Wandern & Bergsteigen

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  • 🥾Korsika GR20 Nord – Tag 7

    Castel de Vergio → Refuge de Manganu | 17 km | 750 hm

    Ein Bett ist ein Bett – da schläft es sich nett. 😴
    Nach den vergangenen Nächten im „slippery sleep“-Modus war das Hotelbett in Castel de Vergio purer Luxus. Keine Schräglage, keine wandernde Luftmatratze und vor allem: kein nächtliches Abrutschen ins Tal. Herrlich!

    Die Tagwache klingelte trotzdem bereits um 5:30 Uhr. Warum? Weil um 6:00 Uhr der Shop für die Wanderer öffnet. Und nach unserem Frühstücks-Reinfall vom Vortag hatten wir gelernt: Heute wird vorgesorgt!

    Also Frühstück eingekauft, Kalorien gebunkert und um 7:00 Uhr ging es los.

    Heute stand mit rund 750 Höhenmetern eine vergleichsweise entspannte Etappe auf dem Programm – zumindest laut Papier. Das Gelände bewegte sich ungefähr auf T2-Niveau, was nach den bisherigen Etappen im Norden fast wie ein Wellnessprogramm klang.

    Denn die hatten es wirklich in sich: Immer wieder T4-Passagen mit Klettereinlagen, dazu teilweise ausgesprochen anspruchsvolles Gehgelände. Der GR20 Nord wird seinem Ruf mehr als gerecht.

    Ein Highlight des Tages war der Lac de Nino. Rund um den See breitet sich eine ganz besondere Landschaft aus, die von den Einheimischen Pozzine genannt wird. Eine grüne Wiesenlandschaft, durchzogen von kleinen Wassermulden, Rinnsalen und feuchten Stellen. Weidevieh 

    Sieht wunderschön aus – und fühlt sich ein bisschen so an, als hätte jemand die Alpen mit einer Wasserlandschaft gekreuzt. 🌿💦

    Ab hier wurde der Weg tatsächlich fast zum Spaziergang.

    Also zumindest, was die Steigung betraf.
    FLACH!
    Nach den bisherigen Erfahrungen war das geradezu verdächtig. 😂

    Wir genossen das ungewohnte Gefühl, einfach dahinlaufen zu können, ohne ständig überlegen zu müssen, wo man den nächsten Fuß hinsetzt oder ob man den Weg nun eher als Klettersteig oder Wanderweg klassifizieren sollte.

    Erst kurz vor dem Refuge de Manganu zog der Weg noch einmal etwas an. Ein kleiner letzter Anstieg, quasi als Erinnerung des GR20:
    „Freut euch nicht zu früh – ich bin immer noch der GR20!“ 😈

    Im Refuge angekommen, hieß es erst einmal: Beine hoch und Feierabend.

    Abendprogramm 🍝

    Zum Abendessen gab es heute: ÜBERRASCHUNG!

    Nudeln mit Tomatensauce.

    Keine kulinarische Offenbarung, aber nach 17 Kilometern und 750 Höhenmetern gilt ohnehin eine ganz einfache Regel:

    Wenn es warm ist und Kalorien hat, ist es Haute Cuisine. 😂

    Bis 17:00 Uhr bekommt man im Refuge außerdem noch kleine Snacks – für den Fall, dass die Nudeln allein nicht reichen, um die inneren Akkus wieder aufzuladen.

    Infrastruktur-Check 🚿

    Das Refuge Manganu kann mit folgender Ausstattung punkten:

    🚿 Duschen: 4
    🚽 Trockentoiletten: 4
    🧼 Waschbecken: 2

    Nach mehreren Tagen GR20 ist eine warme Dusche übrigens kein gewöhnlicher Bestandteil der Infrastruktur mehr.

    Das ist Wellness. Luxus. Zivilisation. Ein Geschenk des Himmels. 😇

    Fazit des Tages:
    Eine vergleichsweise entspannte Etappe, wunderschöne Landschaft am Lac de Nino und endlich einmal längere Zeit FLACH. 

  • 🥾Korsika GR20 Nord – Tag 6

    Refuge de Tighiettu → Castel de Vergio

    Ich bin definitiv keine gute Zelterin. Das liegt nicht nur an mir – die Zeltplätze sind auf dem GR20 nämlich auch nicht gerade für ihre waagerechte Liegefläche bekannt. Meine Luftmatratze und mein Schlafsack gingen jedenfalls eine ausgesprochen innige, aber leider rutschige Nichtverbindung ein.
    Wir nennen das inzwischen liebevoll: „slippery sleep“. 🥴

    Rund drei Stunden Schlaf ging sich aus. 🥱

    Nach einem Abstieg durch den herrlichen Kiefernwald ging es irgendwann rechts ab – und damit war es vorbei mit dem gemütlichen Dahintrotten. Retour aux GR20: Anspruchsvoller, steiler Anstieg mit einigen Kletterstellen. Und das Ganze natürlich bei brütender Hitze. ☀️🥵

    Als wir endlich den Sattel erreichten, streckten wir erst einmal alle Viere von uns. Beine hoch, Gehirn aus. Doch unser eher karges Frühstück hatte einen entscheidenden Nachteil: Es war längst Geschichte. Der Hunger trieb uns deshalb bald weiter zum Bivouac de Giottulu di i Mori.

