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  • Geht es den Menschen heute zu gut ?

    Diskussion · 248 Beiträge · 2.214 Aufrufe

    Und sie wissen sich diesen Wohlstand    nicht mehr zu schätzen !  I Es  ist alles selbstverständlich geworden und Anforderung an den Staat sind Anforderungen an die Gesellschaft !  Ist die Gesellschaft wirklich verpflichtet , für alles verantwortlich gemacht zu werden !  

    Aber  als Gesellschaft sind wir uns fremd und wir kennen uns nicht !   Wir grüßen uns auch nicht demnach frage ich mich schon , warum bin ich für dich verpflichtet..🙋‍♂️

     

    14.05.26, 00:59 - Zuletzt bearbeitet 14.05.26, 01:03.

Beiträge

  •  

    Waldgeist:

     

    Schwarzgelber Mutbürger:

     

    Ich bin noch gar keine 2 Jahre hier, Du lügst also nachweislich😉

    Meine Links geben durchaus wirtschaftliche Zusammenhänge, aber dafür müsstest Du sie ja 
    lesen😉

    Du rätst Arbeitern also, sich ihre Gesundheit zu ruinieren, weil sie dann Sozialleistungen be-
    kommen? Eine aktuelle Studie legt dar, dass die Menschen zwar älter werden, aber auch 
    mehr dieser Lebenszeit, besonders am Ende, mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen ver-
    bringen, mir ist durchaus klar, dass man sicher nicht fit in die Urne springt, aber warum sollte
    das Leben hauptsächlich aus Erwerbsarbeit bestehen ? 

    Meine Aussage war, dass man Superreiche stärker besteuert, damit man den Mittelstand ent-
    lasten kann, derzeit wird, um die Lohnkosten zu drücken bei der Gesundheitsversorgung ge-
    spart, dies müssen dann einseitig die Arbeitnehmer drauf zahlen, defakto eine Lohnkürzung....

    Energiekosten? Der Emissionshandel war mal so gedacht, dass Firma durch die Verteuerung 
    von fossilen Energrien auf erneuerbare Energieträger umsteigen, haben sie nachweislich nicht
    in dem Maße getan, wie es nötig wäre, sondern sich von russischen ÖL und Gas abhängig ge-
    macht und jetzt wo das geplante Szenario eintritt, wird über Energiekosten gejammert und 
    der Klimaschutz immer weiter aufgeweicht und bezahlbare Energie zu haben, obwohl Sonnen-
    und Windenergie die günstigsten Energiequellen sind....

    Bürokratie, man kann sich sicher fragen, wo Bürokratieabbau sinnvoll ist, aber defakto läuft 
    zum Beispiel auch die Abschaffung des IFG darunter und da beisst sich die Katze in den Schwanz 
    wenn am Ende vor allem Transparenz verloren geht und die Bürger*innen keine Skandale 
    mehr aufdecken können....

    Die Solarzellenfertigung haben wir schon mal verloren, mit Reiches Gesetze für Gaskraftwerke 
    statt Stromspeichern und Einspeisevergütung, droht nun auch der Windenergiebranche der Kolaps, am Frauenhoferinstitut wurden zudem Mehrlagige Solarzellen entwickelt, die effektiver
    sind als "normale Solarzellen", die deutsche Industrie und Gesellschaft hat ihren Wohlstand 
    vor allem über Innovation und Produktivität erreicht, nicht einzig über die Stunden die sie auf Arbeit anwesend waren...

    Ich habe nicht gesagt, dass Unternehmen keinen Profit machen sollen, sondern nur das Profit 
    nicht alles ist, ich kenne einige Firmen die wenig auf die Gesundheit ihrer Mitarbeitenden ach-
    ten und für die Arbeitsschutz ein Fremdwort ist, einzig vor Kontrollen wird da mal wert drauf 
    gelegt...

    Du schlägst also vor, dass weil wir weniger Arbeit haben, ein Grundeinkommen kommt, sagst 
    mir aber, dass ich erklären soll, wie ich meine Forderungen finanzieren will? Du sagst weniger
    Arbeit bringt weniger Rentenpunkte, derzeit zwar richtig und sollte man sicher berücksichtigen, 
    aber mit Grundeinkommen wäre dies ja auch egal 😁😉🍀

    Aus meiner Sicht, ist die Grundsicherung schon ein Grundeinkommen, wenn gleich es derzeit
    noch mit zahlreichen Sanktion verbunden ist, da es theoretisch genug Arbeit gibt, aber dieses
    wird allerhöchstens weiter entwickelt, weniger Sanktionen etc. und ein paar Euro mehr...

    Wie Du schon erwähnt hast, gibt es eine Konzentration von Vermögen und man wird wohl nicht
    drum herum kommen, dieser entgegen zu wirken, wenn man die Wirtschaft in die Richtung len-
    ken will wie es erforderlich ist und soziale Versprechung zum Erhalt der Demokratie erfüllen will‼️


    Das ganze ist nichts anderes als ein schwarz-weiß Denken , ohne die komplexen Zusammenhänge zu berücksichtigen !  Probleme lassen sich nicht allein mit mehr Geld lösen.

    Eine stärkere Besteuerung von Vermögen beseitigt weder den Fachkräftemangel noch schafft sie automatisch mehr Pflegekräfte, Ärzte, Handwerker oder Lehrer. Wenn das Personal schlicht nicht vorhanden ist, kann man fehlende Menschen nicht durch Geld ersetzen.

     

    Auch die Forderung, Superreiche deutlich stärker zu besteuern, ist keine neue Idee. Darüber wird seit Jahrzehnten diskutiert. Wäre sie tatsächlich so einfach umzusetzen und würden damit die gewünschten Probleme nachhaltig gelöst, dann hätten zahlreiche Regierungen diesen Weg vermutlich längst eingeschlagen.

     

    Man muss nämlich auch die möglichen Folgen bedenken. Sehr vermögende Menschen und international tätige Unternehmen haben oft Möglichkeiten, Kapital oder Investitionen in andere Länder zu verlagern, wenn sich die Rahmenbedingungen deutlich verschlechtern. Ob und in welchem Ausmaß das geschieht, hängt von der konkreten Ausgestaltung der Steuern und vielen weiteren Faktoren ab ,  aber dieses Risiko kann man nicht einfach ausblenden. Deshalb ist die Diskussion wesentlich komplexer als die einfache Forderung: „Man muss die Reichen nur stärker besteuern.“

     

    Natürlich muss man über faire Löhne und gute Arbeitsbedingungen sprechen. Dafür gibt es aber bereits Instrumente wie Gewerkschaften, Arbeiterkammer, Sozialpartnerschaft und das Arbeitsinspektorat. Missstände sollten behoben werden ,  daran besteht kein Zweifel. Trotzdem wird es immer Berufe geben, die körperlich anstrengend sind oder Schicht-, Nacht- oder Wochenendarbeit erfordern. Diese Realität lässt sich nicht einfach wegdiskutieren.

     

    Arbeit dient für die meisten Menschen auch der eigenen Existenzsicherung. Die wenigsten gehen ausschließlich aus Freude oder als Hobby arbeiten. Deshalb muss eine Gesellschaft soziale Sicherheit, wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und die notwendige Arbeitsleistung in ein vernünftiges Gleichgewicht bringen.

     

    Es  fehlt in Deiner Argumentation oft der Realitätsbezug. Es werden viele Forderungen an Staat, Unternehmen oder Wohlhabende gestellt, ohne  zu berücksichtigen, welche Folgen das langfristig für sie haben könnte ! 

     


     

    Du wiederholst dich😉Ich habe nicht behauptet, dass Geld alle Probleme löst, es kann aber 
    eben dazu dienen, die Transformation die wir brauchen zu finanzieren und Arbeitern faire 
    Löhne zu zahlen....

