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  • Die zwei Arten von Liebenden

    Diskussion · 54 Beiträge · 6 Gefällt mir · 985 Aufrufe
    Tony aus Langnau im Emmental

    Ich glaube es gibt grundsätzlich zwei Typen, wie die Liebe in der Partnerschaft gelebt wird. In einer langen Partnerschaft können sich diese wechseln.


    Entweder bist du ein Fresser oder ein Unterwerfer.


    Der Fresser konsumiert seinen Partner nach und nach, bis nichts mehr da ist.


    Der Unterwerfer unterwirft sich dem Frieden und der Harmonie willen der Partnerschaft.


    Wenn nun zwei Fresser aufeinandertreffen, gibt es eine kurze wilde Liebe. Es fliegen die Fetzen mit heissem Sex, Kissenschlacht, grossen Emotionen und nach kurzer Zeit ist der unvergessliche Spass vorbei und das Feuer wieder erloschen.


    Wenn ein Fresser auf einen Unterwerfer trifft, dann dominiert dieser die Partnerschaft und saugt das Leben und die Identität des Partners nach und nach aus. Dieser zieht sich immer weiter zurück und entwickelt seine Defizite, die sich verheerend auf Psyche und körperliche Gesundheit auswirken können. Selbstverständlich bleibt der Sex irgendwann einmal auf der Strecke. Diese Partnerschaften können Jahrzehnte dauern und sind weit verbreitet.


    Der Idealfall sind zwei Unterwerfer. Sie suchen sich gemeinsam einen Weg durchs Leben, tragen Sorge zueinander und finden immer wieder einen Weg das Feuer der Liebe zu nähren. Sie gönnen dem Partner seine Freiheiten und unterstützen ihn wo sie nur können in seiner Persönlichkeitsentwicklung. Sie erleben ihre Hochs und Tiefs als eine Bereicherung ihrer Liebe. Ihr Sexleben ist eine Reise durch Paradiese und Wüsten, und je länger die Partnerschaft dauert, konsumieren sie ihn wie guten alten Wein.

     

    Das sind meine Beobachtungen, die sich nicht mit deinen decken müssen. Aber ich bin sicher, wenn du deine Beziehungen durch dieses simple Raster betrachtest, wirst du dich irgendwo wiedererkennen.

     

    Jetzt bin ich gespannt auf deine Meinung.

    13.02.26, 07:13

Beiträge

  • Heute, 19:00

     

    Maresa:

     

    Sepp:

    Das mag eine schöne Theorie sein, oder auch nicht und soooo einfach.

    Zwei Arten von Liebenden und dann schluss🙈 einfach nur Schwarz und Weiss🙈 Kein Rot, kein Grün????

    Soooo einfach......

    Das (Liebes)Leben ist anders und meines war bisher vollständig anders und wurde und wird bis auf weiteres nicht von Grauer Theorie, sondern vom Realen Leben geschrieben

    Ist es nicht erstaunlich und gleichsam "bedeutend" 🧐,  wie viele Threads sich mit diesem Themenkomplex beschäftigen! 😏


    vielleicht deswegen ….
     

    IMG_9977.jpeg
  • Heute, 18:14 - Zuletzt bearbeitet Heute, 18:21.

     

    Leo:

     

    Ich danke dir auch für diese lange Antwort auf meine Frage. Ich bin ganz bei dir, dass das sinnvolle Grenzen in einer Beziehung sind. Ehrlich gesagt, setze ich das von dir Beschriebene in einer Partnerschaft vorraus. Ich käme echt nicht auf die Idee, zunächst klarzustellen, dass ich nicht beleidigt werden oder auch mal ohne Partner unterwegs sein möchte. Das zeigt mir aber auch, dass meine 35jährige Beziehungserfahrung sich von deiner maßgeblich unterscheidet.

    Deshalb ist dieser Austausch hier für mich sehr wertvoll und lehrreich.

     

    Ja, wir sind alle verschieden und machen unterschiedliche Erfahrungen, besonders in Beziehungen.

