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  • Wer lenkt unsere Emotionen – wir oder andere?

    Diskussion · 22 Beiträge · 6 Gefällt mir · 503 Aufrufe
    Thomas Kissing aus Düsseldorf

    Wir alle erleben es: Bestimmte Menschen oder Situationen lösen in uns starke Gefühle aus – Freude, Ärger, Enttäuschung oder Trauer. Doch was genau passiert, wenn diese Emotionen auftauchen? Sind es die Handlungen der anderen, die uns beeinflussen, oder unsere eigene Wahrnehmung und Interpretation?  

    In dieser Diskussion möchte ich den Blick darauf richten, wie wir erkennen können, welche Gefühle wirklich uns gehören und wie wir souverän damit umgehen können, ohne vorschnell andere zu bewerten oder Schuld zuzuweisen. Wie erlebt ihr Situationen, in denen andere Menschen starke Emotionen in euch auslösen?  
     

    Thomas Kissing 

    06.12.25, 13:13

Beiträge

  • 08.12.25, 05:33

    'Andere" weil zwei Kranke Gene die Optische Wahrnemung verzerren, beeinflussen

  • 07.12.25, 22:09

     

    Nanda:

    Ich stimme voll dem zu, was Thomas im ersten Beitrag anfügte. Dennoch gibt es auch unbewusste Gefühle, die abgespeichert sind, vielleicht gar aus früheren Leben? Wie ich das meine?

     

    So kommt mir zum Beispiel immer fast ein Weinen, wenn ich den Kriegssirenen- Probealarm höre. Ich kann mir das nicht erklären. Dasselbe gilt auch für Krankenwagen- es schüttelt mich fast durch! Absolut unerklärlich. Von klein auf ist das so.

    Oder unbestimmte Aengste vor gewissen Tieren wäre auch so ein mögliches Beispiel.

     

    Die Grundhaltung "leben und leben lassen" verhindert, dieser Thematik so viel Gewicht beizumessen, was letztendlich dann keinem dienen könnte. Oder auch: 

    Andere so behandeln, wie man es selber gern hätte.

     

     

     

     

    Meine Mutter hat große Angst im Krieg erlebt und diese Angst sitzt auf den Genen, die in der Fortpflanzung weitergegeben werden. Es dürfte also weniger ein früheres Leben sein, sondern ein vererbtes Trauma. Das eigene Nervensystem ist dann schon auf Gefahr programmiert und verändert damit die eigene Wahrnehmung. Das kann zur sich selbst erfüllenden Prophezeiung führen, dass man also tatsächlich mehr Gefahren "anzieht" bzw. das Nervensystem empfindet Thrill-Situationen als "bekannt" und sendet die Botschaft "Kann ich händeln!"

  • 07.12.25, 17:28

    Ich stimme voll dem zu, was Thomas im ersten Beitrag anfügte. Dennoch gibt es auch unbewusste Gefühle, die abgespeichert sind, vielleicht gar aus früheren Leben? Wie ich das meine?

     

    So kommt mir zum Beispiel immer fast ein Weinen, wenn ich den Kriegssirenen- Probealarm höre. Ich kann mir das nicht erklären. Dasselbe gilt auch für Krankenwagen- es schüttelt mich fast durch! Absolut unerklärlich. Von klein auf ist das so.

    Oder unbestimmte Aengste vor gewissen Tieren wäre auch so ein mögliches Beispiel.

     

    Die Grundhaltung "leben und leben lassen" verhindert, dieser Thematik so viel Gewicht beizumessen, was letztendlich dann keinem dienen könnte. Oder auch: 

    Andere so behandeln, wie man es selber gern hätte.

     

     

     

  • 07.12.25, 15:18

     

    Schwarzgelber Mutbürger:

     

    Ute:

     

     

    Der von dir beschriebene Druck resultiert aus einem Mangel an Grundvertrauen ins Leben. Es fehlt ein tief verinnerlichtes Gefühl, dass alles so kommt, wie es für einen richtig ist, denn man versteht das Leben ja erst rückwärts. Daraus entstehen Verlustangst und und dieser hohe Druck nach Kontrolle.


