Manche Dinge tun wir, weil „man es schon immer so gemacht hat“.
Andere, weil sie Spaß machen, dazugehören oder einfach vertraut sind.
Das laute Feuerwerk in der Nacht, das für die einen Freiheit und Neubeginn bedeutet – und für andere Angst, Dreck oder Stress.
Die Jagd, die manche als Hege verstehen – während andere darin Leid sehen.
Feste, Rituale, Konsum, Unterhaltung: Für die einen harmlos, für die anderen schwer erträglich.
Oft stehen wir auf unterschiedlichen Seiten desselben Bildes.
Was für den einen Tradition ist, fühlt sich für den anderen überholt oder sogar grausam an.
Und meistens reden wir aneinander vorbei, statt zuzuhören.
Mich interessiert nicht, wer recht hat.
Mich interessiert, wie wir Dinge wahrnehmen – und warum.
Wo ziehen wir persönlich Grenzen?
Was empfinden wir als sinnvoll, was als unnötig, was als problematisch?
Und dürfen sich Traditionen verändern, ohne dass gleich alles „verboten“ oder „verteufelt“ wird?
Diese Diskussion soll kein Tribunal sein, sondern ein Raum für Perspektiven.
Teile gern deine Sicht – ruhig ehrlich, ruhig persönlich.
Nicht um zu überzeugen, sondern um verstanden zu werden.
Thomas Kissing