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  • Welcher Fortschritt ist eigentlich ein Rückschritt?

    Diskussion · 154 Beiträge · 7 Gefällt mir · 1.759 Aufrufe
    Alica aus Düsseldorf

    Wir leben in einer Zeit, in der für jedes menschliche Bedürfnis eine technische Lösung erfunden wird. Nur weil etwas praktisch ist, heißt es nicht, dass es gut ist. Macht es uns zu besseren Menschen, wenn wir uns hinter Computern, wissenschaftlichen Studien und Technologien verstecken? Die Meinung von sogenannten "Experten" wird kritiklos übernommen, als ob es unsere eigene wäre. Wir verlernen selbst zu denken, unsere Gedanken zu Papier zu bringen und aus Fehlern Konsequenzen zu ziehen. Zudem finde ich, dass wir in vielen Bereichen früher schon viel weiter entwickelt waren und ab dem Punkt hätten aufhören müssen, uns die Arbeit aus Bequemlichkeit von Maschinen abnehmen zu lassen.

     

    Ist also vieles in der heutigen Zeit eher zum Nachteil unserer menschlichen Entwicklung? 

    05.04.26, 20:19 - Zuletzt bearbeitet 05.04.26, 20:23.

Beiträge

  • 06.04.26, 20:46

    Also meine "Frau Miele" spült Berge von Geschirr mit sehr wenig Wasser und erspart mir viel Zeit und "Spülhände", und ihr Gatte wäscht meine Wäsche, derweil ich schlafe!

     

     

    Mandi:

     

    Paul:

    Hinzu kommt dass selbst der technische Fortschritt eine Lüge ist, denn würde es diesen geben, würden die meisten Menschen nicht den Druck verspüren, noch mehr oder für noch weniger Geld Erwerbsarbeit nachgehen zu müssen.

    Der technische Fortschritt ist keine Lüge.

    Er wird nur für Wirtschaftswachstum verwendet, nicht zur Erleichterung des Lebens.

    "Es kommt immer drauf an, was man daraus macht."

     

  • 06.04.26, 20:38

     

    Paul:

     

    Mandi:

     

    Der technische Fortschritt ist keine Lüge.

    Er wird nur für Wirtschaftswachstum verwendet, nicht zur Erleichterung des Lebens.

    "Es kommt immer drauf an, was man daraus macht."

    Richtig! Insofern Betrug an den Menschen, weil Technik als Fortschritt verkauft wurde und wird. Wenn er nur für noch mehr Wachstum verwendet wird, die Menschen nach wie vor ins Arbeitsjoch zwingt, ist der technische Fortschritt eine Lüge. Er kommt nie bei den Menschen an. Auf das wollte ich hinaus!

    Arbeitsjoch.....oida!   dein Klassenkampf ist etwas überholt. 

     

    Wir müssen nicht mehr mit Pferd + Pflug und Sense auf das Feld, Von Knechten und Mägden im Leibeigentum mit Mangelernährung hab ich auch schon länger nix gehört und die  Ø Lebensspanne war auch noch nie so lang. 

    Jeder kann schmerzfrei und gratis gesunde Zähne haben und hat gekühlte Getränke daheim.  Endlos erweiterbar...

     

    Da muss man schon etwas am Teppich bleiben....

  • 06.04.26, 20:19

     

    Mandi:

     

    Paul:

    Hinzu kommt dass selbst der technische Fortschritt eine Lüge ist, denn würde es diesen geben, würden die meisten Menschen nicht den Druck verspüren, noch mehr oder für noch weniger Geld Erwerbsarbeit nachgehen zu müssen.

    Der technische Fortschritt ist keine Lüge.

    Er wird nur für Wirtschaftswachstum verwendet, nicht zur Erleichterung des Lebens.

    "Es kommt immer drauf an, was man daraus macht."

    Richtig! Insofern Betrug an den Menschen, weil Technik als Fortschritt verkauft wurde und wird. Wenn er nur für noch mehr Wachstum verwendet wird, die Menschen nach wie vor ins Arbeitsjoch zwingt, ist der technische Fortschritt eine Lüge. Er kommt nie bei den Menschen an. Auf das wollte ich hinaus!

  • 06.04.26, 20:05

     

    Paul:

    Hinzu kommt dass selbst der technische Fortschritt eine Lüge ist, denn würde es diesen geben, würden die meisten Menschen nicht den Druck verspüren, noch mehr oder für noch weniger Geld Erwerbsarbeit nachgehen zu müssen.

    Der technische Fortschritt ist keine Lüge.

    Er wird nur für Wirtschaftswachstum verwendet, nicht zur Erleichterung des Lebens.