    Du vermisst meine Realitätsbezug? Der Staat hat Aufgaben, Unternehmen Verantwortung 

    und Wohlhabende Vermögen was sich bei ihnen anhäuft, dass an anderer Stelle gebraucht
    wird, dass es Instrumente gibt einen gerechten Anteil davon einzukassieren, habe ich be-
    reit darlegt, 

    bei Dir vermisse ich den Willen, die Aufgaben die vor unseren Gesellschaften liegen, ernst-
    haft anzugehen, Du tust nämlich lediglich beschwichtigen🦉

  • Gestern, 14:12

     

    Franz:

     

    Waldgeist:

    Deshalb gehört zu einer seriösen Diskussion nicht nur, Missstände aufzuzeigen, sondern auch realistische Lösungen vorzuschlagen, die den Bedürfnissen der Beschäftigten ebenso gerecht werden wie den Erwartungen der Gesellschaft ! 

    Länger haltbare Dinge --> kürzere Arbeitszeiten --> (weniger bis) negatives Wirtschaftswachstum --> Ressourcenschonung bei Mensch und Natur.

     

    Da aber die ganze Welt in der Kapitalismusmühle des "Mehr, mehr mehr" (unabhängig von der Qualität) steckt (und nicht wenige Länder und deren Bewohner brauchen tatsächlich und ziemlich dringend noch mehr), ist es schwierig für ein einzelnes Land, aus dieser Tretmühle auszusteigen. Denn man würde dadurch die globale "Konkurrenzfähigkeit" verlieren.


    ich glaube der Zusammenhang,  wie ich schon geschrieben habe,  ist wesentlich komplexer als einfache Forderungen zu stellen ! 

    Im Wahlkampf wurde eine 32-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich versprochen. Jetzt sitzt der bekennende Marxist in der Regierung und plötzlich hört man nichts mehr davon . Offenbar hat ihn die Realität wieder auf den Boden der 

    Tatsachen zurückgeholt ! 

    Aber nehmen  wir nur einen kleinen Installateurbetrieb. Schon heute wartet man oft länger auf einen Termin, weil Fachkräfte fehlen. Wenn die Mitarbeiter statt 40 nur noch 32 Stunden arbeiten würden, müsste der Betrieb zusätzliche Leute einstellen, um die gleiche Arbeit erledigen zu können. Aber genau diese Fachkräfte gibt es vielerorts überhaupt nicht. Und selbst wenn es sie gäbe, müsste der Betrieb sie auch bezahlen können.

     

    Gerade kleine Betriebe klagen schon jetzt über hohe Lohn- und Lohnnebenkosten. Müssen sie mehr Personal einstellen, werden sie die höheren Kosten zwangsläufig an ihre Kunden weitergeben. Wenn das in vielen Branchen passiert, steigen wieder die Preise  und damit wird die Inflation erneut angeheizt.

     

    Du schreibst auch, Dinge müssten haltbarer werden. Aber welche Dinge genau? Ich glaube, das eigentliche Problem ist oft unser Konsumverhalten. Vieles kaufen wir nicht, weil wir es wirklich brauchen oder weil etwas kaputt ist, sondern weil wir ständig Neues haben möchten.

    Dazu kommt noch ein weiterer Punkt: Je mehr Menschen versorgt werden müssen, desto mehr Wohnungen, Infrastruktur, Energie, Lebensmittel, Schulen, Krankenhäuser und Arbeitskräfte braucht es. Auch das kurbelt die Wirtschaft an. Diese Zusammenhänge kann man nicht einfach ausblenden.

     

    Deshalb finde ich, dass viele dieser Forderungen zu kurz greifen. Es reicht nicht zu sagen: “Die Reichen sollen mehr zahlen”, “wir arbeiten alle weniger” oder “alles muss nachhaltiger werden”. Das klingt zu einfach, löst aber die eigentlichen Probleme nicht automatisch.

     

    Nochmals, ich habe schon geschrieben, dass das alles sehr komplex ist. Mit einfachen Parolen oder Wunschvorstellungen wird man diese Herausforderungen nicht lösen. Man muss auch erklären, welche Folgen die eigenen Vorschläge haben und wie sie in der Realität funktionieren können …


     

  • Gestern, 13:28 - Zuletzt bearbeitet Gestern, 13:33.

     

    Waldgeist:

    Deshalb gehört zu einer seriösen Diskussion nicht nur, Missstände aufzuzeigen, sondern auch realistische Lösungen vorzuschlagen, die den Bedürfnissen der Beschäftigten ebenso gerecht werden wie den Erwartungen der Gesellschaft ! 

    Länger haltbare Dinge --> kürzere Arbeitszeiten --> (weniger bis) negatives Wirtschaftswachstum --> Ressourcenschonung bei Mensch und Natur.

     

    Da aber die ganze Welt in der Kapitalismusmühle des "Mehr, mehr mehr" (unabhängig von der Qualität) steckt (und nicht wenige Länder und deren Bewohner brauchen tatsächlich und ziemlich dringend noch mehr), ist es schwierig für ein einzelnes Land, aus dieser Tretmühle auszusteigen. Denn man würde dadurch die globale "Konkurrenzfähigkeit" verlieren.

  • Gestern, 12:37

    Wenn man hier schreibt , Arbeit darf die Gesundheit nicht gefährden ! 

    Es gibt Berufe, die auf Dauer krank machen oder zumindest das Risiko dafür deutlich erhöhen. Die Frage ist aber: Was wäre die Alternative?

    Eine Friseurin steht den ganzen Tag auf den Beinen und ist durch Färbemittel, Haarsprays oder andere Chemikalien zusätzlichen Belastungen ausgesetzt. Ein Rohrbauschlosser oder Schweißer arbeitet oft in Tunneln oder Schächten, unter schwierigen Körperhaltungen und teilweise unter gesundheitlich belastenden Bedingungen. Maurer, Dachdecker, Pflegekräfte, Bäcker, Köche oder Lkw-Fahrer ,  die Liste ließe sich nahezu beliebig fortsetzen.

    Trotz aller Verbesserungen beim Arbeitsschutz wird es immer Tätigkeiten geben, die körperlich oder psychisch belastend sind. Deshalb sollte man alles daransetzen, die Arbeitsbedingungen so gut wie möglich zu gestalten. Ganz vermeiden lassen sich solche Belastungen aber wohl nie.

    Gleichzeitig erwarten wir als Gesellschaft eine Rund-um-die-Uhr-Versorgung. Feuerwehr, Polizei, Rettungsdienst, Krankenhäuser, Energie- und Wasserversorgung oder der Installateur bei einem Wasserrohrbruch , all diese Leistungen sollen selbstverständlich auch nachts, an Wochenenden und Feiertagen verfügbar sein. Auch  das ist ein wesentlicher Bestandteil unseres Wohlstands und unserer Lebensqualität! 

     

    Wer fordert, dass möglichst niemand mehr unter belastenden Arbeitsbedingungen arbeiten soll, muss auch erklären, wie diese unverzichtbaren Leistungen künftig erbracht werden sollen. Eine Gesellschaft funktioniert nur, wenn Menschen bereit sind, auch schwierige und unattraktive Arbeiten zu übernehmen. Deshalb gehört zu einer seriösen Diskussion nicht nur, Missstände aufzuzeigen, sondern auch realistische Lösungen vorzuschlagen, die den Bedürfnissen der Beschäftigten ebenso gerecht werden wie den Erwartungen der Gesellschaft ! 


