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  • Die zwei Arten von Liebenden

    Diskussion · 54 Beiträge · 6 Gefällt mir · 1.002 Aufrufe
    Tony aus Langnau im Emmental

    Ich glaube es gibt grundsätzlich zwei Typen, wie die Liebe in der Partnerschaft gelebt wird. In einer langen Partnerschaft können sich diese wechseln.


    Entweder bist du ein Fresser oder ein Unterwerfer.


    Der Fresser konsumiert seinen Partner nach und nach, bis nichts mehr da ist.


    Der Unterwerfer unterwirft sich dem Frieden und der Harmonie willen der Partnerschaft.


    Wenn nun zwei Fresser aufeinandertreffen, gibt es eine kurze wilde Liebe. Es fliegen die Fetzen mit heissem Sex, Kissenschlacht, grossen Emotionen und nach kurzer Zeit ist der unvergessliche Spass vorbei und das Feuer wieder erloschen.


    Wenn ein Fresser auf einen Unterwerfer trifft, dann dominiert dieser die Partnerschaft und saugt das Leben und die Identität des Partners nach und nach aus. Dieser zieht sich immer weiter zurück und entwickelt seine Defizite, die sich verheerend auf Psyche und körperliche Gesundheit auswirken können. Selbstverständlich bleibt der Sex irgendwann einmal auf der Strecke. Diese Partnerschaften können Jahrzehnte dauern und sind weit verbreitet.


    Der Idealfall sind zwei Unterwerfer. Sie suchen sich gemeinsam einen Weg durchs Leben, tragen Sorge zueinander und finden immer wieder einen Weg das Feuer der Liebe zu nähren. Sie gönnen dem Partner seine Freiheiten und unterstützen ihn wo sie nur können in seiner Persönlichkeitsentwicklung. Sie erleben ihre Hochs und Tiefs als eine Bereicherung ihrer Liebe. Ihr Sexleben ist eine Reise durch Paradiese und Wüsten, und je länger die Partnerschaft dauert, konsumieren sie ihn wie guten alten Wein.

     

    Das sind meine Beobachtungen, die sich nicht mit deinen decken müssen. Aber ich bin sicher, wenn du deine Beziehungen durch dieses simple Raster betrachtest, wirst du dich irgendwo wiedererkennen.

     

    Jetzt bin ich gespannt auf deine Meinung.

    13.02.26, 07:13

Beiträge

  • 13.02.26, 15:19

     

    Tony:

     

    Alberto:

    Wie bist du zu diesen zwei Bezeichnungen gekommen? 

    Ich habe nach einer prägnanten Bezeichnung gesucht, die auch zum Nachdenken anregen kann ...

    Bei mir haben sie das Textverständnis erschwert, weil ich die Bezeichnungen im Bindungskontext negativ assoziiere. Habe sie dann einfach Typ A und B genannt. Und obwohl ich mich für das Thema interessiere, habe ich dazu wenig Meinung. Weiß nicht, ob sie sich überhaupt in diese 2 Gruppen einteilen lassen. Zumindest präferiere ich Typ B. 

  • 13.02.26, 15:10

    Fresser auf Unterwerfer das kann böse ausgehen 

    2 Unterwerfer ist evtl. geeignet für paare die schon lange zusammen sind und es bleiben wollen weil heutzutage sprechen die Paare nicht mehr miteinander und die Beziehung geht auseinander wegen kleinigkeiten.

  • 13.02.26, 13:59

     

    Colin:

     

    Stefan:

    Ich hatte immer eine Beziehung auf Augenhöhe angestrebt, sonst wäre es keine Beziehung für mich.
    Also weder Fresser und Unterwerfer, der weder gefressen, noch unterworfen werden will.
    Interessante Wortwahl deinerseits.

     

    50/50 oder "auf Augenhohe" kann vieles bedeuten, und ich bezweifle, dass es für jeden dasselbe bedeutet.

