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  • Wie weit darf Kunst gehen?

    Diskussion · 131 Beiträge · 4 Gefällt mir · 1.695 Aufrufe
    Karin aus Schönenwerd

    Liebe ForumteilnehmerInnen

     

    Kunst hat mich schon immer fasziniert und begleitet. Bisher war für mich klar, Kunst darf keine Grenzen haben. Bei folgendem Kunstwerk merke ich, dass meine Grenze nun doch erreicht wird. Für mich ist die Würde eines bestimmten Menschen unantastbar, auch wenn ich mich stets über ihn ärgere. Darf die Kunst sich darüber hinweg setzen?

     

    Wie sieht ihr das, anhand dieses Beispieles:

     

    Eine lebensgrosse Figur von US-Präsident Donald Trump im orangen Häftlingsanzug, gekreuzigt, an ein Kreuz geschnallt. «Saint or Sinner» des englischen Künstlers Mason Storm hätte ab dem 6. September im Westflügel vom Bahnhof SBB ausgestellt sein sollen. Die Galerie Gleis 4, die da neu einzieht, macht nun einen Rückzieher. Man habe sich entschieden, «dieses Kunstwerk doch nicht in einer Ausstellung am Bahnhof in Basel zu zeigen», schreiben die Kuratoren auf Instagram.

    IMG_0397.jpeg

     

    Feiert ihr es oder überbordet es eure Grenzen?

     

    Bitte akzeptiert gegenseitig die Meinung, auch wenn euch andere Sichtweisen provozieren.

     

     

    08.08.25, 11:19

Beiträge

  • 10.04.26, 16:56

    ? dein Satz:

    Kunst kann kaum besser werden…

    ?

    ist für mich nicht fertig gedacht, darum meine Ergänzung, deswegen drücke ich keine Missbilligung deiner Meinung aus sondern erweitere sie, wie das bei Diskussion so üblich ist…

     

    Falls du je eine Meinung äussern solltest, die ich Schulterklopfend teilen könnte, lasse ich es dich dann wissen.

    Tony:

     

    Karin:

    Alles kann besser werden auch Kunst.

    Nur gemessen an was und wie um ein besser zu erzielen.

    Du dürftest meine Meinung auch akzeptieren ...

     

  •  

    Karin:

    Alles kann besser werden auch Kunst.

    Nur gemessen an was und wie um ein besser zu erzielen.

    Du dürftest meine Meinung auch akzeptieren ...

  • Dadurch, dass Trump von seiner Anhängerschaft und sich ja auch selbst als Gott sieht, ist diese 
    Skulptur aus meiner Sicht eine gelungene Auseinandersetzung mit dieser These und geeignet 
    seine Anhängerschaft dort abzuholen wo sie gedanklich stehen, auf dass sie ihre Sichtweisen
    mal hinterfragen😉

  • 10.04.26, 14:29

    Alles kann besser werden auch Kunst.

    Nur gemessen an was und wie um ein besser zu erzielen.

  • Kunst kann kaum besser werden ...

  • 07.09.25, 13:48

    Auch Kunst muß Grenzen haben. Zum Beispiel bei Kindesmissbrauch!

    Ich denke im konkreten Fall geht es um die Dialektik "Hero oder Zero "

     

  • 07.09.25, 13:11

     

    Claudio:

    Ist es wirklich ein in oranger Häftlingskluft ans Kreuz geschlagener Trump oder will der Künstler was anderes ausdrücken? 

    Ich habe es hier schon geschrieben, ich meine, der Künstler möchte, dass die Aussage unbedingt zweideutig bleiben soll (Hinrichtungstisch oder Kreuz). Oder vielleicht doch noch was ganz anders? Deshalb ist auch die Überschrift nötig, damit es in Schwebe bleibt. 

  • 07.09.25, 09:35 - Zuletzt bearbeitet 07.09.25, 09:35.

    Danke, sieht ja schlimm aus…

    Gut, dann hat das Kreutz doch eher ein symbolischer Charakter zu -Saint- (Jesus)

    Claudio:

     

    Karin:

    Ja, in 3 D und Lebensgross 1:1

    Bist du dir sicher, dass bei der Hinrichtung mit Giftspritze eine Kreuzförmige Liege bereit steht?
    Das gäbe dann dem ganzen noch eine direktere Aussage

     

    https://cdn.prod.www.spiegel.de/images/28314ac3-0001-0005-0000-000000853586_w335_r1.5053763440860215_fpx42.62_fpy49.83.webp

    Sie ist nicht ganz genau gleich aber hat doch eine sehr grosse Ähnlichkeit....