     

    Um es klarzustellen: Gesunde Grenzen sind für mich keine Liste von Bedingungen, die in Stein gemeißelt sind. Es sind oft Grenzen, die man kommuniziert, wenn jemand die eigenen Grenzen überschreitet. Um Zeitverschwendung, Drama oder Konflikte zu vermeiden, ist es natürlich gut, sich in der Kennenlernphase über Werte und das Verständnis von Grenzen auszutauschen.  

     

    Ich glaube wie so oft im Leben "learning by doing / trying" ist am besten. Wenn man aber immer wieder dasselbe versucht und es nicht klappt, kann die Theorie vielleicht helfen.

     

    Nur weil eine Beziehung endet, heißt das auch nicht, dass sie gescheitert ist. Ich habe aus alle meinen Beziehungen etwas Positives mitgenommen (selbst wenn es nur die Erkenntnis war, was ich nicht hätte tun sollen. 😇 )

     

  • Heute, 17:46

     

    Sepp:

    Das mag eine schöne Theorie sein, oder auch nicht und soooo einfach.

    Zwei Arten von Liebenden und dann schluss🙈 einfach nur Schwarz und Weiss🙈 Kein Rot, kein Grün????

    Soooo einfach......

    Das (Liebes)Leben ist anders und meines war bisher vollständig anders und wurde und wird bis auf weiteres nicht von Grauer Theorie, sondern vom Realen Leben geschrieben

    Ist es nicht erstaunlich und gleichsam "bedeutend" 🧐,  wie viele Threads sich mit diesem Themenkomplex beschäftigen! 😏

  • Heute, 17:45

     

    Colin:

     

     

    Leo:

     

    Ich muss mal fragen: Was ist denn für dich eine 'gesunde Grenzsetzung' ? So, wie du es formulierst beschreibst du nicht deine eigene Begrenzung, sondern die Begrenzung eines Partners/ einer Partnerin. Richtig ?

     

    Die Grenzen eine Beziehung können (aber nicht ausschließlich) folgende sein :

     

    a) Emotionale Grenzen Gefühle respektieren: Schreien, Beleidigungen und Beschämungen in Auseinandersetzungen nicht tolerieren.

     

    b) Individuelle Identität: Gegenseitigen Respekt für eigene Ziele, Meinungen und Hobbys gewähren.

     

    c) Zeit zum Nachdenken: Um Zeit bitten, sich zu beruhigen, bevor ein schwieriges Gespräch fortgesetzt wird, anstatt sofort zum Reden gedrängt zu werden.

     

    d) Privatsphäre: Sich nicht verpflichtet fühlen, jedes Detail der eigenen Vergangenheit oder Gegenwart preiszugeben.

     

    e) Freiraum: Ohne Schuldgefühle Zeit für sich allein zum Auftanken einfordern.

     

    f) Digitale Privatsphäre: Vereinbaren, nicht gegenseitig die Handys, E-Mails oder Social-Media-Konten zu kontrollieren.

     

    g) Körperliche Autonomie: Unbehagen bei Berührungen äußern oder sexuelle Vorlieben und Grenzen angstfrei kommunizieren.

     

    Probleme entstehen oft, wenn zwei Personen unterschiedliche Auffassungen von einer gesunden Grenze haben und auch wenn eine Person versucht, eine Grenze durchzusetzen oder diese immer wieder zu verschieben. Zum Beispiel: „Nachdem wir nun x Monate zusammen sind, finde ich, dass du Y nicht mehr tun solltest.“


    Wird eine Grenze von einer ängstlichen, eifersüchtigen Person gezogen, wird dies vom anderen als kontrollierend empfunden. Die Person, die die Grenze setzt, wird instinktiv das Gefühl haben, richtig zu handeln, und seine/ihre Grenze für gesund halten (z. B. weil seine/ihre Eltern es genauso gemacht haben).