     

    Ich sehe Beziehungen als einen fairen Austausch von Werten, bei dem es in bestimmten Fällen einem Partner erlaubt ist, die Führung zu übernehmen, abhängig von seinen Fähigkeiten und Beiträgen zum Wohl beider.  Wo die Frau oft in ihrer Weiblichkeit und der Mann in seiner Männlichkeit ist.  Nicht ein Partner dominiert ständig, sondern jeder Partner vertraut dem anderen und überlässt ihm/ihr die Führung zu unterschiedlichen Zeiten.


    Wie in dem von mir geposteten Clip erwähnt, sagt der Sprecher, dass in 50/50-Beziehungen am wenigsten Sex vorkommt, was ich auch als geringe oder gar keine Intimität interpretiere.
    Für mich sieht es dann nach einem Geschäft oder einer Transaktion aus als eine romantische Beziehung.  Wenn beide Rollen exakt gleichberechtigt gespielt würden, würde das meiner Meinung nach die Romantik zerstören, insbesondere dann, wenn beide Parteien die Hälfte zahlen müssen, wobei eine Partei (in unserer Altersgruppe üblicherweise der Mann) mehr verdient.

     

    Ich glaube, viele Frauen unterschätzen, wie oft Männer in einer Beziehung nachgeben. Rund 80 % aller größeren Anschaffungen werden von Frauen entschieden. z.B. Wenn ein Mann ein Kleidungsstück trägt, das seine Frau nicht gefällt, sagt sie ihm das direkt, und er gibt normalerweise nach (obwohl 50% Kleiderschrankplatz bekommen wir nie).  Umgekehrt sind wir Männer sehr vorsichtig und versuchen ihr zu sagen, dass sie in einem anderen Kleidungsstück besser aussieht.  (oder einfach nichts sagen, um das Drama zu vermeiden)

     

    Wenn sie ihre Familie oder Freunde besuchen möchte, findet das normalerweise statt. Wenn sie aber keine Lust hat, unsere Freunde oder Familie zu besuchen, müssen wir in der Regel nachgeben (oder später die Konsequenzen tragen).  Im Allgemeinen kümmern sich Frauen besser um Beziehungen, aber sie kontrollieren sie auch stärker.  In vielen Fällen haben Männer nach einer langen Beziehung ihre Freunde und sogar den Kontakt zu manche Familienmitgliedern verloren.

     

    Heutzutage haben Frauen alle Wahlmöglichkeiten, was gut ist. Das bedeutet jedoch nicht, dass alles, was sie sich wünscht, auch funktionieren wird (z. B. ist eine rein geschäftliche Beziehung wahrscheinlich nicht romantisch).  Eine große Auswahl zu haben bedeutet nicht, dass man jede Option nutzen oder haben kann, sondern dass man sich aus einer Vielzahl von Optionen für einige wenige entscheiden kann.  z.B. Möchtest du eine geschäftliche oder eine romantische Beziehung?  

     

    " Sprecher" sagen meist das, was andere hören wollen, bzw. wofür bezahlt wird und das hat meist nur bedingt mit Wahrheit zu tun. Wie weitreichend sollen seine Erfahrungen schon sein, um verallgemeinert werden zu können?

    Schon eine interessante Perspektive, die Du da reinschmeisst und es lässt relativ klar erkennen, wie Du priorisierst (frei von Wertung).

    "geschäftliche oder eine romantische Beziehung" Geschäftliches hat bei mir keine Priorität und Romantik muss den Alltag überleben, ansonsten habe ich keine klar definierten Ansprüche. Wenn es passt, dann passt es und wenn nicht, dann eben nicht.


    Einen Kompromiss einzugehen, bedeutet m.A.n. ja nicht "gefressen" zu werden, wenn man sich dessen bewußt ist.
    Materielle Bindungen triggern spezielle Eigenschaften, wobei ich die Eigenschaften bevorzuge, die durch eine mentale Bindung entstehen.

     

  • 13.02.26, 13:20 - Zuletzt bearbeitet 13.02.26, 13:39.

     

    Stefan:

    Ich hatte immer eine Beziehung auf Augenhöhe angestrebt, sonst wäre es keine Beziehung für mich.
    Also weder Fresser und Unterwerfer, der weder gefressen, noch unterworfen werden will.
    Interessante Wortwahl deinerseits.