     

  • 07.09.25, 09:27

     

    Karin:

    Ja, in 3 D und Lebensgross 1:1

    Bist du dir sicher, dass bei der Hinrichtung mit Giftspritze eine Kreuzförmige Liege bereit steht?
    Das gäbe dann dem ganzen noch eine direktere Aussage

    Claudio:

    Ist es wirklich ein in oranger Häftlingskluft ans Kreuz geschlagener Trump oder will der Künstler was anderes ausdrücken? 

    Häftlinge, die in den USA mit der Giftspritze hingerichtet werden/ wurden, erhalten die letale Spritze nämlich genau so festgeschnallt, auf einer ebenso kreuzförmigen Liege....

     

    https://cdn.prod.www.spiegel.de/images/28314ac3-0001-0005-0000-000000853586_w335_r1.5053763440860215_fpx42.62_fpy49.83.webp

    Sie ist nicht ganz genau gleich aber hat doch eine sehr grosse Ähnlichkeit....

  • 07.09.25, 09:18

    Ja, in 3 D und Lebensgross 1:1

    Bist du dir sicher, dass bei der Hinrichtung mit Giftspritze eine Kreuzförmige Liege bereit steht?
    Das gäbe dann dem ganzen noch eine direktere Aussage

    Claudio:

    Ist es wirklich ein in oranger Häftlingskluft ans Kreuz geschlagener Trump oder will der Künstler was anderes ausdrücken? 

    Häftlinge, die in den USA mit der Giftspritze hingerichtet werden/ wurden, erhalten die letale Spritze nämlich genau so festgeschnallt, auf einer ebenso kreuzförmigen Liege....

     

  • 07.09.25, 08:26

    Ist es wirklich ein in oranger Häftlingskluft ans Kreuz geschlagener Trump oder will der Künstler was anderes ausdrücken? 

    Häftlinge, die in den USA mit der Giftspritze hingerichtet werden/ wurden, erhalten die letale Spritze nämlich genau so festgeschnallt, auf einer ebenso kreuzförmigen Liege....

  • 06.09.25, 10:13

    Unter den Beiträgen ist zu lesen dass Mason Storm mit Banski befreundet ist.
    Dies ist ein neueres Werk von Banski, welches mich sehr berührt und so viel aussagt.

    Mich fasziniert, dass aus einem Absperrpfosten auf der Strasse mit etwas Farbe mit der Wand verbunden und ein Satz so emens viel gesagt wird.

     

    IMG_4547.jpeg
  • 13.08.25, 16:08

    Ich glaube, Kunst hat viele Formen und ein Teil davon besteht darin, Unsichtbares - sichtbar oder hörbar zu machen, das heisst die inneren Gefühle nach Aussen zu bringen.  Und so kann es sein, das ein in Wut oder Zorn gemaltes Bild, bei einem Betrachter ganz andere Gefühle auslöst. 

    Zur Kunst gehört auch die Provokation, um auf etwas Aufmerksam zu machen bzw. Aufmerksamkeit zu erhaschen. 

    Dieses Bild provoziert mich nicht, weil ich eher ein Pantheist bin und monotheistische Religionen, wegen Verdacht auf "Regelion" eher kritisch sehe. 

    Ich bin mit einer guten Bekannten total uneinig, was die Kunst von Helene Fischer anbelangt, bei ihr löst dies Gefühle aus, ich empfinde es als Unterhaltung und Show. 

    Dies ist vergleichbar mit DJ Bobo, der mal in einem Interview erwähnt hat, dass er weder besonders gut singen noch tanzen kann, er aber einen Art inneren Drang habe, auf die Bühne zu sehen. DJ Bobo als Mensch finde ich super. 

    Doch du hast gefragt, wie weit darf Kunst gehen, um gewisse Grenzen der Toleranz nicht zu überschreiten. 

    Früher habe ich gedacht, es gäbe im Bereich Pornografie, gewisse Grenzen diese als Kunst zu verkaufen. Heute glaube ich, muss irgendein Gesetz regeln, was erlaubt und was strafbar ist. 

     

  • 13.08.25, 14:29

    Übrigens, ich habe noch etwas gefunden

     

    2019_01_03_20_mcjesus_foto_picture-alliance-ASSOCIATED-PRESS.jpg

     

    Das Werk «McJesus» von Jani Leinonen war 2023 im mittlerweile geschlossenen Forbidden Art Museum in Barcelona zu sehen. Die Sammlung des Museums umfasst Werke, die aus politischen, sozialen oder religiösen Gründen zensiert, verboten oder angeprangert wurden.