    Wo Angst ist, ist aber keine Liebe, denn die Liebe ist ein Kind der Freiheit.

    Loslassen können, ist aber ein Prozess. Es muss dafür der alte Schmerz verarbeitet werden. Das funktioniert aber nicht, so lange man mit diesem inneren Druck um die Kontrolle des Lebens kämpft. Deswegen kommt es ja zu den vielen Burnouts und erst wenn die Leute auf Reha kommen, bekommen sie langsam eine leise Ahnung, warum sie kämpfen und kämpfen und sich innerlich auf verlorenem Posten und leer fühlen.

     

    Ganz vergessen:
    Druck entsteht vor allem auch daraus, wenn ich denke, dass alle anderen gegen mich sind, mich nicht mögen, mir nichts Gutes wollen, usw. Das ist eine Schutzstrategie. Man wertet die anderen als die Bösen ab, um das eigene Selbstbild positiver zurechtrücken zu können. Dahinter steckt wiederum, dass einem ursprünglich vermittelt wurde, böse (du bist ein böses Kind) zu sein. Später glaubt man, dass dieses Böse in einem steckt und man das unbedingt verstecken muss, damit sich eben auf keinen Fall die Situation aus der Kindheit wiederholt.

     

    Ganz schlimm sind übrigens auch die Leute, die einem sagen "Mach dir doch nicht immer selbst so einen Druck!" Das sind die, die den Raum mit deinen Gefühlen nicht halten können und dich deshalb "funktionierender" haben wollen. Sie sind selbst leer, sehen dich nicht wirklich und empfinden deine Gefühle als Belastung.

    Man sieht es, mit dem Thema "Druck" kenne ich mich aus 😅

    Ich bin ja soweit bei Dir, liebe Ute, dass man sich so unabhängig wie möglich machen sollte, aber
    unsere Gesellschaft funktioniert nur im Zusammenleben, wohnst Du in einem Mehrfamilienhaus, 
    warst Du jemals in einem Verein? Meines Wissens hattest Du zuletzt davon gesprochen in einer
    Psychologiegruppe zu sein, wäre es Dir egal, wenn von dort jemand Lügen über dich verbreitet
    oder von dort hinter deinem Rücken gelästert wird? 

    Ich spüre keinen Druck, weil ich glauben würde, dass alle anderen gegen mich sind, sondern weil
    ich eine Haltung habe, die ich bestmöglich vertreten will, ja dass bedeutet manchmal auch kämpf-
    en, aber dieser Kampf ergibt eben auch Sinn und deswegen mache ich es und weis, dass ich mir
    auch Pausen gönnen muss, die ich aber auch sinnvoll, als zu wirklichen Erholung nutzen will...

    Gut und böse sind Kategorien mit denen ich wenig anfangen kann, niemand ist nur eines von bei-
    den und jede/r hat Fehler, aber klar man sollte schon reflektieren können, um nicht zu belastend 
    zu sein^^, ohne Druck gäbe es viele (Boden-) schätze nicht, manche lassen mittlerweile sogar ihre
    Asche zu Diamanten veredeln, wünsche einen freudigen Sonntag:-)

     

    Philosophie.

    Ich gehe weder davon aus, dass ich so wichtig bin, dass man über mich Lügen verbreiten muss, noch dass die dortigen Menschen über mich lästern. Es wäre mir auch egal, denn beides sagt mehr über die aus, die das tun.

