Um mitzumachen, melde dich bitte an.
  • Die zwei Arten von Liebenden

    Diskussion · 54 Beiträge · 6 Gefällt mir · 1.002 Aufrufe
    Tony aus Langnau im Emmental

    Ich glaube es gibt grundsätzlich zwei Typen, wie die Liebe in der Partnerschaft gelebt wird. In einer langen Partnerschaft können sich diese wechseln.


    Entweder bist du ein Fresser oder ein Unterwerfer.


    Der Fresser konsumiert seinen Partner nach und nach, bis nichts mehr da ist.


    Der Unterwerfer unterwirft sich dem Frieden und der Harmonie willen der Partnerschaft.


    Wenn nun zwei Fresser aufeinandertreffen, gibt es eine kurze wilde Liebe. Es fliegen die Fetzen mit heissem Sex, Kissenschlacht, grossen Emotionen und nach kurzer Zeit ist der unvergessliche Spass vorbei und das Feuer wieder erloschen.


    Wenn ein Fresser auf einen Unterwerfer trifft, dann dominiert dieser die Partnerschaft und saugt das Leben und die Identität des Partners nach und nach aus. Dieser zieht sich immer weiter zurück und entwickelt seine Defizite, die sich verheerend auf Psyche und körperliche Gesundheit auswirken können. Selbstverständlich bleibt der Sex irgendwann einmal auf der Strecke. Diese Partnerschaften können Jahrzehnte dauern und sind weit verbreitet.


    Der Idealfall sind zwei Unterwerfer. Sie suchen sich gemeinsam einen Weg durchs Leben, tragen Sorge zueinander und finden immer wieder einen Weg das Feuer der Liebe zu nähren. Sie gönnen dem Partner seine Freiheiten und unterstützen ihn wo sie nur können in seiner Persönlichkeitsentwicklung. Sie erleben ihre Hochs und Tiefs als eine Bereicherung ihrer Liebe. Ihr Sexleben ist eine Reise durch Paradiese und Wüsten, und je länger die Partnerschaft dauert, konsumieren sie ihn wie guten alten Wein.

     

    Das sind meine Beobachtungen, die sich nicht mit deinen decken müssen. Aber ich bin sicher, wenn du deine Beziehungen durch dieses simple Raster betrachtest, wirst du dich irgendwo wiedererkennen.

     

    Jetzt bin ich gespannt auf deine Meinung.

    13.02.26, 07:13

Beiträge

  • 13.02.26, 08:56 - Zuletzt bearbeitet 13.02.26, 09:01.

    Vielen Dank für eure Beiträge.

     

    Solche duale Gedankenkonzepte sind immer als Hilfsmittel gedacht, um überhaupt in ein Thema eindringen zu können. Dabei kann es hilfreich sein die Dualität pregnant zu benennen.

     

    Ich bin darauf gekommen, weil ich mir die Frage stellen musste, ob eine ausgeglichene Partnerschaft mit einem Fresser überhaupt möglich ist. Der Unterwerfer wird sich wehren müssen, was ihm die Partnerschaft kosten kann.

     

    Was mich fasziniert, wie leidensfähig Unterwerfer einem Fresser gegenüber sein können, jedenfalls in meinem Umfeld beobachte ich das so. Ich sehe wie viele Partnerschaften genau daran scheitern, dass der eine vom anderen aufgefressen werden will und der andere sich nicht wehrt. Eigentlich sind ja beide nicht richtig.

     

    Dominant ein gutes Wort und 'führend' zu wenig pathologisch, kann mich aber mit 'hinnehmend' oder sogar 'hingebend' anfreunden.

  •  

    Toni:

     

    Tony:

    Bitte lasst euch von Fritz nicht vom Thema ablenken. Er braucht viel Aufmerksamkeit und diese holt er sich durch Provokation.

    Wie immer in jeder Diskussion macht er das...!!!

    Das Verb provozieren (1. Hälfte 16. Jh.) stammt vom lateinischen Verb prōvocāre ab. Es bedeutet wörtlich „hervor-, herausrufen, auffordern, reizen“. Zusammengesetzt ist es aus pro- („vor“, „für“) und vocare („rufen“). Ursprünglich im römischen Recht als „Provokationsrecht“ (Berufung) genutzt, wandelte sich die Bedeutung zur Herausforderung oder zum Auslösen von Handlungen. 

     

    Man kann nur hervorrufen, was da ist.

  • 13.02.26, 08:45

     

    Tony:

    Bitte lasst euch von Fritz nicht vom Thema ablenken. Er braucht viel Aufmerksamkeit und diese holt er sich durch Provokation.

    Wie immer in jeder Diskussion macht er das...!!!

  •  

    Leo:

    Ich finde die Begriffe devot und dominant garnicht verkehrt, sie sind inzwischen nur, auch dank der erwähnten Bücher, total abgeschmackt. Insofern würde ich 'hinnehmend' und 'führend' wählen, und beides auch mit einem genussvollen Anteil beschreiben.

    Wie gesagt, glaube ich, dass psychisch stabile erwachsene Menschen beide Ausprägungen in sich tragen und auch beides leben können. In langen Beziehungen wird es bestenfalls immer wieder austariert, wer wo steht. 

    das klingt absolut zustimmungsfähig.

    "unterwerfung", "fressen" und "gefressen werden" klingen allerdings weniger empathisch.

