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  • Wann fühlt sich Liebe in einer Partnerschaft wirklich frei an?

    Diskussion · 77 Beiträge · 7 Gefällt mir · 1.562 Aufrufe
    Nino aus Düsseldorf
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    Ich möchte eine Frage in den Raum stellen, die mich gerade intensiv bewegt:


    Unter welchen Bedingungen entsteht in einer Partnerschaft das Gefühl von echter Freiheit in der Liebe?
     

    Für mich zeigt sich immer mehr:
    Liebe entfaltet ihre größte Kraft, wenn sie aus einer bewussten Entscheidung heraus entsteht. Nicht als Gewohnheit, nicht als Selbstverständlichkeit, sondern als lebendige Wahl – immer wieder neu.
    Ein Gedanke, der mich besonders berührt: 

    👉 „Ich entscheide mich heute für dich.“ 
    Das verändert sofort die Qualität von Beziehung.
     

    Was ich beobachte - in vielen Beziehungen entsteht mit der Zeit ein Spannungsfeld:
    Nähe wächst, Verbindlichkeit entsteht gleichzeitig schwindet oft das Gefühl von Freiheit.
     

    Und genau hier wird es spannend:
    👉 Freiheit und Bindung wirken dann besonders kraftvoll, wenn sie sich ergänzen.
    Ein Bild dazu: Struktur hält den Raum – Lebendigkeit füllt ihn.

    Was fördert für mich freie Liebe?
    Ein paar Impulse, die ich gerne zur Diskussion stelle:
    1. Bewusste Entscheidung statt Autopilot
    Immer wieder kurz innehalten:
    👉 Wähle ich gerade – oder funktioniere ich? 
    2. Eigenverantwortung für Gefühle
    Der andere berührt etwas in mir
    und ich übernehme Verantwortung dafür.
    Das schafft sofort mehr Raum und Leichtigkeit.
    3. Klarheit in der Kommunikation
    Wünsche aussprechen öffnet Verbindung
    Beispiel:
    👉 „Ich wünsche mir mehr Zeit mit dir“
    Das fühlt sich einladend an.
    4. Echte Begegnung ohne Zweck
    Zeit miteinander, die einfach entsteht
    (ohne Ziel, ohne Plan). Hier wächst Nähe ganz natürlich.
    5. Neugier auf den anderen
    Den Menschen immer wieder neu entdecken
    👉 Zuhören, als wäre es das erste Gespräch
    6. Freiheit innerhalb der Verbindung
    Ein Gedanke, der für mich sehr kraftvoll ist:
    👉 „Du bist frei zu gehen – und genau deshalb berührt es mich, dass du bleibst.“
    Das erzeugt Respekt, Anziehung und Tiefe.
    7. Eigene Räume behalten
    Eigenständigkeit bringt Frische in die Beziehung. Zwei starke Persönlichkeiten begegnen sich und wählen sich bewusst.
    Eine mögliche Essenz:
    Vielleicht liegt die Antwort genau in diesem Zusammenspiel:
    👉 Bewusste Struktur
    👉 gelebte Freiwilligkeit
    Zu viel Struktur wirkt eng
    zu viel Offenheit wirkt unklar
    Die Balance macht den Unterschied.
     

    Mini-Impuls für den Alltag
    Eine einfache Frage kann schon viel verändern:
    👉 „Bin ich gerade bewusst da – oder im Autopilot?“

     

    Ich bin neugierig auf eure Gedanken:

    Wann fühlt sich Liebe für euch frei an?
    Welche Erfahrungen habt ihr gemacht?
    Was lässt eure Beziehung lebendig bleiben?
    Ich freue mich auf einen echten Austausch 🌿

    12.04.26, 13:50 - Zuletzt bearbeitet 12.04.26, 13:53.