    Dort konnten wir ein interessantes Schauspiel beobachten:
    Die Versorgung des Refuges erfolgt tatsächlich per Pferd und Muli.🐎🫏🫏 Der Zusteller kam hoch zu Ross – und zwar mit einer Selbstverständlichkeit. Fast bis auf die Terrasse ritt er heran und machte lautstark auf sich aufmerksam. Offenbar in der Erwartung, dass jetzt eine Hundertschaft von Wanderern ehrfürchtig applaudiert. 🐴👏

    Die Tiere fanden das Ganze vermutlich weniger glamourös. Ohne Wasser und Futter mussten sie in der prallen Hitze warten. Nicht gerade der schönste Teil dieses Postkartenidylls.

    Immerhin: Seine Eier hatte er im Griff. 😉

    Eine Hundertschaft davon transportierte er heil auf den Berg. Respekt – logistisches Meisterwerk! 🥚🥚🥚

    Beim Abstieg lockten dann zahlreiche Gumpen, denen der Weg teilweise folgte. 

    Wir konnten einfach nicht mehr widerstehen.

    Raus aus den Schuhen, rein ins kühle Wasser –  Herrlich! 💦😎

    Danach ging es zielstrebig unserem Tagesziel entgegen: dem Hotel in Castel de Vergio. Den Tipp dafür hatten wir von Tom, einem jungen Pariser, bekommen.

    Und wieder einmal war uns das Glück hold: Wir ergatterten tatsächlich noch ein Zimmer! 🙌

    Dazu gab es ein richtig gutes Abendessen und anschließend eine wunderbar erholsame Nacht.

    Und der Akkupack konnte auch wieder laden.

    Nach „slippery sleep“, Kletterpartien, sengender Hitze und einer Eierlieferung per Pferd war das auch bitter nötig.

    Fazit des Tages:
    Der GR20 ist nichts für Weicheier – und erst recht nichts für Menschen, die gerne gerade schlafen. 😄

  • Auf meiner Wunschliste für Sommer 2026 stand der Rauriser Sonnblick - ebenso bei Hubert 😀 Gestern passten die Wetterbedingungen ☀️ Wir wanderten bzw kraxelten auffi zum Zittelhaus auf 3106m 💫 Oben angekommen konnten wir den Mega-Rundumblick genießen 🤩🤩🤩 Beim Abstieg stärkten wir uns in der Neubau-Hütte mit leckerem Essen 😋 Ein traumhaftes Bergerlebnis 🤩🍀🤩
    Im September 1999 konnte ich über Schneefelder runter rutschen 😀 Da oben hat sich einiges verändert ... 🙈

    1 Kommentar
    • Perfekt super 🫠
      Wow welche Veränderung 🤔
      Lg Hermann

      vor 5 Tagen
  • Was für eine tolle Wanderung! ⛰️ Perfektes Wetter, wunderschöne Ausblicke und einfach ein richtig schöner Tag in den Bergen. 🥾☀️
    Mein Fazit: Besser als Berge sind nur noch mehr Berge. ❤️
    Der nächste Schritt: Klettersteig! 🧗‍♀️💪

  • vor 7 Tagen

    Ötschergräben gehen immer. Am Sonntag wieder 19km durch die Gräben gewandert 😊

  • vor 1 Woche

    Drei Gipfel Wanderung im Gebiet Steinbach an der Steyr / Molln

    Vom Parkplatz Rieser Berg geht es durch den Zwergerlwald zur Grünburger Hütte 1101 m, weiter auf den Gipfel der Lust 1282 m, dem Koglerstein 1257 m und am Schobersteinhaus 1260 m vorbei zum Gipfel des Schobersteins 1285 m. Retour ging es am Normalweg wieder zur Grünburger Hütte und hinunter zum Parkplatz.
    Eine schöne Wanderung, großteils auf Waldwegen aber auch Schotterstraßen. Für den Anstieg sollte eine gewisse Grundkondition vorhanden sein. Auf den Gipfeln hat man eine schöne Aussicht.

    etwa 14 km, 4,5 Std., 913 hm

  • vor 1 Woche

    Kleine spontane Wanderung zum Sporiroaofen! 🥾⛰️🤩🌞

  • vor 1 Woche

    Ende September / Anfang Oktober habe ich vor rund um Garmisch-Partenkirchen Bergwanderungen zu machen, gegebenenfalls mit einzelnen Hüttenübernachtungen. Wer hat Lust für einzelne Tage oder auch mehrere dabei zu sein? Schreib mich gerne auch direkt persönlich an. Ob du Einheimische (r) oder Urlauber (in) bist, spielt für mich keine Rolle. Wenn du Lust auf Tanzen hast, wäre das auch schön. Vielleicht ergeben sich dazu auch Möglichkeiten.