     

    50/50 oder "auf Augenhohe" kann vieles bedeuten, und ich bezweifle, dass es für jeden dasselbe bedeutet.

     

    Ich sehe Beziehungen als einen fairen Austausch von Werten, bei dem es in bestimmten Fällen einem Partner erlaubt ist, die Führung zu übernehmen, abhängig von seinen Fähigkeiten und Beiträgen zum Wohl beider.  Wo die Frau oft in ihrer Weiblichkeit und der Mann in seiner Männlichkeit ist.  Nicht ein Partner dominiert ständig, sondern jeder Partner vertraut dem anderen und überlässt ihm/ihr die Führung zu unterschiedlichen Zeiten.


    Wie in dem von mir geposteten Clip erwähnt, sagt der Sprecher, dass in 50/50-Beziehungen am wenigsten Sex vorkommt, was ich auch als geringe oder gar keine Intimität interpretiere.
    Für mich sieht es dann nach einem Geschäft oder einer Transaktion aus als eine romantische Beziehung.  Wenn beide Rollen exakt gleichberechtigt gespielt würden, würde das meiner Meinung nach die Romantik zerstören, insbesondere dann, wenn beide Parteien die Hälfte zahlen müssen, wobei eine Partei (in unserer Altersgruppe üblicherweise der Mann) mehr verdient.

     

    Ich glaube, viele Frauen unterschätzen, wie oft Männer in einer Beziehung nachgeben. Rund 80 % aller größeren Anschaffungen werden von Frauen entschieden. z.B. Wenn ein Mann ein Kleidungsstück trägt, das seine Frau nicht gefällt, sagt sie ihm das direkt, und er gibt normalerweise nach (obwohl 50% Kleiderschrankplatz bekommen wir nie).  Umgekehrt sind wir Männer sehr vorsichtig und versuchen ihr zu sagen, dass sie in einem anderen Kleidungsstück besser aussieht.  (oder einfach nichts sagen, um das Drama zu vermeiden)

     

    Wenn sie ihre Familie oder Freunde besuchen möchte, findet das normalerweise statt. Wenn sie aber keine Lust hat, unsere Freunde oder Familie zu besuchen, müssen wir in der Regel nachgeben (oder später die Konsequenzen tragen).  Im Allgemeinen kümmern sich Frauen besser um Beziehungen, aber sie kontrollieren sie auch stärker.  In vielen Fällen haben Männer nach einer langen Beziehung ihre Freunde und sogar den Kontakt zu manche Familienmitgliedern verloren.

     

    Heutzutage haben Frauen alle Wahlmöglichkeiten, was gut ist. Das bedeutet jedoch nicht, dass alles, was sie sich wünscht, auch funktionieren wird (z. B. ist eine rein geregelte Beziehung wahrscheinlich nicht romantisch).  Eine große Auswahl zu haben bedeutet nicht, dass man jede Option nutzen oder haben kann, sondern dass man sich aus einer Vielzahl von Optionen für einige wenige entscheiden kann.  z.B. Möchtest du eine geregelte Beziehung oder eine romantische Beziehung?  

     

  •  

    Leo:

     

    Tony:

     

    Dein Nachfragen wird uns unweigerlich auf eine archaische Ebene unserer Rollenverteilung führen. Wollen wir dorthin? Warum nicht …

     

    Der biologische Unterschied von Mann und Frau hat unweigerlich dazu geführt, dass die Schwächere sich dem Stärkeren unterwerfen muss, und das seit der Steinzeit. Die kulturelle Entwicklung hat sich dieser Tatsache dann vor allem in der Religion zu eigen gemacht, wo plötzlich eine Gottheit das Sagen hatte. Dieses Muster sitzt ganz tief in unserer Psyche eingegraben.

     

    Aber Frauen sind nicht dumm und haben sich deshalb zu Meistern der Manipulation entwickelt. Und da haben wir die Dualität wieder: Manipulation und Domination, die beiden Geschwister, ein äusserst interessantes Thema, das unbedingt einen eigenen Thread verdient hat.

