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  • Kein Geld, kein Partner?

    Diskussion · 211 Beiträge · 30 Gefällt mir · 4.151 Aufrufe

    Stell dir zwei Situationen vor:

     

    Ein Mann oder eine Frau sitzt abends zu Hause. Kein Geld für Kino, Restaurant oder Kurztrip. Die Miete ist bezahlt, mehr aber auch nicht. Das Handy liegt in der Hand – Dating-App geöffnet. Die Profile zeigen Urlaube, Cafés, Events. Die eigene Realität passt da nicht rein. Also: App schließen.

     

    Oder: Zwei Menschen lernen sich kennen. Sympathie ist da, Gespräche fließen, Nähe entsteht. Irgendwann kommt die Frage: „Was machst du beruflich?“ – und kurz darauf: Schweigen. Nicht aus Desinteresse, sondern aus Unsicherheit. Reicht das? Reicht ich?

     

    In unserer Gesellschaft ist Geld mehr als ein Zahlungsmittel. Es steht für Sicherheit, Status, Zukunftsfähigkeit. Wer wenig oder keins hat, gilt schnell als „nicht bereit für eine Beziehung“, als Belastung oder Risiko. Gleichzeitig reden wir von Liebe, Augenhöhe und inneren Werten.

     

    Das Spannungsfeld ist offensichtlich:

     

    Kann man sich Nähe leisten?

    Darf man lieben, wenn man finanziell nichts vorzuweisen hat?

    Ist fehlendes Geld ein realistisches Hindernis – oder ein gesellschaftliches Vorurteil?

    Wo endet Verantwortung, wo beginnt Ausgrenzung?

     

    Viele Menschen haben wenig Geld, aber emotionale Reife, Zeit, Loyalität und echte Zuwendung. Andere haben Geld, aber keine Beziehungsfähigkeit. Trotzdem wird oft am Kontostand gemessen, ob jemand „beziehungsfähig“ ist.

     

    Diese Diskussion soll Raum geben für ehrliche Erfahrungen, unbequeme Gedanken und unterschiedliche Perspektiven – ohne Beschönigung, ohne Schuldzuweisungen.

     

    Was bedeutet Geldmangel für Partnerschaft?

    Was bedeutet Partnerschaft für Menschen mit wenig Geld?

    Und welche Rolle spielen Erwartungen, Ängste und Vorurteile dabei?

     

    Thomas Kissing

    10.01.26, 15:36

Beiträge

  • 11.01.26, 14:46

     

    Guido:

     

    Anna:

     

    Und beim Geld hört die Freundschaft auf. 

    Und genau das ist armselig für mich. Geht es um Geld oder die Menschlichkeit? Klar - um Geld. Ist ja allgegenwärtig.

     

    Wer genug oder im Übermaß hat, sitzt drauf. Wer wenig hat, hat Sorgen, dass irgendwas passiert, dass Kosten verursacht - und das führt zu Stress.

    Im Notfall hilft der Staat, der wiederum vom Steuerzahler finanziert wird, der wiederum diese Gelder erwirtschaftet. 

  • 11.01.26, 14:38

     

    Anna:

     

    Mandi:

     

    Ich kann mir schon vorstellen, dass innerhalb von Freundinnen abgelästert wird, wenn wieder mal ein neuerer Typ zum anpumpen ankommt.

    Bei längeren Beziehungen bin ich auch zweifelhaft, ob so etwas besprochen wird, denn: Über Geld spricht man nicht!

    Und beim Geld hört die Freundschaft auf. 

    Und genau das ist armselig für mich. Geht es um Geld oder die Menschlichkeit? Klar - um Geld. Ist ja allgegenwärtig.

     

    Wer genug oder im Übermaß hat, sitzt drauf. Wer wenig hat, hat Sorgen, dass irgendwas passiert, dass Kosten verursacht - und das führt zu Stress.

  • 11.01.26, 14:33

     

    Anna:

    Und beim Geld hört die Freundschaft auf. 