     

  • Gestern, 12:21

     

    Schwarzgelber Mutbürger:

     

    Ute:

     

     

    Ich lese deine Beiträge jetzt seit rund zwei Jahren. Die Argumentation ist im Grunde immer die selbe: Zahlreiche Links stützen deine eigene Sichtweise, während wirtschaftliche Zusammenhänge oder Gegenargumente kaum berücksichtigt werden.
     

    Ich stimme dir durchaus zu, dass die wachsende Konzentration von Vermögen bei wenigen Superreichen ein Problem ist. Aber daraus folgt für mich nicht, dass kleine und mittelständische Unternehmen immer mehr Belastungen tragen können. Gerade sie kämpfen mit steigenden Lohn-, Energie- und Bürokratiekosten und müssen trotzdem wettbewerbsfähig bleiben. Die Unternehmer tragen sowohl das Risiko als auch die Verantwortung für ihre Beschäftigten und ich denke nicht, dass man erwarten kann, dass sie dies ohne Gewinnerzielungsabsicht übernehmen müssen.
     

    Für mich wirkt deine Argumentation deshalb sehr einseitig. Wer Lösungen fordert, muss auch erklären, wie diese finanziert werden sollen und welche Folgen sie für Betriebe, Beschäftigte und Verbraucher haben. 

    Nebenbei bemerkt: Niemand soll sich aufopfern und seine Gesundheit ruinieren! Es gilt, Lösungen zu finden, die diese Punkte berücksichtigen. Wer aber weniger arbeitet, erzielt weniger Einkommen und zahlt weniger in die Rente ein. 

    Ich schrieb es bereits: Es wird vermutlich wegen Reduzierung der Arbeitsplätze in die Richtung eines Grundeinkommens gehen und es werden dann nur noch die Menschen arbeiten, die ihre Fähigkeiten einbringen können und der Rest, der nicht digital und von Maschinen erledigt werden kann, wird vermutlich in Form einer allgemeinen Sozialarbeit von den restlichen Menschen erbracht werden müssen. 

    Wer gesundheitlich angeschlagen ist, kann schon heute eine Teil-EM-Rente beantragen.

    Ich bin noch gar keine 2 Jahre hier, Du lügst also nachweislich😉

    Meine Links geben durchaus wirtschaftliche Zusammenhänge, aber dafür müsstest Du sie ja 
    lesen😉

    Du rätst Arbeitern also, sich ihre Gesundheit zu ruinieren, weil sie dann Sozialleistungen be-
    kommen? Eine aktuelle Studie legt dar, dass die Menschen zwar älter werden, aber auch 
    mehr dieser Lebenszeit, besonders am Ende, mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen ver-
    bringen, mir ist durchaus klar, dass man sicher nicht fit in die Urne springt, aber warum sollte
    das Leben hauptsächlich aus Erwerbsarbeit bestehen ? 

    Meine Aussage war, dass man Superreiche stärker besteuert, damit man den Mittelstand ent-
    lasten kann, derzeit wird, um die Lohnkosten zu drücken bei der Gesundheitsversorgung ge-
    spart, dies müssen dann einseitig die Arbeitnehmer drauf zahlen, defakto eine Lohnkürzung....

    Energiekosten? Der Emissionshandel war mal so gedacht, dass Firma durch die Verteuerung 
    von fossilen Energrien auf erneuerbare Energieträger umsteigen, haben sie nachweislich nicht
    in dem Maße getan, wie es nötig wäre, sondern sich von russischen ÖL und Gas abhängig ge-
    macht und jetzt wo das geplante Szenario eintritt, wird über Energiekosten gejammert und 
    der Klimaschutz immer weiter aufgeweicht und bezahlbare Energie zu haben, obwohl Sonnen-
    und Windenergie die günstigsten Energiequellen sind....

    Bürokratie, man kann sich sicher fragen, wo Bürokratieabbau sinnvoll ist, aber defakto läuft 
    zum Beispiel auch die Abschaffung des IFG darunter und da beisst sich die Katze in den Schwanz 
    wenn am Ende vor allem Transparenz verloren geht und die Bürger*innen keine Skandale 
    mehr aufdecken können....

    Die Solarzellenfertigung haben wir schon mal verloren, mit Reiches Gesetze für Gaskraftwerke 
    statt Stromspeichern und Einspeisevergütung, droht nun auch der Windenergiebranche der Kolaps, am Frauenhoferinstitut wurden zudem Mehrlagige Solarzellen entwickelt, die effektiver
    sind als "normale Solarzellen", die deutsche Industrie und Gesellschaft hat ihren Wohlstand 
    vor allem über Innovation und Produktivität erreicht, nicht einzig über die Stunden die sie auf Arbeit anwesend waren...

    Ich habe nicht gesagt, dass Unternehmen keinen Profit machen sollen, sondern nur das Profit 
    nicht alles ist, ich kenne einige Firmen die wenig auf die Gesundheit ihrer Mitarbeitenden ach-
    ten und für die Arbeitsschutz ein Fremdwort ist, einzig vor Kontrollen wird da mal wert drauf 
    gelegt...

    Du schlägst also vor, dass weil wir weniger Arbeit haben, ein Grundeinkommen kommt, sagst 
    mir aber, dass ich erklären soll, wie ich meine Forderungen finanzieren will? Du sagst weniger
    Arbeit bringt weniger Rentenpunkte, derzeit zwar richtig und sollte man sicher berücksichtigen, 
    aber mit Grundeinkommen wäre dies ja auch egal 😁😉🍀

    Aus meiner Sicht, ist die Grundsicherung schon ein Grundeinkommen, wenn gleich es derzeit
    noch mit zahlreichen Sanktion verbunden ist, da es theoretisch genug Arbeit gibt, aber dieses
    wird allerhöchstens weiter entwickelt, weniger Sanktionen etc. und ein paar Euro mehr...

    Wie Du schon erwähnt hast, gibt es eine Konzentration von Vermögen und man wird wohl nicht
    drum herum kommen, dieser entgegen zu wirken, wenn man die Wirtschaft in die Richtung len-
    ken will wie es erforderlich ist und soziale Versprechung zum Erhalt der Demokratie erfüllen will‼️


    Das ganze ist nichts anderes als ein schwarz-weiß Denken , ohne die komplexen Zusammenhänge zu berücksichtigen !  Probleme lassen sich nicht allein mit mehr Geld lösen.

    Eine stärkere Besteuerung von Vermögen beseitigt weder den Fachkräftemangel noch schafft sie automatisch mehr Pflegekräfte, Ärzte, Handwerker oder Lehrer. Wenn das Personal schlicht nicht vorhanden ist, kann man fehlende Menschen nicht durch Geld ersetzen.

     

    Auch die Forderung, Superreiche deutlich stärker zu besteuern, ist keine neue Idee. Darüber wird seit Jahrzehnten diskutiert. Wäre sie tatsächlich so einfach umzusetzen und würden damit die gewünschten Probleme nachhaltig gelöst, dann hätten zahlreiche Regierungen diesen Weg vermutlich längst eingeschlagen.

     

    Man muss nämlich auch die möglichen Folgen bedenken. Sehr vermögende Menschen und international tätige Unternehmen haben oft Möglichkeiten, Kapital oder Investitionen in andere Länder zu verlagern, wenn sich die Rahmenbedingungen deutlich verschlechtern. Ob und in welchem Ausmaß das geschieht, hängt von der konkreten Ausgestaltung der Steuern und vielen weiteren Faktoren ab ,  aber dieses Risiko kann man nicht einfach ausblenden. Deshalb ist die Diskussion wesentlich komplexer als die einfache Forderung: „Man muss die Reichen nur stärker besteuern.“

     

    Natürlich muss man über faire Löhne und gute Arbeitsbedingungen sprechen. Dafür gibt es aber bereits Instrumente wie Gewerkschaften, Arbeiterkammer, Sozialpartnerschaft und das Arbeitsinspektorat. Missstände sollten behoben werden ,  daran besteht kein Zweifel. Trotzdem wird es immer Berufe geben, die körperlich anstrengend sind oder Schicht-, Nacht- oder Wochenendarbeit erfordern. Diese Realität lässt sich nicht einfach wegdiskutieren.