     

    So hast du recht, dass von ‹natur› aus, eigentlich eher die Frau in der devoten Rolle verharrt. Dies wird heute massiv aufgebrochen und hat mit jeder Generation einen geringeren Einfluss. Was für unsere Eltern noch selbstverständlich war, ist es für unsere Kinder schon lange nicht mehr. Darum sehe ich, dass es nicht mehr so sehr eine Frage des Geschlechts ist, sondern vielmehr ein Bewusstseinsprozess, wo jeder sich in seiner Rolle wahrnehmen muss.

     

    Der gleiche Mechanismus spielt sich übrigens auch in homosexuellen Beziehungen ab.

     

    Es wäre doch schön, wenn dieser Thread noch so manchen frischen Wind in verkrustete Beziehungen bringen kann.

    Deinem letzten Absatz stimme ich zu.

     

    Und der Aussage, dass wir da nicht hin wollen. Für mich, als in dem Bereich sehr klar aufgestellte Frau, ist das hier nicht das Forum.über Männer- und Frauenrollen zu diskutieren. Deshalb war meine Frage bzw. Aussage nicht gut gewählt...

    Naja, es ist nun mal ein interessantes Thema und ich finde das Forum recht gut. Aber es ist sicher eine Lebensaufgabe herauszufinden, wer oder was wir eigentlich sind.

  • 13.02.26, 11:02

    Ich hatte immer eine Beziehung auf Augenhöhe angestrebt, sonst wäre es keine Beziehung für mich.
    Also weder Fresser und Unterwerfer, der weder gefressen, noch unterworfen werden will.
    Interessante Wortwahl deinerseits.

  •  

    Colin:

     

    Leo:

     

    Ich schau mir jetzt kein 2 Stunden Video  an. Kannst du deine Themen vielleicht einfach formulieren ?


    Ich habe einen 10-minütigen Clip gefunden und den auch gepostet.


    hier wieder ….
    https://www.youtube.com/watch?v=ton_siok45Q

    very good, I like it ... thanks for the hint ...

  • 13.02.26, 10:34

     

    Tony:

     

    Leo:

     

    Wird ? Oder kann ?

    Ich sehe leider viele Menschen, die verharren, wo sie sind. Frauen oft in der devoten Rolle. 

    Deshalb finde ich deine Beobachtung interessant.

    Dein Nachfragen wird uns unweigerlich auf eine archaische Ebene unserer Rollenverteilung führen. Wollen wir dorthin? Warum nicht …

     

    Der biologische Unterschied von Mann und Frau hat unweigerlich dazu geführt, dass die Schwächere sich dem Stärkeren unterwerfen muss, und das seit der Steinzeit. Die kulturelle Entwicklung hat sich dieser Tatsache dann vor allem in der Religion zu eigen gemacht, wo plötzlich eine Gottheit das Sagen hatte. Dieses Muster sitzt ganz tief in unserer Psyche eingegraben.

     

    Aber Frauen sind nicht dumm und haben sich deshalb zu Meistern der Manipulation entwickelt. Und da haben wir die Dualität wieder: Manipulation und Domination, die beiden Geschwister, ein äusserst interessantes Thema, das unbedingt einen eigenen Thread verdient hat.

     

    So hast du recht, dass von ‹natur› aus, eigentlich eher die Frau in der devoten Rolle verharrt. Dies wird heute massiv aufgebrochen und hat mit jeder Generation einen geringeren Einfluss. Was für unsere Eltern noch selbstverständlich war, ist es für unsere Kinder schon lange nicht mehr. Darum sehe ich, dass es nicht mehr so sehr eine Frage des Geschlechts ist, sondern vielmehr ein Bewusstseinsprozess, wo jeder sich in seiner Rolle wahrnehmen muss.

     

    Der gleiche Mechanismus spielt sich übrigens auch in homosexuellen Beziehungen ab.

     

    Es wäre doch schön, wenn dieser Thread noch so manchen frischen Wind in verkrustete Beziehungen bringen kann.

    Deinem letzten Absatz stimme ich zu.

