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  • Gefühlstote Gesellschaft

    Diskussion · 71 Beiträge · 1.558 Aufrufe

    Ich habe den Eindruck dass unsere Gesellschaft besonders im zunehmenden Alter immer abgestumpfter und gefühlstoter wird. Woran liegt das oder war das früher auch schon so ? Glück und Liebe sind Gefühle die man empfinden können muss. Rationalität kann nie glücklich machen oder doch ? Auf ins Feld, ich will eure persönlichen Ansichten und Lebenserfahrungen wissen, keine Gebrauchsanweisungen aus dem Internet !

    01.11.20, 09:28 - Zuletzt bearbeitet 01.11.20, 09:29.

Beiträge

  • 04.11.20, 18:24


    Emotionen haben natürlich auch ihre Nachteile, man muss mit Trauer, Wut, Schmerz, Enttäuschungen umgehen können und macht sich nicht überall beliebt aber das nehme ich in Kauf.

  • .... tja, manchmal muss man eben Risken eingehen, um über den Tellerrand zu hüpfen ...

    Ingrid (03.11.2020 19:22):


    hm - ich müsste alle Cookies akzeptieren, um es mir anschauen zu können ...


  • hm - ich müsste alle Cookies akzeptieren, um es mir anschauen zu können ......

  • ... hörts euch bitte die letzten zwei, drei Minuten an ... vielleicht erweckt das so manchen wieder ... https://www.servustv.com/videos/aa-2575dew6h1w12/


  • Hast schon Recht WErner. Ich versteh was Du meinst ....

    Dennoch - wir leben in einer dualen Welt und es sind kollektive bzw gesellschaftliche Zustände, die derzeit die Menschen sich selbst entfremden.....

    Gruß

    Ingrid

  • 03.11.20, 12:01

    Ingrid (03.11.2020 10:48):


    Lieber Michael,

    esoterisch? - Ich denke auch - so wie Ida - dass die Abstumpfung durch ständige (mediale) Reize das ihrige tut mit uns Menschen ?!?!!?

    Gruß

    von Ingrid

    Liebe Ingrid,

    Nicht die medialen Reize sind das Problem  Sondern die Einbildung dazu und danach.

    Wenn Du nicht mehr gereizt werden kannst.

    Hast Deine Gefühle unter Kontrolle oder Vergraben. Oder lebst dann in Überfluss mit deinen Gefühlen. Jeder Jede hat Gefühle. 

    Warum soll Ich meine Gefühle fremden Menschen zeigen. Wann merkst dast keine Gefühle mehr hast  Wennst über Corona Tote über Grippe redest  Wenn Du bei Terror über Islam redest als über die betroffenen Personen.

    Jeder jede geht mit Ihren Seinen Gefühlen anders um. Das ist auch gut so. Weil jeder jede andere Erfahrungen damit hat.

    Jeder jede hat andere Thematiken wo die Gefühle nicht zu verbergen sind. Interessant für Mich ist. Bei wem Ich mich öffnen kann und bei wem nicht.

    Was mich dazu bringt. Keine Gefühle zu zeigen. Wann ist es angebracht. Wann nicht.

    Es gibt keine Gefühls Toten Menschen. Der Zugang zum Gegenüber ist deine meine unsere Gefühls Leere. Da liegt vieles im Vergrabenem. 

    Der Sinn ist das Gegenüber zu akzeptieren wie er sie ist und sein will. 💖💋💕🌈😘🤭😢👁️

  • 03.11.20, 10:51 - Zuletzt bearbeitet 03.11.20, 11:26.

    Ingrid (03.11.2020 10:48):


    Lieber Michael,

    esoterisch? - Ich denke auch - so wie Ida - dass die Abstumpfung durch ständige (mediale) Reize das ihrige tut mit uns Menschen ?!?!!?

    Gruß

    von Ingrid


    Das habe ich nicht gemeint. Ja sicher, die Volksverblödung ist kaum aufzuhalten aber man muss ja nicht alles mitmachen.


  • Lieber Michael,

    esoterisch? - Ich denke auch - so wie Ida - dass die Abstumpfung durch ständige (mediale) Reize das ihrige tut mit uns Menschen ?!?!!?

    Gruß

    von Ingrid

  • 03.11.20, 10:38 - Zuletzt bearbeitet 03.11.20, 10:48.