    Sehr richtig. Deshalb nur so viel verleihen, was man verschmerzen kann. Und wenn man die Freundschaft verschmerzen kann.

  • 11.01.26, 14:31

     

    Mandi:

     

    Anna:

    Meinst Du, das sowas nach außen getragen wird? 

    Ich kann mir schon vorstellen, dass innerhalb von Freundinnen abgelästert wird, wenn wieder mal ein neuerer Typ zum anpumpen ankommt.

    Bei längeren Beziehungen bin ich auch zweifelhaft, ob so etwas besprochen wird, denn: Über Geld spricht man nicht!

    Und beim Geld hört die Freundschaft auf. 

  • 11.01.26, 14:28 - Zuletzt bearbeitet 11.01.26, 14:29.

     

    Anna:

    Meinst Du, das sowas nach außen getragen wird? 

    Ich kann mir schon vorstellen, dass innerhalb von Freundinnen abgelästert wird, wenn wieder mal ein neuerer Typ zum anpumpen ankommt.

    Bei längeren Beziehungen bin ich auch zweifelhaft, ob so etwas besprochen wird, denn: Über Geld spricht man nicht!

  • 11.01.26, 14:25 - Zuletzt bearbeitet 11.01.26, 14:26.

     

    Mandi:

     

    Anna:

    Ich habe das selbst mehrfach erlebt und gehe davon aus, daß es keine Einzelfälle sind. 

    Wie schaut es in deinem Umfeld wirklich aus, geht es vielen Frauen so, dass Männer versuchen, sie finanziell auszunutzen?

    Meinst Du, daß sowas nach außen getragen wird? 

  • 11.01.26, 14:07

     

    Anna:

    Ich habe das selbst mehrfach erlebt und gehe davon aus, daß es keine Einzelfälle sind. 

    Wie schaut es in deinem Umfeld wirklich aus, geht es vielen Frauen so, dass Männer versuchen, sie finanziell auszunutzen?

  • 11.01.26, 13:55

     

    Thomas Kissing:

    Danke an alle, die sich hier beteiligt haben – besonders an diejenigen, die sehr persönliche Erfahrungen geteilt haben. Das ist nicht selbstverständlich. Ebenso danke an alle, die mitgelesen haben. Auch das stille Lesen gehört zu einer Diskussion dazu.

     

    In den bisherigen Beiträgen zeigt sich, wie vielschichtig dieses Thema ist. Es geht längst nicht nur um Geld. Es geht um Rollenbilder von Frau und Mann, um Erwartungen, um Selbstwert, um Sicherheit – und um die Frage, was wir uns in einer Beziehung wünschen und was wir uns nicht mehr antun wollen.

     

    Spannend finde ich, dass hier ganz unterschiedliche Perspektiven sichtbar werden:

     

    finanzielle Realität vs. emotionale Nähe

    Freiheit, erleben zu wollen vs. Kompromissbereitschaft

    persönliche Grenzen vs. gesellschaftliche Bilder und Vorurteile

     

    Es wird deutlich, dass es keine einfache Antwort gibt. 

     

    Ich möchte die Diskussion bewusst offen halten und euch einladen, weiterzudenken:

     

    Wo sind eure eigenen Grenzen entstanden – aus Erfahrung oder aus Angst?

     

    Welche Erwartungen kommen wirklich von euch selbst, welche von außen?

     

    Und was ist euch heute wichtiger als früher, wenn ihr an Beziehung denkt?

     

    Teilt gern weiter eure Gedanken – respektvoll, ehrlich und aus eurer eigenen Perspektive. Genau das macht diese Diskussion gerade so wertvoll.

     

    Thomas Kissing

    Berichte doch auch mal aus Deinen Erfahrungen hierzu! 🙂

  • Danke an alle, die sich hier beteiligt haben – besonders an diejenigen, die sehr persönliche Erfahrungen geteilt haben. Das ist nicht selbstverständlich. Ebenso danke an alle, die mitgelesen haben. Auch das stille Lesen gehört zu einer Diskussion dazu.