     

    Und der Aussage, dass wir da nicht hin wollen. Für mich, als in dem Bereich sehr klar aufgestellte Frau, ist das hier nicht das Forum.über Männer- und Frauenrollen zu diskutieren. Deshalb war meine Frage bzw. Aussage nicht gut gewählt...

  •  

    Alberto:

    Tony: Entweder bist du ein Fresser oder ein Unterwerfer.

    Wie bist du zu diesen zwei Bezeichnungen gekommen? 

    Ich habe nach einer prägnanten Bezeichnung gesucht, die auch zum Nachdenken anregen kann ...

  •  

    Matthias:

    Mir ist diese Eingangs-These mit "Fresser und Unterwerfer" wie Du es bezeichnest, zu sehr ein "Schwarz-Weiß"-Denken und beide "Fresser und Unterwerfer" sehr negativ besetzte Begriffe. 

     

    In meiner Denkweise gibt es "die Augenhöhe", wo es weder einen Fresser noch Unterwerfer gibt, sondern ein Jing und Jang. In dieser Beziehung nimmt und gibt man, diskuttiert und findet Kompromisse aber auf Augenhöhe. 

     

    Dann gibt es laut der Bindungspsychologie den vermeidenden und den ängstlichen Bindungstyp. Durch Kindheit und Lebenserfahrung sind sie so geworden. Der vermeidende Bindungstyp möchte Nähe, wenn es ihm/ihr gerade passt und benötigt vor allem die Flexibilität, Freiheit und Unabhängigkeit. Der ängstliche Typ ist eher zurückhaltend, passt sich gerne an, klammert und wenn der andere "vermeidet" oder Distanz aufbaut, läuft er hinterher. 

    Der vermeidende Typ wirkt auf die ängstlichen dabei sehr interessant und das Drama um den vermeidenden empfindet der ängstliche fälschlicherweise als Liebe. 

    Natürlich funktionieren zwei vermeidenden Typen nicht. 

     

    Beide bräuchten den stabilen Typen, der aber von beiden Typen als "langweilig" empfunden wird. Das deckt sich auch mit meiner Erfahrung. 

    Wenn zwei "stabile" Typen aufeinander treffen, entsteht eine tief verbindende Beziehung. 

    Man geht davon aus, dass 50% der Menschheit zu den "stabilen" gehört... und da dieser sehr kompatibel ist, auf dem Single Markt seltener zu finden ist... aber eben auch "übersehen" wird (da zu langweilig). 

     

    Ich würde "Fresser" vor allem Menschen bezeichnen mit narzistischen Zügen, wobei Narzisten psychologisch gesehen im Inneren Minderwertigkeitskomplexe haben und daher auch alle anderen erniedrigen müssen, um selber sich auf einer höheren Stufe zu sehen. Mr. Trump ist ein gutes Beispiel dafür. Diese Menschen nehmen mehr, als das sie geben, weshalb man auch von "toxischen" Beziehung spricht. 

    Sie umgeben sich mit Galionsfiguren neben sich, um nach außen hin zu strahlen und suchen sie MitMenschen die man leicht manipulieren kann. 

    Daher wird es nie zwei Fresser geben, die aufeinander treffen würden! 

    Vielen Dank für diesen äusserst interessanten Beitrag. Du hast natürlich recht: Es sind schwarz-weiss Begriffe. Doch erst wenn wir schwarz und weiss kennen, können wir auch grau bestimmen. Ich habe versucht das Gedankenspiel hier zu erklären:

    /community/friendseek/forum/freizeit/sonstiges/8439/die-zwei-arten-von-liebenden?reply=170832&page=0

    Ich denke diese Denkweise kann besonders dann hilfreich sein, wenn du wissen willst, warum deine Beziehung nicht funktioniert, oder sogar gescheitert ist.

     

  • 13.02.26, 10:12

    Tony: Entweder bist du ein Fresser oder ein Unterwerfer.

    Wie bist du zu diesen zwei Bezeichnungen gekommen? 