     

     

  •  

    Ute:

     

    Schwarzgelber Mutbürger:

     

    Mag sein, dass niemand mit einer Waffe hinter mir steht, aber Abhängigkeitsverhältnisse bestehen nicht nur im Job, wem sein Ruf und soziale Kontakte wichtig sind, der weis, dass der Druck enorm
    sein kann, sende viele liebe Grüße:-)

     

    Der von dir beschriebene Druck resultiert aus einem Mangel an Grundvertrauen ins Leben. Es fehlt ein tief verinnerlichtes Gefühl, dass alles so kommt, wie es für einen richtig ist, denn man versteht das Leben ja erst rückwärts. Daraus entstehen Verlustangst und und dieser hohe Druck nach Kontrolle.


    Wo Angst ist, ist aber keine Liebe, denn die Liebe ist ein Kind der Freiheit.

    Loslassen können, ist aber ein Prozess. Es muss dafür der alte Schmerz verarbeitet werden. Das funktioniert aber nicht, so lange man mit diesem inneren Druck um die Kontrolle des Lebens kämpft. Deswegen kommt es ja zu den vielen Burnouts und erst wenn die Leute auf Reha kommen, bekommen sie langsam eine leise Ahnung, warum sie kämpfen und kämpfen und sich innerlich auf verlorenem Posten und leer fühlen.

     

    Ganz vergessen:
    Druck entsteht vor allem auch daraus, wenn ich denke, dass alle anderen gegen mich sind, mich nicht mögen, mir nichts Gutes wollen, usw. Das ist eine Schutzstrategie. Man wertet die anderen als die Bösen ab, um das eigene Selbstbild positiver zurechtrücken zu können. Dahinter steckt wiederum, dass einem ursprünglich vermittelt wurde, böse (du bist ein böses Kind) zu sein. Später glaubt man, dass dieses Böse in einem steckt und man das unbedingt verstecken muss, damit sich eben auf keinen Fall die Situation aus der Kindheit wiederholt.

     

    Ganz schlimm sind übrigens auch die Leute, die einem sagen "Mach dir doch nicht immer selbst so einen Druck!" Das sind die, die den Raum mit deinen Gefühlen nicht halten können und dich deshalb "funktionierender" haben wollen. Sie sind selbst leer, sehen dich nicht wirklich und empfinden deine Gefühle als Belastung.

    Man sieht es, mit dem Thema "Druck" kenne ich mich aus 😅

    Ich bin ja soweit bei Dir, liebe Ute, dass man sich so unabhängig wie möglich machen sollte, aber
    unsere Gesellschaft funktioniert nur im Zusammenleben, wohnst Du in einem Mehrfamilienhaus, 
    warst Du jemals in einem Verein? Meines Wissens hattest Du zuletzt davon gesprochen in einer
    Psychologiegruppe zu sein, wäre es Dir egal, wenn von dort jemand Lügen über dich verbreitet
    oder von dort hinter deinem Rücken gelästert wird? 

    Ich spüre keinen Druck, weil ich glauben würde, dass alle anderen gegen mich sind, sondern weil
    ich eine Haltung habe, die ich bestmöglich vertreten will, ja dass bedeutet manchmal auch kämpf-
    en, aber dieser Kampf ergibt eben auch Sinn und deswegen mache ich es und weis, dass ich mir
    auch Pausen gönnen muss, die ich aber auch sinnvoll, als zu wirklichen Erholung nutzen will...

    Gut und böse sind Kategorien mit denen ich wenig anfangen kann, niemand ist nur eines von bei-
    den und jede/r hat Fehler, aber klar man sollte schon reflektieren können, um nicht zu belastend 
    zu sein^^, ohne Druck gäbe es viele (Boden-) schätze nicht, manche lassen mittlerweile sogar ihre
    Asche zu Diamanten veredeln, wünsche einen freudigen Sonntag:-)

