst du diskutieren?  Dass Arbeiten, die jeder ohne Ausbildung kann weniger einbringen als Jobs, die Abi, Studium erfordern.

     

    Bsp:

    Ich habe die letzten Jahre im IT Bereich Projektleitung für Tankstellen-Kassen- und Warenwirtschaftssystem-software gemacht und kenne daher den Tankstellenbetrieb einer größeren Unternehmensgruppe recht gut.

     

    Dort gibts:  "normale" TankstellenMA, Stellvertreter der Tankstellenleitung , die Tankstellenleitung selbst und die Möglichkeit, sich für Gebietsleitungen zu entwickeln.

     

    Und was glaubst du, wie _WENIGE_ normale MA den Willen und den Ehrgeiz haben, sich hochzuarbeiten (was immer möglich ist und es genug geschafft haben) Warum?

     

    O Töne: 

    Für die paar Euro mehr tu ich mir den Stress nicht an

    Da geh ich lieber pünktlich heim

    ich steh doch nicht mitten in der Nacht auf und fahre zur Tankstelle, weil ein (Fehl)Alarm ausgelöst

    wurde  

    Ich will keine MA führen

    Da muss ich ja auch Büroarbeit machen, das interessiert mich nicht   etc.

     

    Das Argument Kinder/Sorgepflichten nenne ich nicht, das haben die Tankstellenleiter genauso häufig.

     

    Da kommt man schnell drauf, dass für viele Menschen die 1500 am Ende des Tages passen/reichen, auch wenn sie natürlich um mehr jammern, den Mehraufwand, um 300 oder 400 mehr zu verdienen, wollen dann nur wenige. Den Firmenwagen hätten sie übrigens aber schon gerne ;-)

  • 10.04.26, 22:47 - Zuletzt bearbeitet 10.04.26, 22:51.

     

    Schwarzgelber Mutbürger:

     

    Waldgeist:

    Vielleicht noch ein Beispiel , wenn man über Gerechtigkeit diskutiert ! Ab 8000 € brutto im Monat,  fällt man in Österreich unter den Höchst Steuersatz und  das bedeutet fast der Hälfte des Bezug  für den Staat ..
     

    📊 Beispiel: 8.000 € brutto pro Monat (Angestellter, Österreich)

     

    Das entspricht

    • ca. 112.000 € brutto pro Jahr (14 Gehälter

    👉 Netto bleiben ungefähr:

    • ca. 4.200 € bis 4.600 € pro Monat


     


     

    Und wie viel Steuern zahlen "wohlhabende Erben" darauf? Bei uns fast nix, weil sie es
     herunterrechnen, merkste hoffentlich selber, außerdem sind bei deinem Rechenbei-
    spiel wohl auch Sozialabgaben dabei, also keine Steuern, sondern soziale Vorsorge?
     


    Das ändert aber nichts am brutto netto Bezug und das Vermögen der  Erben wurde bereits besteuert ! 
    in Österreich hat man auch kein Einnahmen Problem sondern ein Ausgaben Problem !  
    und außerdem im Gesundheitssystem bist du gleichgestellt mit jemand der in das Sozialsystem fällt  und Mindestsicherung bezieht.  
    Das bedeutet , du zahlst mehr oder aktiv  ein in das System und bekommst die gleiche Leistung ! Finde das auch nicht unbedingt gerecht ..! 

     

  • 10.04.26, 22:34 - Zuletzt bearbeitet 10.04.26, 22:39.

     

    Waldgeist:

    Vielleicht noch ein Beispiel , wenn man über Gerechtigkeit diskutiert ! Ab 8000 € brutto im Monat,  fällt man in Österreich unter den Höchst Steuersatz und  das bedeutet fast der Hälfte des Bezug  für den Staat ..
     

    📊 Beispiel: 8.000 € brutto pro Monat (Angestellter, Österreich)

     

    Das entspricht

    • ca. 112.000 € brutto pro Jahr (14 Gehälter

    👉 Netto bleiben ungefähr:

    • ca. 4.200 € bis 4.600 € pro Monat


     


     

    Und wie viel Steuern zahlen "wohlhabende Erben" darauf? Bei uns fast nix, weil sie es
     herunterrechnen, merkste hoffentlich selber, außerdem sind bei deinem Rechenbei-
    spiel wohl auch Sozialabgaben dabei, also keine Steuern, sondern soziale Vorsorge?
     

