Um mitzumachen, melde dich bitte an.
  • Lebt es sich besser auf dem Land oder in der Stadt?

    Diskussion · 13 Beiträge · 7 Gefällt mir · 428 Aufrufe

    Ich bin als Kind auf dem Dorf aufgewachsen und es zog mich als junge Erwachsene in die Stadt, weil ich so vieles vermisst hatte. Die ersten 10-15 Jahre in Düsseldorf waren aufregend und haben mir viele Möglichkeiten zur Entwicklung gegeben. Aber mittlerweile denke ich, dass ein Leben auf dem Land viel mehr zu bieten hat. Es gibt in der Stadt natürlich regelmäßige Events und viel zu erleben. Aber im Alltag ist man auch ständig gestresst durch die vielen Menschen, Staus und die Hektik. Es gibt hier zwar Parks und Stadtwälder, aber mir fehlt diese ruhige Energie als Quelle der Erholung. Die Möglichkeiten der Stadt sind natürlich unschlagbar, dennoch glaube ich, dass der Mensch am glücklichsten mitten in der Natur und ohne viel Trubel ist. 

     

    Was meint ihr dazu?

    22.01.26, 12:42

Beiträge

  • 28.01.26, 21:52

    Hallo Alica,

    ich bin ein paar Jährchen älter als Du und habe mich auch immer mal wieder im Leben mit dieser Frage auseinander gesetzt und die Lebensbedingungen anderer Menschen mit meinen verglichen. Ich selbst lebe im Grünen, in einem 1 1/2 Familienhaus in Düsseldorf. Im Wesentlichen genieße ich hier die Vorteile beider Welten. Für mich steht heute fest, selbst bei einem Wohnungswechsel brauche ich diesen Mix, ein ruhiges Wohnumfeld, grün, nette Nachbarschaft und das Eintauchen ins Großstadtleben muß ohne große Umstände möglich sein. Mein Auto brauche ich hier innerstädtisch kaum. Fast täglich nutze ich mein Radel und lege damit den Großteil meiner Wege zurück. Ich genieße die frische Luft, kurze Wege und finde überall einen Parkplatz.
    Herzliche Grüße 

    Axel

  • 24.01.26, 12:41

    Guten Morgen Zusammen, 

     

    Meine Kindheit und Jugend habe ich auf einem Dorf  mit 2000 Eihnwohnern verbracht. Früher gab es auch noch Bäcker, Metzger und einen kleinen Supermarkt + Apotheke ach ja und einen Blumenladen. Es fuhr 2x am Tag einen Bus in die nächst größere Stadt und natürlich wieder zurück....Hattest Du eine Arbeitsstelle in der Stadt und auf die öffentlichen Verkehsmittel angewiesen,  dann hattest Du ein kleines Problem, wegen der Pünktlichkeit. Wolltest Du abends weg, gab es Fahrgemeinschaften oder warst auf die Fahrbereitschaft der Eltern angewiesen. 

     

    Mit 20 bin ich für 18 Monate in Düsseldorf gewesen. Alles cool, alles in der Nähe und die öffentlichen Verkehrsmittel alles sehr schnell erreichbar. Allerdings fand ich es sehr anonym, aber ich war auch nur kurz dort.

     

    Heute wohne ich in einem größeren Ort zwischen Frankfurt u. Darmstadt und habe genau das Mittelding zwischen Stadt und Dorf. Alles gut erreichbar, man kennt sich und fürs Alter alles vor Ort was man braucht. 

  • 24.01.26, 10:55

    Meine Mutter stammte vom Land, und ich habe die regelmäßigen Ausflüge zur Verwandtschaft (verteilt auf größere und kleinere Dörfer, eines davon lediglich drei Häuser) genossen. Ich habe viel Zeit auf einem Bauernhof verbracht (einmal waren es drei Monate am Stück), und fand es himmlisch. Nur dass alles nur so umständlich zu bewerkstelligen war (zur Schule mit dem Schulbus, ansonsten Tante anbetteln, dass sie fährt u.s.w.). Und vor allem, dass ein jeder ALLES von jedem anderen wußte (in dem Drei-Häuser-Dorf in der Regel zutreffende Informationen, in den "größeren" Dörfern in der Regel durchmischt mit Klatsch). Ich erinnere mich nur zu gut an Sätze wie "die fährt heute schon zum dritten Mal fort, was die wohl treibt? Mal die oder den fragen, die oder der weiß das bestimmt ...)

     

    Ich selbst bin in einer Großstadt geboren und aufgewachsen. Ich fand das Leben dort ebenso toll, alles in der Nähe und über den ÖPNV (damals noch nicht so weit ausgebaut, aber immerhin vorhanden) schnell und selbständig erreichbar u.s.w., auch die Natur. Meine Eltern mussten damals öfter etwas für die "Landeier" erledigen, wozu diese selbst nicht die Möglichkeit hatten.  Und vor allem: man kannte nur die nächsten Nachbarn, und auch was die taten, wurde nicht akribisch aufgelistet. 