Beiträge

  • 16.04.26, 07:06

    Oder siehe Thread Beschreibung:

     

    Struktur hält den Raum – Lebendigkeit füllt ihn. Was fördert für mich freie Liebe? Ein paar Impulse, die ich gerne zur Diskussion stelle:

     

    1. Bewusste Entscheidung statt Autopilot

    Immer wieder kurz innehalten:👉 Wähle ich gerade – oder funktioniere ich? 
    2. Eigenverantwortung für Gefühle
    Das schafft sofort mehr Raum und Leichtigkeit.
    3. Klarheit in der Kommunikation
    Wünsche aussprechen öffnet Verbindung Beispiel:👉 „Ich wünsche mir mehr Zeit mit dir“ Das fühlt sich einladend an.
    4. Echte Begegnung ohne Zweck 

    Zeit miteinander, die einfach entsteht (ohne Ziel, ohne Plan). Hier wächst Nähe ganz natürlich.
    5. Neugier auf den anderen

    Den Menschen immer wieder neu entdecken
    👉 Zuhören, als wäre es das erste Gespräch
    6. Freiheit innerhalb der Verbindung

    Ein Gedanke, der für mich sehr kraftvoll ist:
    👉 „Du bist frei zu gehen – und genau deshalb berührt es mich, dass du bleibst.
    “Das erzeugt Respekt, Anziehung und Tiefe.
    7. Eigene Räume behalten

    Eigenständigkeit bringt Frische in die Beziehung. Zwei starke Persönlichkeiten begegnen sich und wählen sich bewusst. Eine mögliche Essenz: Vielleicht liegt die Antwort genau in diesem Zusammenspiel:
    👉 Bewusste Struktur
    👉 gelebte Freiwilligkeit
    Zu viel Struktur wirkt eng
    zu viel Offenheit wirkt unklar. 
    Die Balance macht den Unterschied. 
     

    Mini-Impuls für den Alltag
    Eine einfache Frage kann schon viel verändern:
    👉 „Bin ich gerade bewusst da – oder im Autopilot?“

     

    1000224518.png
  • 15.04.26, 11:09 - Zuletzt bearbeitet 15.04.26, 11:11.

    Sondern darum, dass sich zwei vollständige Menschen begegnen. 

     

     

     



    Dass Frauen in einer Beziehung gerade durch Männer häufig in große Unsicherheit geraten, ist auch so eine Sache.

     

    Bei diesen Sätzen steigt mein Hirn aus. Zu diffus. Da entsteht in mir sofort ein komisches Gefühl und dann klingelt schon das erste Alarmglöckchen.

  • 15.04.26, 10:57

    Ein Bild dazu:

     

    1000222763.png
  • 15.04.26, 10:56

    Wollte jetzt nicht nochmal den ganzen Text hier einfügen.

    Und ja, es sieht sicher auch bei den Frauen noch recht mau aus in Bezug auf Erfüllung dieser Punkte, dennoch sieht es aktuell so aus, dass sich wesentlich mehr Frauen mit diesen Themen beschäftigen und im Bedarfsfall auch prof. Hilfe in Anspruch nehmen oder entsprechende Ausbildungen belegen. Die Männer ziehen langsam nach, weil sich mehr und mehr Frauen nicht mehr für ihre Bedürfnisse zur Verfügung stellen bzw. die Beziehungsarbeit übernehmen.

  • 15.04.26, 10:50

    Die KI formuliert es gut:

    Ein sicherer Bindungsstil bei einem Mann zeichnet sich durch ein stabiles Selbstwertgefühl und die Fähigkeit aus, emotionale Nähe zuzulassen, ohne die eigene Autonomie aufzugeben.

    Kernmerkmale

    Emotionale Verfügbarkeit: Er kann über Gefühle und Bedürfnisse offen kommunizieren, ohne in Abwehrhaltungen zu verfallen.

    Vertrauen: Er geht grundsätzlich von positiven Absichten des Partners aus und neigt weder zu extremer Eifersucht noch zu Kontrollzwang.

    Konfliktfähigkeit: Unstimmigkeiten werden lösungsorientiert und respektvoll angegangen, statt durch Rückzug oder Angriffe zu reagieren.

    Verlässlichkeit: Er bietet in der Beziehung einen "sicheren Hafen", ist beständig in seinem Verhalten und kann sowohl Nähe genießen als auch dem Partner Freiraum geben.


    Sicherheit in einer Beziehung ist ein Zusammenspiel aus emotionaler Beständigkeit und verlässlichem Handeln. Hier sind die wesentlichen Punkte, die ein Gefühl von Sicherheit vermitteln:

    1. Emotionale Stabilität

    Ein Mann bietet Sicherheit, wenn er seine Reaktionen regulieren kann. Das bedeutet, dass er auch in stressigen Phasen oder bei Meinungsverschiedenheiten berechenbar bleibt und nicht zu unvorhersehbaren emotionalen Ausbrüchen oder tagelangem Schweigen neigt.