  •  

    Leo:

     

    Tony:

     

    Ja, eindeutig, beide Geschlechter. Interessant ist die weibliche Rolle der Unterwerfung einem dominanten Männchen gegenüber, die sich dann im späteren Verlauf der Beziehung radikal ändern wird. 

    Wird ? Oder kann ?

    Ich sehe leider viele Menschen, die verharren, wo sie sind. Frauen oft in der devoten Rolle. 

    Deshalb finde ich deine Beobachtung interessant.

    Dein Nachfragen wird uns unweigerlich auf eine archaische Ebene unserer Rollenverteilung führen. Wollen wir dorthin? Warum nicht …

     

    Der biologische Unterschied von Mann und Frau hat unweigerlich dazu geführt, dass die Schwächere sich dem Stärkeren unterwerfen muss, und das seit der Steinzeit. Die kulturelle Entwicklung hat sich dieser Tatsache dann vor allem in der Religion zu eigen gemacht, wo plötzlich eine Gottheit das Sagen hatte. Dieses Muster sitzt ganz tief in unserer Psyche eingegraben.

     

    Aber Frauen sind nicht dumm und haben sich deshalb zu Meistern der Manipulation entwickelt. Und da haben wir die Dualität wieder: Manipulation und Domination, die beiden Geschwister, ein äusserst interessantes Thema, das unbedingt einen eigenen Thread verdient hat.

     

    So hast du recht, dass von ‹natur› aus, eigentlich eher die Frau in der devoten Rolle verharrt. Dies wird heute massiv aufgebrochen und hat mit jeder Generation einen geringeren Einfluss. Was für unsere Eltern noch selbstverständlich war, ist es für unsere Kinder schon lange nicht mehr. Darum sehe ich, dass es nicht mehr so sehr eine Frage des Geschlechts ist, sondern vielmehr ein Bewusstseinsprozess, wo jeder sich in seiner Rolle wahrnehmen muss.

     

    Der gleiche Mechanismus spielt sich übrigens auch in homosexuellen Beziehungen ab.

     

    Es wäre doch schön, wenn dieser Thread noch so manchen frischen Wind in verkrustete Beziehungen bringen kann.

  • 13.02.26, 09:56 - Zuletzt bearbeitet 13.02.26, 09:57.

     

    Leo:

     

    Colin:

    Ich möchte dies hier einbringen, um die Diskussion zu fördern. (auf Englisch)
     

    https://m.youtube.com/watch?v=ofzTcfQBnWw&fbclid=IwRlRTSAP7wyBleHRuA2FlbQIxMQBzcnRjBmFwcF9pZAo2NjI4NTY4Mzc5AAEeUVevs_bVS_-ZaoMe5r9mi_nqUBpfammvGf4So_YDlKHMVZMgzP58-VLWzk8_aem_ktVZlHBQNRRZvALgJhEgcA

     

    In den Kommentaren bezeichnete es jemand als „trustful submission“ (vertrauensvolle Einreichung).

     

    Meiner Erfahrung nach hält eine Beziehung, die auf Konkurrenz oder Machtspiel basiert, nie lange.

    Ich schau mir jetzt kein 2 Stunden Video  an. Kannst du deine Themen vielleicht einfach formulieren ?


    Ich habe einen 10-minütigen Clip gefunden und den auch gepostet.


    hier wieder ….
    https://www.youtube.com/watch?v=ton_siok45Q

  • 13.02.26, 09:54

     

    Colin:

    Ich möchte dies hier einbringen, um die Diskussion zu fördern. (auf Englisch)
     

    https://m.youtube.com/watch?v=ofzTcfQBnWw&fbclid=IwRlRTSAP7wyBleHRuA2FlbQIxMQBzcnRjBmFwcF9pZAo2NjI4NTY4Mzc5AAEeUVevs_bVS_-ZaoMe5r9mi_nqUBpfammvGf4So_YDlKHMVZMgzP58-VLWzk8_aem_ktVZlHBQNRRZvALgJhEgcA

     

    In den Kommentaren bezeichnete es jemand als „trustful submission“ (vertrauensvolle Einreichung).