     

    Hat sich heute alles etwas verändert, trifft aber im großen und ganzen noch immer zu. Und ich muss sagen: Beides hat seinen Reiz, ich war auch als Erwachsene oft wochenlang auf dem Bauernhof, war aber immer auch glücklich, wenn ich wieder in die Stadt kam. Am schönsten ist es auf dem Land, am bequemsten in der Stadt.

     

    Die Bedeutung der jeweiligen Vor- und Nachteile liegen für jeden woanders, und sie verschieben sich im Laufe des Lebens. Heute lebe ich am Rand einer "kleinen" Großstadt, mit guter Infrastruktur und kurzem Weg in die Natur.

     

  • 23.01.26, 06:39

    Es gibt nicht schöneres als das Landleben. Als Kind bin ich selber auf einen Bauerhof groß geworden mit 3 Generationen. Plumsklo im Schuppen und die morgenlichen Körperpflege an der Pumpe draußen. Einmal in der Woche hat Oma die Zinkwanne mit Wasser aufgefüllt, daß auf den alten Ofen zubereitet worde( den hätte ich gerne heute). Die gute Stube worde einmal in der Woche geputz( harte Arbeit mit bohnern ein Eisengestell usw.) Wir durften dann als Kinder über die Wiese laufen und den Bauer Schmitz helfen bei der Arbeit. Belohnung Malzbier und großen Vorat an Essen für Oma. Also wenn ihr jetzt meint, daß wäre verboten Kinderarbeit, sage ich euch heute(bin 72 Jahre) es hat uns geprägt für Leben. Werte wie Achtung HÖFLICHKEIT UND EIN MITENNANDER RESPEKT. Wir sind alle nur einmal auf diesen Planeten .Genieße es und achte eure Mitmenschen.

    L.G. Jürgen

  • 22.01.26, 19:34

    Ich bin gerne zu Fuss und mit ÖV unterwegs und ziehe eine Kleinstadt dem Land vor. Momentan wohne ich schön ruhig, nahe an einem Fluss an dem ich auf beiden Seiten Stundenlang spazieren kann. Auch Einkaufen oder Entsorgen kann ich zu Fuss. In 10 Minuten bin ich in der nächsten Stadt mit Theater, Kino und Museen. 

  • Ein spannendes Thema, über das ich in letzter Zeit auch viel nachdenke. 
    ich bin als Landei großgeworden, inmitten der unberührten Natur. Es war nicht schlecht, aber wollte trotzdem als Kind immer in die Großstadt nach Hamburg, und zwar am liebsten in ein Hochhaus ganz oben.

    Das hat dann tatsächlich funktioniert, direkt über den Dächern von St. Pauli. Nicht mittendrin, aber trotzdem dabei. Und es gefällt mir, weil die Möglichkeiten unbezahlbar sind. Ich benötige zumindest privat kein Auto, bin schnell an der Elbe, Langeweile gibt es hier nicht. Menschenmassen mag ich nicht und es gelingt auch diese gekonnt zu umgehen.

    Bin neulich ein Wochenende wieder in meinem ehemaligen Kinderzimmer gewesen. Totale Ruhe, schon schön. Alte Freunde getroffen. Aber, auf dem Land ist ein Auto wichtig. Und die Bürgersteige werden ungewohnt früh hochgeklappt.

    Ich denke im Alter, das irgendwann mal eintreten wird, ist die Stadt doch besser, weil die Wege kürzer sind. Auch Lieferdienste sind nicht zu verachten. 
    Deswegen bleibe ich, sofern nichts gravierendes dazwischen kommt, gerne in der Stadt ☺️

  • 22.01.26, 16:24

     

    Alica:

    Ich bin als Kind auf dem Dorf aufgewachsen und es zog mich als junge Erwachsene in die Stadt, weil ich so vieles vermisst hatte. Die ersten 10-15 Jahre in Düsseldorf waren aufregend und haben mir viele Möglichkeiten zur Entwicklung gegeben. Aber mittlerweile denke ich, dass ein Leben auf dem Land viel mehr zu bieten hat. Es gibt in der Stadt natürlich regelmäßige Events und viel zu erleben. Aber im Alltag ist man auch ständig gestresst durch die vielen Menschen, Staus und die Hektik. Es gibt hier zwar Parks und Stadtwälder, aber mir fehlt diese ruhige Energie als Quelle der Erholung. Die Möglichkeiten der Stadt sind natürlich unschlagbar, dennoch glaube ich, dass der Mensch am glücklichsten mitten in der Natur und ohne viel Trubel ist. 

     

    Was meint ihr dazu?

     

    Ich wohne zwar nur in einer Mittelstadt, würde langfristig aber ebenfalls etwas ländlicheres Wohnen im Grünen vorziehen (was in der Gegend hier nicht so schwierig ist...da reichen manchmal wenige Minuten mit dem Auto aus) - so lange man mobil ist. Für mich überwiegen inzwischen die Vorteile von Ruhe und weniger Stress/Trubel den Möglichkeiten in der Stadt. Wenn dann auch noch das Meer/der Strand quasi direkt vor der Tür liegen... :-)

  • 22.01.26, 16:20 - Zuletzt bearbeitet 22.01.26, 16:30.