    Ich bin nicht so esoterisch veranlagt, nach allem was ich privat und beruflich erlebt habe, müsste ich gefühlstot wie ein Stein sein. Ist wohl in erster Linie Veranlagung und eine Frage des Selbstbewusstseins dass man noch Gefühle austeilen und zulassen kann. Ich kenne auch diesbezügliche Bücher wie "Hectors Reise oder die Suche nach dem Glück".....sorry, das ist für mich lächerlich. Scheißegal ist die beste Psychotherapie ohne das rationale Leben aus den Augen zu verlieren 😆

  • Ida (02.11.2020 22:20):

     

    😉👍

     

    Nein, ich glaube nicht, dass wir gefühlstot sind. Ich glaube eher, dass wir durch diese permanente mediale Überflutung mit Reizen, Negativem, Konflikten, Ängsten und Sorgen vielmehr in eine extrem unsicher-zurückgezogen-selbstschützende Unempfindlichkeit gegangen sind.

    Wenn ich mein Essen ständig scharf würze, werden meine Geschmacksnerven immer unempfindlicher - ich brauche immer mehr Würze, um noch etwas zu schmecken. Vielleicht verhält es sich mit unseren Emotionen und zwischenmenschlichen Wahrnehmungen da ähnlich.

    Vielleicht weniger scharf würzen?

    Sparsamer mit Salz umgehen?

    Einen Versuch wär's wert 🌻

    da gibt es nichts hinzuzufügen liebe Ida

    VIELEN DANK !!!

    Ingrid

  • Gefühlstot finde ich nicht, aber sicher ignoranter u oberflächlicher als es früher war, warum: der Zusammenhalt in vielfältigen Bereichen ist meist nicht mehr notwendig, jeder ist selbst "lebensfähig" und die Masse an Eindrücken und Auswahl an benötigtem ist immer präsent.

    Durch die Einschnitte in diesem Jahr ist es um einiges anders geworden, warum: es ist nicht mehr alles erreichbar oder beziehbar geworden!

    Es gibt jene die das Beste daraus machen, sich besinnen auf alt bewährtes, wieder ein Stück zurück finden auf wirklich wichtiges u brauchbares im Leben.

    Und dann gibt es den Rest, der nur sudert über Einschränkung u Verzicht!

    Vielleicht liegt es auch an meinem Alter und meiner Erziehung, aber es ist schon wunderlich was in der heutigen Zeit als tragisch oder schlimm betitelt wird.

    Die Menschheit ist in unserer Zivilisation so verweichlicht, das sie bei geringsten Einschnitten schon in ein tiefes Loch verfällt!

    Ich möchte jetzt Krankheiten nicht verharmlosen, ich habe auch eine dementsprechende Ausbildung, aber wenn ich in Diskussionen oft so mitlesen, was manchen schon Probleme bereitet finde ich das schon bedenklich.

    Jeder möchte das beste, teuerste, schönste usw, kann es selbst zwar nicht bieten, aber das Streben nach mehr wird immer größer.

    Auch in Beziehungen ist es nicht anders, die Auswahl an potentiellen "Opfern" ist ja überall im Überfluss vorhanden, man geht nicht mehr wie früher vielleicht einmal im Monat/Woche weg, wo man sich noch gefreut hat das gute Gewand zu tragen und wirklich noch Lust hatte etwas gemeinsam zu unternehmen, nein heute ist alles jederzeit virtuell abrufbereit.

    Der "Katalog" an Angeboten jeglicher Art ist immer vor der Nasenspitze.

    Man muß nicht mehr vor die Tür um jemanden kennen zu lernen, nein heute blättert man einfach online durch diverse Foren und klickt sich was gefällt, auch wenn die Vorgaben oft fragwürdig sind u nicht der Realität entsprechen. Virtuell sind alle die Wunderwuzies, real meist dann nur mehr Lachnummern!

    Auch das mit " ist in der Kindheit passiert usw, ja auch hier gibt es sicher schlimmes, aber zum Teil wird alles auf die "schlimme Kindheit geschoben und gehört therapiert!

    Ich bin in einem Alter wo man als Kind noch schwer arbeiten mußte, am Land war nicht immer alles so toll, aber wir hatten gar keine Zeit zwischen Arbeit Schule und Freunden zu überlegen ob wir in eine Stimmungsschwankung verfallen, wir haben einfach gelebt, und es war wunderbar.