  • 07.12.25, 10:52

    Hallo Thomas, das ist ein Thema, da halte ich mich dieses Mal zurück. Sehr interessantes Thema. Ich würde auch einiges dazu sagen können, aber das geht zu sehr in die Tiefe. Gerade Emotionen, die ausgelöst werden, weil man schlechte Erfahrungen gemacht hat und die tief sitzen möchte ich hier nicht vor allen ausbreiten. Das geht nicht. Positive Emotionen dagegen sind super schön. Wenn man Menschen kennen lernt, die positive Emotionen auslösen. Ein Beispiel aus diesem Jahr. Ich hatte eine Bluse über Vinted gekauft und noch etwas runter gehandelt wegen meiner Minirente und die Dame hat mir einfach so noch 3 Blusen gratis mitgeschickt, weil mein Geburtstag 🎂 gerade anstand. Ich habe geweint vor Freude, weil das heute so selten geworden ist, dass jemand der dich nicht kennt, dir einfach etwas schenkt, um dir eine Freude zu machen. Herrlich! Die Welt könnte so schön sein, wenn alle ein bisschen so handeln würden. Ich gebe auch lieber statt zu nehmen. Natürlich im Rahmen meiner Möglichkeiten. Aber sich engagieren und anderen helfen kostet ja nichts! Ich hätte noch mehr positive Beispiele, aber die negativen lasse ich weg. In diesem Sinne danke Thomas für die interessanten Themen. Mein Sohn und ich philosophieren gerne. Da kommen wir auf die spannendsten Fragen, die uns keiner beantworten kann. 

  • 07.12.25, 10:33

    Ich bin der Meinung, dass Worte des anderen Gedanken auslöse. Diese Gedanken führen wiederum zu Emotionen, was wiederum eine Reaktion auslöst. Allerdings haben wir auch die Möglichkeit unser Bewusstsein zu trainieren, um  bewusst entscheiden zu können wie wir mit den entsprechenden Situationen umgehen. Das ermöglicht uns zielführender zu re(agieren). 
     

     

  • 07.12.25, 10:14 - Zuletzt bearbeitet 07.12.25, 10:53.

     

    Schwarzgelber Mutbürger:

     

    Ute:

     

     

    Steht hinter jemand mit einer Pistole und befiehlt dir, sofort zu antworten? ;)

    Die Öffentlichkeit ist völlig egal. Ja, ich kenne das von früher: "Was sollen denn die Nachbarn denken?" Hab ich viel zu spät gelernt, dass die Nachbarn, andere Leute und User im Netz nicht mein Leben leben und deswegen muss ich niemandem davon gefallen. Wer sich abwendet, weil ich zu mir und meiner Denk- und Handlungsweise stehe, der wollte mich so haben, wie ich für ihn praktisch bin. Brauche ich so jemanden in meinem Leben? Nein!

    Bitte nie von dem Gedanken leiten lassen, dass ich diesen Menschen irgendwann brauchen werde! Irgendwann ist nicht jetzt und im Fall des Falles findet sich immer eine Lösung!

    Einzige Ausnahme, die mir jetzt einfällt, ist im Job, denn da hängen wir alle leider im Abhängigkeitsverhältnis, auch die Selbstständigen.

    Mag sein, dass niemand mit einer Waffe hinter mir steht, aber Abhängigkeitsverhältnisse bestehen nicht nur im Job, wem sein Ruf und soziale Kontakte wichtig sind, der weis, dass der Druck enorm
    sein kann, sende viele liebe Grüße:-)

     

    Der von dir beschriebene Druck resultiert aus einem Mangel an Grundvertrauen ins Leben. Es fehlt ein tief verinnerlichtes Gefühl, dass alles so kommt, wie es für einen richtig ist, denn man versteht das Leben ja erst rückwärts. Daraus entstehen Verlustangst und und dieser hohe Druck nach Kontrolle.


    Wo Angst ist, ist aber keine Liebe, denn die Liebe ist ein Kind der Freiheit.

    Loslassen können, ist aber ein Prozess. Es muss dafür der alte Schmerz verarbeitet werden. Das funktioniert aber nicht, so lange man mit diesem inneren Druck um die Kontrolle des Lebens kämpft. Deswegen kommt es ja zu den vielen Burnouts und erst wenn die Leute auf Reha kommen, bekommen sie langsam eine leise Ahnung, warum sie kämpfen und kämpfen und sich innerlich auf verlorenem Posten und leer fühlen.