  • 10.04.26, 22:28 - Zuletzt bearbeitet 10.04.26, 22:29.

    Vielleicht noch ein Beispiel , wenn man über Gerechtigkeit diskutiert ! Ab 8000 € brutto im Monat,  fällt man in Österreich unter den Höchst Steuersatz und  das bedeutet fast der Hälfte des Bezug  für den Staat ..
     

    📊 Beispiel: 8.000 € brutto pro Monat (Angestellter, Österreich)

     

    Das entspricht

    • ca. 112.000 € brutto pro Jahr (14 Gehälter

    👉 Netto bleiben ungefähr:

    • ca. 4.200 € bis 4.600 € pro Monat


     


     

  •  

    Waldgeist:

     

    Schwarzgelber Mutbürger:

     

    Genau damit rechtfertigst Du "Elitedenken" und tust so als ob die strukturelle Ungleichheit natur-
    gegeben wäre, heutzutage braucht es mehrere Generationen um vom Arbeiterkind in die bürger-
    liche Gesellschaft aufzusteigen und dies auch nur wenn diese Generationen alles richtig machen, 
    ein Erbe tut für sein Erbe keine Leistung erbringen, sondern profitiert von der Leistung seines 
    Vorfahren, heißt aber eben auch nicht, dass er gut genug wäre um dieses Erbe auch so zu recht-
    fertigen....

     

    strukturelle Ungleichheiten sind auch   Natur gegeben , und es benötigt aber keine Generationen für einen Aufstieg . 

    Ein  beruflicher und gesellschaftlicher Aufstieg ist sehr wohl auch ohne besondere oder privilegierte Herkunft möglich . Menschen wie Arnold Schwarzenegger

    , der aus einfachen Verhältnissen in Österreich nach Hollywood und bis zum Gouverneur von Kalifornien aufstieg, oder Wolfgang Puck der als junger Koch aus Österreich in die USA auswanderte und dort eine internationale Spitzenkarriere aufbaute, zeigen genau das.

    Auch Unternehmer wie Dietrich Mateschitz oder Frank Stronach haben aus relativ einfachen Ausgangslagen heraus außergewöhnliche Karrieren geschaffen.

    Das spricht klar dagegen, dass mehrere Generationen notwendig sind, um aufzusteigen. Leistung, Risiko und persönliche Entscheidungen können entscheidender sein als die Herkunft ! 



     

    Ja es gibt auch Menschen, die im Lotto gewinnen und dadurch aufsteigen😉

    Natürlich gibt es Menschen die mit Glück aufsteigen, aber Du übersiehst jene die sich täglich 
    anstrengen und auf der Rolltreppe des Aufstieges nicht voran kommen, ja sogar ihre Not 
    haben um überhaupt ihren Status zu behalten....
    Chancengleichheit: Warum es Arbeiterkinder schwerer haben · Dlf Nova 

    Jörg:

     

    Schwarzgelber Mutbürger:

     

    Ich habe nicht verlangt, dass Fussballer so viel mehr verdienen, dass ist wohl eines der Aus-
    prägungen des Kapitalismus, in den USA gibt es im Sport zum Beispiel Gehaltsobergrenzen, 

    aber beantworte mir doch erstmal meine Frage an dich.... 

    welche Frage?  Ich sagte doch, nach oben offen, die Anzahl der abgesessenen Stunden sind übrigens ja kein Maßstab f. Produktivität/Erfolg und kein Maßstab f.d. Einkommen.