    Jeder kann etwas ändern an seinem Leben, nur sudern ist zu wenig, und der Beginn sollte Mal bei sich selbst sein!😉

  • 03.11.20, 07:15

    Also, ich merke eine große Welle des Mitgefühls gerade JETZT!

  • 03.11.20, 06:58

    Das ist nur das Spiegelbild von Einem Einer Selber.

    Habt Ihr schon Jemanden herausgeholt aus seiner Ihrer Situation  Was wurde daraus. Es endet immer im Chaos. Hilf Dir Selbst. Dann hilft Dir Gott. 

    Und welche Rückschlüsse hast daraus gezogen. Erwarte Nie. Was Du Selber nicht kannst und bist.

    Wenn Du etwas tust für Menschen. Erwarte Nie das die Menschen es in Not auch für Dich tun. Tue es aus reinem Herzen ohne Erwartungen in Liebe. 👁️😢🙏💗

    Werner (01.11.2020 20:35):

    1. Teil NEIN 2. Teil JA Tut die Gesellschaft. 👁️

  • Claudia (02.11.2020 20:10):

    NiJoh (02.11.2020 17:33):

    Was für ein tolles Thema! 

    Ob Menschen speziell im zunehmenden Alter gefühlskälter werden? Gute Frage ... Kann man das generell so sagen? Ich glaube, ob ein Mensch fühlen will oder nicht ist eine Entscheidung, nur ist es den meisten nicht bewusst. 

    Und ob es früher auch schon so war? Auch eine gute Frage ... Ich denke, es fängt in der Kindheit an ... Meine Eltern beispielsweise konnten mit Gefühlen gar nicht umgehen. Wie oft habe ich gehört ... du darfst nicht wütend sein, du brauchst keine Angst zu   haben oder traurig sein ... war ich mal lustig wurde mir gesagt, dass ich ein Kasperl sei ... habe ich mich nicht entsprechend verhalten wurde ich beschämt usw. Da sind viele Verletzungen entstanden, denen ich mir nicht bewusst war. Erst seit ich mich mit der Gewaltfreien Kommunikation beschäftige, ist mir meine Fülle an Gefühlen überhaupt bewusst und ich weiß jetzt, dass sie in Ordnung sind. Ich übernehme somit Verantwortung für mein Inneres, hinterfrage wie ich in Situationen reagiere und wie ich mit meinen Mitmenschen umgehe. Ich glaube, dass im Laufe der Kindheit einfach Verletzungen entstehen - oft unbewusst und unabsichtlich - und dementsprechend reagiert man als erwachsener Mensch.  Deswegen braucht es meiner Meinung nach dringend Aufklärung über unser Innenleben, wie alte Wunden geheilt werden können und dass alle Gefühle zum Menschsein gehören! Und wenn jeder Mensch Verantwortung für seine Gefühle übernimmt, dann ist erst ein friedliches Miteinander möglich. Ich hoffe mein Beitrag ist nicht allzu wissenschaftlich und kommt verständlich rüber. Ich halte es für ein sehr wichtiges Thema! Vielen Dank dafür! 

    lg. Nicole

    Du sprichst mir aus der Seele - vielen Dank! Das ist Reife auf einer ganz hohen Ebene. Aber jetzt mal ehrlich, wie viele Menschen kennst du, die so denken wie du? Mir kommt vor, diese Menschen muss man wie die Nadel im Heuhaufen suchen. Und ja, in der Kindheit entstehen viele Mini-Traumata. Auch bei denen, die von sich sagen können, eine glückliche Kindheit gehabt zu haben.

    Meine Meinung zu gewaltfreier Kommunikation (Marshall Rosenberg, oder?) oder ähnlichen Modellen: Sollte schon in der Schulzeit zumindest erwähnt werden.

    Ja, genau - Marshall Rosenberg! Und es gibt viele mehr, Robert Betz, Safi Nidiaye, Gerald Hüther usw. Das Schöne an dieser Zeit ist, dass es genügend Möglichkeiten gibt, sich zu informieren. Ja, ich bin auch der Meinung, dass es in der Schule integriert werden sollte. Es gibt vielleicht noch nicht so viele Menschen, die diese Verantwortung für sich übernehmen, aber jeder mit diesem Bewusstsein kann Vorbild für andere sein. Ganz nach dem Motto: Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt - Mahatma Gandhi

    lg. Nicole

  • NiJoh (02.11.2020 17:33):

    Was für ein tolles Thema! 