    2. Kongruenz (Wort-Tat-Einheit)

    Sicherheit entsteht durch Verlässlichkeit. Wenn Ankündigungen und Taten dauerhaft übereinstimmen, wächst das Vertrauen. Die Frau muss sich darauf verlassen können, dass er zu seinem Wort steht – von kleinen Alltagsabsprachen bis hin zu Lebensentwürfen.

    3. Schutzraum für Schwäche

    Er bietet einen Raum, in dem sie sich verletzlich zeigen kann, ohne verurteilt oder abgewertet zu werden. Dies beinhaltet aktives Zuhören und die Bestätigung ihrer Gefühle, anstatt sofort in einen „Reparatur-Modus“ zu verfallen oder die Probleme kleinzureden.

    4. Loyalität und Integrität

    Nach außen hin bildet er eine Einheit mit seiner Partnerin. Sicherheit bedeutet hier, dass er sie vor Dritten verteidigt und die Intimität der Beziehung schützt. Er setzt klare Grenzen gegenüber äußeren Einflüssen (wie Familie oder sozialen Medien), die die Paardynamik stören könnten.

    5. Aktive Präsenz und Verantwortungsübernahme

    Dazu gehört die Bereitschaft, Verantwortung für den gemeinsamen Alltag und die Beziehungspflege zu übernehmen. Ein Mann, der mitdenkt und Initiative ergreift, entlastet die Partnerin mental und signalisiert: „Ich bin da und trage meinen Teil.“

    ...............................

    Auch wenn man meinen sollte, dass dies alles sowohl für Frau als auch Mann selbstverständlich ist, so sieht es real leider anders aus und da verweise ich nochmal auf den Jammer-Anspruchstext von weiter vorne:

    https://www.facebook.com/photo/?fbid=10240414611563401&set=a.1312245286755%3A


     

  • 14.04.26, 19:46

     

    Entschleunigt-er:

    Sondern darum, dass sich zwei vollständige Menschen begegnen. 

    Das Konzept der gegenseitigen Sicherheit und des einander Tragens ist dann nicht anwendbar.

     

    Man teilt einfach das Schöne im Leben, freut sich aneinander. Bis zum ersten Schicksalsschlag - dann trennt sich Weizen vom Spreu.

  • 14.04.26, 19:42

     

    Entschleunigt-er:

    Es treffen sich zwei Singles. Jeder hat gelernt sein selbst zu tragen und sich selbst Sicherheit zu geben. - Doch nun, in der Beziehung kann sie/er das plötzlich nicht mehr(?) und nun muss plötzlich die Beziehung tragen und der Partner/ die Partnerin Sicherheit geben(?).

     

    Ute:
    Männer definieren Sicherheit als die Abwesenheit von Gefahr. Da Frauen im Zweifelsfall unterlegen sind, wurden wir (zumindest meine Generation) darauf konditioniert, dass wir Gefahren vermeiden müssen. Das ist kein Misstrauen gegen jemanden persönlich, sondern quasi mein Windows Defender.

    Entschleunigt-er hat es in beide Richtungen gemeint.

     

    Welche Sicherheit für Männer ist gemeint? Welche Sicherheit soll Männern in einer Beziehung durch eine Frau gegeben werden?

     

    Dass Frauen in einer Beziehung gerade durch Männer häufig in große Unsicherheit geraten, ist auch so eine Sache.

     

  •  

    Ute:

     

    Entschleunigt-er:

     


    Es ging mir nicht um "Nie mehr Abhängigkeiten!", sondern darum, warum die Beziehung nur dann okay ist, wenn die Beziehung / der Partner das, was ich vorher selbst gemacht habe, vollständig übernimmt. Und wenn die Beziehung das nur zu 70 % teilweise übernimmt, dann beende ich sie, und mache es lieber zu 100 % selbst. 

    Während ich das schrieb, kam mir, ob es Dinge gibt, die ich doch gerne auch an die Beziehung oder die Partnerin delegieren würde. 
    Mein nächster Gedanke war dann, ist das "noch tiefer ankommen und loslassen" auch alleine möglich? Oder ist es zu zweit einfach nur schöner?

     

    Weiß nicht, warum mir die jetzt einfällt: Patrice Aminati. Todkrank und trennt sich dennoch vom Partner. Da muss die "Rechnung" wohl nicht gestimmt haben.