     

    Wenn man einen Job hat, der gefragt ist und die angebotene Leistung nur von wenigen Spezialisten erbracht werden kann, ist dieser teuer. Im Supermakt die Ware über den Scanner ziehen können leider viele Menschen nach wenigen Stunden Schulung, ergo wird er minimal möglich bezahlt. 

    z.B. ein Kraftwerksbauunternehmen mit 2000 Beschäftigten zu verantworten oder eine Operation am Gehirn erfolgreich durchzuführen darf m.M sehr gut bezahlt werden. Darum verdienen CEOs oder Neurochirurgen sicherlich das 50fache einer Kassenkraft.  Passt für mich. Wenn ein plastischer Chirurg es schafft, größere Möpse für noch mehr Geld zu installieren, auch recht. Angebot und Nachfrage.

    Auch Arbeiten die jeder kann müssen für den Zusammenhalt der Gesellschaft erbracht werden,
    ein Chirug will nach der Operation ja auch nicht den OP putzen? 

    Aber wenn Du es dann rechtfertigst, dass diese Alltagstätigkeiten minimal bezahlt werden, wie 
    sollen diese Menschen dann aufsteigen? Nach der Arbeit sich noch die Kenntnis aneignen um 
    zum CEO werden zu können? 

  • 10.04.26, 22:03

     

    Schwarzgelber Mutbürger:

     

    Jörg:

     

    Wieviel nochmal "verdienen" deine Kicker? Und wofür genau? und warum boykottierst du diesen ungerechten Sport nicht?

    Ich habe nicht verlangt, dass Fussballer so viel mehr verdienen, dass ist wohl eines der Aus-
    prägungen des Kapitalismus, in den USA gibt es im Sport zum Beispiel Gehaltsobergrenzen, 

    aber beantworte mir doch erstmal meine Frage an dich.... 

    welche Frage?  Ich sagte doch, nach oben offen, die Anzahl der abgesessenen Stunden sind übrigens ja kein Maßstab f. Produktivität/Erfolg und kein Maßstab f.d. Einkommen.

     

    Wenn man einen Job hat, der gefragt ist und die angebotene Leistung nur von wenigen Spezialisten erbracht werden kann, ist dieser teuer. Im Supermakt die Ware über den Scanner ziehen können leider viele Menschen nach wenigen Stunden Schulung, ergo wird er minimal möglich bezahlt. 

    z.B. ein Kraftwerksbauunternehmen mit 2000 Beschäftigten zu verantworten oder eine Operation am Gehirn erfolgreich durchzuführen darf m.M sehr gut bezahlt werden. Darum verdienen CEOs oder Neurochirurgen sicherlich das 50fache einer Kassenkraft.  Passt für mich. Wenn ein plastischer Chirurg es schafft, größere Möpse für noch mehr Geld zu installieren, auch recht. Angebot und Nachfrage.

  • 10.04.26, 21:57

     

    Schwarzgelber Mutbürger:

     

    Waldgeist:

     


    Ich denke Fleiss, Leistung und unternehmerisches Risiko dürfen sich in einer freien Gesellschaft auch im Einkommen und Vermögen widerspiegeln. Dass solches Vermögen vererbt wird, ist nichts grundsätzlich Verwerfliches, sondern Teil von Eigentum und Freiheit.

    Unterschiedliche Startbedingungen gibt es immer, aber moderne Gesellschaften gleichen sie bereits stark über Bildung, soziale Sicherheit und offene Chancen aus. Entscheidend ist daher nicht absolute Gleichheit ,  die ohnehin unrealistisch ist  sondern echte soziale Durchlässigkeit.

    Wer jede Ungleichheit aus Herkunft oder Erbe automatisch als ungerecht bewertet, übersieht, dass genau diese Unterschiede auch Leistung, Verantwortung und langfristigen Aufbau ermöglichen. 
     


     

    Genau damit rechtfertigst Du "Elitedenken" und tust so als ob die strukturelle Ungleichheit natur-
    gegeben wäre, heutzutage braucht es mehrere Generationen um vom Arbeiterkind in die bürger-
    liche Gesellschaft aufzusteigen und dies auch nur wenn diese Generationen alles richtig machen, 
    ein Erbe tut für sein Erbe keine Leistung erbringen, sondern profitiert von der Leistung seines 
    Vorfahren, heißt aber eben auch nicht, dass er gut genug wäre um dieses Erbe auch so zu recht-
    fertigen....