     

    Arbeit dient für die meisten Menschen auch der eigenen Existenzsicherung. Die wenigsten gehen ausschließlich aus Freude oder als Hobby arbeiten. Deshalb muss eine Gesellschaft soziale Sicherheit, wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und die notwendige Arbeitsleistung in ein vernünftiges Gleichgewicht bringen.

     

    Es  fehlt in Deiner Argumentation oft der Realitätsbezug. Es werden viele Forderungen an Staat, Unternehmen oder Wohlhabende gestellt, ohne  zu berücksichtigen, welche Folgen das langfristig für sie haben könnte ! 

     


     

  •  

    Ute:

     

    Schwarzgelber Mutbürger:

     

    🦉Zuerst einmal finde ich es gut, dass Du einem Ehrenamt nachgehst, 
    dadurch erfährt man ja auch Teilhabe und Wertschätzung?

    Meine wesentlichen Punkte waren, warum sollte die jetzige junge Generation, ähnlich wie 
    Du es über die ältere Generation schreibst, ihre Gesundheit für den Job aufs Spiel setzen
    und nicht gleich darauf achten, dass sie bis zur Rente gut durchhalten, was dann eben 
    auch Kosten für Gesundheitssystem spart, wenn sie auch dann noch fit sind? 

    Was sollen ältere Menschen, die einen körperlich belastenden Beruf haben, denn dann 
    bis zur Rente tun? 

    Wenn Klein- und Mittelständische Betriebe keine Verantwortung übernehmen können, 
    warum sollten sich dann die Mitarbeitenden für sie aufopfern? 

    Ich denke, es geht darum die Interessen beider Seiten in Einklang zu bringen, aber wenn
    man das BIP, bzw. den Profit zum einzigen Massstab erklärt, dann wird man dies nicht hinbekommen‼️

     

    Ich lese deine Beiträge jetzt seit rund zwei Jahren. Die Argumentation ist im Grunde immer die selbe: Zahlreiche Links stützen deine eigene Sichtweise, während wirtschaftliche Zusammenhänge oder Gegenargumente kaum berücksichtigt werden.
     

    Ich stimme dir durchaus zu, dass die wachsende Konzentration von Vermögen bei wenigen Superreichen ein Problem ist. Aber daraus folgt für mich nicht, dass kleine und mittelständische Unternehmen immer mehr Belastungen tragen können. Gerade sie kämpfen mit steigenden Lohn-, Energie- und Bürokratiekosten und müssen trotzdem wettbewerbsfähig bleiben. Die Unternehmer tragen sowohl das Risiko als auch die Verantwortung für ihre Beschäftigten und ich denke nicht, dass man erwarten kann, dass sie dies ohne Gewinnerzielungsabsicht übernehmen müssen.
     

    Für mich wirkt deine Argumentation deshalb sehr einseitig. Wer Lösungen fordert, muss auch erklären, wie diese finanziert werden sollen und welche Folgen sie für Betriebe, Beschäftigte und Verbraucher haben. 

    Nebenbei bemerkt: Niemand soll sich aufopfern und seine Gesundheit ruinieren! Es gilt, Lösungen zu finden, die diese Punkte berücksichtigen. Wer aber weniger arbeitet, erzielt weniger Einkommen und zahlt weniger in die Rente ein. 

    Ich schrieb es bereits: Es wird vermutlich wegen Reduzierung der Arbeitsplätze in die Richtung eines Grundeinkommens gehen und es werden dann nur noch die Menschen arbeiten, die ihre Fähigkeiten einbringen können und der Rest, der nicht digital und von Maschinen erledigt werden kann, wird vermutlich in Form einer allgemeinen Sozialarbeit von den restlichen Menschen erbracht werden müssen. 

    Wer gesundheitlich angeschlagen ist, kann schon heute eine Teil-EM-Rente beantragen.

    Ich bin noch gar keine 2 Jahre hier, Du lügst also nachweislich😉

    Meine Links geben durchaus wirtschaftliche Zusammenhänge, aber dafür müsstest Du sie ja 
    lesen😉

    Du rätst Arbeitern also, sich ihre Gesundheit zu ruinieren, weil sie dann Sozialleistungen be-
    kommen? Eine aktuelle Studie legt dar, dass die Menschen zwar älter werden, aber auch 
    mehr dieser Lebenszeit, besonders am Ende, mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen ver-
    bringen, mir ist durchaus klar, dass man sicher nicht fit in die Urne springt, aber warum sollte
    das Leben hauptsächlich aus Erwerbsarbeit bestehen ? 

    Meine Aussage war, dass man Superreiche stärker besteuert, damit man den Mittelstand ent-
    lasten kann, derzeit wird, um die Lohnkosten zu drücken bei der Gesundheitsversorgung ge-
    spart, dies müssen dann einseitig die Arbeitnehmer drauf zahlen, defakto eine Lohnkürzung....

    Energiekosten? Der Emissionshandel war mal so gedacht, dass Firma durch die Verteuerung 
    von fossilen Energrien auf erneuerbare Energieträger umsteigen, haben sie nachweislich nicht
    in dem Maße getan, wie es nötig wäre, sondern sich von russischen ÖL und Gas abhängig ge-
    macht und jetzt wo das geplante Szenario eintritt, wird über Energiekosten gejammert und 
    der Klimaschutz immer weiter aufgeweicht und bezahlbare Energie zu haben, obwohl Sonnen-
    und Windenergie die günstigsten Energiequellen sind....

    Bürokratie, man kann sich sicher fragen, wo Bürokratieabbau sinnvoll ist, aber defakto läuft 
    zum Beispiel auch die Abschaffung des IFG darunter und da beisst sich die Katze in den Schwanz 
    wenn am Ende vor allem Transparenz verloren geht und die Bürger*innen keine Skandale 
    mehr aufdecken können....

    Die Solarzellenfertigung haben wir schon mal verloren, mit Reiches Gesetze für Gaskraftwerke 
    statt Stromspeichern und Einspeisevergütung, droht nun auch der Windenergiebranche der Kolaps, am Frauenhoferinstitut wurden zudem Mehrlagige Solarzellen entwickelt, die effektiver
    sind als "normale Solarzellen", die deutsche Industrie und Gesellschaft hat ihren Wohlstand 
    vor allem über Innovation und Produktivität erreicht, nicht einzig über die Stunden die sie auf Arbeit anwesend waren...

    Ich habe nicht gesagt, dass Unternehmen keinen Profit machen sollen, sondern nur das Profit 
    nicht alles ist, ich kenne einige Firmen die wenig auf die Gesundheit ihrer Mitarbeitenden ach-
    ten und für die Arbeitsschutz ein Fremdwort ist, einzig vor Kontrollen wird da mal wert drauf 
    gelegt...

    Du schlägst also vor, dass weil wir weniger Arbeit haben, ein Grundeinkommen kommt, sagst 
    mir aber, dass ich erklären soll, wie ich meine Forderungen finanzieren will? Du sagst weniger
    Arbeit bringt weniger Rentenpunkte, derzeit zwar richtig und sollte man sicher berücksichtigen, 
    aber mit Grundeinkommen wäre dies ja auch egal 😁😉🍀

    Aus meiner Sicht, ist die Grundsicherung schon ein Grundeinkommen, wenn gleich es derzeit
    noch mit zahlreichen Sanktion verbunden ist, da es theoretisch genug Arbeit gibt, aber dieses
    wird allerhöchstens weiter entwickelt, weniger Sanktionen etc. und ein paar Euro mehr...