    "Es kommt immer drauf an, was man daraus macht."

  • Fortschritt ist für mich gut, wenn er uns das Leben erleichtert.

    Aber er wird zum Rückschritt, wenn wir dabei vergessen, Mensch zu bleiben.


     

    Technik kann uns helfen.

    Doch wir sollten weiter selbst fühlen, denken und entscheiden –

    und uns nicht zu schnell von allem beeinflussen lassen.


     

    Fortschritt ja – aber nicht auf Kosten unserer Menschlichkeit.

    LG


     

  • 06.04.26, 18:03 - Zuletzt bearbeitet 06.04.26, 18:10.

    Es tut mir leid, aber ich muss bereits das Eingangsstatement kritisieren, weil mit "Wir leben in einer Zeit, in der für jedes menschliche Bedürfnis eine technische Lösung erfunden wird." impliziert wird, dass es für menschliche Bedürfnisse nur Lösungen technischer Natur bedarf. Ich weiß, das wird uns medial allgegenwärtig vermittelt, ist nichtsdestotrotz falsch.

    Hinzu kommt dass selbst der technische Fortschritt eine Lüge ist, denn würde es diesen geben, würden die meisten Menschen nicht den Druck verspüren, noch mehr oder für noch weniger Geld Erwerbsarbeit nachgehen zu müssen.

     

    Es liegt demnach für die 99 Prozent (der Lohnabhängigen) etwas außerordentlich in einer Schieflage.

     

    Die nächste Frage die sich konsekutiv aufdrängt: Welchen Stellenwert hat Privatunternehmertum für die Volkswirtschaft. Bestes Beispiel ist Irland. Alle Kennzahlen sind aus Sicht der Privatwirtschaft positiv. Aber die Leute denen nur die Arbeit geblieben ist - die haben fast nichts bis nichts von dieser Prosperität.

     

    Einfachen Gemütern wird die Überfremdung als Übeltäter präsentiert. Das ist eine Sündenbockstrategie oder anders gesagt eine Infantilisierung der Bevölkerung.

  • 06.04.26, 18:00

    ich nehme r, und würde gerne lösen. die antwort lautet rolltreppe.

  • 06.04.26, 17:44

     

    Alica:

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    Die Frage lautet was ist zum Nachteil für die Menschheit? Können wir das überhaupt beurteilen und aus welchem Blickwinkel wollen wir das sehen? Was ist der Mensch Heute im Gegensatz zu Gestern? Somit war gestern alles besser und Heute eben nicht? Dann  geh noch weiter zurück als wir angefangen die Sprache zu entdecken. Aber zu deinem Punkt. Früher haben wir unseren Nachbarn/Eltern/ Freunde etc. gefragt. Kapseln wir uns immer damit ab und doch sehnen wir uns nach Nähe und sozialem Kontakt. Durch Ki wird vieles über den Haufen geworfen. Wir vereinsamen immer mehr. Duch KI merken wir uns weniger und unser Hirn wird nicht mehr so beansprucht um sich etwas zu merken wie wir es noch in der Vergangenheit für nötig befunden haben. Doch ist das schlecht oder negativ?  Ich kann das nicht beantworten. Zumal das in einiger Zeit eh subjektiv zu beurteilen ist. Alles ist im Wandel... Namaste  

     

  • 06.04.26, 14:29

    Kennt ihr das Video von der Toilette, die von selbst die Klobrille reinigen soll, dadurch, dass sie die Brille durch ein 

    Reinigungsgerät dreht. Da legt dann jemand Fäkalien auf die Brille und die werden dann vom Reinigungsgerät über die ganze Klobrille verteilt. Also reinigt das Gerät nicht wirklich sondern verteilt die Keime nur. 

    Für mich ein Beispiel für Fortschritt und Rückschritt. 

    Die normale Toilette als den Fortschritt, dass wir ein notwendiges Maß an Hygiene erreichen. Die angeblich selbstreinigende Toilette als Beispiel für Rückschritt. 

    Für mich wird hier deutlich, dass die Frage, ob es sich um einen Fortschritt oder Rückschritt handelt, sehr an konkret menschliche Bedürfnisse gebunden ist. 

    Die normale Toilette liefert was sie soll und ist eigentlich erst mal genug. Die angeblich Selbstreinigende ist vom Punkt aus gesehen, was an Hygiene eigentlich notwendig ist, überflüssig. Ihre Idee folgt keinem rationalen Impuls. Ansonsten würden sie einfach Reinigungsmittel und Papiertücher neben die Toilett  stellen. Sie erfüllt allein den Zweck besonders teure Toiletten verkaufen zu können, richtet sich nach Marktwirtschaftlichen Interessen, und lässt außer Acht, dass das Bedürfniss nach Sauberkeit mit der normalen Toilette eigentlich erfüllt ist.