     

    strukturelle Ungleichheiten sind auch   Natur gegeben , und es benötigt aber keine Generationen für einen Aufstieg . 

    Ein  beruflicher und gesellschaftlicher Aufstieg ist sehr wohl auch ohne besondere oder privilegierte Herkunft möglich . Menschen wie Arnold Schwarzenegger

    , der aus einfachen Verhältnissen in Österreich nach Hollywood und bis zum Gouverneur von Kalifornien aufstieg, oder Wolfgang Puck der als junger Koch aus Österreich in die USA auswanderte und dort eine internationale Spitzenkarriere aufbaute, zeigen genau das.

    Auch Unternehmer wie Dietrich Mateschitz oder Frank Stronach haben aus relativ einfachen Ausgangslagen heraus außergewöhnliche Karrieren geschaffen.

    Das spricht klar dagegen, dass mehrere Generationen notwendig sind, um aufzusteigen. Leistung, Risiko und persönliche Entscheidungen können entscheidender sein als die Herkunft ! 



     

  •  

    Jörg:

     

    Schwarzgelber Mutbürger:

     

    Das manche Leute mehr "arbeiten" als nur die 8 Stunden die gesetzlich geregelt sind, sehe ich 
    ein, und natürlich sollen diese dann mehr verdienen, aber rechtfertigt dies "deutlich mehr"? 
    ich mein wie viel muss man arbeiten um ein Millionenbetrag zu verdienen, wenn andere nach
    8 Stundentag und unbezahlter Sorgearbeit, dann vielleicht mit sagen wir 50.000€ dastehen? 

    Wieviel nochmal "verdienen" deine Kicker? Und wofür genau? und warum boykottierst du diesen ungerechten Sport nicht?

    Ich habe nicht verlangt, dass Fussballer so viel mehr verdienen, dass ist wohl eines der Aus-
    prägungen des Kapitalismus, in den USA gibt es im Sport zum Beispiel Gehaltsobergrenzen, 

    aber beantworte mir doch erstmal meine Frage an dich.... 

  • 10.04.26, 21:42

     

    Schwarzgelber Mutbürger:

     

    Jörg:

     

    Besonders produktive Menschen schreiben z.b. nicht täglich hobbymäßig in Freizeit-Foren sondern nutzen die (Frei)Zeit, um Mehrarbeit zu machen/sich weiterzubilden/Netzwerke aufzubauen. Die dürfen dann m.M. nach durchaus deutlich mehr verdienen. Eine Obergrenze sehe ich nicht.

    Das ist bitte kein Vorwurf, sondern eine Erklärung.

    Das manche Leute mehr "arbeiten" als nur die 8 Stunden die gesetzlich geregelt sind, sehe ich 
    ein, und natürlich sollen diese dann mehr verdienen, aber rechtfertigt dies "deutlich mehr"? 
    ich mein wie viel muss man arbeiten um ein Millionenbetrag zu verdienen, wenn andere nach
    8 Stundentag und unbezahlter Sorgearbeit, dann vielleicht mit sagen wir 50.000€ dastehen? 

    Wieviel nochmal "verdienen" deine Kicker? Und wofür genau? und warum boykottierst du diesen ungerechten Sport nicht?

  • 10.04.26, 21:41 - Zuletzt bearbeitet 10.04.26, 21:58.

     

    Die Wahrheit ist: Nicht Fortschritt gefährdet die menschlichen Lebensgrundlagen, sondern häufig gerade das Festhalten an überholten Strukturen, Denkweisen und Ideologien. Ohne Fortschritt gäbe es weder modernen Wohlstand noch medizinische Versorgung, noch soziale Absicherung, noch die technischen Mittel, um Umweltprobleme überhaupt wirksam zu bekämpfen.


     Die entscheidende Frage ist daher nicht, ob Fortschritt stattfindet, sondern ob er klug gestaltet wird. Wer jedoch schon Veränderung an sich als Problem betrachtet, bekämpft am Ende genau jene Kräfte, die menschliches Leben historisch überhaupt erst verbessert haben.