    Wie Du schon erwähnt hast, gibt es eine Konzentration von Vermögen und man wird wohl nicht
    drum herum kommen, dieser entgegen zu wirken, wenn man die Wirtschaft in die Richtung len-
    ken will wie es erforderlich ist und soziale Versprechung zum Erhalt der Demokratie erfüllen will‼️

  • 26.07.26, 14:47

     

    Ute:

    Wir alle profitieren täglich von der Arbeit anderer, vom Bäcker über den Handwerker bis zur Pflegekraft, der Energiegewinnung und dem Straßenbau. Gerade deshalb sollten wir anerkennen, dass belastende Berufe notwendig sind. Die Konsequenz kann für mich nicht sein, Arbeit grundsätzlich zu problematisieren, sondern sie dort zu verbessern, wo es möglich ist.

    Mich beschäftigt die Frage, ob unser wachsendes Bedürfnis nach Sicherheit manchmal Ausdruck einer tieferliegenden Angst vor Krankheit, Scheitern oder Kontrollverlust ist. Vielleicht sogar die Angst vor einem frühzeitigen Tod?

    Letztlich gehören auch Begrenzungen, Risiken und Veränderungen zum Leben. Die entscheidende Frage ist für mich deshalb nicht, wie wir jede Belastung vermeiden können, sondern wie wir Menschen dazu befähigen, mit den unvermeidbaren Herausforderungen des Lebens umzugehen und dabei handlungsfähig zu bleiben.

     

    Ich musste mich schon früh mit diesen Themen auseinandersetzen und sehe deshalb manche Aspekte auch unter dem Blickwinkel: Vieles gehört zum Leben dazu! Das bedeutet nicht, Belastungen zu ignorieren oder Leid kleinzureden. Es bedeutet aber auch, den Blick wieder auf das zu richten, was möglich ist.
     

    Vielleicht entsteht gerade daraus etwas Wichtiges: Dankbarkeit für das, was da ist, und die Fähigkeit, das eigene Leben im Jetzt bewusst wahrzunehmen und zu gestalten.

    Ich denke dass Sicherheit nicht nur aus Angst entsteht, sondern auch aus dem berechtigten Wunsch, Menschen vor vermeidbaren Belastungen und Schäden zu schützen.


    Vielleicht geht es tatsächlich um die Balance: die eigenen Möglichkeiten zu stärken und gleichzeitig dort Verantwortung zu übernehmen, wo Belastungen durch äußere Bedingungen entstehen.

     

    Denn Dankbarkeit für das, was da ist, und der Wunsch nach Verbesserungen schließen sich für mich nicht aus.

  • 26.07.26, 14:42

    Wir alle profitieren täglich von der Arbeit anderer, vom Bäcker über den Handwerker bis zur Pflegekraft, der Energiegewinnung und dem Straßenbau. Gerade deshalb sollten wir anerkennen, dass belastende Berufe notwendig sind. Die Konsequenz kann für mich nicht sein, Arbeit grundsätzlich zu problematisieren, sondern sie dort zu verbessern, wo es möglich ist.

    Mich beschäftigt die Frage, ob unser wachsendes Bedürfnis nach Sicherheit manchmal Ausdruck einer tieferliegenden Angst vor Krankheit, Scheitern oder Kontrollverlust ist. Vielleicht sogar die Angst vor einem frühzeitigen Tod?

    Letztlich gehören auch Begrenzungen, Risiken und Veränderungen zum Leben. Die entscheidende Frage ist für mich deshalb nicht, wie wir jede Belastung vermeiden können, sondern wie wir Menschen dazu befähigen, mit den unvermeidbaren Herausforderungen des Lebens umzugehen und dabei handlungsfähig zu bleiben.

     

    Ich musste mich schon früh mit diesen Themen auseinandersetzen und sehe deshalb manche Aspekte auch unter dem Blickwinkel: Vieles gehört zum Leben dazu! Das bedeutet nicht, Belastungen zu ignorieren oder Leid kleinzureden. Es bedeutet aber auch, den Blick wieder auf das zu richten, was möglich ist.
     

    Vielleicht entsteht gerade daraus etwas Wichtiges: Dankbarkeit für das, was da ist, und die Fähigkeit, das eigene Leben im Jetzt bewusst wahrzunehmen und zu gestalten.

  • 26.07.26, 14:14

    Es gibt Berufe die die menschen krank machen. Ich denke da an die Maurer, Maler die stets Dämpfe einatmen und ein Grossteil der Arbeit auch auf Knie ausführen. An Bäcker und Köche  die mit ihren Arbeitszeiten sozial isoliert werden und Während die einen Mehlallergien entwickeln können, leiden die anderen an Rückenschmerzen oder anderes…

    es gibt viele weitere Beispiele…..

  • 26.07.26, 13:50

     

    Ute:

     

    Nane:

     

    Ute, ich glaube nicht, dass wir beim Wert des Menschen auseinanderliegen. 
     

    Mein Punkt war ein anderer: Eigenverantwortung und innere Stärke sind wichtig, aber sie dürfen nicht dazu führen, dass strukturelle, gesundheitliche oder soziale Grenzen allein dem Einzelnen zugerechnet werden. Beides gehört zusammen.


    Wenn wir die Diskussion im bisherigen Rahmen weiterführen, landen wir zwangsläufig bei der Politik. Selbst wenn wir hier gemeinsam Lösungsansätze entwickeln würden, haben wir darauf kaum Einfluss. Außerdem sind politische Grundsatzdiskussionen hier erfahrungsgemäß der sicherste Weg, dass ein Thema geschlossen wird.
     

    Deshalb lege ich den Fokus immer wieder auf die Frage, welche Handlungsmöglichkeiten der Einzelne innerhalb der bestehenden Rahmenbedingungen hat.
     

    Ich finde es ermüdend, immer wieder über Rahmenbedingungen zu diskutieren, die wir hier nicht verändern können. Nach 20 Beiträgen drehen wir uns dann meist nur noch im Kreis.
     

    Obendrein lautete die ursprüngliche Frage doch, ob es dem Menschen heute zu gut geht. Das ist für mich durchaus auch eine psychologische Fragestellung wert.
     

    Ich weiß, dass viele beim Thema Psychologie sofort aussteigen, weil sie eine persönliche Analyse befürchten. Darum geht es mir aber gar nicht. Mich interessiert viel mehr, warum Menschen auf eine bestimmte Weise denken und welche Annahmen oder Erfahrungen ihrer Sichtweise zugrunde liegen.
     

    „Glaub nicht alles, was du denkst!“ ist dabei meine Devise – und die gilt ausdrücklich auch für mich!

    Die Frage, welche Handlungsmöglichkeiten der Einzelne innerhalb der bestehenden Bedingungen hat, ist sicher wichtig.

     

    Auch der psychologische Blick darauf, warum Menschen bestimmte Sichtweisen entwickeln und welche Erfahrungen dahinterstehen, gehört für mich dazu.


    Ich habe aber nicht den Eindruck, dass wir uns im Kreis drehen. Für mich geht es nicht darum, nur über Rahmenbedingungen zu diskutieren oder Verantwortung abzuschieben. Mein Punkt ist vielmehr, dass Eigenverantwortung und äußere Bedingungen zusammen betrachtet werden müssen.

     

    Menschen können viel beeinflussen, aber nicht alles liegt in ihrer Hand. Genau diese Balance finde ich wichtig.