    Ob Menschen speziell im zunehmenden Alter gefühlskälter werden? Gute Frage ... Kann man das generell so sagen? Ich glaube, ob ein Mensch fühlen will oder nicht ist eine Entscheidung, nur ist es den meisten nicht bewusst. 

    Und ob es früher auch schon so war? Auch eine gute Frage ... Ich denke, es fängt in der Kindheit an ... Meine Eltern beispielsweise konnten mit Gefühlen gar nicht umgehen. Wie oft habe ich gehört ... du darfst nicht wütend sein, du brauchst keine Angst zu   haben oder traurig sein ... war ich mal lustig wurde mir gesagt, dass ich ein Kasperl sei ... habe ich mich nicht entsprechend verhalten wurde ich beschämt usw. Da sind viele Verletzungen entstanden, denen ich mir nicht bewusst war. Erst seit ich mich mit der Gewaltfreien Kommunikation beschäftige, ist mir meine Fülle an Gefühlen überhaupt bewusst und ich weiß jetzt, dass sie in Ordnung sind. Ich übernehme somit Verantwortung für mein Inneres, hinterfrage wie ich in Situationen reagiere und wie ich mit meinen Mitmenschen umgehe. Ich glaube, dass im Laufe der Kindheit einfach Verletzungen entstehen - oft unbewusst und unabsichtlich - und dementsprechend reagiert man als erwachsener Mensch.  Deswegen braucht es meiner Meinung nach dringend Aufklärung über unser Innenleben, wie alte Wunden geheilt werden können und dass alle Gefühle zum Menschsein gehören! Und wenn jeder Mensch Verantwortung für seine Gefühle übernimmt, dann ist erst ein friedliches Miteinander möglich. Ich hoffe mein Beitrag ist nicht allzu wissenschaftlich und kommt verständlich rüber. Ich halte es für ein sehr wichtiges Thema! Vielen Dank dafür! 

    lg. Nicole

    Was für eine tolle Aussage!

    Die Aussage über alte Verletzungen hat mich an Siddhartha von Hermann Hesse erinnert. Darin wird immer wieder von einer tiefen Wunde erzählt, die er erlitten hat. Und letztlich ging es in seinem ganzen Lebensweg auch darum, dass diese so schmerzhafte Wunde nicht nur verheilt - nein, sondern um noch viel mehr - dass sie nämlich erblüht!

    Seine Wunde blühte, sein Leid strahlte, sein Ich war in die Einheit geflossen. In dieser Stunde hörte Siddhartha auf, mit dem Schicksal zu kämpfen, hörte auf zu leiden. Auf seinem Gesicht blühte die Heiterkeit des Wissens, dem kein Wille mehr entgegensteht, das die Vollendung kennt, das einverstanden ist mit dem Fluss des Geschehens, mit dem Strom des Lebens, voll Mitleid, voll Mitlust, dem Strömen hingegeben, der Einheit zugehörig.

    😉👍

    Und auch wie @Claudia vorhin geschrieben hat "Meine Meinung zu gewaltfreier Kommunikation (Marshall Rosenberg, oder?) oder ähnlichen Modellen: Sollte schon in der Schulzeit zumindest erwähnt werden" finde ich es wunderbar, besonders der Zusatz "oder ähnliche Modelle". Denn wie bei jeder Sache kann es in allem auch immer ein Zuviel geben. So habe ich schon auch mit Rosenberg-Anhänger*innen zu tun gehabt, welche sehr absolut und radikal waren. Aber das Prinzip der gewaltfreien Kommunikation ist wirklich so segensreich und heilsam.

    Dann frage ich mich, warum es hier in den verschiedenen Diskussionen schon immer wieder zu sehr geladenen Stimmungen kommt. Hat das vielleicht mit Thema des Threads zu tun ... Gefühlstote Gesellschaft?

    Ich denke mir mittlerweile, dass diese Energie im Streit und der Aggression etwas sehr Lebendiges ist. Da kann man sich so richtig spüren - intensiv wahrnehmen. Vielleicht ist es auch die Spannung der Geschlechterrollen, die diese starken Emotionen ausdrücken versuchen. Ich will es für mich annehmen lernen.

