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  • Was am meisten Weh tut ist der Bruch der Fantasie

    Diskussion · 14 Beiträge · 5 Gefällt mir · 447 Aufrufe
    Claudia aus Oberwil-Lieli

    Laut dem Psychoanalytiker Lacan ist das, was am meisten schmerzt, oft nicht der Verlust eines Menschen, einer Liebe oder eines Traums.
    Sondern die Erkenntnis, dass die Geschichte, die wir in uns erschaffen haben, nicht so existierte, wie wir geglaubt haben.


     

    Was denkt ihr darüber?


     

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    24.05.26, 17:09

Beiträge

  • 27.05.26, 19:12

     

    Ute:

     

    Stefan:

     

    Ist schon klar, dass Du nur Deine subjektive Perspektive teilen kannst, ist bei mir ja ähnlich, allerdings liegst Du, daran gemessen falsch.
    Den Beweis für meine selektive Perspektive, kann ich selbst antreten.

     

    Du wirst auch immer deine Beweise finden = sich selbst erfüllende Prophezeiung.

    Ein Gehirn, das träumen und vertrauen darf, badet schlichtweg in einem gesünderen Hormoncocktail als ein Gehirn, das permanent die Realität auf Fallen überprüft. Das nur, weil du ja so gesundheitsbewusst bist :)

    "Du schießt völlig übers Ziel hinaus! Weder habe ich um Tipps gebeten, noch eine Indikation für meinen Gesundheitszustand!"
    *kicher*

  • 27.05.26, 11:11

     

    Stefan:

     

    Ute:

     

     

    Unsere Vorstellung = Fantasie erschafft unsere Realität. Fantasie ist ein Zeichen psychischer Gesundheit.

    D. h. nicht, dass dabei die Realität ausgeblendet wird.

    Wer nicht glauben kann, kann nicht vertrauen.

    Ist schon klar, dass Du nur Deine subjektive Perspektive teilen kannst, ist bei mir ja ähnlich, allerdings liegst Du, daran gemessen falsch.
    Den Beweis für meine selektive Perspektive, kann ich selbst antreten.

     

    Du wirst auch immer deine Beweise finden = sich selbst erfüllende Prophezeiung.

    Ein Gehirn, das träumen und vertrauen darf, badet schlichtweg in einem gesünderen Hormoncocktail als ein Gehirn, das permanent die Realität auf Fallen überprüft. Das nur, weil du ja so gesundheitsbewusst bist :)

  • 27.05.26, 09:37

     

    Ute:

     

    Stefan:

    Wäre das Aufziehen und Festhalten, an einer Phantasievorstellung, nicht Realitätsverweigerung = Psychose?
    "Glauben" ist eine Falle.

     

     

    Unsere Vorstellung = Fantasie erschafft unsere Realität. Fantasie ist ein Zeichen psychischer Gesundheit.

    D. h. nicht, dass dabei die Realität ausgeblendet wird.

    Wer nicht glauben kann, kann nicht vertrauen.

    Ist schon klar, dass Du nur Deine subjektive Perspektive teilen kannst, ist bei mir ja ähnlich, allerdings liegst Du, daran gemessen falsch.
    Den Beweis für meine selektive Perspektive, kann ich selbst antreten.

  • 27.05.26, 09:29 - Zuletzt bearbeitet 27.05.26, 09:38.

    Hallo Claudia, 

    ich weiß nicht, ob der Verlust von  "Plänen" rund um/mit einen:m Menschen, eine Liebe oder "meine" Zukunftsvisionen etwas mit GLAUBEN zu tun haben, aber natürlich kann er von traurig bis dramatisch daherkommen, je nach Grund des Verlustes.

    Hätten wir diese Träume jedoch nicht, fehlte uns der Impetus zum Vorrangehen.

    Ein psychisch gesunder Mensch wird deshalb nicht aufhören, erneut positiv in die Zukunft zu schauen, sondern eher gestärkt in der Gewissheit hervorgehen, dass ihn seine Träume tragen, denn sie bedeuten Hoffnung und Vertrauen in sich und andere.

    Maresa

  • 27.05.26, 09:23

     

    Jörg:

    der Klassiker des Scheidungstraumas.

     

    So ziemlich jede/r, der (gerade in jungen Jahren) das erste Mal heiratet, ist bombenfest davon überzeugt, dass gerade sie/er der- oder diejenige ist, die sich niemals scheiden lassen wird und dass diese Entscheidung für den Rest des Lebens hält.

    Man kann sich in diesem Moment überhaupt gar nicht vorstellen, den Partner jemals nicht mehr zu lieben.

     

    Und dann kommts anders und - auch wenn es relaxed zu Ende geht,  kein Trauma vorhanden ist oder bleibt - der Urglaube/die Fantasie in eine lebenslange Partnerschaft ist auf immer perdü.

     

     

     

    Nein, lieber Jörg :) Man lernt nur, genauer zu prüfen, auch sich selbst!

  • 27.05.26, 09:21

     

    Stefan:

    Wäre das Aufziehen und Festhalten, an einer Phantasievorstellung, nicht Realitätsverweigerung = Psychose?
    "Glauben" ist eine Falle.