  • 26.07.26, 13:32

     

    Nane:

     

    Ute:

     

     

    ... und wieder abgebogen 🫤
     

    Du argumentierst gerade gegen eine absolute Position, die ich gar nicht vertreten habe. 

    🤷‍♀️

    Ute, ich glaube nicht, dass wir beim Wert des Menschen auseinanderliegen. 
     

    Mein Punkt war ein anderer: Eigenverantwortung und innere Stärke sind wichtig, aber sie dürfen nicht dazu führen, dass strukturelle, gesundheitliche oder soziale Grenzen allein dem Einzelnen zugerechnet werden. Beides gehört zusammen.


    Wenn wir die Diskussion im bisherigen Rahmen weiterführen, landen wir zwangsläufig bei der Politik. Selbst wenn wir hier gemeinsam Lösungsansätze entwickeln würden, haben wir darauf kaum Einfluss. Außerdem sind politische Grundsatzdiskussionen hier erfahrungsgemäß der sicherste Weg, dass ein Thema geschlossen wird.
     

    Deshalb lege ich den Fokus immer wieder auf die Frage, welche Handlungsmöglichkeiten der Einzelne innerhalb der bestehenden Rahmenbedingungen hat.
     

    Ich finde es ermüdend, immer wieder über Rahmenbedingungen zu diskutieren, die wir hier nicht verändern können. Nach 20 Beiträgen drehen wir uns dann meist nur noch im Kreis.
     

    Obendrein lautete die ursprüngliche Frage doch, ob es dem Menschen heute zu gut geht. Das ist für mich durchaus auch eine psychologische Fragestellung wert.
     

    Ich weiß, dass viele beim Thema Psychologie sofort aussteigen, weil sie eine persönliche Analyse befürchten. Darum geht es mir aber gar nicht. Mich interessiert viel mehr, warum Menschen auf eine bestimmte Weise denken und welche Annahmen oder Erfahrungen ihrer Sichtweise zugrunde liegen.
     

    „Glaub nicht alles, was du denkst!“ ist dabei meine Devise – und die gilt ausdrücklich auch für mich!

  • 26.07.26, 13:15

     

    Ute:

     

    Nane:

     

    Ich finde den neurobiologischen Aspekt durchaus interessant, aber er verschiebt die Diskussion wieder ein Stück weit.


    Es ging doch ursprünglich nicht darum, ob Menschen lernen können, mit Belastungen umzugehen oder ihre Ressourcen zu stärken. Natürlich können Eigenverantwortung und eine gute innere Haltung hilfreich sein.

     

    Der entscheidende Punkt ist aber: Nicht alles im Leben lässt sich durch die eigene Einstellung, Resilienz oder Aktivierung von Ressourcen lösen. Es gibt gesundheitliche, persönliche und soziale Grenzen, auf die Menschen keinen vollständigen Einfluss haben.

     

    Und genau deshalb sollte der Wert eines Menschen nicht davon abhängig gemacht werden, wie gut er funktioniert, sich anpasst oder noch etwas leisten kann. Engagement und Entwicklung sind wertvoll - aber sie sind keine Voraussetzung dafür, wertvoll zu sein.

     

    ... und wieder abgebogen 🫤
     

    Du argumentierst gerade gegen eine absolute Position, die ich gar nicht vertreten habe. 

    🤷‍♀️

    Ute, ich glaube nicht, dass wir beim Wert des Menschen auseinanderliegen. 
     

    Mein Punkt war ein anderer: Eigenverantwortung und innere Stärke sind wichtig, aber sie dürfen nicht dazu führen, dass strukturelle, gesundheitliche oder soziale Grenzen allein dem Einzelnen zugerechnet werden. Beides gehört zusammen.

  • 26.07.26, 13:05

     

    Nane:

     

    Ute:

    Genau deshalb halte ich den neurobiologischen Aspekt für so wichtig. Unser Gehirn reagiert unter anhaltendem Stress völlig anders als in einem Zustand von Sicherheit und Kohärenz. Wer dauerhaft im Notfallmodus lebt, hat deutlich schlechtere Voraussetzungen, neue Perspektiven zu entwickeln, zu lernen oder tragfähige Lösungen zu finden.
     

    Für mich besteht deshalb eine der zentralen Aufgaben unserer Zeit darin, wieder Sicherheit zu entwickeln. Da diese im Außen immer seltener verlässlich zu finden ist, wächst zugleich die Bedeutung der inneren Sicherheit. Das ist ein Prozess, den uns weder der Staat noch der Arbeitgeber abnehmen kann. Hier sehe ich jeden Einzelnen auch in der Eigenverantwortung, die eigenen Ressourcen zu stärken und einen Umgang mit den Herausforderungen des Lebens zu finden.

    Ich finde den neurobiologischen Aspekt durchaus interessant, aber er verschiebt die Diskussion wieder ein Stück weit.


    Es ging doch ursprünglich nicht darum, ob Menschen lernen können, mit Belastungen umzugehen oder ihre Ressourcen zu stärken. Natürlich können Eigenverantwortung und eine gute innere Haltung hilfreich sein.

     

    Der entscheidende Punkt ist aber: Nicht alles im Leben lässt sich durch die eigene Einstellung, Resilienz oder Aktivierung von Ressourcen lösen. Es gibt gesundheitliche, persönliche und soziale Grenzen, auf die Menschen keinen vollständigen Einfluss haben.

     

    Und genau deshalb sollte der Wert eines Menschen nicht davon abhängig gemacht werden, wie gut er funktioniert, sich anpasst oder noch etwas leisten kann. Engagement und Entwicklung sind wertvoll - aber sie sind keine Voraussetzung dafür, wertvoll zu sein.

     

    ... und wieder abgebogen 🫤
     

    Du argumentierst gerade gegen eine absolute Position, die ich gar nicht vertreten habe. 

    🤷‍♀️

  • 26.07.26, 12:33

     

    Ute:

    Genau deshalb halte ich den neurobiologischen Aspekt für so wichtig. Unser Gehirn reagiert unter anhaltendem Stress völlig anders als in einem Zustand von Sicherheit und Kohärenz. Wer dauerhaft im Notfallmodus lebt, hat deutlich schlechtere Voraussetzungen, neue Perspektiven zu entwickeln, zu lernen oder tragfähige Lösungen zu finden.
     

    Für mich besteht deshalb eine der zentralen Aufgaben unserer Zeit darin, wieder Sicherheit zu entwickeln. Da diese im Außen immer seltener verlässlich zu finden ist, wächst zugleich die Bedeutung der inneren Sicherheit. Das ist ein Prozess, den uns weder der Staat noch der Arbeitgeber abnehmen kann. Hier sehe ich jeden Einzelnen auch in der Eigenverantwortung, die eigenen Ressourcen zu stärken und einen Umgang mit den Herausforderungen des Lebens zu finden.

    Ich finde den neurobiologischen Aspekt durchaus interessant, aber er verschiebt die Diskussion wieder ein Stück weit.


    Es ging doch ursprünglich nicht darum, ob Menschen lernen können, mit Belastungen umzugehen oder ihre Ressourcen zu stärken. Natürlich können Eigenverantwortung und eine gute innere Haltung hilfreich sein.

     

    Der entscheidende Punkt ist aber: Nicht alles im Leben lässt sich durch die eigene Einstellung, Resilienz oder Aktivierung von Ressourcen lösen. Es gibt gesundheitliche, persönliche und soziale Grenzen, auf die Menschen keinen vollständigen Einfluss haben.

     

    Und genau deshalb sollte der Wert eines Menschen nicht davon abhängig gemacht werden, wie gut er funktioniert, sich anpasst oder noch etwas leisten kann. Engagement und Entwicklung sind wertvoll - aber sie sind keine Voraussetzung dafür, wertvoll zu sein.