     

    Meiner Erfahrung nach hält eine Beziehung, die auf Konkurrenz oder Machtspiel basiert, nie lange.

    Ich schau mir jetzt kein 2 Stunden Video  an. Kannst du deine Themen vielleicht einfach formulieren ?

  • 13.02.26, 09:43 - Zuletzt bearbeitet 13.02.26, 09:54.

    Ich möchte dies hier einbringen, um die Diskussion zu fördern. (auf Englisch)
     
    https://www.youtube.com/watch?v=ton_siok45Q


     

    vollständiges Interview :

    https://m.youtube.com/watch?v=ofzTcfQBnWw&fbclid=IwRlRTSAP7wyBleHRuA2FlbQIxMQBzcnRjBmFwcF9pZAo2NjI4NTY4Mzc5AAEeUVevs_bVS_-ZaoMe5r9mi_nqUBpfammvGf4So_YDlKHMVZMgzP58-VLWzk8_aem_ktVZlHBQNRRZvALgJhEgcA

     

    In den Kommentaren bezeichnete es jemand als „trustful submission“ (vertrauensvolle Einreichung).

     

    Meiner Erfahrung nach hält eine Beziehung, die auf Konkurrenz oder Machtspiel basiert, nie lange.

  • 13.02.26, 09:42

    Mir ist diese Eingangs-These mit "Fresser und Unterwerfer" wie Du es bezeichnest, zu sehr ein "Schwarz-Weiß"-Denken und beide "Fresser und Unterwerfer" sehr negativ besetzte Begriffe. 

     

    In meiner Denkweise gibt es "die Augenhöhe", wo es weder einen Fresser noch Unterwerfer gibt, sondern ein Jing und Jang. In dieser Beziehung nimmt und gibt man, diskuttiert und findet Kompromisse aber auf Augenhöhe. 

     

    Dann gibt es laut der Bindungspsychologie den vermeidenden und den ängstlichen Bindungstyp. Durch Kindheit und Lebenserfahrung sind sie so geworden. Der vermeidende Bindungstyp möchte Nähe, wenn es ihm/ihr gerade passt und benötigt vor allem die Flexibilität, Freiheit und Unabhängigkeit. Der ängstliche Typ ist eher zurückhaltend, passt sich gerne an, klammert und wenn der andere "vermeidet" oder Distanz aufbaut, läuft er hinterher. 

    Der vermeidende Typ wirkt auf die ängstlichen dabei sehr interessant und das Drama um den vermeidenden empfindet der ängstliche fälschlicherweise als Liebe. 

    Natürlich funktionieren zwei vermeidenden Typen nicht. 

     

    Beide bräuchten den stabilen Typen, der aber von beiden Typen als "langweilig" empfunden wird. Das deckt sich auch mit meiner Erfahrung. 

    Wenn zwei "stabile" Typen aufeinander treffen, entsteht eine tief verbindende Beziehung. 

    Man geht davon aus, dass 50% der Menschheit zu den "stabilen" gehört... und da dieser sehr kompatibel ist, auf dem Single Markt seltener zu finden ist... aber eben auch "übersehen" wird (da zu langweilig). 

     

    Ich würde "Fresser" vor allem Menschen bezeichnen mit narzistischen Zügen, wobei Narzisten psychologisch gesehen im Inneren Minderwertigkeitskomplexe haben und daher auch alle anderen erniedrigen müssen, um selber sich auf einer höheren Stufe zu sehen. Mr. Trump ist ein gutes Beispiel dafür. Diese Menschen nehmen mehr, als das sie geben, weshalb man auch von "toxischen" Beziehung spricht. 

    Sie umgeben sich mit Galionsfiguren neben sich, um nach außen hin zu strahlen und suchen sie MitMenschen die man leicht manipulieren kann. 

    Daher wird es nie zwei Fresser geben, die aufeinander treffen würden! 

  • 13.02.26, 09:32

     

    Tony:

     

    Leo:

     

    Mich würde interessieren, ob du bei deinen Beobachtung beide Geschlechter in der Rolle des/r Hinnehmenden siehst oder gibt es klare Tendenzen ?