    Nein, ich glaube nicht, dass wir gefühlstot sind. Ich glaube eher, dass wir durch diese permanente mediale Überflutung mit Reizen, Negativem, Konflikten, Ängsten und Sorgen vielmehr in eine extrem unsicher-zurückgezogen-selbstschützende Unempfindlichkeit gegangen sind.

    Wenn ich mein Essen ständig scharf würze, werden meine Geschmacksnerven immer unempfindlicher - ich brauche immer mehr Würze, um noch etwas zu schmecken. Vielleicht verhält es sich mit unseren Emotionen und zwischenmenschlichen Wahrnehmungen da ähnlich.

    Vielleicht weniger scharf würzen?

    Sparsamer mit Salz umgehen?

    Einen Versuch wär's wert 🌻

  • 02.11.20, 20:10

    NiJoh (02.11.2020 17:33):

    Was für ein tolles Thema! 

    Ob Menschen speziell im zunehmenden Alter gefühlskälter werden? Gute Frage ... Kann man das generell so sagen? Ich glaube, ob ein Mensch fühlen will oder nicht ist eine Entscheidung, nur ist es den meisten nicht bewusst. 

    Und ob es früher auch schon so war? Auch eine gute Frage ... Ich denke, es fängt in der Kindheit an ... Meine Eltern beispielsweise konnten mit Gefühlen gar nicht umgehen. Wie oft habe ich gehört ... du darfst nicht wütend sein, du brauchst keine Angst zu   haben oder traurig sein ... war ich mal lustig wurde mir gesagt, dass ich ein Kasperl sei ... habe ich mich nicht entsprechend verhalten wurde ich beschämt usw. Da sind viele Verletzungen entstanden, denen ich mir nicht bewusst war. Erst seit ich mich mit der Gewaltfreien Kommunikation beschäftige, ist mir meine Fülle an Gefühlen überhaupt bewusst und ich weiß jetzt, dass sie in Ordnung sind. Ich übernehme somit Verantwortung für mein Inneres, hinterfrage wie ich in Situationen reagiere und wie ich mit meinen Mitmenschen umgehe. Ich glaube, dass im Laufe der Kindheit einfach Verletzungen entstehen - oft unbewusst und unabsichtlich - und dementsprechend reagiert man als erwachsener Mensch.  Deswegen braucht es meiner Meinung nach dringend Aufklärung über unser Innenleben, wie alte Wunden geheilt werden können und dass alle Gefühle zum Menschsein gehören! Und wenn jeder Mensch Verantwortung für seine Gefühle übernimmt, dann ist erst ein friedliches Miteinander möglich. Ich hoffe mein Beitrag ist nicht allzu wissenschaftlich und kommt verständlich rüber. Ich halte es für ein sehr wichtiges Thema! Vielen Dank dafür! 

    lg. Nicole

    Du sprichst mir aus der Seele - vielen Dank! Das ist Reife auf einer ganz hohen Ebene. Aber jetzt mal ehrlich, wie viele Menschen kennst du, die so denken wie du? Mir kommt vor, diese Menschen muss man wie die Nadel im Heuhaufen suchen. Und ja, in der Kindheit entstehen viele Mini-Traumata. Auch bei denen, die von sich sagen können, eine glückliche Kindheit gehabt zu haben.

    Meine Meinung zu gewaltfreier Kommunikation (Marshall Rosenberg, oder?) oder ähnlichen Modellen: Sollte schon in der Schulzeit zumindest erwähnt werden.

  • 02.11.20, 20:01


    Selbstverständlich ist das eine Verallgemeinerung und das Thema ist weitläufig. Wir haben wohl auch zunehmend unsere Instinkte verloren nachdem heute alles deppensicher ist und wir bei jeder Gelegenheit Google fragen können. Körpersprache verstehen ?

  • 02.11.20, 18:46

    Ich kann nur aus Sicht der reiferen Frauen sprechen (also der meisten Freundinnen von mir, ich eingeschlossen): Wir wissen, wer wir sind, was wir wollen und dass wir mit beiden Beinen im Leben stehen. Wir sind nicht von evtl. Partnern abhängig. Vielleicht wirken wir unnahbarer, weil wir nicht jede Chance für eine Beziehung wahrnehmen? Weil wir Männer kennen, die Altlasten mit sich herumschleppen, der Ex noch hinterher trauern oder keine Beziehung mit allem, was dazugehört, eingehen wollen? Da sagen wir tatsächlich lieber "nein danke", denn wir haben so unsere Erfahrungen gemacht und wissen, was wir NICHT mehr wollen.