  • 26.07.26, 12:29

    Genau deshalb halte ich den neurobiologischen Aspekt für so wichtig. Unser Gehirn reagiert unter anhaltendem Stress völlig anders als in einem Zustand von Sicherheit und Kohärenz. Wer dauerhaft im Notfallmodus lebt, hat deutlich schlechtere Voraussetzungen, neue Perspektiven zu entwickeln, zu lernen oder tragfähige Lösungen zu finden.
     

    Für mich besteht deshalb eine der zentralen Aufgaben unserer Zeit darin, wieder Sicherheit zu entwickeln. Da diese im Außen immer seltener verlässlich zu finden ist, wächst zugleich die Bedeutung der inneren Sicherheit. Das ist ein Prozess, den uns weder der Staat noch der Arbeitgeber abnehmen kann. Hier sehe ich jeden Einzelnen auch in der Eigenverantwortung, die eigenen Ressourcen zu stärken und einen Umgang mit den Herausforderungen des Lebens zu finden.

  • 26.07.26, 12:19

     

    Nane:

     

    Ute:

    Die Gesundheit wird auch im Privatleben verbraucht – wenn nicht sogar noch mehr! Während ich in meiner Bürotätigkeit locker 7.000 Schritte auf der Uhr hatte und den Rest in der Freizeit problemlos geschafft habe, muss ich in der Rente heute aktiv dafür sorgen, überhaupt auf dieses Bewegungsniveau zu kommen – gerade bei Hitze.
     

    Es ist naiv zu glauben, dass man irgendwann gesund in die Kiste hüpft, auch wenn das wohl jeder hofft. Woher kommt eigentlich dieser hohe Bedarf an Schonung? Der Mensch ist für Aktivität ausgelegt – körperlich und geistig. Wenn heute immer mehr als Belastung oder Stress empfunden wird, sollte man vielleicht auch darüber sprechen, warum das so ist!
     

    Nein, ich sage nicht, dass Arbeit – wie bisher – die Hauptdefinition eines Menschen sein sollte. Im Gegenteil, das halte ich für bedenklich. Interessant finde ich aber, dass ehrenamtliches Engagement hier ausdrücklich gelobt wird. Das zeigt doch, dass Leistung und gesellschaftlicher Beitrag einen Wert haben. Genau deshalb verstehe ich nicht, warum Erwerbsarbeit oft fast ausschließlich als gesundheitliche Belastung dargestellt wird. Für viele Menschen bedeutet Arbeit eben auch Verantwortung, Selbstwirksamkeit und die Finanzierung unseres Sozialstaats.

    Und gleichzeitig stellt sich für mich die umgekehrte Frage: Was ist mit dem Rentner, der nach einem langen Arbeitsleben einfach seinen Ruhestand - so gut es eben geht - genießen möchte? Ist er deshalb weniger wert? Muss er sich rechtfertigen, weil er sich nicht mehr ehrenamtlich engagiert? Ich finde nicht. Der Wert eines Menschen sollte weder allein an seiner Erwerbsarbeit noch an einem Ehrenamt gemessen werden.

    Genau hier sehe ich den entscheidenden Punkt.

     

    Du schreibst selbst, dass der Wert eines Menschen nicht an Erwerbsarbeit oder Ehrenamt gemessen werden sollte - gleichzeitig stellst du aber Leistung, Aktivität und gesellschaftlichen Beitrag sehr stark in den Mittelpunkt.

     

    Natürlich sind Arbeit und ehrenamtliches Engagement wichtige Dinge und verdienen Anerkennung. Aber daraus darf kein Maßstab entstehen, an dem Menschen bewertet werden. Nicht jeder Mensch hat die gesundheitlichen oder persönlichen Möglichkeiten, sich zusätzlich einzubringen.

     

    Gerade kranke oder eingeschränkte Menschen dürfen nicht das Gefühl bekommen, weniger wert zu sein, weil sie nicht die gleichen Möglichkeiten haben.

     

    Der Wert eines Menschen hängt nicht davon ab, wie viel er leisten kann - sondern davon, dass er ein Mensch ist.

     

    Gesundheitliche Einschränkungen werden idR festgestellt, dokumentiert und führen – sofern die Voraussetzungen erfüllt sind – zu entsprechenden Sozialleistungen. Gleichzeitig muss aber immer geprüft werden, ob und in welchem Umfang eine Rehabilitation und Teilhabe am gesellschaftlichen oder beruflichen Leben möglich ist. Genau an dieser Stelle spielt für mich Eigenverantwortung eine entscheidende Rolle. 

    Und da verweise ich auf meinen früheren Beitrag über die Möglichkeiten unseres Gehirns. Gesundheit ist eben nicht nur eine Frage der körperlichen Einschränkung. Kohärenz – also das Erleben von Sinn, Verstehbarkeit und Handhabbarkeit – hat einen erheblichen Einfluss darauf, wie Menschen mit Belastungen umgehen und welche Ressourcen sie aktivieren. Deshalb sehe ich Rehabilitation nicht nur als medizinische, sondern auch als persönliche Aufgabe.

  • 26.07.26, 11:55

     

    Ute:

    Die Gesundheit wird auch im Privatleben verbraucht – wenn nicht sogar noch mehr! Während ich in meiner Bürotätigkeit locker 7.000 Schritte auf der Uhr hatte und den Rest in der Freizeit problemlos geschafft habe, muss ich in der Rente heute aktiv dafür sorgen, überhaupt auf dieses Bewegungsniveau zu kommen – gerade bei Hitze.
     

    Es ist naiv zu glauben, dass man irgendwann gesund in die Kiste hüpft, auch wenn das wohl jeder hofft. Woher kommt eigentlich dieser hohe Bedarf an Schonung? Der Mensch ist für Aktivität ausgelegt – körperlich und geistig. Wenn heute immer mehr als Belastung oder Stress empfunden wird, sollte man vielleicht auch darüber sprechen, warum das so ist!
     

    Nein, ich sage nicht, dass Arbeit – wie bisher – die Hauptdefinition eines Menschen sein sollte. Im Gegenteil, das halte ich für bedenklich. Interessant finde ich aber, dass ehrenamtliches Engagement hier ausdrücklich gelobt wird. Das zeigt doch, dass Leistung und gesellschaftlicher Beitrag einen Wert haben. Genau deshalb verstehe ich nicht, warum Erwerbsarbeit oft fast ausschließlich als gesundheitliche Belastung dargestellt wird. Für viele Menschen bedeutet Arbeit eben auch Verantwortung, Selbstwirksamkeit und die Finanzierung unseres Sozialstaats.

    Und gleichzeitig stellt sich für mich die umgekehrte Frage: Was ist mit dem Rentner, der nach einem langen Arbeitsleben einfach seinen Ruhestand - so gut es eben geht - genießen möchte? Ist er deshalb weniger wert? Muss er sich rechtfertigen, weil er sich nicht mehr ehrenamtlich engagiert? Ich finde nicht. Der Wert eines Menschen sollte weder allein an seiner Erwerbsarbeit noch an einem Ehrenamt gemessen werden.

    Genau hier sehe ich den entscheidenden Punkt.

     

    Du schreibst selbst, dass der Wert eines Menschen nicht an Erwerbsarbeit oder Ehrenamt gemessen werden sollte - gleichzeitig stellst du aber Leistung, Aktivität und gesellschaftlichen Beitrag sehr stark in den Mittelpunkt.

     

    Natürlich sind Arbeit und ehrenamtliches Engagement wichtige Dinge und verdienen Anerkennung. Aber daraus darf kein Maßstab entstehen, an dem Menschen bewertet werden. Nicht jeder Mensch hat die gesundheitlichen oder persönlichen Möglichkeiten, sich zusätzlich einzubringen.