     

    Ganz vergessen:
    Druck entsteht vor allem auch daraus, wenn ich denke, dass alle anderen gegen mich sind, mich nicht mögen, mir nichts Gutes wollen, usw. Das ist eine Schutzstrategie. Man wertet die anderen als die Bösen ab, um das eigene Selbstbild positiver zurechtrücken zu können. Dahinter steckt wiederum, dass einem ursprünglich vermittelt wurde, böse (du bist ein böses Kind) zu sein. Später glaubt man, dass dieses Böse in einem steckt und man das unbedingt verstecken muss, damit sich eben auf keinen Fall die Situation aus der Kindheit wiederholt.

     

    Ganz schlimm sind übrigens auch die Leute, die einem sagen "Mach dir doch nicht immer selbst so einen Druck!" Das sind die, die den Raum mit deinen Gefühlen nicht halten können und dich deshalb "funktionierender" haben wollen. Sie sind selbst leer, sehen dich nicht wirklich und empfinden deine Gefühle als Belastung.

    Man sieht es, mit dem Thema "Druck" kenne ich mich aus 😅

  • 07.12.25, 08:53 - Zuletzt bearbeitet 07.12.25, 09:16.

    Irgendwie begegnen wir uns immer nur selbst, jede unkontrollierte Emotion schleudert uns in unsere Kindheit zurück und zeigt uns unsere Defizite.

    ich gehe nicht davon aus, dass eine Person, die mir nahe steht, mich absichtlich verletzt,  daher hat es mir immer sehr geholfen, Situationen aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Dreimal durchatmen und dann reagieren oder agieren 

  •  

    Ute:

     

    Schwarzgelber Mutbürger:

     

    Nein, ich meinte, dass heutzutage viele Dinge, die früher privat geklärt wurden, via Social Media 
    in die Öffentlichkeit gezerrt und dort mit Zuschauern ausgetragen werden, genau dadurch steigt auch der Druck möglichst schnell darauf zu reagieren, gerade durch die digitale Vernetzung be-
    gegnen wir auch vielen Leuten und mit ihnen verbundene Situationen, die wir früher nie kennen-
    gelernt hätten, so dass wir heutzutage eben auch viel öfter mit "unliebsamen Emotionen" konfron-
    tiert werden... 

     

    Steht hinter jemand mit einer Pistole und befiehlt dir, sofort zu antworten? ;)

    Die Öffentlichkeit ist völlig egal. Ja, ich kenne das von früher: "Was sollen denn die Nachbarn denken?" Hab ich viel zu spät gelernt, dass die Nachbarn, andere Leute und User im Netz nicht mein Leben leben und deswegen muss ich niemandem davon gefallen. Wer sich abwendet, weil ich zu mir und meiner Denk- und Handlungsweise stehe, der wollte mich so haben, wie ich für ihn praktisch bin. Brauche ich so jemanden in meinem Leben? Nein!

    Bitte nie von dem Gedanken leiten lassen, dass ich diesen Menschen irgendwann brauchen werde! Irgendwann ist nicht jetzt und im Fall des Falles findet sich immer eine Lösung!

    Einzige Ausnahme, die mir jetzt einfällt, ist im Job, denn da hängen wir alle leider im Abhängigkeitsverhältnis, auch die Selbstständigen.

    Mag sein, dass niemand mit einer Waffe hinter mir steht, aber Abhängigkeitsverhältnisse bestehen nicht nur im Job, wem sein Ruf und soziale Kontakte wichtig sind, der weis, dass der Druck enorm
    sein kann, sende viele liebe Grüße:-)

  • 06.12.25, 23:28 - Zuletzt bearbeitet 06.12.25, 23:38.

     

    Schwarzgelber Mutbürger:

     

    Mandi:

     

    Achso, du meinst, bei Personen, die in der Öffentlichkeit stehen. Ja, da schaut es ganz danach aus.

