NÖ Tirolerkogel ab Annaberg bei Mariazell,
Mittwoch, 22. Juli 2026
Wieder einen schönen Berg im Mostviertel erwandert. In Begleitung eines symphatischen fröhlichen Mitwanderers, der seine meiste Aufmerksamkeit dem Wald mit seinen Bäumen widmete. So wurde mir zwangsläufig unterwegs einiges über Bäume, deren natürlicher und unnatürlicher Wuchs, Pflege, Krankheiten und Maßnahmen u.v.m. näher gebracht.
Es war ein entspanntes wandern und bis auf zwei Mountenbiker ohne Begegnung mit anderen Personen. Vielleicht weil das Annaberger Haus wegen Urlaub bis 6.8.26 geschlossen hat. Es war perfekt, denn somit gehörte die Ruhe, die klare Bergluft und ein weiter Blick auf die Hochalpen nur uns. Es war windig, dadurch sehr frisch am Gipfel, trotz Sonne. Dennoch gönnten wir uns mehrere Blicke ins weite Land, genossen die Pause und den Abstieg nach Annaberg.
Hallo zusammen,
schon beim Aufbruch heute Morgen war ein vertrautes Kribbeln da - eine Mischung aus Vorfreude und stillem Respekt, die einen begleitet, wenn man spürt, dass der Tag etwas Besonderes bereithält. Oberhalb der Heilbronner Hütte merkte ich, wie sehr ich so Momente brauche: das Licht, die Ruhe, der Fels, der einen zwingt, ganz im Hier und Jetzt zu sein.
Eigentlich wollte ich über den Nordgrat zum Schaftäler aufsteigen. Aber je näher ich kam, desto deutlicher zeigte sich, dass der Abschnitt nichts ist, was man „mal eben“ mitnimmt. Das Gelände machte schnell klar, dass es eine gute Einschätzung der objektiven Gefahren, Orientierung und Zeit verlangt - mehr, als ich heute mitgebracht hatte.
Der Weg bis zum Schaftäler war dennoch ein einziger Genuss. Die Gratkante bin ich fast durchgehend direkt gegangen, einfach weil es mir Freude gemacht hat. Balance, Körperspannung, dieses spielerische Austarieren - all das war intensiver, als wenn ich ausgewichen wäre. Und landschaftlich war die Tour ein Traum. Kein Moment des Bedauerns über den Abbruch, eher das Gefühl, jetzt genau zu wissen, wie ich beim nächsten Mal den Aufstieg, den Abstieg und den weiteren Verlauf des Grats angehen werde.
Liebe Grüße
Bildbeschreibungen
1 - Jöchligrat und Grüner Grat (rechts)
2 - Aufstieg Jöchligrat und Verbindungsgrat
3 - Gipfelsteinmann Jöchligrat
4 - Abstieg Jöchligrat (Rückblick) - deutlich steil
5 - Verbindungsgrat II (Rückblick)
6 - Verbindungsgrat III - dort bin ich aus Spaß direkt an der Kante entlanggehangelt :-D
7 - Gipfelsteinmann Grüner Grat, unten die Heilbronner Hütte
8 - Ich
9 - Weiter geht es
10 - Der nächste schroffe Geselle wartet
11 - Abstieg Grüner Grat (Rückblick) - durchwegs spannendes Abklettern :-)
12 - Unterhalb des Schrottenkegels lösten Gämse beim Queren eine kleine Steinlawine aus
13 - Querung zum Nordgrat des Schaftäler (Rückblick) - deutlich steiler, als es wirkt, kurz rund 45° oder mehr; ein Rutschen wäre kaum zu halten
14 - Links nach oben zieht der Nordgrat des Schaftäler
15 - Eine der Kletterstellen am Schaftäler - brüchig, ernsthaft, und die einzige Möglichkeit, dem Schutt auf den exponierten Platten weiter unten auszuweichen
Huhu, ist jemand gerade in Gruyere (CH)?
Ruhige Frühaufsteher-Tour zum Schafreuter bei angenehmen Temperaturen.
Alleine auf dem Gipfel, da kann man das Panorama besonders genießen.😊
Nächster Teil des high scards trails - irgendwo grad noch Nord Mazedonien und dann Kosovo. Ein Teilstück hier wird auch als little Mongolia bezeichnet und das triffts wirklich. Unglaubliche Landschaft, Ausblicke … einfach unpackbar.
Das ganze Grünzeug (sprich Blumen, Gräser, Sträucher,…) meist riesig und dafür gleich in Unmengen.
Das 3te Foto zeigt einen DistelWALD - knapp so hoh wie wir und ein knappes halbes (+|-) Fussbalfeld in Fläche - lässt sich am Foto nicht ablesen - genauso wie die „unendliche“ Weite auf den Bildern 5/6/7.
Komplett alleine die ganze Zeit unterwegs - ab und an mal eine Schafherde in der Ferne (2x in der Nähe)…that‘s it.
aja durch den Distelwald mussten wir natürlich durch 🙈
Danke 🙏🏻