     

    Fortschritt dient dazu, unsere Lebensqualität sinnvoll zu fördern. Mancher Fortschritt hat diesen Namen von Anfang an nicht verdient oder hat sich zu unseren Ungunsten entwickelt. Fortschritt ist oder bleibt nicht immer Fortschritt! 

     

    Das ist auch eine Tatsache. Fortschritt kann im Laufe "seiner Entwicklung": im Laufe des Umgangs mit ihm und der Entwicklung seiner Dynamik, sachlich und insgesamt betrachtet, mehr Nachteile als Vorteile für die Lebensqualität von Menschen haben.

    Und das Ziel verfehlen!

     

    Und es ist zu differenzieren.

    Sehr vieles z.B. im medizinischen Bereich, im Sozialen oder Technischen, ist wesentlicher Fortschritt.

    Vielleicht überwiegend.

    Einiges davon ist kein Fortschritt!

    Darüber gibt es immer gegenteilige Meinung und verschiedene Argumente.

    Kommt drauf an, wer das Sagen hat, wer sich im Sagen vorgedrängelt hat und seine Sprecher am lautesten geschalten hat.

    Und wer am "geschicktesten" ist, an erster Stelle zu sein, Politikern in den Arsch zu kriechen und sie gefügig zu machen, versteckt und von innen heraus.

    Auch eine "gängige" Ausart, Fortschritt zu gestalten!

     

    Die erste entscheidende Frage ist, ob Fortschritt wirklich Fortschritt ist. Das kann manchmal deutlich mit Nein beantwortet werden. Er kann noch so klug gestaltet werden. Es hilft nichts!

    Das sind auch Tatsachen. Und das einzige was dann klug ist, ist, auf diesen Fortschritt zu verzichten.

     

    Fortschritt ist dazu da, dass er uns nützt.

    Manchmal nur spezifischen "Zielgruppen", insgesamt gesehen, so flächendeckend wie möglich. Nicht nur an kleine Gruppen gerichtet, den Reichsten, Eliten, usw..

    Fortschritt soll insgesamt für die Menge nutzbar und effektiv sein.

    Und!

    Fortschritt muss dauernd kritisch beobachtet und reguliert werden.

    Wenn er so gestaltet ist oder Dynamiken entwickelt, dass er veränderungs- oder regulierungsresistent ist, hat er seinen Namen nicht verdient. Dann ist es kein Fortschritt! (...diese Dynamiken sind u.a. im kapitalistischen Markt an die Spitze getrieben...)

     

    Fortschritt (und alle seine Mutationen) muss neutral beobachtet werden können, geregelt, verändert und vor allem auch aufgegeben werden können. 

     

    Wo sind seine Stärken, wo die Schwächen? "Wo" besitzt Fortschritt insgesamt nicht mehr die Qualität, die Lebensbereiche zu verbessern, für die er entwickelt wurde? Wo wirkt er sich insgesamt negativ auf unser Leben aus?

     

    Das sind auch unbedingte Fragen, die Fortschritt von Anfang an begleiten müssen.

    Und gehören in der Praxis auch zur klugen Gestaltung von Fortschritt.

     

    Es passiert viel zu oft, dass sog. Fortschritt noch ewig aufrechterhalten wird, d.h. so lange "gemolken" wird, so lange er noch Milch gibt. (siehe z.B. die Autoindustrie der Verbrennermotoren)

    Das kann Jahrzehnte lang so gehen, auch wenn klar ist, dass "Fortschritt" schon genau so lange seines Namens nicht mehr würdig ist.

     

    Mindestens genau so oft, wie an Dingen festgehalten wird um sinnvollen Fortschritt zurückzuhalten.

     

     

     

     

     

  •  

    Waldgeist:

     

    Schwarzgelber Mutbürger:

     

    Die Frage, die sich mir nach deinen Ausführungen stellt ist, wie viel mehr darf ein "besonders
    produktiver Mensch" gegenüber einem "weniger produktiven Mensch" verdienen? Einige Men-
    schen leben von der Wertsteigerung oder Vermietung ihres Besitzes, lassen andere, bzw. ihr
    "Geld" für sich arbeiten und tun dies dann an ihre nächste Generation vererben, wohin gegen
     viele mit Mühe über die Runden kommen und kaum bis nichts zurück legen können, so dass
    deren Kinder schon strukturell gegenüber den "wohlhabenden Kindern" benachteiligt werden!