    Ich glaube, dass wir uns gerade bzgl. dieser Rechnung sehr oft etwas vormachen. Manchmal machen wir dann nämlich nicht 100 % selbst, sondern lassen es einfach.

    Zu zweit ist es leichter, schöner, lehrhafter und einfach mehr lebendig. Würde ich jetzt mal sagen.

    Schwierig, da bleiben schriftlich viele Aspekte offen.


    Klar ist es zu zweit schöner und lebendiger!
    Darum ging es mir nicht.

    Sondern darum, dass sich zwei vollständige Menschen begegnen. 

     

  • 14.04.26, 18:30

     

    Entschleunigt-er:

     

    Ute:

     


    Es gab eine Zeit, da sagte ich voller Überzeugung "Nie mehr Abhängigkeiten!" Und dann saß mir da jemand gegenüber und sagte mit leicht geneigtem Kopf: "Auch nicht so'n bisschen?" Ich: "Nein! Null!" Das ist gute 20 Jahre her und ich schmunzele heute. Der Mann hatte Recht: In Beziehungen gibt es immer auch Abhängigkeiten. Hab ich lange dran gekaut.

    Was genau ist dein Selbst?
    Was trägst du da?
    Bist du (dir deiner selbst) nie unsicher?

    Nino hat mich gut gelesen, das fühlt sich schön und SICHER an. In ihm entstanden sofort klare Bilder, d. h. ich habe mich wohl klar mitgeteilt. Da ist kein "Infragestellen", kein "Zweifeln" ... das erzeugt Milde und Frieden und eine entsprechende Reaktion. Ich bin da diesbzgl. nicht so verwöhnt und stelle ja auch andere in Frage.

    Deinen letzten Absatz verstehe ich nicht. Verstehst du ihn selbst?


    Es ging mir nicht um "Nie mehr Abhängigkeiten!", sondern darum, warum die Beziehung nur dann okay ist, wenn die Beziehung / der Partner das, was ich vorher selbst gemacht habe, vollständig übernimmt. Und wenn die Beziehung das nur zu 70 % teilweise übernimmt, dann beende ich sie, und mache es lieber zu 100 % selbst. 

    Während ich das schrieb, kam mir, ob es Dinge gibt, die ich doch gerne auch an die Beziehung oder die Partnerin delegieren würde. 
    Mein nächster Gedanke war dann, ist das "noch tiefer ankommen und loslassen" auch alleine möglich? Oder ist es zu zweit einfach nur schöner?

     

    Weiß nicht, warum mir die jetzt einfällt: Patrice Aminati. Todkrank und trennt sich dennoch vom Partner. Da muss die "Rechnung" wohl nicht gestimmt haben.

    Ich glaube, dass wir uns gerade bzgl. dieser Rechnung sehr oft etwas vormachen. Manchmal machen wir dann nämlich nicht 100 % selbst, sondern lassen es einfach.

    Zu zweit ist es leichter, schöner, lehrhafter und einfach mehr lebendig. Würde ich jetzt mal sagen.

    Schwierig, da bleiben schriftlich viele Aspekte offen.

  •  

    Ute:

     

    Entschleunigt-er:

    Ich hänge innerlich an dem Punkt, warum die Beziehung Sicherheit geben soll oder einem tragen soll?

     

    Es treffen sich zwei Singles. Jeder hat gelernt sein selbst zu tragen und sich selbst Sicherheit zu geben. - Doch nun, in der Beziehung kann sie/er das plötzlich nicht mehr(?) und nun muss plötzlich die Beziehung tragen und der Partner/ die Partnerin Sicherheit geben(?).

     

    Wenn ich das schreibe merke ich, da ist (in mir) auch der Wunsch, noch mehr loszulassen... was alleine nicht möglich ist??? - Oder ist es zu zweit nur schöner?


    Es gab eine Zeit, da sagte ich voller Überzeugung "Nie mehr Abhängigkeiten!" Und dann saß mir da jemand gegenüber und sagte mit leicht geneigtem Kopf: "Auch nicht so'n bisschen?" Ich: "Nein! Null!" Das ist gute 20 Jahre her und ich schmunzele heute. Der Mann hatte Recht: In Beziehungen gibt es immer auch Abhängigkeiten. Hab ich lange dran gekaut.

    Was genau ist dein Selbst?
    Was trägst du da?
    Bist du (dir deiner selbst) nie unsicher?