  • 13.02.26, 08:23

    Ich finde die Begriffe devot und dominant garnicht verkehrt, sie sind inzwischen nur, auch dank der erwähnten Bücher, total abgeschmackt. Insofern würde ich 'hinnehmend' und 'führend' wählen, und beides auch mit einem genussvollen Anteil beschreiben.

    Wie gesagt, glaube ich, dass psychisch stabile erwachsene Menschen beide Ausprägungen in sich tragen und auch beides leben können. In langen Beziehungen wird es bestenfalls immer wieder austariert, wer wo steht. 

  • Bitte lasst euch von Fritz nicht vom Thema ablenken. Er braucht viel Aufmerksamkeit und diese holt er sich durch Provokation.

  •  

    Tony:

     

    Leo:

    Ich mag die Worte Fresser und Unterwerfer nicht, da sie beide eher negativ klingen, benutze sie aber, da es dein Thread ist. 

    Meine Erfahrung ist die, dass ich beides sein kann. Sogar kurz nacheinander. Es hängt von den Menschen, die wir treffen, und der Situation ab, welche Seite wir ausleben. 

    Ich fände es tatsächlich auch sehr schade, wenn es nicht so wäre. Wir Menschen sind doch viel komplexer und facettenreicher, als wir uns oft zugestehen. 

    Welche Begriffe würdest du wählen?

    Jetzt schreibe ich zu dieser Frage für mich.

     

    es gäbe ja viele Möglichkeiten für solche Konstellationen.

     

    Eine wäre Devot /dominant

     

    dieses buch hat eine Auflage von vielen hundert Millionen. Von der verfilmung ganz zu schweigen.

    Aber in Umfragen (es wird zu 90 % von Frauen gelesen) gibt niemand zu, es gelesen oder gar gekauft zu haben.

     

    Wie auch immer, es wird ja eine glückliche Beziehung beschrieben, ganz sicher komplex und facettenreich.

     

    Fifty_Shades_of_Grey_poster (1).jpg

     

  •  

    Leo:

    Ich mag die Worte Fresser und Unterwerfer nicht, da sie beide eher negativ klingen, benutze sie aber, da es dein Thread ist. 

    Meine Erfahrung ist die, dass ich beides sein kann. Sogar kurz nacheinander. Es hängt von den Menschen, die wir treffen, und der Situation ab, welche Seite wir ausleben. 

    Ich fände es tatsächlich auch sehr schade, wenn es nicht so wäre. Wir Menschen sind doch viel komplexer und facettenreicher, als wir uns oft zugestehen. 

    Welche Begriffe würdest du wählen?

  • 13.02.26, 07:58

    Es muss auch nicht immer alles pathologisiert werden mit Begriffen wie Narzismuss und co. Für mich sind beides Anteile der menschlichen Natur im Sinne von Geben und Nehmen, nicht nur im Bereich Sexualität, und sollten beide in einem ausgeglichenen Verhältnis stehen. 

  •  

    Fritz:

     

    Tony:

     

    Am Anfang war ich eher der Fresser und bin dann zum Unterwerfer mutiert. Man darf im Leben auch ab und zu etwas lernen.

    ah ok. Na das klingt interessant.

    Ich würde deine Beschreibung des Beziehungsmusters eher in die kategorie Narzissmus / Co-Narzissmus einordnen.

    es gibt massenhaft Literatur darüber.

    Eitle Liebe wardetzki.JPG

    Es ist nicht alles Narzissmus auf dieser Welt. Wir haben wohl alle unsere narzisstischen Neigungen. Die Welt nur durch diese Brille zu betrachten, gibt wohl ein zu graues Bild.

  • 13.02.26, 07:54

    Ich mag die Worte Fresser und Unterwerfer nicht, da sie beide eher negativ klingen, benutze sie aber, da es dein Thread ist. 

    Meine Erfahrung ist die, dass ich beides sein kann. Sogar kurz nacheinander. Es hängt von den Menschen, die wir treffen, und der Situation ab, welche Seite wir ausleben. 

    Ich fände es tatsächlich auch sehr schade, wenn es nicht so wäre. Wir Menschen sind doch viel komplexer und facettenreicher, als wir uns oft zugestehen. 

  •  

    Tony:

     

    Fritz:

    Aus deinem text entnehme ich, dass du, wenn du überhaupt jemals eine Partnerschaft hattest, in ihr der Unterwerfer warst.

    Am Anfang war ich eher der Fresser und bin dann zum Unterwerfer mutiert. Man darf im Leben auch ab und zu etwas lernen.

    ah ok. Na das klingt interessant.

    Ich würde deine Beschreibung des Beziehungsmusters eher in die kategorie Narzissmus / Co-Narzissmus einordnen.

    es gibt massenhaft Literatur darüber.

    Eitle Liebe wardetzki.JPG
  •  

    Fritz:

    Aus deinem text entnehme ich, dass du, wenn du überhaupt jemals eine Partnerschaft hattest, in ihr der Unterwerfer warst.

    Am Anfang war ich eher der Fresser und bin dann zum Unterwerfer mutiert. Man darf im Leben auch ab und zu etwas lernen.

  • Aus deinem text entnehme ich, dass du, wenn du überhaupt jemals eine Partnerschaft hattest, in ihr der Unterwerfer warst.

Interesse geweckt? Jetzt kostenlos registrieren!

Du bist nur einen Klick entfernt. Die Registrierung dauert nur 1 Minute.