     


    Ich denke Fleiss, Leistung und unternehmerisches Risiko dürfen sich in einer freien Gesellschaft auch im Einkommen und Vermögen widerspiegeln. Dass solches Vermögen vererbt wird, ist nichts grundsätzlich Verwerfliches, sondern Teil von Eigentum und Freiheit.

    Unterschiedliche Startbedingungen gibt es immer, aber moderne Gesellschaften gleichen sie bereits stark über Bildung, soziale Sicherheit und offene Chancen aus. Entscheidend ist daher nicht absolute Gleichheit ,  die ohnehin unrealistisch ist  sondern echte soziale Durchlässigkeit.

    Wer jede Ungleichheit aus Herkunft oder Erbe automatisch als ungerecht bewertet, übersieht, dass genau diese Unterschiede auch Leistung, Verantwortung und langfristigen Aufbau ermöglichen. 
     


     

    Genau damit rechtfertigst Du "Elitedenken" und tust so als ob die strukturelle Ungleichheit natur-
    gegeben wäre, heutzutage braucht es mehrere Generationen um vom Arbeiterkind in die bürger-
    liche Gesellschaft aufzusteigen und dies auch nur wenn diese Generationen alles richtig machen, 
    ein Erbe tut für sein Erbe keine Leistung erbringen, sondern profitiert von der Leistung seines 
    Vorfahren, heißt aber eben auch nicht, dass er gut genug wäre um dieses Erbe auch so zu recht-
    fertigen....

  •  

    Jörg:

     

    Die Frage, die sich mir nach deinen Ausführungen stellt ist, wie viel mehr darf ein "besonders
    produktiver Mensch" gegenüber einem "weniger produktiven Mensch" verdienen? 

     

    Besonders produktive Menschen schreiben z.b. nicht täglich hobbymäßig in Freizeit-Foren sondern nutzen die (Frei)Zeit, um Mehrarbeit zu machen/sich weiterzubilden/Netzwerke aufzubauen. Die dürfen dann m.M. nach durchaus deutlich mehr verdienen. Eine Obergrenze sehe ich nicht.

    Das ist bitte kein Vorwurf, sondern eine Erklärung.

    Das manche Leute mehr "arbeiten" als nur die 8 Stunden die gesetzlich geregelt sind, sehe ich 
    ein, und natürlich sollen diese dann mehr verdienen, aber rechtfertigt dies "deutlich mehr"? 
    ich mein wie viel muss man arbeiten um ein Millionenbetrag zu verdienen, wenn andere nach
    8 Stundentag und unbezahlter Sorgearbeit, dann vielleicht mit sagen wir 50.000€ dastehen? 

  • 10.04.26, 21:19

     

    Schwarzgelber Mutbürger:

     

    Waldgeist:

     

    Die Forderung nach einer klassenlosen Gesellschaft entspringt einem verständlichen Wunsch nach mehr Gerechtigkeit. Dennoch ist die Annahme, jede soziale Ungleichheit sei automatisch Ausdruck von Unterdrückung oder Ausbeutung, zu kurz gegriffen.


     

    Eine Gesellschaft ohne jede soziale oder wirtschaftliche Differenz erscheint weder realistisch noch zwingend gerecht. Menschen unterscheiden sich in ihren Fähigkeiten, Ambitionen, Prioritäten und Lebensentscheidungen. Manche übernehmen größere Verantwortung, arbeiten länger, gehen höhere Risiken ein oder investieren stärker in ihre Ausbildung. Dass daraus unterschiedliche Lebenssituationen entstehen, ist nicht automatisch ungerecht, sondern oft Ausdruck individueller Freiheit.


     

    Darüber hinaus zeigt die Geschichte, dass Versuche, vollständige Gleichheit herzustellen, häufig nicht in Freiheit und Gerechtigkeit mündeten, sondern in neuen Machtstrukturen. Wo wirtschaftliche Klassen abgeschafft werden sollten, entstanden oft politische Eliten, Parteikader und privilegierte Funktionärsschichten. Die versprochene Klassenlosigkeit führte nicht selten lediglich zu einer neuen Form von Hierarchie.