    Ich danke dir auch für diese lange Antwort auf meine Frage. Ich bin ganz bei dir, dass das sinnvolle Grenzen in einer Beziehung sind. Ehrlich gesagt, setze ich das von dir Beschriebene in einer Partnerschaft vorraus. Ich käme echt nicht auf die Idee, zunächst klarzustellen, dass ich nicht beleidigt werden oder auch mal ohne Partner unterwegs sein möchte. Das zeigt mir aber auch, dass meine 35jährige Beziehungserfahrung sich von deiner maßgeblich unterscheidet.

    Deshalb ist dieser Austausch hier für mich sehr wertvoll und lehrreich.

  • Heute, 17:40

    Das mag eine schöne Theorie sein, oder auch nicht und soooo einfach.

    Zwei Arten von Liebenden und dann schluss🙈 einfach nur Schwarz und Weiss🙈 Kein Rot, kein Grün????

    Soooo einfach......

    Das (Liebes)Leben ist anders und meines war bisher vollständig anders und wurde und wird bis auf weiteres nicht von Grauer Theorie, sondern vom Realen Leben geschrieben

  • Heute, 17:13 - Zuletzt bearbeitet Heute, 17:14.

     

    Colin:

    Warum fragst du?

    Weil es mich interessiert. Und Danke für deine Antwort.

  • Heute, 17:05 - Zuletzt bearbeitet Heute, 17:14.

     

    Mandi:

    Hast du das selber geschrieben, Colin?

     

    Wie so oft, wenn ich über ein Thema diskutiere, das mich interessiert, suche ich im Internet (normalerweise auf Englisch) und suche mir Punkte heraus, die mich ansprechen.
    In diesem Fall sind sie basierend auf meiner ca. 35-jährigen Beziehungserfahrung. Ich übersetze sie dann zurück ins Deutsche. Ich versuche, weniger Zeit im Internet zu verbringen, und das spart mir viel Zeit. Die letzten beiden Absätze stammen komplett von mir.

     

    Warum fragst du?

     

  • Heute, 16:51

    Hast du das selber geschrieben, Colin?

  • Heute, 16:21 - Zuletzt bearbeitet Heute, 16:41.

     

     

    Leo:

     

    Colin:

     


    Ja, und viele weisen Züge auf, die nicht so gravierend sind, dass sie als Persönlichkeitsstörung eingestuft werden könnten. Niemand ist perfekt. 
     

    Was der eine als gesunde Grenzsetzung empfindet, kann vom anderen als kontrollierend wahrgenommen werden auch.

    Ich muss mal fragen: Was ist denn für dich eine 'gesunde Grenzsetzung' ? So, wie du es formulierst beschreibst du nicht deine eigene Begrenzung, sondern die Begrenzung eines Partners/ einer Partnerin. Richtig ?

     

    Die Grenzen eine Beziehung können (aber nicht ausschließlich) folgende sein :

     

    a) Emotionale Grenzen Gefühle respektieren: Schreien, Beleidigungen und Beschämungen in Auseinandersetzungen nicht tolerieren.

     

    b) Individuelle Identität: Gegenseitigen Respekt für eigene Ziele, Meinungen und Hobbys gewähren.

     

    c) Zeit zum Nachdenken: Um Zeit bitten, sich zu beruhigen, bevor ein schwieriges Gespräch fortgesetzt wird, anstatt sofort zum Reden gedrängt zu werden.

     

    d) Privatsphäre: Sich nicht verpflichtet fühlen, jedes Detail der eigenen Vergangenheit oder Gegenwart preiszugeben.

     

    e) Freiraum: Ohne Schuldgefühle Zeit für sich allein zum Auftanken einfordern.

     

    f) Digitale Privatsphäre: Vereinbaren, nicht gegenseitig die Handys, E-Mails oder Social-Media-Konten zu kontrollieren.

     

    g) Körperliche Autonomie: Unbehagen bei Berührungen äußern oder sexuelle Vorlieben und Grenzen angstfrei kommunizieren.