    Nein, ich meinte, dass heutzutage viele Dinge, die früher privat geklärt wurden, via Social Media 
    in die Öffentlichkeit gezerrt und dort mit Zuschauern ausgetragen werden, genau dadurch steigt auch der Druck möglichst schnell darauf zu reagieren, gerade durch die digitale Vernetzung be-
    gegnen wir auch vielen Leuten und mit ihnen verbundene Situationen, die wir früher nie kennen-
    gelernt hätten, so dass wir heutzutage eben auch viel öfter mit "unliebsamen Emotionen" konfron-
    tiert werden... 

     

    Steht hinter jemand mit einer Pistole und befiehlt dir, sofort zu antworten? ;)

    Die Öffentlichkeit ist völlig egal. Ja, ich kenne das von früher: "Was sollen denn die Nachbarn denken?" Hab ich viel zu spät gelernt, dass die Nachbarn, andere Leute und User im Netz nicht mein Leben leben und deswegen muss ich niemandem davon gefallen. Wer sich abwendet, weil ich zu mir und meiner Denk- und Handlungsweise stehe, der wollte mich so haben, wie ich für ihn praktisch bin. Brauche ich so jemanden in meinem Leben? Nein!

    Bitte nie von dem Gedanken leiten lassen, dass ich diesen Menschen irgendwann brauchen werde! Irgendwann ist nicht jetzt und im Fall des Falles findet sich immer eine Lösung!

    Einzige Ausnahme, die mir jetzt einfällt, ist im Job, denn da hängen wir alle leider im Abhängigkeitsverhältnis, auch die Selbstständigen.

  •  

    Mandi:

     

    Schwarzgelber Mutbürger:

    heutzutage wird vieles öffentlich ausgetragen, was früher eher privat war....

    Achso, du meinst, bei Personen, die in der Öffentlichkeit stehen. Ja, da schaut es ganz danach aus.

    Nein, ich meinte, dass heutzutage viele Dinge, die früher privat geklärt wurden, via Social Media 
    in die Öffentlichkeit gezerrt und dort mit Zuschauern ausgetragen werden, genau dadurch steigt auch der Druck möglichst schnell darauf zu reagieren, gerade durch die digitale Vernetzung be-
    gegnen wir auch vielen Leuten und mit ihnen verbundene Situationen, die wir früher nie kennen-
    gelernt hätten, so dass wir heutzutage eben auch viel öfter mit "unliebsamen Emotionen" konfron-
    tiert werden... 

  • 06.12.25, 18:19

    Das Verhalten eines anderen ist SEIN Verhalten. Viele nehmen das zu persönlich und das ist in alten Kindheitsprägungen begründet. Wenn man das Grundgefühl von "du bist mangelhaft und deshalb nicht komplett liebenswert" vermittelt bekam, triggert einen später jede Kritik und wir fühlen uns wieder genauso zurückgewiesen und ungeliebt, wie eben damals in der Kindheit.

    Es ist hilfreich, erst einmal neutral zu beobachten "das ist interessant" und sich dann zu fragen, was dieses Verhalten nun eigentlich genau zum Ausdruck bringt. In dem Moment, wo wir beim anderen nachfragen, wird dem überhaupt erstmal bewusst, was er da gesagt/getan hat und dann kann man gemeinsam auseinander dividieren, wem nun welcher Schuh gehört.

     

    Wer nimmt sich die Zeit dafür?
    Hat man denn überhaupt das Interesse? Virtuell? Mit Fremden?
    Ich eher selten, weil sich eben schon im Vorfeld ein Eindruck gezeigt hat, dass es wenig Sinn macht.

  • Ich möchte einen Gedanken mit euch teilen: Selbst in sehr verletzenden Situationen, wie zum Beispiel wenn ein Partner fremdgeht, entstehen unsere Gefühle – Wut, Enttäuschung oder Traurigkeit – in uns selbst. Wir fühlen, weil wir das Geschehen auf unsere Weise wahrnehmen und bewerten.