     

    In den bisherigen Beiträgen zeigt sich, wie vielschichtig dieses Thema ist. Es geht längst nicht nur um Geld. Es geht um Rollenbilder von Frau und Mann, um Erwartungen, um Selbstwert, um Sicherheit – und um die Frage, was wir uns in einer Beziehung wünschen und was wir uns nicht mehr antun wollen.

     

    Spannend finde ich, dass hier ganz unterschiedliche Perspektiven sichtbar werden:

     

    finanzielle Realität vs. emotionale Nähe

    Freiheit, erleben zu wollen vs. Kompromissbereitschaft

    persönliche Grenzen vs. gesellschaftliche Bilder und Vorurteile

     

    Es wird deutlich, dass es keine einfache Antwort gibt. 

     

    Ich möchte die Diskussion bewusst offen halten und euch einladen, weiterzudenken:

     

    Wo sind eure eigenen Grenzen entstanden – aus Erfahrung oder aus Angst?

     

    Welche Erwartungen kommen wirklich von euch selbst, welche von außen?

     

    Und was ist euch heute wichtiger als früher, wenn ihr an Beziehung denkt?

     

    Teilt gern weiter eure Gedanken – respektvoll, ehrlich und aus eurer eigenen Perspektive. Genau das macht diese Diskussion gerade so wertvoll.

     

    Thomas Kissing

  • 11.01.26, 13:50

     

    Guido:

     

    Anna:

     

    Er bliebe ohne die Unterstützung nicht. 

    Dann wäre er eh der Falsche. Wenn es eine Beziehung in verschiedenen Wohnungen ist, hat er Anspruch auf Hilfe vom Staat. In einer gemeinsamen Wohnung - je nach Einkommenssituation beider evtl nicht. Aber dann ist es kein Durchfüttern für mich, sondern so, wie ich es in meinem Eingangsbeitrag geschrieben habe. 

     

    Es gehört sich einfach so - egal, ob von ihm zu ihr oder ihr zu ihm. Wenn man "unverschuldet" in diese Situation der finanziellen Misere gekommen ist

    Ganz meine Meinung. Dennoch versuchen sie, sich außerhalb staatlicher Leistungen ein besseres Leben auf Kosten einer potenziellen Partnerin zu ermöglichen und klopfen deren Großzügigkeit ab. Ich habe das selbst mehrfach erlebt und gehe davon aus, daß es keine Einzelfälle sind. 

  • 11.01.26, 13:44

     

    Anna:

     

    Guido:

     

    Sie doch auch. Dann wäre es eine einseitige "Investition" von ihr ihm gegenüber ;-)

     

    Wenn man jetzt aufrechnen möchte - grins

    Er bliebe ohne die Unterstützung nicht. 

    Dann wäre er eh der Falsche. Wenn es eine Beziehung in verschiedenen Wohnungen ist, hat er Anspruch auf Hilfe vom Staat. In einer gemeinsamen Wohnung - je nach Einkommenssituation beider evtl nicht. Aber dann ist es kein Durchfüttern für mich, sondern so, wie ich es in meinem Eingangsbeitrag geschrieben habe. 

     

    Es gehört sich einfach so - egal, ob von ihm zu ihr oder ihr zu ihm. Wenn man "unverschuldet" in diese Situation der finanziellen Misere gekommen ist

  • 11.01.26, 13:40

     

    Guido:

     

    Anna:

     

    Als Partner. ............ 

    Sie doch auch. Dann wäre es eine einseitige "Investition" von ihr ihm gegenüber ;-)

     

    Wenn man jetzt aufrechnen möchte - grins

    Er bliebe ohne die Unterstützung nicht. 

  •  

    Michael:

    Bei meinen Beziehungen ist es mir nie ums Geld gegangen aber meine Partnerinnen waren alle berufstätig und hatten ein eigenes Einkommen. Von der Liebe alleine kann ich nicht leben.

    Kann kaum jemand, ist nur nicht das Thema.

    Hast du denn deine Partnerinen danach ausgesucht, ob sie eine Arbeit haben und finanziell unabhängig sind?