    Nino hat mich gut gelesen, das fühlt sich schön und SICHER an. In ihm entstanden sofort klare Bilder, d. h. ich habe mich wohl klar mitgeteilt. Da ist kein "Infragestellen", kein "Zweifeln" ... das erzeugt Milde und Frieden und eine entsprechende Reaktion. Ich bin da diesbzgl. nicht so verwöhnt und stelle ja auch andere in Frage.

    Deinen letzten Absatz verstehe ich nicht. Verstehst du ihn selbst?


    Es ging mir nicht um "Nie mehr Abhängigkeiten!", sondern darum, warum die Beziehung nur dann okay ist, wenn die Beziehung / der Partner das, was ich vorher selbst gemacht habe, vollständig übernimmt. Und wenn die Beziehung das nur zu 70 % teilweise übernimmt, dann beende ich sie, und mache es lieber zu 100 % selbst. 

    Während ich das schrieb, kam mir, ob es Dinge gibt, die ich doch gerne auch an die Beziehung oder die Partnerin delegieren würde. 
    Mein nächster Gedanke war dann, ist das "noch tiefer ankommen und loslassen" auch alleine möglich? Oder ist es zu zweit einfach nur schöner?

  • 14.04.26, 18:19 - Zuletzt bearbeitet 14.04.26, 18:24.

     

    Mandi:

     

    Entschleunigt-er:

    Ich hänge innerlich an dem Punkt, warum die Beziehung Sicherheit geben soll oder einem tragen soll?

    Genau.

    Jetzt, wo du es schreibst, fällt es mir auch auf.

    Welche Art von Sicherheit ist gemeint? Und war man vorher unsicher?

     

    Na, da ist die Mandifikation wohl doch noch nicht so weit fortgeschritten.

    Männer definieren Sicherheit als die Abwesenheit von Gefahr. Da Frauen im Zweifelsfall unterlegen sind, wurden wir (zumindest meine Generation) darauf konditioniert, dass wir Gefahren vermeiden müssen. Das ist kein Misstrauen gegen jemanden persönlich, sondern quasi mein Windows Defender.

    Ein möglicher Partner muss mir Entlastung verschaffen, statt noch ein zusätzlicher Stressfaktor zu sein.
     

    Wer was genau als Gefahr empfindet, ist dann individuell und situationsbedingt zu klären.

  • 14.04.26, 17:03

     

    Mandi:

     

    Entschleunigt-er:

    Ich hänge innerlich an dem Punkt, warum die Beziehung Sicherheit geben soll oder einem tragen soll?

    Genau.

    Jetzt, wo du es schreibst, fällt es mir auch auf.

    Welche Art von Sicherheit ist gemeint? Und war man vorher unsicher?

    Siehe in der Thread Beschreibung "Was fördert für mich freie Liebe? Impuls 7."

  • 14.04.26, 16:58

     

    Entschleunigt-er:

    Ich hänge innerlich an dem Punkt, warum die Beziehung Sicherheit geben soll oder einem tragen soll?

    Genau.

    Jetzt, wo du es schreibst, fällt es mir auch auf.

    Welche Art von Sicherheit ist gemeint? Und war man vorher unsicher?

  • 14.04.26, 16:14

     

    Entschleunigt-er:

    Ich hänge innerlich an dem Punkt, warum die Beziehung Sicherheit geben soll oder einem tragen soll?

     

    Es treffen sich zwei Singles. Jeder hat gelernt sein selbst zu tragen und sich selbst Sicherheit zu geben. - Doch nun, in der Beziehung kann sie/er das plötzlich nicht mehr(?) und nun muss plötzlich die Beziehung tragen und der Partner/ die Partnerin Sicherheit geben(?).

     

    Wenn ich das schreibe merke ich, da ist (in mir) auch der Wunsch, noch mehr loszulassen... was alleine nicht möglich ist??? - Oder ist es zu zweit nur schöner?


    Es gab eine Zeit, da sagte ich voller Überzeugung "Nie mehr Abhängigkeiten!" Und dann saß mir da jemand gegenüber und sagte mit leicht geneigtem Kopf: "Auch nicht so'n bisschen?" Ich: "Nein! Null!" Das ist gute 20 Jahre her und ich schmunzele heute. Der Mann hatte Recht: In Beziehungen gibt es immer auch Abhängigkeiten. Hab ich lange dran gekaut.