  • 02.11.20, 17:42

    NiJoh (02.11.2020 17:33):

    Was für ein tolles Thema! 

    Ob Menschen speziell im zunehmenden Alter gefühlskälter werden? Gute Frage ... Kann man das generell so sagen? Ich glaube, ob ein Mensch fühlen will oder nicht ist eine Entscheidung, nur ist es den meisten nicht bewusst. 

    Und ob es früher auch schon so war? Auch eine gute Frage ... Ich denke, es fängt in der Kindheit an ... Meine Eltern beispielsweise konnten mit Gefühlen gar nicht umgehen. Wie oft habe ich gehört ... du darfst nicht wütend sein, du brauchst keine Angst zu   haben oder traurig sein ... war ich mal lustig wurde mir gesagt, dass ich ein Kasperl sei ... habe ich mich nicht entsprechend verhalten wurde ich beschämt usw. Da sind viele Verletzungen entstanden, denen ich mir nicht bewusst war. Erst seit ich mich mit der Gewaltfreien Kommunikation beschäftige, ist mir meine Fülle an Gefühlen überhaupt bewusst und ich weiß jetzt, dass sie in Ordnung sind. Ich übernehme somit Verantwortung für mein Inneres, hinterfrage wie ich in Situationen reagiere und wie ich mit meinen Mitmenschen umgehe. Ich glaube, dass im Laufe der Kindheit einfach Verletzungen entstehen - oft unbewusst und unabsichtlich - und dementsprechend reagiert man als erwachsener Mensch.  Deswegen braucht es meiner Meinung nach dringend Aufklärung über unser Innenleben, wie alte Wunden geheilt werden können und dass alle Gefühle zum Menschsein gehören! Und wenn jeder Mensch Verantwortung für seine Gefühle übernimmt, dann ist erst ein friedliches Miteinander möglich. Ich hoffe mein Beitrag ist nicht allzu wissenschaftlich und kommt verständlich rüber. Ich halte es für ein sehr wichtiges Thema! Vielen Dank dafür! 

    lg. Nicole

    Ich finde auch dass, mit zunehmenden Alter, die Menschen frustrierter (ich nenns mal so) werden. Meiner Meinung nach, könnte es u.A. auch an dem liegen, weil immer mehr reguliert und vorbestimmt ist.

    Der Mensch kann immer weniger selbst entscheiden.

  • Was für ein tolles Thema! 

    Ob Menschen speziell im zunehmenden Alter gefühlskälter werden? Gute Frage ... Kann man das generell so sagen? Ich glaube, ob ein Mensch fühlen will oder nicht ist eine Entscheidung, nur ist es den meisten nicht bewusst. 

    Und ob es früher auch schon so war? Auch eine gute Frage ... Ich denke, es fängt in der Kindheit an ... Meine Eltern beispielsweise konnten mit Gefühlen gar nicht umgehen. Wie oft habe ich gehört ... du darfst nicht wütend sein, du brauchst keine Angst zu   haben oder traurig sein ... war ich mal lustig wurde mir gesagt, dass ich ein Kasperl sei ... habe ich mich nicht entsprechend verhalten wurde ich beschämt usw. Da sind viele Verletzungen entstanden, denen ich mir nicht bewusst war. Erst seit ich mich mit der Gewaltfreien Kommunikation beschäftige, ist mir meine Fülle an Gefühlen überhaupt bewusst und ich weiß jetzt, dass sie in Ordnung sind. Ich übernehme somit Verantwortung für mein Inneres, hinterfrage wie ich in Situationen reagiere und wie ich mit meinen Mitmenschen umgehe. Ich glaube, dass im Laufe der Kindheit einfach Verletzungen entstehen - oft unbewusst und unabsichtlich - und dementsprechend reagiert man als erwachsener Mensch.  Deswegen braucht es meiner Meinung nach dringend Aufklärung über unser Innenleben, wie alte Wunden geheilt werden können und dass alle Gefühle zum Menschsein gehören! Und wenn jeder Mensch Verantwortung für seine Gefühle übernimmt, dann ist erst ein friedliches Miteinander möglich. Ich hoffe mein Beitrag ist nicht allzu wissenschaftlich und kommt verständlich rüber. Ich halte es für ein sehr wichtiges Thema! Vielen Dank dafür! 

    lg. Nicole

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