     

     

    Unsere Vorstellung = Fantasie erschafft unsere Realität. Fantasie ist ein Zeichen psychischer Gesundheit.

    D. h. nicht, dass dabei die Realität ausgeblendet wird.

    Wer nicht glauben kann, kann nicht vertrauen.

  • 27.05.26, 09:02 - Zuletzt bearbeitet 27.05.26, 09:02.

    Wäre das Aufziehen und Festhalten, an einer Phantasievorstellung, nicht Realitätsverweigerung = Psychose?
    "Glauben" ist eine Falle.

     

  • 26.05.26, 14:17

    der Klassiker des Scheidungstraumas.

     

    So ziemlich jede/r, der (gerade in jungen Jahren) das erste Mal heiratet, ist bombenfest davon überzeugt, dass gerade sie/er der- oder diejenige ist, die sich niemals scheiden lassen wird und dass diese Entscheidung für den Rest des Lebens hält.

    Man kann sich in diesem Moment überhaupt gar nicht vorstellen, den Partner jemals nicht mehr zu lieben.

     

    Und dann kommts anders und - auch wenn es relaxed zu Ende geht,  kein Trauma vorhanden ist oder bleibt - der Urglaube/die Fantasie in eine lebenslange Partnerschaft ist auf immer perdü.

     

     

  • 26.05.26, 14:07

     

    Raffaele:

    Hallo Sucellus

    bei mir ist so, dass ich manchmal die Vergangenheit und die Erinnerungen löschen möchten. Die Erinnerungen machen mir das Leben verdammt schwer

    Hast du schon mal Therapie gemacht?  Aus psychoanalytischer Sicht ist es verständlich, dass du dir manchmal wünschst, gewisse Erinnerungen einfach löschen zu können. Schmerzliche Erfahrungen hinterlassen Spuren im Inneren, besonders wenn sie mit Verlust, Zurückweisung oder emotionalen Verletzungen verbunden sind.

    Doch die Psyche funktioniert nicht wie ein Computer, bei dem man Erinnerungen einfach entfernen kann. Oft kehren verdrängte Gefühle auf andere Weise zurück: durch Angst, innere Unruhe, Leere oder wiederkehrende Gedanken.

    In der Psychoanalyse geht es deshalb weniger darum, die Vergangenheit zu löschen, sondern vielmehr darum, einen anderen Umgang mit ihr zu finden. Erinnerungen verlieren oft erst dann ihre zerstörerische Macht, wenn sie verstanden, ausgesprochen und emotional verarbeitet werden können.

    Manchmal ist nicht die Erinnerung selbst das Schwerste, sondern die Gefühle, die bis heute daran gebunden geblieben sind. 


     

  • 26.05.26, 13:29 - Zuletzt bearbeitet 26.05.26, 13:29.

    Hallo Sucellus

    bei mir ist so, dass ich manchmal die Vergangenheit und die Erinnerungen löschen möchten. Die Erinnerungen machen mir das Leben verdammt schwer

  • 25.05.26, 21:21

    Ich kann mir gut vorstellen, dass diese bei vielen so ist. Was mir schwer fällt ist, dass mit einer Trennung auch ein Teil die Vergangenheit stirbt. Plötzlich fehlt eine wichige Person mit der ich Erlebnisse und Erinerungen immer wiedr teilen und so die eignen Geschichte am leben halten konnte. Es ist anders, mit jemandem über etwas zu sprechen, der nicht dabei war.

  • 24.05.26, 18:56

    Wenn sich Erwartungen nicht erfüllen, dann hört die Täuschung auf. 

    Dissonanz (Ungleichgewicht) entsteht und somit wird man automatisch mit seinem Selbstbild/ seinen Glaubensätzen konfrontiert. Umso grösser die Erwartungshaltung umso grösser auch die emotionale Reaktion oder besser gesagt Reaktanz. Was uns an Fantasie beflügeln kann, kann uns auch tief fallen lassen. 

  • 24.05.26, 17:35 - Zuletzt bearbeitet 24.05.26, 17:36.

    Dieser Spruch hat etwas Wahres.

     

    Er erinnert mich daran, dass wir uns manchmal mehr in eine Vorstellung oder Illusion "verlieben" als in den "Menschen" selbst.

  • 24.05.26, 17:23

    Dem würde ich grundsätzlich zustimmen.
    Ich hatte mit etwa 19 ein persönliches Erlebnis, bin aber nicht sicher, ob es in exakt diese Kategorie fällt:
    Am Telefon hatte ich mich in eine Frau verliebt und habe geglaubt, dass mir das Aussehen total egal sei, weil es ja auf den Charakter ankommt.
    Als ich sie dann im Rollstuhl mit verkümmerten Armen sah, realisierte ich, dass ich mich in meinem Glauben geirrt hatte.
    Bei diesem Erlebnis habe ich nicht einen Menschen, eine Liebe oder einen Traums verloren, sondern den Glauben an ein Ideal.

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