     

    Auch John Rawls, auf den sich viele Gleichheitsbefürworter berufen, fordert keine völlige Gleichheit. Sein Differenzprinzip erkennt ausdrücklich an, dass Ungleichheiten legitim sein können, sofern sie auch den Schwächsten zugutekommen. Damit verteidigt Rawls gerade nicht die Abschaffung aller Unterschiede, sondern eine faire Ordnung mit sozialem Ausgleich.


     

    Demokratie bedeutet zudem nicht Gleichheit der Ergebnisse, sondern Gleichheit vor dem Gesetz, politische Teilhabe und Chancengerechtigkeit. Eine freie Gesellschaft muss nicht alle Menschen gleich machen, sondern allen die Möglichkeit geben, ihr Leben selbstbestimmt zu gestalten.


     

    Wer daher jede bestehende soziale Ungleichheit nur mit „Profiteuren“ oder „Vasallen“ erklärt, vereinfacht komplexe gesellschaftliche Zusammenhänge und ersetzt Argumente durch moralische Abwertung. Eine vernünftige Debatte über Gerechtigkeit muss mehr leisten, als Andersdenkende pauschal zu diskreditieren.


     

    Die Frage, die sich mir nach deinen Ausführungen stellt ist, wie viel mehr darf ein "besonders
    produktiver Mensch" gegenüber einem "weniger produktiven Mensch" verdienen? Einige Men-
    schen leben von der Wertsteigerung oder Vermietung ihres Besitzes, lassen andere, bzw. ihr
    "Geld" für sich arbeiten und tun dies dann an ihre nächste Generation vererben, wohin gegen
     viele mit Mühe über die Runden kommen und kaum bis nichts zurück legen können, so dass
    deren Kinder schon strukturell gegenüber den "wohlhabenden Kindern" benachteiligt werden!

     


    Ich denke Fleiss, Leistung und unternehmerisches Risiko dürfen sich in einer freien Gesellschaft auch im Einkommen und Vermögen widerspiegeln. Dass solches Vermögen vererbt wird, ist nichts grundsätzlich Verwerfliches, sondern Teil von Eigentum und Freiheit.

    Unterschiedliche Startbedingungen gibt es immer, aber moderne Gesellschaften gleichen sie bereits stark über Bildung, soziale Sicherheit und offene Chancen aus. Entscheidend ist daher nicht absolute Gleichheit ,  die ohnehin unrealistisch ist  sondern echte soziale Durchlässigkeit.

    Wer jede Ungleichheit aus Herkunft oder Erbe automatisch als ungerecht bewertet, übersieht, dass genau diese Unterschiede auch Leistung, Verantwortung und langfristigen Aufbau ermöglichen. 
     


     

  • 10.04.26, 21:14

     

     


     

    Die Frage, die sich mir nach deinen Ausführungen stellt ist, wie viel mehr darf ein "besonders
    produktiver Mensch" gegenüber einem "weniger produktiven Mensch" verdienen? 

     

    Besonders produktive Menschen schreiben z.b. nicht täglich hobbymäßig in Freizeit-Foren sondern nutzen die (Frei)Zeit, um Mehrarbeit zu machen/sich weiterzubilden/Netzwerke aufzubauen. Die dürfen dann m.M. nach durchaus deutlich mehr verdienen. Eine Obergrenze sehe ich nicht.

    Das ist bitte kein Vorwurf, sondern eine Erklärung.

  • 10.04.26, 21:10

    Zu besseren Menschen macht es uns bestimmt nicht (wobei "besser" natürlich ein sehr relativer Begriff ist). 

     

    Ich denke, dass durch IT, künstliche Intelligenz und soziale Medien viel menschliche Interaktion eher verloren geht. Rein wirtschaftlich betrachtet, ist es sicherlich ein Fortschritt.

     

    Aber: Der "Fortschritt" ist nun mal unaufhaltbar.

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