     

    Das Verhalten anderer kann uns verletzen, aber wie stark uns etwas trifft, hängt von uns ab. Wenn wir unsere Gefühle bewusst wahrnehmen, bleiben wir handlungsfähig und können klarer entscheiden, wie wir reagieren.

  • 06.12.25, 15:54

     

    Schwarzgelber Mutbürger:

    heutzutage wird vieles öffentlich ausgetragen, was früher eher privat war....

    Achso, du meinst, bei Personen, die in der Öffentlichkeit stehen. Ja, da schaut es ganz danach aus.

  • 06.12.25, 15:49

    Ich würde unterscheiden ob jemand bewusst oder unbewusst ein Gefühl in mir auslöst - demnach kann ich schon auch jemanden für meine Gefühle oder Reaktionen verantwortlich machen. 

  •  

    Mandi:

     

    Schwarzgelber Mutbürger:

    deswegen flüchte ich in der Regel erstmal aus der Situation um darüber nachzudenken, in unserer schnelllebigen Gesellschaft ist dies jedoch nicht wirklich hilfreich, da oft eine sofortige Reaktion erwartet wird, wohl ein Grund warum die Gesellschaft immer weiter polarisiert wird?  

    Ich kenne die Situation nicht, aber hatte man "früher" wirklich die Zeit, darüber nachzudenken und erst später zu reagieren? Wie gesagt, hängt von der Situation ab.

    In lebensbedrohlichen Situationen zwar sicher nicht, aber in diesem Beitrag geht es ja nicht da-
    rum, in Situationen wo man persönlich angegriffen wurde, war zumindest der Druck zur Reak-
    tion nicht so groß und man konnte es erstmal sacken lassen, darüber nachdenken und danach
    reagieren, heutzutage wird vieles öffentlich ausgetragen, was früher eher privat war....

  •  

    Mandi:

     

    Schwarzgelber Mutbürger:

    deswegen flüchte ich in der Regel erstmal aus der Situation um darüber nachzudenken, in unserer schnelllebigen Gesellschaft ist dies jedoch nicht wirklich hilfreich, da oft eine sofortige Reaktion erwartet wird, wohl ein Grund warum die Gesellschaft immer weiter polarisiert wird?  

    Ich kenne die Situation nicht, aber hatte man "früher" wirklich die Zeit, darüber nachzudenken und erst später zu reagieren? Wie gesagt, hängt von der Situation ab.

    Der Säbelzahntiger ist ausgestorben, aber wir reagieren immer noch wie früher!

  • 06.12.25, 15:22

     

    Schwarzgelber Mutbürger:

    deswegen flüchte ich in der Regel erstmal aus der Situation um darüber nachzudenken, in unserer schnelllebigen Gesellschaft ist dies jedoch nicht wirklich hilfreich, da oft eine sofortige Reaktion erwartet wird, wohl ein Grund warum die Gesellschaft immer weiter polarisiert wird?  

    Ich kenne die Situation nicht, aber hatte man "früher" wirklich die Zeit, darüber nachzudenken und erst später zu reagieren? Wie gesagt, hängt von der Situation ab.

  • An manchen Tagen stehe ich einfach "über" diesen Situationen und Menschen, die an manch an-
    deren Tagen diese tiefen Emotionen in mir auslösen, so dass ich durchaus der Meinung bin, das
    es vor allem an mir liegt wie ich mit den Menschen oder Situationen umgehe, meist atme ich tief
    durch, bevor ich reagiere, aber meist reicht dies auch nicht um "sachgerecht" zu reagieren, des-
    wegen flüchte ich in der Regel erstmal aus der Situation um darüber nachzudenken, in unserer
    schnelllebigen Gesellschaft ist dies jedoch nicht wirklich hilfreich, da oft eine sofortige Reaktion
    erwartet wird, wohl ein Grund warum die Gesellschaft immer weiter polarisiert wird?  

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