    Was genau ist dein Selbst?
    Was trägst du da?
    Bist du (dir deiner selbst) nie unsicher?

    Nino hat mich gut gelesen, das fühlt sich schön und SICHER an. In ihm entstanden sofort klare Bilder, d. h. ich habe mich wohl klar mitgeteilt. Da ist kein "Infragestellen", kein "Zweifeln" ... das erzeugt Milde und Frieden und eine entsprechende Reaktion. Ich bin da diesbzgl. nicht so verwöhnt und stelle ja auch andere in Frage.

    Deinen letzten Absatz verstehe ich nicht. Verstehst du ihn selbst?

  • 14.04.26, 16:13

    In diesem Thread entsteht ein sehr lebendiges und vielschichtiges Bild von Liebe: Sie zeigt sich als Zusammenspiel von innerer Freiheit, bewusster Entscheidung und echter Verbindung

    Viele Beiträge beschreiben Liebe als etwas, das sich leicht, stimmig und gleichzeitig tief anfühlt – getragen von dem Wunsch, sich wirklich zu begegnen und dabei ganz man selbst zu bleiben. 

     

    Gleichzeitig wird deutlich, wie wertvoll Klarheit, Kommunikation, Eigenverantwortung und gemeinsame Zeit sind, damit diese Qualität im Alltag lebendig bleibt.


    Zwischen den Zeilen zeigt sich eine große Offenheit und ein echtes Interesse daran, einander zu verstehen. Unterschiedliche Zugänge – mehr aus dem Fühlen, mehr aus dem Reflektieren, mehr aus Erfahrung oder aus Sehnsucht – ergänzen sich zu einem gemeinsamen Bild: Liebe entfaltet sich besonders kraftvoll, wenn sie frei gewählt wird und gleichzeitig Verlässlichkeit und Raum bietet.
     

    Spürbar ist auch ein gemeinsames Anliegen: Verbindung soll sich echt anfühlen, getragen von gegenseitigem Sehen, Respekt und einem stimmigen Gleichgewicht zwischen Nähe und Eigenständigkeit. 

     

    Daraus entsteht eine Atmosphäre, in der Austausch, Vertrauen und Entwicklung möglich sind.
     

    Ein wertvoller nächster Schritt für die Diskussion ist, diese Vielfalt weiter zu bündeln und noch konkreter zu machen:
    👉 Wie zeigt sich diese „freie und gleichzeitig verbindliche Liebe“ ganz praktisch im Alltag?
    👉 Welche kleinen, gelebten Momente machen sie spürbar?
    👉 Und woran erkennt jeder für sich, dass sich Verbindung wirklich leicht und stimmig anfühlt?

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  • Ich hänge innerlich an dem Punkt, warum die Beziehung Sicherheit geben soll oder einem tragen soll?

     

    Es treffen sich zwei Singles. Jeder hat gelernt sein selbst zu tragen und sich selbst Sicherheit zu geben. - Doch nun, in der Beziehung kann sie/er das plötzlich nicht mehr(?) und nun muss plötzlich die Beziehung tragen und der Partner/ die Partnerin Sicherheit geben(?).

     

    Wenn ich das schreibe merke ich, da ist (in mir) auch der Wunsch, noch mehr loszulassen... was alleine nicht möglich ist??? - Oder ist es zu zweit nur schöner?

  • 14.04.26, 15:30

    Habe einen neuen Thread für Euch erstellt:

     

    "Glücklich Single, übergangsweise oder auf Dauer?"

  • 14.04.26, 14:56

     

    Nane:

    Hallo Ute,

    dein Gedankengang zum Thema Zeit und Verhalten hat mich zum Nachdenken gebracht - da steckt viel Differenzierung drin.


    Ich glaube auch, dass Menschen selten nur „keine Zeit haben“, sondern oft sehr unterschiedliche Prioritäten, Bedürfnisse oder auch innere Themen dahinterstehen. Und gleichzeitig finde ich wichtig, nicht alles sofort zu psychologisieren - manchmal ist es auch einfach ein ehrliches „passt gerade nicht“.


    Dein Vergleich mit den beiden Wegen aus der Therapie ist spannend. Ich glaube, beides hat seine Berechtigung - entscheidend ist wahrscheinlich, dass man überhaupt in Bewegung bleibt und nicht dauerhaft im Ausweichen landet.