    In 41 Minuten von Graz nach Klagenfurt.   😊

    Ich bin ganz eindeutig ein Landei.
    Die Stadt hat ganz bestimmt Vorzüge - für mich sind sie halt nicht vorzüglich genug.

  • 22.01.26, 16:12

     

    Mandi:

     

    Waldgeist:

     eine Kleinstadt wie zum Beispiel Klagenfurt. 

    Und die nächste Kleinstadt ist seit ein paar Wochen nur mehr 41 Minuten entfernt...

    Sofern du nicht Villach damit meinst,  ist für mich Graz keine klein Stadt ..

    1️⃣ 

    Einwohnerzahl & Größe

    • Graz: ca. 306.000 Einwohner → zweitgrößte Stadt Österreichs.
    • Klagenfurt: ca. 105.000 Einwohner → deutlich kleiner, überschaubare Kleinstadt.
      Tendenz: Graz ist eine „richtige Großstadt“ mit allen Vorteilen der Infrastruktur, Klagenfurt eher eine Mittelstadt/Kleinstadt.
    • 2️⃣ 

    Lage & Natur

    • Graz: Steiermark, im Osten Österreichs, an der Mur. Umgeben von sanften Hügeln, Weinbergen und dem Grazer Bergland. Natur ist da, aber nicht so unmittelbar wie in Kärnten.
    • Klagenfurt: Kärnten, am Wörthersee, nah an den Alpen. Berge, See, Flüsse – Natur direkt vor der Haustür, leichter Zugang zu Wasser- und Bergsport.


     


     

     

  • 22.01.26, 15:49

     

    Waldgeist:

     eine Kleinstadt wie zum Beispiel Klagenfurt. 

    Und die nächste Kleinstadt ist seit ein paar Wochen nur mehr 41 Minuten entfernt...

  • Bei mir war es genau anders rum wobei ich jetzt auch in einer Stadt wohne aber der Ortsteil ein Dorf sehr ähnlich ist. 

     

    Ich finde es schöner bei Bedarf in die Stadt zu fahren aber die überwiegende Zeit meine Ruhe zu haben. Lange zeit hatte ich die Idee noch weiter aufs Land zu ziehen aber dann ist dort wieder die Problematik, dass man überall mit dem Auto hinfahren muss. 

     

    Wenn man älter wird kommen Probleme wie das Einkaufen, der Arztbesuch usw. dazu. 
     

    Wenn du merkst das es stressig wird, kann es an der Zeit sein etwas zu ändern. Vielleicht reichen dafür aber auch einfach Ausflüge in die Natur außerhalb von Düsseldorf. 
     

    Das der Mensch in der Natur zu Hause ist kann ich nur unterschreiben. 

     

    Lieben Gruß 

     

    Stefan 

  • 22.01.26, 15:42

    Lebt es sich besser auf dem Land oder in der Stadt?

    In Hinblick auf dem "Alter" würde ich die Stadt immer dem Land vorziehen. 
    Bessere Mobilität, schnellere ärztliche Versorgung bzw. engeres Netz, Öffentlicher Nahverkehr, Einkaufmöglichkeiten, mehr soziale Kontakte... 

    Ich bin zwar hier wöchentlich auf dem Land wandern, aber ziehe zum Wohnen die Stadt vor...
    kürzere Wege zum Arbeitgeber, meistens schnelleres Internet und Ausbau Mobilfunk, kürzere Wege zu Kino, Kultur... und ich habe trotzdem einen wunderschönen Park vor der Tür oder in 5 Min. einen Wald zu erreichen. 

  • 22.01.26, 13:31

    Es gibt meiner Meinung nach auch etwas dazwischen. Für mich hat die optimale Lebensqualität eine Kleinstadt wie zum Beispiel Klagenfurt. Hier hast du beides: die Natur in unmittelbarer Nähe, und gleichzeitig – wenn man es möchte – auch Anonymität. Man trifft nicht ständig die gleichen Leute, wenn man das nicht will, und hat trotzdem städtische Infrastruktur.


     

    Die Stadt ist überschaubar, Verkehr und Staus halten sich in Grenzen, und trotzdem fehlt es nicht an Möglichkeiten. Der Wörthersee ist in unmittelbarer Nähe, genauso wie die Berge und Alpenstraßen. Man kann also spontan in die Natur, ohne komplett auf die Vorteile der Stadt zu verzichten.


     

    Für mich ist diese Mischung aus Überschaubarkeit, Natur und Freiheit eigentlich der ideale Kompromiss zwischen Dorf und Großstadt.


     

Interesse geweckt? Jetzt kostenlos registrieren!

Du bist nur einen Klick entfernt. Die Registrierung dauert nur 1 Minute.