     

    Gerade kranke oder eingeschränkte Menschen dürfen nicht das Gefühl bekommen, weniger wert zu sein, weil sie nicht die gleichen Möglichkeiten haben.

     

    Der Wert eines Menschen hängt nicht davon ab, wie viel er leisten kann - sondern davon, dass er ein Mensch ist.

  • 26.07.26, 11:45

    Die Gesundheit wird auch im Privatleben verbraucht – wenn nicht sogar noch mehr! Während ich in meiner Bürotätigkeit locker 7.000 Schritte auf der Uhr hatte und den Rest in der Freizeit problemlos geschafft habe, muss ich in der Rente heute aktiv dafür sorgen, überhaupt auf dieses Bewegungsniveau zu kommen – gerade bei Hitze.
     

    Es ist naiv zu glauben, dass man irgendwann gesund in die Kiste hüpft, auch wenn das wohl jeder hofft. Woher kommt eigentlich dieser hohe Bedarf an Schonung? Der Mensch ist für Aktivität ausgelegt – körperlich und geistig. Wenn heute immer mehr als Belastung oder Stress empfunden wird, sollte man vielleicht auch darüber sprechen, warum das so ist!
     

    Nein, ich sage nicht, dass Arbeit – wie bisher – die Hauptdefinition eines Menschen sein sollte. Im Gegenteil, das halte ich für bedenklich. Interessant finde ich aber, dass ehrenamtliches Engagement hier ausdrücklich gelobt wird. Das zeigt doch, dass Leistung und gesellschaftlicher Beitrag einen Wert haben. Genau deshalb verstehe ich nicht, warum Erwerbsarbeit oft fast ausschließlich als gesundheitliche Belastung dargestellt wird. Für viele Menschen bedeutet Arbeit eben auch Verantwortung, Selbstwirksamkeit und die Finanzierung unseres Sozialstaats.

    Und gleichzeitig stellt sich für mich die umgekehrte Frage: Was ist mit dem Rentner, der nach einem langen Arbeitsleben einfach seinen Ruhestand - so gut es eben geht - genießen möchte? Ist er deshalb weniger wert? Muss er sich rechtfertigen, weil er sich nicht mehr ehrenamtlich engagiert? Ich finde nicht. Der Wert eines Menschen sollte weder allein an seiner Erwerbsarbeit noch an einem Ehrenamt gemessen werden.

  • 26.07.26, 10:36

    Guten Morgen! Ich finde, genau hier liegt der Kern der Diskussion.

     

    Es ist wichtig, dass Menschen sich auch außerhalb des Berufs engagieren und Verantwortung übernehmen. Aber daraus darf nicht folgen, dass Beschäftigte ihre Gesundheit im Arbeitsleben einfach verbrauchen müssen.

     

    Die entscheidende Frage ist doch: Wie schaffen wir es, dass Menschen länger gesund arbeiten können? Und wie verhindern wir, dass vor allem Beschäftigte in körperlich belastenden Berufen irgendwann vor der Wahl stehen: weiterarbeiten um jeden Preis oder gesundheitlich aussteigen?

     

    Natürlich kosten solche Lösungen Geld. Deshalb kann die Verantwortung nicht allein bei einzelnen Betrieben liegen.

     

    Denkbar wäre ein Zusammenspiel aus staatlicher Unterstützung, gezielten Förderprogrammen und einer stärkeren gemeinsamen Verantwortung von Unternehmen und Gesellschaft. Unternehmen, die in altersgerechte Arbeitsplätze, Prävention und Weiterbildung investieren, könnten unterstützt werden, damit solche Maßnahmen nicht zur untragbaren Belastung werden.

     

    Denn auch die Alternative hat ihren Preis: Krankheit, Fachkräfteverlust, Frühverrentung und der Verlust von Erfahrung belasten am Ende ebenfalls die Gesellschaft.

     

    Die Frage ist deshalb nicht nur, was eine Lösung kostet, sondern auch, was es kostet, keine zu finden.

  • 26.07.26, 09:58

     

    Schwarzgelber Mutbürger:

     

    Waldgeist:

     


    ich habe es nicht vergessen und auch genau begründet,  warum ältere Menschen keine Möglichkeit mehr haben ihren Job zu wechseln ! 
     

    selbst bringe mich noch als freiwilliger Mitarbeiter im sozialen Dienst ein , wie heute wieder einer unheilbar an Darmkrebs erkranken 70-jährigen alten Frau , ein wenig Hoffnung und Lebensmut zugesprochen …

    🦉Zuerst einmal finde ich es gut, dass Du einem Ehrenamt nachgehst, 
    dadurch erfährt man ja auch Teilhabe und Wertschätzung?

    Meine wesentlichen Punkte waren, warum sollte die jetzige junge Generation, ähnlich wie 
    Du es über die ältere Generation schreibst, ihre Gesundheit für den Job aufs Spiel setzen
    und nicht gleich darauf achten, dass sie bis zur Rente gut durchhalten, was dann eben 
    auch Kosten für Gesundheitssystem spart, wenn sie auch dann noch fit sind? 

    Was sollen ältere Menschen, die einen körperlich belastenden Beruf haben, denn dann 
    bis zur Rente tun? 

    Wenn Klein- und Mittelständische Betriebe keine Verantwortung übernehmen können, 
    warum sollten sich dann die Mitarbeitenden für sie aufopfern? 

    Ich denke, es geht darum die Interessen beider Seiten in Einklang zu bringen, aber wenn
    man das BIP, bzw. den Profit zum einzigen Massstab erklärt, dann wird man dies nicht hinbekommen‼️

     

    Ich lese deine Beiträge jetzt seit rund zwei Jahren. Die Argumentation ist im Grunde immer die selbe: Zahlreiche Links stützen deine eigene Sichtweise, während wirtschaftliche Zusammenhänge oder Gegenargumente kaum berücksichtigt werden.
     

    Ich stimme dir durchaus zu, dass die wachsende Konzentration von Vermögen bei wenigen Superreichen ein Problem ist. Aber daraus folgt für mich nicht, dass kleine und mittelständische Unternehmen immer mehr Belastungen tragen können. Gerade sie kämpfen mit steigenden Lohn-, Energie- und Bürokratiekosten und müssen trotzdem wettbewerbsfähig bleiben. Die Unternehmer tragen sowohl das Risiko als auch die Verantwortung für ihre Beschäftigten und ich denke nicht, dass man erwarten kann, dass sie dies ohne Gewinnerzielungsabsicht übernehmen müssen.
     

    Für mich wirkt deine Argumentation deshalb sehr einseitig. Wer Lösungen fordert, muss auch erklären, wie diese finanziert werden sollen und welche Folgen sie für Betriebe, Beschäftigte und Verbraucher haben. 

    Nebenbei bemerkt: Niemand soll sich aufopfern und seine Gesundheit ruinieren! Es gilt, Lösungen zu finden, die diese Punkte berücksichtigen. Wer aber weniger arbeitet, erzielt weniger Einkommen und zahlt weniger in die Rente ein. 

    Ich schrieb es bereits: Es wird vermutlich wegen Reduzierung der Arbeitsplätze in die Richtung eines Grundeinkommens gehen und es werden dann nur noch die Menschen arbeiten, die ihre Fähigkeiten einbringen können und der Rest, der nicht digital und von Maschinen erledigt werden kann, wird vermutlich in Form einer allgemeinen Sozialarbeit von den restlichen Menschen erbracht werden müssen. 

    Wer gesundheitlich angeschlagen ist, kann schon heute eine Teil-EM-Rente beantragen.

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