  • 🥾 Korsika GR20 Nord – Tag 5
    Haut-Asco → Refuge Tighiettu

    Die Entscheidung im Hotel zu übernachten, war eine ausgezeichnete Idee.
    Schlaf gut, Frühstück gut

    ⛰️ Aufstieg mit Schattenbonus

    Der Aufstieg führt bis zum **Plateau Bocca Borba **- im Schatten. Entsprechend angenehm geht es nach oben.

    In der Ferne ist der Monte Cinto zu sehen – mit 2.706 Metern der höchste Berg Korsikas.

    Die schweren Rucksäcke bleiben hier!

    14 kg leichter fühlt man sich plötzlich wie ein Berggazellchen.

    🏔️ Monte Cinto – „Ach, das bisschen noch …“

    Der Weg zum Cinto gestaltet sich dann allerdings etwas anspruchsvoller und länger als erwartet.

    Wie so oft beim Wandern: 

    „Da vorne ist er!“… bedeutet keineswegs:

    „Da vorne sind wir gleich.“

    Und irgendwann stehen wir tatsächlich oben.

    Monte Cinto – 2.706 m.

    Der höchste Berg Korsikas. Kein monumentales Gipfelkreuz. Keine riesige Statue.

    Ein winziges Holzkreuz. ✝️Bescheiden, korsisch und irgendwie passend.

    Dafür ist die Aussicht grandios. 🤩

    🎨 Korsikas Gesteins-Farbpalette

    Was uns auf dieser Tour immer wieder beeindruckt, ist die unglaubliche Vielfalt der Berge.

    Der Fels präsentiert sich in allen möglichen Farben:

    🟥 rotbraun
    🟣 lilarot
    🩶 grau
    🟢 grün
    ⬛ fast schwarz

    **Ein Schritt hält, der nächste rutscht, **besonders der lila gefärbte Fels.

    🪨 Der Abstieg – einmal alles bitte!

    Auch der Abstieg ist ausgesprochen abwechslungsreich.

    Zunächst geht es lange durch Schuttfelder, danach

    🪨 Blockgestein
    🪨 Felsplatten
    🧗 Abklettern
    🌳 und plötzlich eine kleine Baumoase mit Erlen und Ebereschen.

    Zwischendurch entdecken wir wunderschöne Wasserwannen

    Der Gedanke:

    „Da rein und abkühlen!“ 🥳

    Die Realität:

    🚫 Badeverbot.

    Das Wasser dient nämlich als Trinkwasser für die Hütte.

    Also nix mit Ganzkörper-Spa.

    Auf der Hütte gibt es interessante Bräuche. Zur Essenszeit wird zunächst kräftig auf die Pfanne geklopft und laut gerufen.

    Alle strömen ins Hütteninnere.

    Nach dem Essen der witzigste Programmpunkt des Abends.

    Zuerst dachte ich:

    „Ah, er putzt jetzt mit seiner Sprühflasche die Tische.“

    Falsch.

    Wenn du dein Mäulchen brav öffnest, bekommst du stattdessen einen ordentlichen Sprühstoß Hochprozentigen direkt hinein. 😂🥃

    Offenbar gehört das hier zur Hüttenfolklore.

    🚿 Infrastruktur – überschaubar

    Die Ausstattung ist … sagen wir … minimalistisch:

    🚿 Duschen: 2
    🚽 WC: 2
    🧼 Waschbecken: 1

    Da wird Körperpflege plötzlich zur Gruppenkoordination.

    Und beim Zeltplatz gilt:

    **Am besten gleich bei der Ankunft einen Platz suchen. **Gute Plätze sind rar.

    ☕ Frühstück – der schlechte Witz zum Schluss

    Das Frühstück kostet 10 Euro.

    Und dafür bekommt man:

    ☕ kalten Instantkaffee
    🍞 Zwieback
    🍪 trockene Kekse
    🍓 Marmelade
    🍫 Nutella

    Ein Witz.

    Abendessen: 🍝 **Nudeln mit Tomatensauce.**Langsam entwickelt sich da ein Muster.

    Nach dem GR20 können wir zumindest eines mit Sicherheit:

    Tomatensauce in sämtlichen Höhenlagen Korsikas blind erkennen. 🍅😂

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