     

    Probleme entstehen oft, wenn zwei Personen unterschiedliche Auffassungen von einer gesunden Grenze haben und auch wenn eine Person versucht, eine Grenze durchzusetzen oder diese immer wieder zu verschieben. Zum Beispiel: „Nachdem wir nun x Monate zusammen sind, finde ich, dass du Y nicht mehr tun solltest.“


    Wird eine Grenze von einer ängstlichen, eifersüchtigen Person gezogen, wird dies vom anderen als kontrollierend empfunden. Die Person, die die Grenze setzt, wird instinktiv das Gefühl haben, richtig zu handeln, und seine/ihre Grenze für gesund halten (z. B. weil seine/ihre Eltern es genauso gemacht haben).

  • Heute, 12:44

    Hoi Toni, bin deiner Meinung.  Habe beides,wenn nicht gar alles erlebt. Naja,wilder Sex war ein Wunsch des 1. Exmannes! Er suchte sich eine andere,meine Freundin 😔

    Nun genieße ich seit 2 Jahren mein Single leben, ist eben auch unterschiedlich. Ich lerne mich kennen und was mir eigentlich  gut tut.

    Danke für deinen Impuls, häbs guet. Liebi Grüess Klara vo Bützberg 

  • 13.02.26, 18:50

     

    Michi:

     

    Elena:

     

    Die gesunde Beziehung ist nur mit zwei gesunden erwachsenen Menschen möglich ohne Persönlichkeitsstörungen.

     

    @Elena

    und wer definiert mal wieder, was "Störung" ist und was "normal"?

    Ist nicht bös gemeint; soll eher zum Relativieren und Denken anregen - sitzen wir nicht alle in einem Boot?

    Normal ist in und ohne Beziehung glücklich=zufrieden zu sein. So lange ist das nicht so, gibt es etwas, was man noch für seine persönliche Entwicklung tun kann.

  • 13.02.26, 18:40

     

    Colin:

     

    Michi:

     

     

    @Elena

    und wer definiert mal wieder, was "Störung" ist und was "normal"?

    Ist nicht bös gemeint; soll eher zum Relativieren und Denken anregen - sitzen wir nicht alle in einem Boot?


    Ja, und viele weisen Züge auf, die nicht so gravierend sind, dass sie als Persönlichkeitsstörung eingestuft werden könnten. Niemand ist perfekt. 
     

    Was der eine als gesunde Grenzsetzung empfindet, kann vom anderen als kontrollierend wahrgenommen werden auch.

    Ich muss mal fragen: Was ist denn für dich eine 'gesunde Grenzsetzung' ? So, wie du es formulierst beschreibst du nicht deine eigene Begrenzung, sondern die Begrenzung eines Partners/ einer Partnerin. Richtig ?

  • 13.02.26, 17:18 - Zuletzt bearbeitet 13.02.26, 17:19.

     

    Michi:

     

    Elena:

     

    Die gesunde Beziehung ist nur mit zwei gesunden erwachsenen Menschen möglich ohne Persönlichkeitsstörungen.

     

    @Elena

    und wer definiert mal wieder, was "Störung" ist und was "normal"?

    Ist nicht bös gemeint; soll eher zum Relativieren und Denken anregen - sitzen wir nicht alle in einem Boot?


    Ja, und viele weisen Züge auf, die nicht so gravierend sind, dass sie als Persönlichkeitsstörung eingestuft werden könnten. Niemand ist perfekt. 
     

    Was der eine als gesunde Grenzsetzung empfindet, kann vom anderen als kontrollierend wahrgenommen werden auch.

  • 13.02.26, 16:55

     

    Elena:

     

    Tony:

    undefined

    Die gesunde Beziehung ist nur mit zwei gesunden erwachsenen Menschen möglich ohne Persönlichkeitsstörungen.

     

    @Elena

    und wer definiert mal wieder, was "Störung" ist und was "normal"?

    Ist nicht bös gemeint; soll eher zum Relativieren und Denken anregen - sitzen wir nicht alle in einem Boot?

  • 13.02.26, 16:51

     

    Leo:

     

    Colin:

     

     

    Die Realität sieht so aus: Entweder verärgert man seine Familie und Verwandten oder seine Frau/Freundin. Wenn man mit seiner Frau/Freundin zusammenlebt, den Streit minimieren und Intimität genießen möchte, wir Männer werfen uns unter.  