    Die Problematik des Rückschritts liegt darin wenn neue Erfindungen eigentlich andere Zecke erfüllen als allen Menschen gleich zu dienen.

     

    Es wäre einfach schön wenn sich die Dinge ein bisschen mehr um die Menschen drehen würden und die Menschen ein bisschen weniger um Dinge.

  • Ich meine, es gibt so verschiedene Strömungen, Entwicklungsrichtungen, die wohl positive Auswirkungen, ziele haben, aber auch negative; und die negativen werden lange übersehen:

     

    1. Technik / Konsum /Güter: Im verhältnis zum Mittelalter, zur Steinzeit haben wir alles, und jeder hat alles. Das führt dazu, dass jeder für sich alleine leben kann, und aus materieller Notwendigkeit die anderen nicht braucht. Das führt aber auch zu einer sozialen einsamkeit, weil man sich nicht mehr um die anderen bemühen muss, denn jeder kann es sich leisten auf dem sofa zu liegen, Netflix zu schauen und sich sein Essen über einen Lieferdienst bringen zu lassen, bis zu seinem Tod, und muss sich mit den anderen nicht rumärgern.

     

    2. Es gibt gesellschaftliche Strömungen, dass alles geregelt wird, man von jeder Bedrohung geschützt wird usw. ZB rufen jetzt alle nach einer Benzinpreisbremse. Aber Schwankungen gehören nun mal zum Leben. Im Mittelalter gab es kälteperioden und Hungersnöte bis in den Juni. Was verlorengeht, ist die Notwendigkeit an den Menschen, mit Herausforderungen umzugehen, eine wirksame Umgehensweise zu finden. Jeder will dieser Anstrengung enthoben werden. Aber dann lernt man sie auch nicht.

     

    3. Persönliche Beziehungen werden durch gesellschaftlichen schutz ersetzt. Alleinerziehende Mütter werden umsorgt. Die Mutter kann sagen: Was soll ich mich mit diesem dummen und unfähigen Mann rumärgern? Ich brauch ihn nicht. Aber es ist auch etwas anderes, ob man dann materielle sicherheit hat, oder einen Menschen an seiner Seite hat, mit dem man frau sich mal durch ein paar harte Schwierigkeiten gekämpft hat, hat kämpfen müssen, und dadurch eine gemeinsame starke Beziehung sich erarbeitet hat.

  • 05.04.26, 21:18

     

    Schwarzgelber Mutbürger:

    Ich würde Dir soweit Recht geben, dass man natürlich noch selbst denken und vor allem, die Ver-
    antwortung für sein eigenes Leben bzw. Entwicklung übernehmen sollte, 

    aber ich würde Technik eben auch nicht verteufeln, die Frage ist wie man sie nutzt, dass sie sinn-
    voll ist und einen weiter bringt, aber eben nicht abhängig macht🦉

    Es hat noch NIE eine Technik gegeben die nicht alle abhångig macht.

    Heutzutage dürfte es keinen einzigen Menschen mehr geben der nicht vom (zahn)Rad abhängig ist usw.

    Obwohl ich noch nie einen PC benutzte, noch nie eine Bezahl-App benutzte und vieles andere mehr, bin ich dennoch davon abhängig

  • 05.04.26, 20:54

    Ich denke, das viele Entwicklungen dazu geführt haben, dass unser Leben einfacher geworden ist. Dennoch nutzen wir viele technische Entwicklungen dazu um uns abzulenken.

    Der technische Fortschritt sollte dazu führen, das wir alle im Wohlstand leben.

     

    Jeder Mensch hat die Möglichkeit die Technik dosiert einzusetzen, vielleicht ist es jetzt an der Zeit, das sich die Menschen wieder an die wahren Werte erinnern und zurück zu sich finden?

  • 05.04.26, 20:53

    Es gibt beispielsweise viele Tools fürs Baby, die einem die Arbeit abnehmen. Aber darunter leidet die Bindung zum Kind. Die Bedürfnisse werden zwar befriedigt, aber zum Preis der echten Interaktion miteinander. Wo führt das hin? 

  • Ich würde Dir soweit Recht geben, dass man natürlich noch selbst denken und vor allem, die Ver-
    antwortung für sein eigenes Leben bzw. Entwicklung übernehmen sollte, 

    aber ich würde Technik eben auch nicht verteufeln, die Frage ist wie man sie nutzt, dass sie sinn-
    voll ist und einen weiter bringt, aber eben nicht abhängig macht🦉

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