    Situationships als „Beziehung in kleiner Dosis“ ist ein interessanter Begriff - ich frage mich nur, ob das langfristig wirklich trägt oder eher eine Übergangsform bleibt.

     

    Mir geht es selten darum, ANDERE zu psychologisieren. Ich biete hier nur meine Gedanken und das, was ich so erlebe und gelesen/gesehen habe, an. Jeder darf in sich selbst hineinhören und entscheiden. ICH weiß ganz gerne, WARUM ich etwas tu oder nicht. Dennoch ist da zuerst meine Intuition, aber die sitzt eben bekanntermaßen im Bauch und da erinnere ich mich an Bonelli.

    Ich fand diese Situationships zuerst gruselig, aber es fühlt sich gut an, wenn ich für etwas Verständnis entwickele. Ich sehe es ein bisschen wie Schwimmen lernen: Zuerst mit Schwimmflügeln, dann mit diesem kleinen Bauchbrett, dann die einzelnen Bewegungen, und plötzlich kann man schwimmen. Es ist anders, als das was mir vorgelebt wurde, was ich selbst probiert habe und gescheitert bin. Wie du sagst, man muss sich bewegen - auch geistig.

    Am Ende zählen Erlebnisse, und das erklärt dieser Herr sehr schön:

    https://www.facebook.com/reel/1230103139288053

  • 14.04.26, 14:43

    Hallo Ute,

    dein Gedankengang zum Thema Zeit und Verhalten hat mich zum Nachdenken gebracht - da steckt viel Differenzierung drin.


    Ich glaube auch, dass Menschen selten nur „keine Zeit haben“, sondern oft sehr unterschiedliche Prioritäten, Bedürfnisse oder auch innere Themen dahinterstehen. Und gleichzeitig finde ich wichtig, nicht alles sofort zu psychologisieren - manchmal ist es auch einfach ein ehrliches „passt gerade nicht“.


    Dein Vergleich mit den beiden Wegen aus der Therapie ist spannend. Ich glaube, beides hat seine Berechtigung - entscheidend ist wahrscheinlich, dass man überhaupt in Bewegung bleibt und nicht dauerhaft im Ausweichen landet.


    Situationships als „Beziehung in kleiner Dosis“ ist ein interessanter Begriff - ich frage mich nur, ob das langfristig wirklich trägt oder eher eine Übergangsform bleibt.

  • 14.04.26, 14:35

    Ute, beim Lesen deiner Situation entsteht in mir sofort ein sehr klares Bild:
    Du beschreibst einen Moment, in dem du innerlich orientiert warst, deiner Wahrnehmung vertraut hast und gleichzeitig im Miteinander geblieben bist
    Ich nehme dich dabei als jemanden wahr, der einen feinen Zugang zu sich selbst hat und diesen auch in Verbindung einbringt. Das wirkt auf mich ruhig, klar und gleichzeitig offen.
    Gleichzeitig berührt mich etwas auf einer anderen Ebene:
    Da ist für mich auch ein Wunsch nach einem Miteinander, in dem deine Wahrnehmung Raum bekommt und sich ein gemeinsamer Weg daraus entwickeln darf.
    So als würde darin eine Sehnsucht nach einem Zusammenspiel liegen, in dem beide Perspektiven sichtbar werden und sich ergänzen.
     

    In mir entsteht dabei ein sehr stimmiger Gedanke:
    Vielleicht zeigt sich genau dort eine besondere Qualität von Verbindung
    wenn jemand bei sich bleibt, sich einbringt und gleichzeitig die gemeinsame Bewegung mitträgt.
    Und was das bei mir auslöst, ist etwas sehr Wertschätzendes:
    Ich sehe darin Stärke, Gelassenheit und eine Form von innerer Freiheit, die Beziehung tragen kann.
     

    Für mich fühlt sich das wie ein mögliches Bild an:
    Zwei Menschen bringen ihre Wahrnehmung ein, hören einander zu und lassen daraus etwas Gemeinsames entstehen –
    mal führt der eine, mal der andere, und beides entsteht aus Präsenz.
    Was mich dabei neugierig macht:
    👉 Wie würde sich für dich ein Moment anfühlen, in dem genau deine Klarheit aufgegriffen wird und daraus gemeinsam ein Weg entsteht, der euch beide bereichert?

    1000222746.png

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