    Hat hier schon mal ein Mann eine Beziehung erlebt, in der seine Familie und Freunde genauso behandelt wurden wie die Freunde und Familie seiner Freundin/Frau?

     

    Da bin ich jetzt tatsächlich gespannt...

    Ja, Hier!

    Ich nehme an, Du meinst "behandelt wurden" von der Freundin/Frau... Ja, das habe ich erlebt, ohne Einschränkung.

     

    Mal abgesehen von der Nomenklatur (ein bisschen brachial...) denke ich, daß in jedem von uns Beides vorhanden ist.

    Könnte es sein, daß es (auch) am jeweiligen Partner liegt, welche Seite getriggert wird?

  • 13.02.26, 16:34

     

    Colin:

     

    Leo:

     

    Bei dieser Beschreibung sind mir die Männer zu wenig wirksam. Ich kenne keine Beziehung, in der ER keinen Kontakt mehr zu Freunden und Familie hat. Weshalb sollte er sich das gefallen lassen ? Solch eine Beziehung ist eben nicht auf Augenhöhe.

    Dass eine neue Regelung der Rollen in der Beziehung die bisherigen Dynamiken ändert, auch die Erotik betreffend, kann ich nachvollziehen. Da dürfen dann Beide schauen, wie sie sich neu wiederentdecken können. 

     

    Die Realität sieht so aus: Entweder verärgert man seine Familie und Verwandten oder seine Frau/Freundin. Wenn man mit seiner Frau/Freundin zusammenlebt, den Streit minimieren und Intimität genießen möchte, wir Männer werfen uns unter.  


    Hat hier schon mal ein Mann eine Beziehung erlebt, in der seine Familie und Freunde genauso behandelt wurden wie die Freunde und Familie seiner Freundin/Frau?

     

    Da bin ich jetzt tatsächlich gespannt...

  • 13.02.26, 16:31

     

    Tony:

    undefined

    Die gesunde Beziehung ist nur mit zwei gesunden erwachsenen Menschen möglich ohne Persönlichkeitsstörungen.

  • 13.02.26, 16:23

     

    Leo:

     

    Bei dieser Beschreibung sind mir die Männer zu wenig wirksam. Ich kenne keine Beziehung, in der ER keinen Kontakt mehr zu Freunden und Familie hat. Weshalb sollte er sich das gefallen lassen ? Solch eine Beziehung ist eben nicht auf Augenhöhe.

    Dass eine neue Regelung der Rollen in der Beziehung die bisherigen Dynamiken ändert, auch die Erotik betreffend, kann ich nachvollziehen. Da dürfen dann Beide schauen, wie sie sich neu wiederentdecken können. 

     

    Die Realität sieht so aus: Entweder verärgert man seine Familie und Verwandten oder seine Frau/Freundin. Wenn man mit seiner Frau/Freundin zusammenlebt, den Streit minimieren und Intimität genießen möchte, wir Männer werfen uns unter.  


    Hat hier schon mal ein Mann eine Beziehung erlebt, in der seine Familie und Freunde genauso behandelt wurden wie die Freunde und Familie seiner Freundin/Frau?

     

  • 13.02.26, 15:48

     

    Alberto:

     

    Tony:

     

    Ich habe nach einer prägnanten Bezeichnung gesucht, die auch zum Nachdenken anregen kann ...

    Bei mir haben sie das Textverständnis erschwert, weil ich die Bezeichnungen im Bindungskontext negativ assoziiere. Habe sie dann einfach Typ A und B genannt. Und obwohl ich mich für das Thema interessiere, habe ich dazu wenig Meinung. Weiß nicht, ob sie sich überhaupt in diese 2 Gruppen einteilen lassen. Zumindest präferiere ich Typ B. 

    Ich glaube, dass jeder Mensch beide Facetten in sich trägt und mal die eine oder andere ausagieren, je nachdem, was die Beziehung hergibt. Ich glaube nur auch, dass viele Menschen ihre dominante, fordernde Seite negieren, da Dominanz inzwischen so negativ besetzt ist. Am Ende ist es ein Geben und Nehmen von Verantwortung, Freiheit und Vertrauen.

