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  • Wie gut kennst du dich selbst?

    Diskussion · 24 Beiträge · 4 Gefällt mir · 519 Aufrufe
    Alica aus Düsseldorf

    Wer bin ich? Das ist wohl die wichtigste Frage, die man sich im Leben stellen sollte.

     

    Was definiert mein Ich, mein Verhalten, meine Gefühle und mein Denken? Und ändert sich das im Laufe des Lebens?

     

    Dazu habe ich folgende fünf Parameter zur Einordnung gefunden und finde sie sehr hilfreich:

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    Was gibt es darüber hinaus, was die eigene Identität definiert? 

    21.04.26, 12:53 - Zuletzt bearbeitet 21.04.26, 13:07.

Beiträge

  • 21.04.26, 15:25

    Ich finde es wichtig zu berücksichtigen,  dass es gesellschaftliche Rahmen gibt, durch die Menschen definiert werder, ob sie es wollen oder nicht. Ganz vorne steht dabei Geschlecht. Es ist kaum möglich, sich der Geschlechterbinarität zu entziehen. Ähnlich verhält es sich mit Aussehen (z. B. dick, hager, klein...) , Behinderung und (vermeintlich) sichtbarer Herkunft (Hautfarbe). Nicht umsonst sind diese "Rahmenbrüche" im Antidiskriminierungsgesetz festgehalten. Auch mit (Ver)kleidung wird ein Rahmen gesetzt - gut erkennbar bei den "Uniformen" der 80er-Jugendbewegungen "Punk", "Popper", "Skin" oder "Öko". Inzwischen sagt Kleidung auch noch etwas über "arm" und "reich" aus. 

    Und alle diese vorgenannten Bezeichnungen erzeugen bei Dritten ein komplexes Bild im Kopf - inklusive der vermeintliche  Eigenschaften einer Person.  Möchte ich, dass ich nicht darüber definiert werde, muss ich mich ziemlich anstrengen, "ich" zu sein.

    Bin ich zum Beispiel eine dicke, schwarze Person in Deutschland, kann ich noch so ein Harmonie-Fan sein, bis ich zu einem harmonischen Leben in der Gesellschaft Anderer gelange, wird es dauern.  Ebenso werd  ich dann möglicherweise irgendwann als "neurotisch" wahrgenommen, da ständige Diskriminierung an niemanden spurlos vorbei geht.

     

  • 21.04.26, 14:07

    Ja, mit dem Älterwerden verändert sich das sehr. Wenn der Beruf mit seinen Erfolgen, der Leistungssport mit entsprechenden Messwerten, möglicherweise Besitztümer aufgegeben werden müssen oder auch die Kinder ihren eigenen Weg gehen, dann bleibt immer weniger, über das man sich im Außen definieren kann.

    ......................

    Die Einladung

     

    Es interessiert mich nicht, wovon Du Deinen Lebensunterhalt bestreitest.
    Ich möchte wissen, wonach Du Dich sehnst und ob Du es wagst,
    davon zu träumen, Deine Herzenswünsche zu erfüllen.

     

    Es interessiert mich nicht, wie alt Du bist.
    Ich möchte wissen, ob Du es riskieren wirst,
    verrückt vor Liebe zu sein, vernarrt in Deine Träume,
    in das Abenteuer, lebendig zu sein.

     

    Es interessiert mich nicht, welche Planeten in welcher Konstellation zu Deinem Mond stehen.
    Ich möchte wissen, ob Du die Mitte Deines Leids berührt hast,
    ob Du durch Verrat, den Du im Leben erfahren hast,
    aufgebrochen und offen geworden
    oder geschrumpft bist und Dich verschlossen hast vor Angst und weiterem Schmerz.

    Ich möchte wissen, ob Du dasitzen kannst mit Schmerz
    – meinem oder Deinem eigenen –
    ohne irgendeine Bewegung der Ausflucht,
    ohne den Schmerz zu verbergen, ohne ihn verschwinden zu lassen, ohne ihn festzuhalten.

     

    Ich möchte wissen, ob Du mit Freude dasein kannst
    – meiner oder Deiner eigenen –
    ob Du mit Wildheit tanzen und zulassen kannst,
    daß Ekstase Dich erfüllt bis in die Fingerspitzen und Zehen hinein,
    ohne jene Vorsicht, in der du dich in acht nimmst,
    realistisch bist und dich an die Begrenzung des Menschendaseins erinnerst.

     

    Es interessiert mich nicht, ob die Geschichte, die Du mir erzählst, wahr ist.
    Ich möchte wissen, ob Du jemanden enttäuschen kannst, um zu Dir selbst ehrlich zu sein,
    ob Du es erträgst, daß Dir deshalb jemand Vorwürfe macht
    und Du trotzdem Deine eigene Seele nicht verrätst.