    Also Frauen ohne Einkommem aus diesem Grund abgewiesen?

    Das wäre ja mal interessant zu wissen und bedient das Thema sehr gut.

  • 11.01.26, 13:35 - Zuletzt bearbeitet 11.01.26, 13:36.

    Rein auf das Finanzielle bezogen, hat man es im Durchschnitt als Frau leichter, von einem Mann versorgt zu werden als als Mann von einer Frau. Das ist das alte Stereotyp, das immer noch in uns drinnen ist, besonders in den ü50ern.

     

    Die Frage für beide Varianten ist jedoch: Zu welchem Preis? Gratis ist nur der Tod und der kostet das Leben.

     

     

  • 11.01.26, 13:35

     

    Anna:

     

    Guido:

     

    Oh - jetzt wird es interessant, Anna: er steht zur Verfügung. Als Diener oder was? :P

    Als Partner. ............ 

    Sie doch auch. Dann wäre es eine einseitige "Investition" von ihr ihm gegenüber ;-)

     

    Wenn man jetzt aufrechnen möchte - grins

  • 11.01.26, 13:32

    Bei meinen Beziehungen ist es mir nie ums Geld gegangen aber meine Partnerinnen waren alle berufstätig und hatten ein eigenes Einkommen. Von der Liebe alleine kann ich nicht leben.

  • 11.01.26, 13:27

     

    Guido:

     

    Anna:

     

    Sie füttert ihn durch, dafür steht er zur Verfügung. Beide haben was davon. 

    Oh - jetzt wird es interessant, Anna: er steht zur Verfügung. Als Diener oder was? :P

    Als Partner. ............ 

  • 11.01.26, 13:27

     

    Stefan:

     

    Anna:

     

    Tendenziell sind Frauen sozialer, sprich: füttern einen Mann auch schon mal durch. 

     

    Wenn sich innerhalb einer bestehenden Partnerschaft die finanzielle Situation ändert, glaube ich das gerne. Gilt dies aber auch während des eigentlichen Kennenlernens?

     

    Ja. Es kann sogar Bedingung sein, daß es zum Kennenlernen bzw. weiterem Kontakt kommt. 

  • 11.01.26, 13:18

     

    Anna:

     

    Guido:

     

    Wenn du das auf eine Beziehung beziehst - nenn mir die bitte. Nicht, dass ich durchgefüttert werden muss/will. Aber menschlich bezweifle ich das in einer Beziehung.

    Sie füttert ihn durch, dafür steht er zur Verfügung. Beide haben was davon. 

    Oh - jetzt wird es interessant, Anna: er steht zur Verfügung. Als Diener oder was? :P

  • 11.01.26, 13:14

     

    Anna:

     

    Stefan:

     

     

    Wenn ich es richtig verstanden habe, hat sich Robert mit der Aussage "Frauen haben es leichter" auf das Thema Partnerschaft bezogen - nicht generell auf das gesellschaftliche Leben in Gänze. Da ist die Antwort sicher eindeutig "nein".

     

    Aber haben es Männer mit eingeschränkten Finanzen schwieriger eine Partnerin zu finden, als Frauen in gleicher Situation, einen Mann? 

    Ich weiß es nicht, meine Vermutung würde aber ebenfalls eher in Richtung "ja" tendieren.

     

    Tendenziell sind Frauen sozialer, sprich: füttern einen Mann auch schon mal durch. 

     

    Wenn sich innerhalb einer bestehenden Partnerschaft die finanzielle Situation ändert, glaube ich das gerne. Gilt dies aber auch während des eigentlichen Kennenlernens?

     

    Wie gesagt, ich kann es nicht beurteilen, da ich glücklicherweise bisher immer finanziell gut gestellt war. 

    Ich weiß aber, dass gewisse klassische Rollenbilder nach wie vor in vielen Köpfen vorherrschen, sprich: Mann als Beschützer (Körpergröße/Statur) aber auch Versorger (Beruf/ finanzieller Status). 

     

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