    Getty Images/Manuel Medir

     

  • 13.08.25, 14:22

    Ging mir genau gleich Mandi

    Mandi:

     

    Peter Silie:

    - ... im Sträflingsanzug ans Kreuz genagelt

    So, und nur so, sehen das wohl die kirchlichen Vertreter.

    Ganz vordergründig sehe ich schwarze Gurte und einen  Hinrichtungstisch in etwa von der Art, wie er in den USA verwendet wird. Die Verbindung zum Kreuz und zu Christus, und damit zur Kirche, schaffe ich erst durch die Überschrift.

     

  • 13.08.25, 13:26

    Was er mit seinem umgehängten Kreuz wohl aussagen möchte?

  • 13.08.25, 13:25

     

    Peter Silie:

    - ... im Sträflingsanzug ans Kreuz genagelt

    So, und nur so, sehen das wohl die kirchlichen Vertreter.

    Ganz vordergründig sehe ich schwarze Gurte und einen  Hinrichtungstisch in etwa von der Art, wie er in den USA verwendet wird. Die Verbindung zum Kreuz und zu Christus, und damit zur Kirche, schaffe ich erst durch die Überschrift.

  • 13.08.25, 13:21 - Zuletzt bearbeitet 13.08.25, 13:21.

     

    Karin:

    Danach habe er sich einer «kunstfernen» Karriere als Rechtsanwalt und Sicherheitsdienstleister gewidmet. Doch nach der Wiederentdeckung seiner künstlerischen Ader und einer Einladung zu einer Ausstellung sei er allmählich zu seiner ursprünglichen Leidenschaft zurückgekehrt.

    Seit 2010 hält er seine Identität verborgen 

    Weiß jemand, hat er seinen "day-job" immer noch? Wäre auch ein (trauriger) Grund für die Maskierung.

  • 13.08.25, 12:20

     

    Karin:

    IMG_0405.jpeg

    Legende:«Der mit der Maske»: Was schon Musiker wie Sido und Cro für sich zu nutzen wussten, kann auch Künstler Mason Storm. Mit der Maske schafft er ein Markenzeichen – und ein mysteriöses 

     

    Der britische Künstler Mason Storm (*1981 in London) ist für seine provokativen wie humorvollen Kunstwerke bekannt. In einer Pressemitteilung der Galerie Gleis 4 heisst es, er habe keinen traditionellen Ausbildungsweg durchlaufen, sei aber schon im Teenageralter mit Kunst in Kontakt gekommen und habe 15 Jahre lang einen von Kunststudierenden unterrichteten Kurs in einem Jugendzentrum besucht.

    Danach habe er sich einer «kunstfernen» Karriere als Rechtsanwalt und Sicherheitsdienstleister gewidmet. Doch nach der Wiederentdeckung seiner künstlerischen Ader und einer Einladung zu einer Ausstellung sei er allmählich zu seiner ursprünglichen Leidenschaft zurückgekehrt.

    Seit 2010 hält er seine Identität verborgen und inszeniert sich als geheimnisvoller Künstler. Laut eigenen Angaben arbeitete Storm mit Street-Art-Legende Banksy zusammen. Seither trägt er eine Maske und macht ein Geheimnis um seine Person

    Klasse, mehr Solcher🤩!

  • 13.08.25, 12:17
    IMG_0405.jpeg

    Legende:«Der mit der Maske»: Was schon Musiker wie Sido und Cro für sich zu nutzen wussten, kann auch Künstler Mason Storm. Mit der Maske schafft er ein Markenzeichen – und ein mysteriöses 

     

    Der britische Künstler Mason Storm (*1981 in London) ist für seine provokativen wie humorvollen Kunstwerke bekannt. In einer Pressemitteilung der Galerie Gleis 4 heisst es, er habe keinen traditionellen Ausbildungsweg durchlaufen, sei aber schon im Teenageralter mit Kunst in Kontakt gekommen und habe 15 Jahre lang einen von Kunststudierenden unterrichteten Kurs in einem Jugendzentrum besucht.

    Danach habe er sich einer «kunstfernen» Karriere als Rechtsanwalt und Sicherheitsdienstleister gewidmet. Doch nach der Wiederentdeckung seiner künstlerischen Ader und einer Einladung zu einer Ausstellung sei er allmählich zu seiner ursprünglichen Leidenschaft zurückgekehrt.

    Seit 2010 hält er seine Identität verborgen und inszeniert sich als geheimnisvoller Künstler. Laut eigenen Angaben arbeitete Storm mit Street-Art-Legende Banksy zusammen. Seither trägt er eine Maske und macht ein Geheimnis um seine Person

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