    Ich möchte wissen, ob Du treu sein kannst und zuverlässig.

     

    Ich möchte wissen, ob Du Schönheit sehen kannst, auch dann, wenn es nicht jeden Tag schön ist
    und ob Du in Deinem Leben einen göttlichen Funken spürst.


    Ich möchte wissen, ob Du mit Mißerfolg leben kannst
    – mit Deinem und meinem –
    und immer noch am Ufer eines Sees stehen und “Ja“ zum Vollmond rufen kannst.

     

    Es interessiert mich nicht, wo Du lebst oder wieviel Geld Du hast.
    Ich möchte wissen, ob Du nach einer kummervollen Nacht voller Verzweiflung aufstehen kannst
    –ausgelaugt und mit Schmerzen –
    und trotzdem tust, was getan werden muß für Deine Kinder oder andere Menschen.

     

    Es interessiert mich nicht, welche Schulausbildung Du hast oder wo und bei wem Du studiert hast.
    Ich möchte wissen, ob Du mit mir in der Mitte des Feuers stehen und nicht zurückschrecken wirst.


    Ich möchte wissen, was Dich von innen aufrecht erhält, wenn alles andere wegfällt.

     

    Ich möchte wissen, ob Du mit Dir selbst alleine sein kannst
    und ob Du wirklich die Leute magst, mit denen Du Dich in Zeiten der Leere umgibst.

     

    Oriah Mountain Dreamer (im Mai 1994, http://www.oriahmountaindreamer.com)
    Aus dem Amerikanischen übersetzt von Jena Ilka Frey




     

     

  • 21.04.26, 13:44

    Hallo Alica. 

    Wie immer subjektiv von mir. 

    Die Big Five sind für mich rein eine Einordnung /Einstufung/Kategorisierung um möglichst zu versuchen ein ganzheitliches Bild von einem Menschen abzubilden. 

    Ich kann daraus also rauslesen, zu welchem Typ Menschen ich gehöre oder was meine Präferenzen sind. 

    Aber es sagt nichts über das warum ich so bin wie ich bin aus. 

    Und erst wenn ich verstehe, wieso ich so bin wie ich bin, kann ich für mich persönlich selber prüfen ob dieses Selbstbild übereinstimmt mit dem Selbstbild welches ich im Inneren wer ich wirklich bin oder sein möchte oder meiner Natur entspricht übereinstimmt oder (noch) nicht. 

    Habe ich das erkannt, kann ich dort daran arbeiten, wo ich fühle, z. B. dass dort noch Anteile von mir sind, welche ich keinen Zugang habe, alte Verletzungen welche gesehen werden wollen um losgelassen werden zu können oder auch Glaubensätze und Strategien welche ihren Dienst getan haben, aber jetzt hinderlich sind oder mein eigenes Wachstum begrenzen. 

    Man kann aber die Big Five als Einstiegstool nutzen indem man sich selber skaliert und sich dann jeweils fragt, ob dieser aktuelle IST Zustand dem entspricht oder ob da ein Bedürfnis da ist auf dieser Skalierung etwas nach links oder rechts zu verschieben. Wenn sich ein Bedürfnis zeigt und ich sage einmal dieses Verschieben-Wollen eine doch sehr hohe Spannweite aufzeigt, dann darf ich mich selber fragen, was brauche ich, oder was muss/darf ich tun um vom IST Zustand zum neuen SOLL Zustand zu kommen. 

    Oftmals gelingt es diesen Zustand zu verbessern. Aber ist einem das Thema schon länger bekannt und hat man dieses schon des öfteren probiert, dann wird dies eher schwierig ohne externe Hilfe. In diesem Fall kann man davon ausgehen, dass hier wie man so schön sagt, etwas darunterliegt. Sei es Glaubensätze oder auch unbewusste Vorteile im alten Muster zu verharren, welche uns aktuell (noch) dienlich sind. 

  • 21.04.26, 13:30

    Was hier nicht berücksichtigt wird, dass es eine energetische Ebene gibt.

    Wir spüren ihre Einflüsse mehr oder weniger stark und in unterschiedlichen Ausprägungen.


    Was auch immer mehr in den Vordergrund rückt, dass die Gehirne nicht einheitlich arbeiten. 
    Beispiele sind Menschen mit ADHS, high sensitive Personen oder auch Autismus. 

     

    Ebenso spielen Umweltfaktoren und soziale Einbettung eine wesentliche Rolle für unser "ICH"

     

    Die von dir genannten und all diese Faktoren machen uns zu einem ganz besonderen Individuum. 
     

     

     

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