  • 13.02.26, 15:43

     

    Colin:

     

    Stefan:

    Ich hatte immer eine Beziehung auf Augenhöhe angestrebt, sonst wäre es keine Beziehung für mich.
    Also weder Fresser und Unterwerfer, der weder gefressen, noch unterworfen werden will.
    Interessante Wortwahl deinerseits.

     

    50/50 oder "auf Augenhohe" kann vieles bedeuten, und ich bezweifle, dass es für jeden dasselbe bedeutet.

     

    Ich sehe Beziehungen als einen fairen Austausch von Werten, bei dem es in bestimmten Fällen einem Partner erlaubt ist, die Führung zu übernehmen, abhängig von seinen Fähigkeiten und Beiträgen zum Wohl beider.  Wo die Frau oft in ihrer Weiblichkeit und der Mann in seiner Männlichkeit ist.  Nicht ein Partner dominiert ständig, sondern jeder Partner vertraut dem anderen und überlässt ihm/ihr die Führung zu unterschiedlichen Zeiten.


    Wie in dem von mir geposteten Clip erwähnt, sagt der Sprecher, dass in 50/50-Beziehungen am wenigsten Sex vorkommt, was ich auch als geringe oder gar keine Intimität interpretiere.
    Für mich sieht es dann nach einem Geschäft oder einer Transaktion aus als eine romantische Beziehung.  Wenn beide Rollen exakt gleichberechtigt gespielt würden, würde das meiner Meinung nach die Romantik zerstören, insbesondere dann, wenn beide Parteien die Hälfte zahlen müssen, wobei eine Partei (in unserer Altersgruppe üblicherweise der Mann) mehr verdient.

     

    Ich glaube, viele Frauen unterschätzen, wie oft Männer in einer Beziehung nachgeben. Rund 80 % aller größeren Anschaffungen werden von Frauen entschieden. z.B. Wenn ein Mann ein Kleidungsstück trägt, das seine Frau nicht gefällt, sagt sie ihm das direkt, und er gibt normalerweise nach (obwohl 50% Kleiderschrankplatz bekommen wir nie).  Umgekehrt sind wir Männer sehr vorsichtig und versuchen ihr zu sagen, dass sie in einem anderen Kleidungsstück besser aussieht.  (oder einfach nichts sagen, um das Drama zu vermeiden)

     

    Wenn sie ihre Familie oder Freunde besuchen möchte, findet das normalerweise statt. Wenn sie aber keine Lust hat, unsere Freunde oder Familie zu besuchen, müssen wir in der Regel nachgeben (oder später die Konsequenzen tragen).  Im Allgemeinen kümmern sich Frauen besser um Beziehungen, aber sie kontrollieren sie auch stärker.  In vielen Fällen haben Männer nach einer langen Beziehung ihre Freunde und sogar den Kontakt zu manche Familienmitgliedern verloren.

     

    Heutzutage haben Frauen alle Wahlmöglichkeiten, was gut ist. Das bedeutet jedoch nicht, dass alles, was sie sich wünscht, auch funktionieren wird (z. B. ist eine rein geregelte Beziehung wahrscheinlich nicht romantisch).  Eine große Auswahl zu haben bedeutet nicht, dass man jede Option nutzen oder haben kann, sondern dass man sich aus einer Vielzahl von Optionen für einige wenige entscheiden kann.  z.B. Möchtest du eine geregelte Beziehung oder eine romantische Beziehung?  

     

    Bei dieser Beschreibung sind mir die Männer zu wenig wirksam. Ich kenne keine Beziehung, in der ER keinen Kontakt mehr zu Freunden und Familie hat. Weshalb sollte er sich das gefallen lassen ? Solch eine Beziehung ist eben nicht auf Augenhöhe.

    Dass eine neue Regelung der Rollen in der Beziehung die bisherigen Dynamiken ändert, auch die Erotik betreffend, kann ich nachvollziehen. Da dürfen dann Beide schauen, wie sie sich neu wiederentdecken können. 

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