    Ja, eindeutig, beide Geschlechter. Interessant ist die weibliche Rolle der Unterwerfung einem dominanten Männchen gegenüber, die sich dann im späteren Verlauf der Beziehung radikal ändern wird. 

    Wird ? Oder kann ?

    Ich sehe leider viele Menschen, die verharren, wo sie sind. Frauen oft in der devoten Rolle. 

    Deshalb finde ich deine Beobachtung interessant.

  •  

    Leo:

     

    Tony:

    Vielen Dank für eure Beiträge.

     

    Solche duale Gedankenkonzepte sind immer als Hilfsmittel gedacht, um überhaupt in ein Thema eindringen zu können. Dabei kann es hilfreich sein die Dualität pregnant zu benennen.

     

    Ich bin darauf gekommen, weil ich mir die Frage stellen musste, ob eine ausgeglichene Partnerschaft mit einem Fresser überhaupt möglich ist. Der Unterwerfer wird sich wehren müssen, was ihm die Partnerschaft kosten kann.

     

    Was mich fasziniert, wie leidensfähig Unterwerfer einem Fresser gegenüber sein können, jedenfalls in meinem Umfeld beobachte ich das so. Ich sehe wie viele Partnerschaften genau daran scheitern, dass der eine vom anderen aufgefressen werden will und der andere sich nicht wehrt. Eigentlich sind ja beide nicht richtig.

     

    Dominant ein gutes Wort und 'führend' zu wenig pathologisch, kann mich aber mit 'hinnehmend' oder sogar 'hingebend' anfreunden.

    Mich würde interessieren, ob du bei deinen Beobachtung beide Geschlechter in der Rolle des/r Hinnehmenden siehst oder gibt es klare Tendenzen ?

    Ja, eindeutig, beide Geschlechter. Interessant ist die weibliche Rolle der Unterwerfung einem dominanten Männchen gegenüber, die sich dann im späteren Verlauf der Beziehung radikal ändern wird. 

  • 13.02.26, 09:17

     

    Tony:

    Vielen Dank für eure Beiträge.

     

    Solche duale Gedankenkonzepte sind immer als Hilfsmittel gedacht, um überhaupt in ein Thema eindringen zu können. Dabei kann es hilfreich sein die Dualität pregnant zu benennen.

     

    Ich bin darauf gekommen, weil ich mir die Frage stellen musste, ob eine ausgeglichene Partnerschaft mit einem Fresser überhaupt möglich ist. Der Unterwerfer wird sich wehren müssen, was ihm die Partnerschaft kosten kann.

     

    Was mich fasziniert, wie leidensfähig Unterwerfer einem Fresser gegenüber sein können, jedenfalls in meinem Umfeld beobachte ich das so. Ich sehe wie viele Partnerschaften genau daran scheitern, dass der eine vom anderen aufgefressen werden will und der andere sich nicht wehrt. Eigentlich sind ja beide nicht richtig.

     

    Dominant ein gutes Wort und 'führend' zu wenig pathologisch, kann mich aber mit 'hinnehmend' oder sogar 'hingebend' anfreunden.

    Mich würde interessieren, ob du bei deinen Beobachtung beide Geschlechter in der Rolle des/r Hinnehmenden siehst oder gibt es klare Tendenzen ?

  •  

    Fritz:

     

    Toni:

     

    Wie immer in jeder Diskussion macht er das...!!!

    Das Verb provozieren (1. Hälfte 16. Jh.) stammt vom lateinischen Verb prōvocāre ab. Es bedeutet wörtlich „hervor-, herausrufen, auffordern, reizen“. Zusammengesetzt ist es aus pro- („vor“, „für“) und vocare („rufen“). Ursprünglich im römischen Recht als „Provokationsrecht“ (Berufung) genutzt, wandelte sich die Bedeutung zur Herausforderung oder zum Auslösen von Handlungen. 

     

    Man kann nur hervorrufen, was da ist.

    Vielen Dank Fritz, das war jetzt ein konstruktiver Beitrag, aber auch nicht wirklich zum Thema gehörend ...

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